In Extremo Portrait
Spätestens seit dem PC-Spiel „Gothic“, aus dem Jahr 2000 ist In Extremo einem sehr großen Publikum bekannt. Mit „Herr Mannelig“ aus dem Album „Verehrt und Angespien“ wird in dem Spiel einer der prägnantesten Songs in einer „Live“-Performance vorgetragen. Begonnen hat die heute ausgesprochen erfolgreiche Band aus dem Mittelalter-Rock-Genre jedoch wie so viele andere ihrer Art, auf dem Mittelaltermarkt.
Zumindest der akustische Teil der Band, ursprünglich bestehend aus Das letzte Einhorn (alias Michael Robert Rhein), Flex der Biegsame, Dr. Pymonte und Sen Pusterbalg (kurze Zeit später durch Yellow Pfeiffer ersetzt), tingelt in den 90ern mit Sackpfeife, Laute und Schalmei von Mittelalter-Event zu Mittelalter-Event. Allerdings nicht immer zusammen, jedes der Mitglieder hat vorher schon in anderen Bands, darunter auch Corvus Corax, Erfahrung gesammelt. Mit dieser Vorgeschichte überrascht es nicht, dass die beiden ersten Alben „In Extremo Gold“ (1997) und „Hameln“ (1998) noch (fast) rein akustisch sind. In bester Mittelalter-Manier werden hier Texte, die teilweise bis ins achte Jahrhundert nach Christus zurückdatieren, musikalisch verarbeitet. Eine Tradition, die sich bei der Band bis heute fortsetzt.
1995 wird dann, auch weil das damalige Plattenlabel dazu anheizt, ein Versuch gestartet, die mittelalterlichen Klänge mit denen einer modernen elektronischen Klampfe zu verbinden. Zu diesem Zweck werden zusätzliche Musiker angeheuert, darunter Thomas der Münzer (E-Gitarre), Der Morgenstern (Schlagzeug) und Die Lutter (Bass). Mit diesen werden die beiden ersten Alben aufgenommen, allerdings mit nur sehr wenigen Rock-Tracks. Zunächst spielt man auch noch getrennt, bis im April '98 die Zusammenlegung stattfand. Zusammen wird dann auch gleich „Weckt Die Toten!“ (1998) und das Live-Album „Die Verrückten Sind In Der Stadt“ (1998), letzteres allerdings rein akustisch, eingespielt. Da jedes der Mitglieder mehrere Instrumente beherrscht und zudem feuerspucken kann, kommt es bei einer Bühnenshow '98 dann auch zu einem Unfall. Bei diesem verbrennt sich Das letzte Einhorn durch Feuerspucken seinen Hals. Allen Befürchtungen zum Trotz erholt er sich jedoch gut, so dass '99 „Verehrt und Angespien“ erscheinen kann.
Nach zwei Touren in Europa, unter anderem mit Theatre of Tragedy und Goethes Erben, steigt Thomas der Münzer krankheitsbedingt aus und wird durch St.Sebastian ersetzt. Das nachfolgende Album „Sünder Ohne Zügel“ (2001) sorgt nun auch dafür, dass die Gitarre mit den anderen Instrumenten gleichberechtigt ist. Das Album schlägt groß ein und zu der darauffolgenden Tour erscheint die DVD „In Extremo Live“.
Das nächste Album „7“ (2003) scheint durch seinen Titel eine magische Wirkung gehabt zu haben, denn die Single „Küss mich“ landete sogar bei MTV und VIVA und flimmerte großflächig über deutsche Bildschirme. Nach diversen Touren und sogar Veröffentlichungen von Kurzgeschichten kommt die nächste Single „Nur Ihr Allein“, die allerdings eher negativ aufgenommen wird. Das dazugehörige Album „Mein Rasend Herz“ (2005) kann die negativen Erwartungen allerdings wieder zerschlagen. Der Song „Liam“ sorgt sogar für eine Drittplatzierung im Bundesvision Song Contest. 2006 kommen dann auch Auftritte auf größeren Festivals, wie beim Wacken Open Air und dem M'Era Luna. Das Best-Of-Album „Kein Blick Zurück“ (2006) enthält auch eine Zusatz-CD, auf der andere Künstler In Extremo-Songs covern, darunter auch Grave Digger und Silbermond. Das am 23.05.08 erschienene Album „Sängerkrieg“ kann nun wieder vollends überzeugen. Besonders die Singe „Frei Zu Sein“ lässt einen ins Träumen verfallen. Neben dieser ist auch In Extremos erstes Lied auf Spanisch zu hören, genau wie mit „An End Has A Start“ ein Cover der britischen Rockband „The Editors“. Man darf hoffen, dass die wackeren Recken sich noch lange in ihre Kluften werfen werden, um uns mit ihren kontrastreichen Klängen zu erfreuen.
