Die Ärzte Portrait
„Die Ärzte nicht zu mögen ist wie kleine Hunde zu treten. Das geht einfach nickt klar“, sagte Jan Delay über Deutschlands Konsens Band Nummer 1. Doch wie konnte es so weit kommen? Die Geheimzutat dürfte vor allem der verballerte Humor der Band sein, mit dem sie immer wieder ihre Fans aufs Neue herausfordert. Insbesondere bei Konzerten erlebt man das einzigartige Gagfeuerwerk, das vor allem Farin, bürgerlich Jan Vetter, und Bela B., bürgerlich Dirk Felsenheimer, abbrennen. Wortspiele und vor allem Improvisationen machen jedes Konzert zu einem Erlebnis.
Kein Lied soll exakt zweimal gespielt werden. Das ist der hohe Anspruch den sich die Ärzte gesetzt haben. In den meiste Fällen klappt es. Songzeilen werden ausgetauscht und der Situation angepasst. Egal, ob es der Name einer Stadt ist, oder ein politisches Ereignis – Für jede Situation haben die Ärzte etwas im Repertoire.
Doch bis zu diesem kreativen Ausbruch kommen konnte musste die Band einen harten Weg zurücklegen. Einen Weg voller Selbstzweifel, Trennungen und Identitätskrisen.
Angefangen hat alles 1982 in einem besetzten Haus in Berlin. Der angehende Polizist Bela B. hat seine Lehre bei der Polizei abgebrochen, und beschlossen auf die andere Seite zu den Punks zu wechseln. Ausschlaggebend war eine Reise nach London, die ihn für den Punkstil begeisterte. Es folgten Experimente mit kleineren Bands. Richtig ernst wurde es als er Farin Urlaub kennen lernte, der genauso von der Punkwelle erfasst wurde. Gemeinsam mit Sahnie gründeten sie „Die Ärzte“. „Wir haben festgestellt, dass es viel zu wenige Bands gibt, die mit Ä beginnen“, resümiert Farin die Namenswahl. „Daher hatten wir nur zwei Alternativen. Entweder konnten wir uns „Die Ärsche“ oder „Die Ärzte“ nennen.“ Ein genialer Plan! Das „Ä“ wurde zum Markenzeichnen der Band.
Gemeinsam mit dem Bassisten Sahnie legten sie richtig los und konnten sogar ein Fördergeld von 10.000 DM gewinnen Dennoch stellte sich der große Erfolg so schnell nicht ein. Zwar gilt ihr Album „Debil“ als Durchbruch zu größeren Bekanntheit, doch blieb das Ziel – Millionen und Groupies – noch in weiter Ferne. Aufgrund persönlicher Differenzen trennte sich Sahnie 1986 von der Band und konzentrierte sich auf sein BWL Studium. Nur drei Jahre später löste sich die Band dann endgültig auf.
Bis 1993 Farin Urlaub zum Hörer griff und Bela. B. fragte, ob sie nicht wieder gemeinsam Geld mit der Band verdienen möchten. Er wollte. Als dritter im Bunde wurde der Gitarrist Rod Gonzales begrüßt. Der Kubaner und „riesen KISS – Fan“ (Eigenaussage) verlieh den Ärzten die lang fehlende Eleganz. Die erste gemeinsame Scheibe „Die Bestie in Menschengestalt“ verkaufte sich ordentlich und ebnete den Weg in die erste Liga der deutschen Rockbands. Das Resultat sind mehr als 20 Millionen CDs, zahlreiche Preise und ausverkaufte Hallen. Keineswegs sind sie daher langweilige geworden. Im Gegenteil. Mit den erzielten Erlösen haben sie nun absolute Narrenfreiheit. So koppeln sie – einfach so – ein 45 Sekunden dauerndes Stück („Yoko Ono“)aus und drehen dazu ein aufwendiges Video, obwohl klar ist, dass solche Aktionen nur dazu dienen Geld zu verbrennen.
Im Endeffekt ist es aber auch wieder geniales Marketing. Jeder fand diese Aktion geil. Denn nicht ohne Grund lautet ihr bescheidener Szenename „Die beste Band der Welt“.
Kein Lied soll exakt zweimal gespielt werden. Das ist der hohe Anspruch den sich die Ärzte gesetzt haben. In den meiste Fällen klappt es. Songzeilen werden ausgetauscht und der Situation angepasst. Egal, ob es der Name einer Stadt ist, oder ein politisches Ereignis – Für jede Situation haben die Ärzte etwas im Repertoire.
Doch bis zu diesem kreativen Ausbruch kommen konnte musste die Band einen harten Weg zurücklegen. Einen Weg voller Selbstzweifel, Trennungen und Identitätskrisen.
Angefangen hat alles 1982 in einem besetzten Haus in Berlin. Der angehende Polizist Bela B. hat seine Lehre bei der Polizei abgebrochen, und beschlossen auf die andere Seite zu den Punks zu wechseln. Ausschlaggebend war eine Reise nach London, die ihn für den Punkstil begeisterte. Es folgten Experimente mit kleineren Bands. Richtig ernst wurde es als er Farin Urlaub kennen lernte, der genauso von der Punkwelle erfasst wurde. Gemeinsam mit Sahnie gründeten sie „Die Ärzte“. „Wir haben festgestellt, dass es viel zu wenige Bands gibt, die mit Ä beginnen“, resümiert Farin die Namenswahl. „Daher hatten wir nur zwei Alternativen. Entweder konnten wir uns „Die Ärsche“ oder „Die Ärzte“ nennen.“ Ein genialer Plan! Das „Ä“ wurde zum Markenzeichnen der Band.
Gemeinsam mit dem Bassisten Sahnie legten sie richtig los und konnten sogar ein Fördergeld von 10.000 DM gewinnen Dennoch stellte sich der große Erfolg so schnell nicht ein. Zwar gilt ihr Album „Debil“ als Durchbruch zu größeren Bekanntheit, doch blieb das Ziel – Millionen und Groupies – noch in weiter Ferne. Aufgrund persönlicher Differenzen trennte sich Sahnie 1986 von der Band und konzentrierte sich auf sein BWL Studium. Nur drei Jahre später löste sich die Band dann endgültig auf.
Bis 1993 Farin Urlaub zum Hörer griff und Bela. B. fragte, ob sie nicht wieder gemeinsam Geld mit der Band verdienen möchten. Er wollte. Als dritter im Bunde wurde der Gitarrist Rod Gonzales begrüßt. Der Kubaner und „riesen KISS – Fan“ (Eigenaussage) verlieh den Ärzten die lang fehlende Eleganz. Die erste gemeinsame Scheibe „Die Bestie in Menschengestalt“ verkaufte sich ordentlich und ebnete den Weg in die erste Liga der deutschen Rockbands. Das Resultat sind mehr als 20 Millionen CDs, zahlreiche Preise und ausverkaufte Hallen. Keineswegs sind sie daher langweilige geworden. Im Gegenteil. Mit den erzielten Erlösen haben sie nun absolute Narrenfreiheit. So koppeln sie – einfach so – ein 45 Sekunden dauerndes Stück („Yoko Ono“)aus und drehen dazu ein aufwendiges Video, obwohl klar ist, dass solche Aktionen nur dazu dienen Geld zu verbrennen.
Im Endeffekt ist es aber auch wieder geniales Marketing. Jeder fand diese Aktion geil. Denn nicht ohne Grund lautet ihr bescheidener Szenename „Die beste Band der Welt“.
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