Manu Chao
Als Aushängeschild der Globalisierung repräsentiert Manu Chao alle Nomaden, die aus den verschiedensten Gründen ihre Heimat verlassen haben. Mit einer Vielzahl von kulturellen Einflüssen lässt der gebürtige Franzose den Zuhörer seine persönliche Biografie als Kind eines multikulturellen Haushalts erahnen: Reggae, Folklore, Samba, Ska und Rock - Klänge mischt der talentierte Sänger mit französischen, italienischen, spanischen und galizischen Texten. Internationale Aufmerksamkeit erregte Manu Chao 1984 mit der Single Mala Vida. Das dazugehörige Musikvideo lief auf dem französischen Musiksender MCM in Dauerrotation. In komödiantischer schwarz – weiß Ästhetik parodiert Manu Chao, in Anlehnung an Charly - Chaplin Filme, alle Tücken und Probleme, mit denen Arbeitnehmer in den unteren gesellschaftlichen Schichten zu kämpfen haben.
Seine Band Manu Negra, welche er mit seinem Bruder und Cousins drei Jahre später gründete, interpretierte den Hit neu und erzielte in Europa zahlreiche Top Ten Platzierungen.
Nach der Bandauflösung tourte Manu Chao alleine durch Südamerika. Das Resultat ist das Album Cladestino (dt.: Reisender ohne Pass) auf dem er seine Eindrücke als Weltbürger verarbeitet. Ein Hit dieses Albums ist die Single Bongo, Bongo die in Südamerika, Frankreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz zum absoluten Sommerhit mutierte,
Mit seiner neuen Band Radio Bemba präsentiert Manu Chao eine vibrierende Soundmischung, die den Fans aus aller Welt das Lebensgefühl südländischer Ausgelassenheit vermittelt.
Inhaltlich sind die Texte genauso facettenreich, wie die verwendeten Sprachen. Von Gesellschaftskritik bis hin zu Partykrachern ist alles zu finden. Ein Klassiker zum Feiern ist der Track „Welcome to Tijuana“ in denen er „Tequillia, Sex & Marijuana“ als Mittel der transnationalen Verständigung anpreist.
Mit dem erfolgreichen Song „Me Gustas Tu“ (dt.: Du gefällst mir) präsentiert der Sänger einen Überblick seiner persönlichen Präferenzen und entführt den Hörer in eine Welt von endlosen Stränden, knatternden Motorrädern und exotischem Essen.
Gerade, wenn in Deutschland eine Regenwolke mal wieder die andere ablöst, ist der Sound von Manu Chao eine willkommene Alternative zu den tristen nationalen Gegebenheiten.
Also: Anlage an, CD rein und gaaaaaaaanz laut aufdrehen. Billiger kann Urlaub nicht sein.
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