Zumindest der akustische Teil der Band, ursprünglich bestehend aus Das letzte Einhorn (alias Michael Robert Rhein), Flex der Biegsame, Dr. Pymonte und Sen Pusterbalg (kurze Zeit später durch Yellow Pfeiffer ersetzt), tingelt in den 90ern mit Sackpfeife, Laute und Schalmei von Mittelalter-Event zu Mittelalter-Event. Allerdings nicht immer zusammen, jedes der Mitglieder hat vorher schon in anderen Bands, darunter auch Corvus Corax, Erfahrung gesammelt. Mit dieser Vorgeschichte überrascht es nicht, dass die beiden ersten Alben „In Extremo Gold“ (1997) und „Hameln“ (1998) noch (fast) rein akustisch sind. In bester Mittelalter-Manier werden hier Texte, die teilweise bis ins achte Jahrhundert nach Christus zurückdatieren, musikalisch verarbeitet. Eine Tradition, die sich bei der Band bis heute fortsetzt.
1995 wird dann, auch weil das damalige Plattenlabel dazu anheizt, ein Versuch gestartet, die mittelalterlichen Klänge mit denen einer modernen elektronischen Klampfe zu verbinden. Zu diesem Zweck werden zusätzliche Musiker angeheuert, darunter Thomas der Münzer (E-Gitarre), Der Morgenstern (Schlagzeug) und Die Lutter (Bass). Mit diesen werden die beiden ersten Alben aufgenommen, allerdings mit nur sehr wenigen Rock-Tracks. Zunächst spielt man auch noch getrennt, bis im April '98 die Zusammenlegung stattfand. Zusammen wird dann auch gleich „Weckt Die Toten!“ (1998) und das Live-Album „Die Verrückten Sind In Der Stadt“ (1998), letzteres allerdings rein akustisch, eingespielt. Da jedes der Mitglieder mehrere Instrumente beherrscht und zudem feuerspucken kann, kommt es bei einer Bühnenshow '98 dann auch zu einem Unfall. Bei diesem verbrennt sich Das letzte Einhorn durch Feuerspucken seinen Hals. Allen Befürchtungen zum Trotz erholt er sich jedoch gut, so dass '99 „Verehrt und Angespien“ erscheinen kann.
Nach zwei Touren in Europa, unter anderem mit Theatre of Tragedy und Goethes Erben, steigt Thomas der Münzer krankheitsbedingt aus und wird durch St.Sebastian ersetzt. Das nachfolgende Album „Sünder Ohne Zügel“ (2001) sorgt nun auch dafür, dass die Gitarre mit den anderen Instrumenten gleichberechtigt ist. Das Album schlägt groß ein und zu der darauffolgenden Tour erscheint die DVD „In Extremo Live“.
Das nächste Album „7“ (2003) scheint durch seinen Titel eine magische Wirkung gehabt zu haben, denn die Single „Küss mich“ landete sogar bei MTV und VIVA und flimmerte großflächig über deutsche Bildschirme. Nach diversen Touren und sogar Veröffentlichungen von Kurzgeschichten kommt die nächste Single „Nur Ihr Allein“, die allerdings eher negativ aufgenommen wird. Das dazugehörige Album „Mein Rasend Herz“ (2005) kann die negativen Erwartungen allerdings wieder zerschlagen. Der Song „Liam“ sorgt sogar für eine Drittplatzierung im Bundesvision Song Contest. 2006 kommen dann auch Auftritte auf größeren Festivals, wie beim Wacken Open Air und dem M'Era Luna. Das Best-Of-Album „Kein Blick Zurück“ (2006) enthält auch eine Zusatz-CD, auf der andere Künstler In Extremo-Songs covern, darunter auch Grave Digger und Silbermond. Das am 23.05.08 erschienene Album „Sängerkrieg“ kann nun wieder vollends überzeugen. Besonders die Singe „Frei Zu Sein“ lässt einen ins Träumen verfallen. Neben dieser ist auch In Extremos erstes Lied auf Spanisch zu hören, genau wie mit „An End Has A Start“ ein Cover der britischen Rockband „The Editors“. Man darf hoffen, dass die wackeren Recken sich noch lange in ihre Kluften werfen werden, um uns mit ihren kontrastreichen Klängen zu erfreuen.
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