Coolio Biographie
Street-Credibility und Mainstream-Erfolg, Kollegen-Respekt und Kritiker-Zuspruch: Kaum ein anderer Rapper hat dies alles so gut unter eine Baseball-Kappe gebracht wie Coolio. Und dabei mal eben weltweit auch noch 27 Millionen Platten verkauft. Das ist kein Druckfehler. Siebenundzwanzig Millionen. Hätten Sie jetzt nicht gedacht? Ganz ehrlich: Wir auch nicht. Aber weil dies alles so ist wie es ist, muss der Grammy-Gewinner (für den unvergessenen 1995er-Hit „Gangsta’s Paradise“) natürlich auch mit dem entsprechenden Bodyguard zurückkehren. Für den Part kommt nur sein alter Freund Snoop Dogg in Frage. Und zu hören, wie sich zwei der charismatischsten Performer, welche die HipHop-Kultur hervorgebracht hat, jetzt auf dem „Gangsta Walk“ treffen und mit verschmitztem Lächeln, tja: duellieren, tut verdammt gut. Und wird auch am Ende dieses Jahres zu den musikalischen Höhepunkten desselben gehören.
0 Doch die neue Single von Coolio ist nur eins von vielen Highlights auf dem neuen Album. „The Return Of The Gangsta“ hat es nicht nötig, billig nach Komplimenten zu fischen – und lässt doch alle auf ihre Kosten kommen. Die Club-Freaks mit „Keep On Dancin’“ und „Let It Go“, die Hardcore-HipHopper mit „West Coast Anthem“ und „Keep It Gangsta“. Und James Woods mit „One More Night“. James Woods? Genau, der Schauspieler. Der ging neulich zu Coolio, nach dessen Auftritt bei den „Prism Awards“, und sagte zu ihm: „Ich höre eigentlich keinen Rap, aber dein Album würde ich nur wegen dieses Songs kaufen.“ Es ist ein Song, in dem ein Mann nach seinem Tod Gott um eine weitere Chance bittet, um zurückkehren und sein Leben halbwegs in Ordnung bringen zu können. Solche Lektionen hat nur Coolio auf Lager, der inzwischen sechsfache Vater aus Compton, Kalifornien.
Nach einer achtzehnmonatigen Karriere als Feuerwehrmann in Diensten der kalifornischen Forstwirtschaftsbehörde, die ihm half, seine Drogensucht zu überwinden, konnte sich Artis Ivey, Jr. (so heißt er bürgerlich) gleich mit seinem Debüt erfolgreich in Szene setzen. „It Takes A Thief“ schaffte Platin und brachte mit „Fantastic Voyage“ eine utopische Party-Hymne hervor, die über den Tag hinauswies (und Coolio die erste Grammy-Nominierung ein). Nach dem folgenden Album „Gangsta’s Paradise“ mit der gleichnamigen Hit-Single, die auch auf dem Soundtrack zu „Dangerous Minds“ (mit Michelle Pfeiffer als Problemschul-Lehrerin) gefeatured wurde, standen dem begeisterten Snowboarder auch weltweit sämtliche Türen offen. Sogar in Südafrika: „C U When U Get There“, seine ebenso melancholische wie unerschütterlich optimistische Bearbeitung eines 280 Jahre alten Stücks von Pachebel vom dritten Album „My Soul“, war die erste Single seines Labels Tommy Boy, die unten am Kap vergoldet wurde.
Coolio wäre nicht Coolio das Multi-Talent, hätte er sich auf seine Karriere als Rapper beschränkt. Daneben konnte er sich vor allem im TV- und Filmbereich ähnlich gut etablieren, als Interviewer (etwa bei den „ESPN Action Sports And Music Awards“), als Gast-Star (in den populären Serien „Charmed“ und „Arliss“), als Schauspieler. Zuletzt war er neben Daniel Baldwin und Claudia Schiffer (!) in „In Pursuit“ zu sehen so wie zusammen mit Paul Sorvino, Jeff Goldblum und Carmen Elektra in „Perfume“. Demnächst wird er neben Rip Torn und Peter Falk („Colombo“) in „Retirement“ spielen und besonders freuen darf man sich auf Coolio’s Auftritt in „Tyrone“: Da mimt er gleich drei Geschwister auf einmal, nämlich den Titelhelden, Bruder Jerome und Schwester (!) Sherone...
