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Brisa Roche Portrait

Mit ihrer wild brünetten Haarpracht, dem markanten Schmollmund, den funkelnd blau-grünen Augen und den theatralischen Augenbrauen ist Brisa Roché eine kaum zu übersehende Erscheinung. Nicht selten trägt sie dazu selbstgemachte Stiefel, ein enganliegendes, schwarzes Kleid und einen silbern glänzenden Discogürtel; ihr futuristisch gestalteter Rucksack enthält ein Notebook, ein Handy, ein Taschenmesser und einige andere Dinge, die für Frauen mit Anfang dreißig eben unverzichtbar sind. Wenn es überhaupt etwas gibt, das noch aufregender als Brisa Roché ist, dann ist es ihre Musik - eine in jedem Moment exotische Mixtur, die kaum zu beschreiben ist.

Die in Paris lebende Amerikanerin hat fleißig an unterschiedlichen Orten der Welt ihre Lebenserfahrung gesammelt. Bedingt wurde ihre Biografie durch den Lebenswandel ihrer Eltern, die sich in den 60ern komplett den freiheitlichen Lebensidealen verschrieben haben. Ihre Mutter war genauso wie ihr Vater in der Hippiebewegung fest verwurzelt. Während ihre Mutter vor allem Gute – Nachtsongs sang, hielt sich ihr Vater eher weniger an die Ideale von Love, Peace & Harmony. Immer wieder geriet der Koks – Dealer und Hehler mit dem Gesetz in Konflikt. Diese Berufswahl und die praktizierte freie Liebe führten zwischen ihren Eltern zu andauernden Streitigkeiten, bis sich das Ehepaar letztendlich scheiden ließ.
Ihre Mutter, bei der sie bis zu ihrem 16 Lebensjahr wohnte, zog sich in die Idylle der Natur zurück. Mit ihrem neuen Partner versuchte sie dort ihren Idealen von einem Leben fernab der Zivilisation nachzueifern, und lebte auf einer kleinen Farm ohne über Strom und Telefon zu verfügen.
Später zog es sie zu ihrem Vater, der das genaue Gegenteil der hippiesquen Lebensversion zelebrierte. In Seattle, Chicago und San Francisco lebte er ein exzessives Großstadtleben. Bereits mit 48 Jahren verstarb er an Leberversagen.
La Brisa Day Roche, wie die Sängerin gebürtig heißt, widmete sich von nun vor allem ihrer Band mit der sie bereits in frühen Jahren um die Welt zog, einfach um was zu erleben und nicht stehen zu bleiben. „Ich wollte einfach frei und wild leben“, beschreibt sie ihre damalige Intention sich dem Vagabundenleben zu widmen.
Nach ausgedehnten Trips durch Marokko, England, Spanien und Frankreich blieb sie letztendlich in der französischen Hauptstadt hängen. Zahlreiche Auftritte in Paris folgten und erregten die Aufmerksamkeit unterschiedlicher Musikagenten. Letztendlich entschied sie sich dafür bei dem Label Blue Note Records einen Vertrag zu unterschreiben.
Zu Beginn ihrer musikalischen Karriere orientierte sich vor allem an Punk-, Ska- und Rockklängen, die sie mit Jazzelementen vermischte. Später konnte man deutlich Referenzen an die musikalische Sozialisation, die sie durch ihre Eltern erfahren hat, heraushören. Insbesondere ihr Album „Takes“ hätte zweifellos als Originaltonträger einer kalifornischen Hippieband durchgehen können.
„Scheiß auf die 60er Jahre. Ich lebe in der Gegenwart. Das Leben ist zu kurz, um der Vergangenheit nachzutrauern“, sagt Roche. Wer redet denn von Nachtrauern? Kaum jemand bietet so wunderbar verspielt frivole Inhalte wie die Wahl – Französin, so, dass man eher von der lustvollen Zelebrierung der Vergangenheit sprechen muss.


     

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CD Mystery Man
Brisa Roche 's aktuelle CD
Mystery Man

VÖ: 2006


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