Selma Meerbaum-Eisinger Portrait
Die Jüdin Selma Meerbaum-Eisinger war eines von unzähligen Opfern des Naziregimes. Doch ihr außergewöhnliches lyrisches Talent sorgte dafür, dass sie nicht vergessen wurde.
Ihr Vermächtnis ist ein kleiner handgeschriebener Gedichtband, den sie selbst „Blütenlese“ nannte und ihrem Freund Lejser Fichmann zugedacht hatte. Dieser gab das Büchlein einer Freundin Selmas, die es auf ihrer abenteuerlichen Flucht vor dem Naziregime bis nach Israel brachte.
Die Gedichte Selmas wären beinahe in Vergessenheit geraten, wäre nicht in einem Lyrikband der DDR eines ihrer Gedichte abgedruckt worden.
Der ehemalige Klassenlehrer Selmas, Hersch Segal, wurde darauf aufmerksam und begann zu recherchieren. Dabei machte er die Freundin ausfindig, die Selmas Gedichte die ganzen Jahre über in einem Tresor aufbewahrt hatte.
Da er keinen Verlag finden konnte, der das Buch herausbringen wollte, ließ er es auf eigene Kosten mit einer Auflage von 400 Stück drucken. Eines dieser Büchlein gelangte wiederum in die Hände Hilde Domins, der bekannten deutschen Lyrikerin. Sie zeigte die Gedichte dem Stern-Journalisten Jürgen Serke und erst als dieser begann über Selma zu recherchieren und das Werk 1980 unter dem Namen „Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“ beim Hoffmann und Campe-Verlag veröffentlichte, wurden Selmas ergreifende Worte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.
Heute zählen die Gedichte zur Weltliteratur und wurden teilweise auch in den Lehrplan an Schulen eingebunden. Die Texte des jungen Mädchens Selma sind zeitlos und sprechen Jugendlichen auch heute noch aus der Seele.
Selmas Gedichte erzählen von ihrem Lebenshunger und von Liebe und Hoffnung aber auch von verlorenem Glück und der Ahnung, dass es keine Zukunft für ihre Träume geben wird. Die talentierte Lyrikerin war gerade 18 Jahre alt, als sie im Arbeitslager Michailowska in der Ukraine starb.
Mit Hilfe dieser Gedichte soll Jugendlichen ein anderer Weg geboten werden, sich dem Holocaust-Thema zu nähern.
12 der 57 Gedichte wurden nun von Baseler World Quintett vertont. Von der außerordentlichen Musikalität der Ferse inspiriert, haben die in der Klassik, dem Jazz und dem Klezmer verwurzelten Musiker eigenwillige Kompositionen geschaffen, die verschieden und doch harmonisch sind, vor allem aber dem Hörer abverlangen sich auf Neues einzulassen und alte Hörgewohnheiten einmal zu vergessen. Namhafte Künstler, wie z.B. Xavier Naidoo, Sarah Conner und Thomas D, haben auf eindrucksvolle und gefühlvolle Weise die Texte eingesprochen, ohne dabei kitschig zu werden.
Das Album „Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“ ist ein wertvolles Mahnmal gegen das Vergessen, von künstlerisch hohem Gehalt. Jedes der Stücke geht beim Hören direkt auf den Seelengrund und zieht Spuren ins Herz, die wir brauchen, damit so etwas nie wieder passiert.
Ihr Vermächtnis ist ein kleiner handgeschriebener Gedichtband, den sie selbst „Blütenlese“ nannte und ihrem Freund Lejser Fichmann zugedacht hatte. Dieser gab das Büchlein einer Freundin Selmas, die es auf ihrer abenteuerlichen Flucht vor dem Naziregime bis nach Israel brachte.
Die Gedichte Selmas wären beinahe in Vergessenheit geraten, wäre nicht in einem Lyrikband der DDR eines ihrer Gedichte abgedruckt worden.
Der ehemalige Klassenlehrer Selmas, Hersch Segal, wurde darauf aufmerksam und begann zu recherchieren. Dabei machte er die Freundin ausfindig, die Selmas Gedichte die ganzen Jahre über in einem Tresor aufbewahrt hatte.
Da er keinen Verlag finden konnte, der das Buch herausbringen wollte, ließ er es auf eigene Kosten mit einer Auflage von 400 Stück drucken. Eines dieser Büchlein gelangte wiederum in die Hände Hilde Domins, der bekannten deutschen Lyrikerin. Sie zeigte die Gedichte dem Stern-Journalisten Jürgen Serke und erst als dieser begann über Selma zu recherchieren und das Werk 1980 unter dem Namen „Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“ beim Hoffmann und Campe-Verlag veröffentlichte, wurden Selmas ergreifende Worte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.
Heute zählen die Gedichte zur Weltliteratur und wurden teilweise auch in den Lehrplan an Schulen eingebunden. Die Texte des jungen Mädchens Selma sind zeitlos und sprechen Jugendlichen auch heute noch aus der Seele.
Selmas Gedichte erzählen von ihrem Lebenshunger und von Liebe und Hoffnung aber auch von verlorenem Glück und der Ahnung, dass es keine Zukunft für ihre Träume geben wird. Die talentierte Lyrikerin war gerade 18 Jahre alt, als sie im Arbeitslager Michailowska in der Ukraine starb.
Mit Hilfe dieser Gedichte soll Jugendlichen ein anderer Weg geboten werden, sich dem Holocaust-Thema zu nähern.
12 der 57 Gedichte wurden nun von Baseler World Quintett vertont. Von der außerordentlichen Musikalität der Ferse inspiriert, haben die in der Klassik, dem Jazz und dem Klezmer verwurzelten Musiker eigenwillige Kompositionen geschaffen, die verschieden und doch harmonisch sind, vor allem aber dem Hörer abverlangen sich auf Neues einzulassen und alte Hörgewohnheiten einmal zu vergessen. Namhafte Künstler, wie z.B. Xavier Naidoo, Sarah Conner und Thomas D, haben auf eindrucksvolle und gefühlvolle Weise die Texte eingesprochen, ohne dabei kitschig zu werden.
Das Album „Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“ ist ein wertvolles Mahnmal gegen das Vergessen, von künstlerisch hohem Gehalt. Jedes der Stücke geht beim Hören direkt auf den Seelengrund und zieht Spuren ins Herz, die wir brauchen, damit so etwas nie wieder passiert.
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Montag, 13. September 2010, 11:38 Uhr
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