Finntroll Portrait
Völlig zu Recht gilt die finnische Melodic Death/Black Metal-Band Finntroll als Vorreiter und kreativstes Szene-Element, wenn es darum geht, eingetretene künstlerische Pfade zu verlassen und frische, unverbrauchte Ideen zu erarbeiten.
Finntroll werden 1997 von den Gründungsmitgliedern Sänger Jan Jämsen und Gitarrist Teemo Raimuranta ins Leben gerufen und erhalten schon nach Veröffentlichung eines Demos und der raschen personellen Aufstockung einen Vertrag beim Label Spinefarm Rec.
Ist ihr erstes Studioalbum noch mehr oder weniger vom konventionellen Black Metal geprägt, beschreitet die Band mit ihrem bahnbrechenden Zweitling "Jaktens Tid" 2001 bis dato völlig neue Wege. Black/Death-Grundlagen und präzises, teilweise thrashgeprägtes Riffing werden mit symphonisch-orchestralen Elementen und Verweisen auf die verschiedensten Folkloren Europas verwoben. Bis dato nie gehörte Akkordeonklänge oder geradezu tanzbare Polka-Rhythmen im Zusammenhang mit aggressivem (bemerkenswerte Weise schwedischem) Shouting und knackiger Härte sind absolut neu. Dementsprechend überschlagen sich die Begeisterungsbekundungen der Fachpresse.
Zwar sind Besetzungsquerelen fester Bestandteil der Karriere von Finntroll, doch tun diese der bandeigenen Zielstrebigkeit und gerade der künstlerischen Qualität von Veröffentlichungen und Liveshows glücklicherweise keinen Abbruch.
Das Faninteresse wächst, und die Band ist dem Status eines Geheimtipps bald entwachsen.
2002 entwickelt sich zur Zerreißprobe für Finntroll. Jämsen seine Gesangskarriere wegen einer schweren Erkrankung seiner Stimmbänder beenden. Er wird durch Tapio Wilska ersetzt, dessen beeindruckend tiefer Growl Finntroll zusätzliche Akzente verleihen kann. Aber ein weiteres tragisches Ereignis überschattet dieses schwarze Jahr: Raimatura stirbt an den Folgen eines Brückensturzes. Die Umstände seines Todes können nie ganz geklärt werden, weshalb mehrfach Freitod-Vermutungen geäußert werden. Die Mini-CD "Visor om slutet", an deren Entstehung Raimatura noch beteiligt ist, wird ausdrücklich ihm gewidmet.
Die mit diesen Unglücken verbundenen Bandinternen Veränderungen wirken sich allerdings nicht auf den künstlerischen Weg aus. "Nattföd" wird 2004 abermals begeistert aufgenommen und kann auch in kommerzieller Hinsicht an den Erfolg der Vorgängeralben anknüpfen. Finntroll präzisieren ihren Stil noch einmal, indem sie einerseits ihre Markenzeichen beibehalten und noch wirkungsvoller einsetzen, sich andererseits wiederum neuen Einflüssen öffnen - insbesondere Elemente osteuropäisch anmutenden Folklore stehen im Mittelpunkt.
Im Jahr 2006 verlässt Sänger Wilska Finntroll aus persönlichen Gründen und kann vorläufig durch Mathias Lillmans ersetzt werden. Im März 2007 wird das neue Album "Ur jordnes djup" erscheinen.
Finntroll werden 1997 von den Gründungsmitgliedern Sänger Jan Jämsen und Gitarrist Teemo Raimuranta ins Leben gerufen und erhalten schon nach Veröffentlichung eines Demos und der raschen personellen Aufstockung einen Vertrag beim Label Spinefarm Rec.
Ist ihr erstes Studioalbum noch mehr oder weniger vom konventionellen Black Metal geprägt, beschreitet die Band mit ihrem bahnbrechenden Zweitling "Jaktens Tid" 2001 bis dato völlig neue Wege. Black/Death-Grundlagen und präzises, teilweise thrashgeprägtes Riffing werden mit symphonisch-orchestralen Elementen und Verweisen auf die verschiedensten Folkloren Europas verwoben. Bis dato nie gehörte Akkordeonklänge oder geradezu tanzbare Polka-Rhythmen im Zusammenhang mit aggressivem (bemerkenswerte Weise schwedischem) Shouting und knackiger Härte sind absolut neu. Dementsprechend überschlagen sich die Begeisterungsbekundungen der Fachpresse.
Zwar sind Besetzungsquerelen fester Bestandteil der Karriere von Finntroll, doch tun diese der bandeigenen Zielstrebigkeit und gerade der künstlerischen Qualität von Veröffentlichungen und Liveshows glücklicherweise keinen Abbruch.
Das Faninteresse wächst, und die Band ist dem Status eines Geheimtipps bald entwachsen.
2002 entwickelt sich zur Zerreißprobe für Finntroll. Jämsen seine Gesangskarriere wegen einer schweren Erkrankung seiner Stimmbänder beenden. Er wird durch Tapio Wilska ersetzt, dessen beeindruckend tiefer Growl Finntroll zusätzliche Akzente verleihen kann. Aber ein weiteres tragisches Ereignis überschattet dieses schwarze Jahr: Raimatura stirbt an den Folgen eines Brückensturzes. Die Umstände seines Todes können nie ganz geklärt werden, weshalb mehrfach Freitod-Vermutungen geäußert werden. Die Mini-CD "Visor om slutet", an deren Entstehung Raimatura noch beteiligt ist, wird ausdrücklich ihm gewidmet.
Die mit diesen Unglücken verbundenen Bandinternen Veränderungen wirken sich allerdings nicht auf den künstlerischen Weg aus. "Nattföd" wird 2004 abermals begeistert aufgenommen und kann auch in kommerzieller Hinsicht an den Erfolg der Vorgängeralben anknüpfen. Finntroll präzisieren ihren Stil noch einmal, indem sie einerseits ihre Markenzeichen beibehalten und noch wirkungsvoller einsetzen, sich andererseits wiederum neuen Einflüssen öffnen - insbesondere Elemente osteuropäisch anmutenden Folklore stehen im Mittelpunkt.
Im Jahr 2006 verlässt Sänger Wilska Finntroll aus persönlichen Gründen und kann vorläufig durch Mathias Lillmans ersetzt werden. Im März 2007 wird das neue Album "Ur jordnes djup" erscheinen.
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