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Bowling For Soup Biographie

Bowling For Soup

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Frage an den Musikspezialisten: Was haben die Beatles, Carlos Santana., Norah Jones und BOWLING FOR SOUP gemeinsam? Richtig – sie gehören alle zur musikalischen Schwergewichtsklasse und wurden für den Grammy nominiert! Yep, ob ihr´s glaubt oder nicht, BOWLING FOR SOUP waren im Jahr 2003 mit ihrem Song „Girl All The Bad Guys Want“ mit im Trophäen-Rennen. „Das hat uns einiges erleichtert“, sagt BFS-Frontmann Jaret Reddick, „jetzt nennt man uns nicht mehr die fetten Jungs aus Texas. Wir sind jetzt die fetten Jungs aus Texas mit der Grammy-Nominierung!“

Diese Episode ist nur ein kleiner Teil der Erfolgsgeschichte der Band mit dem unvergesslichen Namen. 1994 in Wichita Falls, Texas gegründet, gab es anfangs keine Anzeichen dafür, dass BFS je den Durchbruch schaffen würden. Er war auch nicht wirklich geplant, denn die Bandmitglieder studierten an der Midwestern State und betrachteten die Kapelle als reines Spaßobjekt. „Wir hatten gerade die Wirkung von Bier auf den menschlichen Körper entdeckt und die beste Möglichkeit an Freigetränke zu kommen, war eben eine Bandgründung. Das Thema ‚Bier’ zieht sich auch wie ein roter Faden durch unser Frühwerk.“

Trotz dieser Fokussierung aufs Wesentliche entstanden im Laufe der Zeit tatsächlich mehrere Alben. 1997 erschien das erste Werk „Rock On Honorable Ones!“ und verkaufte sich satte 10000 Mal, der zweite Release „Tell Me When To Whoa!!“ mit seinem „Bitch Song“ brachte BFS, man glaubt es kaum, zu JIVE Records. Die fetten Jungs waren plötzlich Labelmates von Britney, NSYNC und den Backstreet Boys. „Als wir gesignt wurden, waren wir die hässlichen Stiefkinder von JIVE. Aber für uns war das okay.“

Seit dem Deal mit Jive ging´s richtig ab mit BOWLING FOR SOUP. 300000 Einheiten der Alben „Let´s Do It For Johnny“ (2000) und „Drunk Enough To Dance“ (2002) wanderten über die Ladentheken. BFS spielten auf der ‚Warped Tour’ im Vorprogramm von Blink-182 und Sum 41, enterten MTV und dann gab´s da noch – genau! – die Grammy-Nominierung.

Aus der Trophäe wurde zwar nix, aber trotzdem standen BFS nun alle Türen offen. Vor den Aufnahmen zum dritten JIVE-Album „A Hangover You Don´t Deserve“ (Deutsche VÖ im November 2004) stellte Reddick eine Liste seiner Wunsch-Produzenten und -Songwriter zusammen, darunter Mitglieder von Fastball, Nerf Herder, Sugar Ray, The Nixons, SR-71 und Butch Walker. Dass keiner von den Wunschkandidaten absagte, war mit Sicherheit auch der Grammy-Geschichte zu verdanken.

„Die Arbeit mit den anderen Musikern hat mir gezeigt, wo ich musikalisch stehe“ sagt Reddick, „wenn Du einen dämlichen Song brauchst, in dem´s um Mädels geht, dann bin ich Dein Mann“.

„A Hangover You Don´t Deserve“ zeigt einen bemerkenswerten musikalischen Reifeprozess. Nehmen wir mal den Opener „Almost“ als Beispiel: An der Oberfläche ist der Power Pop Track ein Song über vergebliche Liebesmühen. Doch bei genauer Betrachtung finden wir dort auch den wahrscheinlich erbärmlichsten Reim der Rockgeschichte:

"I almost got drunk at school at 14 / I almost made out with the homecoming queen / who almost went on to be Miss Texas / but lost to a slut with much bigger breast-es”
Reddick ist sich absolut sicher. „Auf diesen Song werden die Leute total abgehen!“

Was aber nicht bedeutet, dass man die anderen 16 Tracks (oder die zwei Hidden Tracks) links liegen lassen sollte. Die erste Single „1985“ ruft uns auf unwiderstehliche Art den Bubblegum-Rock der 80er ins Gedächtnis. Von Breakfast Club über Springsteen bis hin zu Mötley Crüe und der prä-kabbalistischen Madonna wird alles aufgefahren, was damals Rang und Namen hatte. “Wie in allen unserer Songs, gibt´s auch in „1985“ ein paar textliche Tücken. Eigentlich singe ich über das Jahr 1984, aber 1985 reimt sich einfach besser...“

Wir bekommen also anhand dieser Aussagen einen schönen Einblick in die Gedankenwelten von BFS und weil er´s am besten kann, liefert Reddick noch den finalen Kommentar zu „A Hangover You Don´t Deserve“: „Wenn du ein Album willst, das dich aggressiv macht, dann bist Du hier an der falschen Adresse. Wenn Du dich aber amüsieren willst und dich für Chicks und Bier interessierst, bist du hier goldrichtig...“
     

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