Da liegt die Welt der Cartoons und Comics nicht fern. So steuerte Coolio die Single „Dexter (What’s His Name?)“ zu dem kreativen Abenteuer-Album „Dexter’s Laboratory: Home Boy Genius – The Hip-Hop Experiment“ bei, an dem u.a. auch noch De La Soul und Will.I.AM von den Black Eyed Peas beteiligt waren. „Dexter’s Laboratory“ ist eine beliebte Cartoon-Serie, die auch schon für den Emmy nominiert war, den begehrtesten Fernsehpreis in den USA.
Über all’ dem Spaß hat Coolio nie vergessen, wo er herkommt und sich deshalb immer wieder für Belange sozial benachteiligter Kinder eingesetzt. So trat er als prominenter Sprecher für die „Asthma And Allergy“-Stiftung auf und ist derzeit auf einem Poster zu sehen, mit dem die American Library Association um Leser wirbt – eine Ehrensache für Coolio, der nie ohne ein gutes Buch auf Reisen geht. In der „Heritage Begins With“-Stiftung, der er schon lange verbunden ist, bekleidet Coolio sogar den Posten eines Honorary Director. Unter dem Motto „How Cool Is Your School“ war er führend an einer Kampagne beteiligt, die landesweit Schulen mit Computern bestückte, und aktuell gilt sein Augenmerk dem Projekt „Embrace Your Race The Human Race“. Zehn ausgesuchte US-Schulen werden in diesem Rahmen die internationale Begegnung suchen. Und wo ginge das besser als bei einer Olympiade? 2008 in Peking werden wir jedenfalls mehr darüber wissen und erfahren.
Doch im Moment ist da ja auch noch ein neues Album, das seine Aufmerksamkeit erfordert und verdient. Schon mit dem Vorgänger „El Cool Magnifico“, der u.a. einen Gast-Auftritt von Country-Star Kenny Rogers brachte, konnte Coolio 2003 unter Beweis stellen, dass mit ihm wieder und immer noch zu rechnen ist. „The Return Of The Gangsta“ setzt noch einen drauf: Sein Humor, seine Ghetto-Weisheit und seine Musikalität ergeben eine Mischung, die auch zehn Jahre nach „Gangsta’s Paradise“ ihresgleichen sucht. Oder anders: Nur wo Coolio draufsteht, ist auch wirklich Coolio drin.
0 Doch die neue Single von Coolio ist nur eins von vielen Highlights auf dem neuen Album. „The Return Of The Gangsta“ hat es nicht nötig, billig nach Komplimenten zu fischen – und lässt doch alle auf ihre Kosten kommen. Die Club-Freaks mit „Keep On Dancin’“ und „Let It Go“, die Hardcore-HipHopper mit „West Coast Anthem“ und „Keep It Gangsta“. Und James Woods mit „One More Night“. James Woods? Genau, der Schauspieler. Der ging neulich zu Coolio, nach dessen Auftritt bei den „Prism Awards“, und sagte zu ihm: „Ich höre eigentlich keinen Rap, aber dein Album würde ich nur wegen dieses Songs kaufen.“ Es ist ein Song, in dem ein Mann nach seinem Tod Gott um eine weitere Chance bittet, um zurückkehren und sein Leben halbwegs in Ordnung bringen zu können. Solche Lektionen hat nur Coolio auf Lager, der inzwischen sechsfache Vater aus Compton, Kalifornien.
