Peter Heppner
Im Jahr 2008 mag ein Blick in die Charts leicht irritieren. Wer ist dieser Peter Heppner der mit „Alleinsein“ auf Platz 16 eingestiegen ist? Das Anhören des Liedes verrät: Es kann kein Newcomer sein. Dafür ist die Lyrik zu gut, die Stimme zu souverän und der Sound einfach viel zu perfekt. Moment mal. Irgendwie erinnert einen das doch an…. Genau! „Die Flut“. Ein Stück das wohl zu den größten kommerziellen Erfolgen von Peter Heppner gehört. Gemeinsam mit Joachim Witt hat er für diesen Song zahlreiche Edelmetall - Auszeichnungen bekommen und konnte sogar einen ECHO - Award einheimsen. Zuvor war er schon mit dem Duo Wolfsheim in Erscheinung getreten. Vor allem den Fans von Elektronica und Dark Wave Musik war er mit dieser Formation ein fester Begriff.
Bevor er sich als Solokünstler ausprobierte hat Peter Heppner neben Wolfsheim mit zahlreichen Künstlern Erfahrungen gesammelt. Zu den bekanntesten Kollaborationen gehören die Arbeiten mit Schiller , Paul van Dyk und Goethes Erben. Ein stetig steigender Bekanntheitsgrad war das Resultat.
Es häuften sich Anfragen aus dem In – und Ausland. Nur wollte er nicht wieder Teil einer Band sein, sondern selbst bestimmen wie der nächste Schritt aussieht. „Mir unabhängig und eigenständig die Lieder, Produzenten und Co-Komponisten auszusuchen, war eine Herausforderung, der ich mich unbedingt stellen wollte. Nachdem Warner Music mit einem sehr guten Angebot an mich herantrat, begann mich die Frage ‚Wie würde eigentlich ein Peter-Heppner-Soloalbum klingen?’ sehr zu interessieren“, berichtet er über seine Beweggründe.
Das Resultat klingt nachdenklich, schwermütig, aber gerade deswegen kraftvoll. Es ist ein deutlicher Kontrast zu dem populären Musikzirkus, in dem vor allem englischsprachige Liebeslieder dominieren. Extra widmet er daher auf seinem Soloalbum einen Song dem Hass auf einen anderen Menschen. „Ich empfinde Hass manchmal schon als eine sehr sinnvolle Sache. Es gibt einfach gewisse Personen, die sich diese negative Emotion redlich verdient haben. Diese Herrschaften sollen es auch zu spüren bekommen, dass man sie hasst. Allein schon aus pädagogischen Gründen. Aber keineswegs sollte man sich von seinem Hass verzehren lassen, sondern immer mit einem kühlen Kopf dieses Hassgefühl zelebrieren“, ist Peter Heppner überzeugt.
Dunkle, ehrliche Gefühle als positiven Antrieb zu nutzen. Das ist eine wahre Stärke der Musik, die Heppner erschafft.
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