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Radiopilot Portrait

Radiopilot
Vom Styling her könnten diese Jungs locker als Soziologiestudenten durchgehen. Hornbrille, verwuschelte Haare und ein bisschen diese Streberaura machen Radiopilot durchaus
Hörsaalkompatibel. Nur anstatt ihre gesamte Energie auf Habermas, Durkheim und Adorno zu konzentrieren schrammeln sich die Jungs lieber durch die Berliner Musikwelt. Voller Ehrgeiz und Experimentierfreude basteln sie kontinuierlich an ihrem Sound.

Ihr Ziel: Radiopilot muss eine dicke fette Popband werden! Steckt dahinter etwa ein kalkulierter Masterplan? Auch. Nur vielmehr ist es eine Zwangshandlung, die von den eigenen Emotionen diktiert wird. „"Wir schreiben Songs, weil wir verwirrt, wütend, enttäuscht, verlassen sind. Weil das Leben ungeahnte Wege einschlägt, die man nicht vorhersehen kann. Würden wir keine Songs schreiben, wären wir bestimmt wie die Anderen auf der Straße gelandet und würden heute noch Leute vermöbeln, weil wir wütend, enttäuscht und verlassen sind. Jeder braucht ein Ventil. Das ist das unsere", erklärt Lukas den Druck der die Band zum kollektiven Geräusche machen motiviert.

Ihren Stil kann man mit dem besten Gewissen als durchaus Inselbeeinflusst, oder aber UK – affin nennen. Wäre da nicht die deutsche Sprache, könnte man getrost ein „The“ vor den Bandnamen klatschen und die Jungs als „The next big thing“ europaweit hypen.
Da passt es doch auch ganz gut ins Bild, dass sie durch den Sieg beim „John Lennon Talent Award“ gewonnen haben und so die Aufmerksamkeit der Major Labels auf sich ziehen konnten. Moment mal. Muss man nicht unbedingt bei einem kleinen verfranzten Independent Label unter Vertrag stehen, um wahrhaft Indie zu sein? „Der Independent-Gedanke war ja ursprünglich mal, dass man machen kann, was man möchte“, erklärt Gitarrist und Songschreiber Rafael Triebel, „doch wenn man sich hier in Berlin die Szene anschaut, dann sind die Indie-Bands wesentlich verkrampfter als der Mainstream.“ Anstatt sich der fest gemauerten Szene – Diktatur zu unterwerfen, unterschrieben die Jungs einen Plattenvertrag bei Columbia, einem Sub – Label von Sony BMG.

Zu ihren bekanntesten Songs gehören „Fahrrad“ und „Monster“. Obwohl „Fahrrad“ niemals als Single im Handel erhältlich war, liebend die Fans diesen Song und können bei Konzerten alle Lines mitsingen. Youtube, Myspace und unzähligen Live – Konzerten sei dank.

Ihre Low – Budget Videos erreichen regelmäßig die höchsten Bewertungen. Ein weiterer Beweis, wie man in der Künstlermetropole Berlin mit ein paar guten Kontakten, Innovation und Leidenschaft eigene Gedanken umsetzen kann. Eine Attitüde die sich auch in den Songzeilen der Band widerspiegelt. „Heute Nacht erlege ich das Monster/ Mit der Macht, die ich mir geborgt hab/ Ich bin jung/ habe keine Angst/ Ich will leben/ Weil ich es kann“. Pure Rebellion gegen die Grenzen und Verhaltenzwänge die sich das eigene Gehirn setzt. Kein Wunder, dass gerade dieser Song als erste Single ausgekoppelt wird und noch einmal genau sagt, was die Band eigentlich will: In den Kampf ziehen gegen selbstverschuldete Unmündigkeit.


     

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