Nach einer achtzehnmonatigen Karriere als Feuerwehrmann in Diensten der kalifornischen Forstwirtschaftsbehörde, die ihm half, seine Drogensucht zu überwinden, konnte sich Artis Ivey, Jr. (so heißt er bürgerlich) gleich mit seinem Debüt erfolgreich in Szene setzen. „It Takes A Thief“ schaffte Platin und brachte mit „Fantastic Voyage“ eine utopische Party-Hymne hervor, die über den Tag hinauswies (und Coolio die erste Grammy-Nominierung ein). Nach dem folgenden Album „Gangsta’s Paradise“ mit der gleichnamigen Hit-Single, die auch auf dem Soundtrack zu „Dangerous Minds“ (mit Michelle Pfeiffer als Problemschul-Lehrerin) gefeatured wurde, standen dem begeisterten Snowboarder auch weltweit sämtliche Türen offen. Sogar in Südafrika: „C U When U Get There“, seine ebenso melancholische wie unerschütterlich optimistische Bearbeitung eines 280 Jahre alten Stücks von Pachebel vom dritten Album „My Soul“, war die erste Single seines Labels Tommy Boy, die unten am Kap vergoldet wurde.
Coolio wäre nicht Coolio das Multi-Talent, hätte er sich auf seine Karriere als Rapper beschränkt. Daneben konnte er sich vor allem im TV- und Filmbereich ähnlich gut etablieren, als Interviewer (etwa bei den „ESPN Action Sports And Music Awards“), als Gast-Star (in den populären Serien „Charmed“ und „Arliss“), als Schauspieler. Zuletzt war er neben Daniel Baldwin und Claudia Schiffer (!) in „In Pursuit“ zu sehen so wie zusammen mit Paul Sorvino, Jeff Goldblum und Carmen Elektra in „Perfume“. Demnächst wird er neben Rip Torn und Peter Falk („Colombo“) in „Retirement“ spielen und besonders freuen darf man sich auf Coolio’s Auftritt in „Tyrone“: Da mimt er gleich drei Geschwister auf einmal, nämlich den Titelhelden, Bruder Jerome und Schwester (!) Sherone...
Da liegt die Welt der Cartoons und Comics nicht fern. So steuerte Coolio die Single „Dexter (What’s His Name?)“ zu dem kreativen Abenteuer-Album „Dexter’s Laboratory: Home Boy Genius – The Hip-Hop Experiment“ bei, an dem u.a. auch noch De La Soul und Will.I.AM von den Black Eyed Peas beteiligt waren. „Dexter’s Laboratory“ ist eine beliebte Cartoon-Serie, die auch schon für den Emmy nominiert war, den begehrtesten Fernsehpreis in den USA.
Über all’ dem Spaß hat Coolio nie vergessen, wo er herkommt und sich deshalb immer wieder für Belange sozial benachteiligter Kinder eingesetzt. So trat er als prominenter Sprecher für die „Asthma And Allergy“-Stiftung auf und ist derzeit auf einem Poster zu sehen, mit dem die American Library Association um Leser wirbt – eine Ehrensache für Coolio, der nie ohne ein gutes Buch auf Reisen geht. In der „Heritage Begins With“-Stiftung, der er schon lange verbunden ist, bekleidet Coolio sogar den Posten eines Honorary Director. Unter dem Motto „How Cool Is Your School“ war er führend an einer Kampagne beteiligt, die landesweit Schulen mit Computern bestückte, und aktuell gilt sein Augenmerk dem Projekt „Embrace Your Race The Human Race“. Zehn ausgesuchte US-Schulen werden in diesem Rahmen die internationale Begegnung suchen. Und wo ginge das besser als bei einer Olympiade? 2008 in Peking werden wir jedenfalls mehr darüber wissen und erfahren.
Doch im Moment ist da ja auch noch ein neues Album, das seine Aufmerksamkeit erfordert und verdient. Schon mit dem Vorgänger „El Cool Magnifico“, der u.a. einen Gast-Auftritt von Country-Star Kenny Rogers brachte, konnte Coolio 2003 unter Beweis stellen, dass mit ihm wieder und immer noch zu rechnen ist. „The Return Of The Gangsta“ setzt noch einen drauf: Sein Humor, seine Ghetto-Weisheit und seine Musikalität ergeben eine Mischung, die auch zehn Jahre nach „Gangsta’s Paradise“ ihresgleichen sucht. Oder anders: Nur wo Coolio draufsteht, ist auch wirklich Coolio drin.
