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Nas Biographie

Nas

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Klar, bei solch eklatanten Konfrontationen in die Abgründe der menschlichen Seele, wie sie häufiger in der Vergangenheit (z.B.: Tupac Shakur, Notorious B.I.G.) vorkamen und hoffentlich zukünftig nicht mehr vorkommen werden, wird in NAS der Poet, vor allem aber der Sozialanalytiker wachgerufen. Sein Know-how bezüglich innerstädtischer Politics, sozialem Druck und deren Interaktion - er ist in Long Island City aufgewachsen - macht ihn zum ultimativen Street Journalist. Soziales Nitroglyzerin, das er aufsammelt und in seinen hochentwickelten Rhyme Style kongenial umsetzt.

Mit seinen beiden ersten, auf Anhieb immens erfolgreichen Columbia-Alben, Illmatic und It Was Written, zog er sich selbst aus dem Slumsumpf raus. Nicht nur weil sich die Dinger extrem gut verkauften (It Was Written bekam allein in den USA Multiplatin verliehen, in Europa wurden mehr als 480.0000 Kopien abgesetzt), sondern weil er zum ersten Mal in seinem Leben imstande war, seine unbändigen Energien zu bündeln und in kreative Bahnen zu lenken. Der Mann, der von sich behauptet: Ich schlafe nie, denn Schlaf ist der kleine Cousin von Bruder Tod, ging sogar so weit, auf seinem zweiten Werk für einen Song mit Westcoast-Koryphäe Dr. Dre zu kollaborieren. Das ungleiche Duo proklamierte auf dem Track das Ende des East- vs. Westcoast-Nonsens. Damit setzte NAS nicht nur für seelenverwandte Brothaz and Sistaz ein Zeichen.

Der lange Weg bis dahin läßt sich zurückverfolgen bis in die achtziger Jahre, als NAS noch ein Urban Street Kid im Teenalter war. Doch schon damals verbrachte er seine Freizeit lieber im Studio beim legendären Producer Large Professor (z.B.: Eric B And Rakim), der dem noch gänzlich Unerfahrenen erste Tricks beibrachte. Ich war immer da. Saß rum, kochte Kaffee, schmierte Brötchen und hatte manchmal meine große Stunde bei einer klitzekleinen Session, erinnert sich NAS an seine Anfänge. Sein Platten-Debüt kam in Form eines Tracks mit der All-Star-Posse von Large Professors Band Main Source auf deren Album Live At The BBQ. Schon damals notierte das Urb Magazin: Im Gegensatz zu vielen neuen MCs, gratwandert NAS mit seinen tiefgreifenden Rhymes zwischen Genie und Wahnsinn. Mit 3rd Bass-Rapper MC Serch nahm er dann ein Demo auf, das ihn als Remarkable New Talent auswies. Serch war es auch, der NAS mit dem Song Halftime auf dem Soundtrack von Zebrahead unterbrachte. Diese Nummer etablierte ihn als unabhängiges Talent und brachte schließlich auch den Deal mit Columbia Records ins Rollen. Der Rest ist wie man so schön sagt History!
     

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