Sharleen Spiteri Portrait
Der Name Sharleen Spiteri ist in der Musikwelt wohl hauptsächlich Fans der Band „Texas“ bekannt, die sie als Sängerin 1988 mit Johnny McElhone gründet. Diese Kombination entwickelte sich in den 90er Jahren zu einer äußerst erfolgreichen Pop-Band. Bis zum Jahr 2005 heimst das Duo unglaubliche 15 Platinauszeichnungen ein. „Man sollte jedes Mal versuchen, einen Hit zu schreiben, wenn man sich hinsetzt und mit der Arbeit an einem neuen Song beginnt.“, sagte die Sängerin einmal und ließ ihren Worten dann zum Beispiel mit „Summer Son“ eindrucksvoll Taten folgen. Nach insgesamt sieben gemeinsamen Alben entschließen sich Spiteri und McElhone nach ihrem letzten Werk „Red Book“ 2005, getrennte Wege zu gehen. Die Irin will von nun an auf Solopfaden wandern. Zwar hat sie das schon vereinzelt vorher mit einigen Film-Songs getan, jetzt aber will sie den Weg ganz gehen. Mit „Melody“ hat sie ihren ersten bedeutenden Schritt in diese Richtung erreicht. Jetzt tritt sie auch nicht mehr nur als Sängerin auf. Spiteri hat alle Songs ihres Debüt-Albums alleine geschrieben, natürlich gesungen und selbst produziert. Man kann nicht sagen, dass sie unter den Kompromissen zu Bandtagen gelitten hat, aber in den neuen Songs lebt Spiteri ihre nun möglichen künstlerischen Freiheiten grenzenlos aus. Sie präsentiert den fast schon vergessenen Musikstil aus der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts im Gewand der Gegenwart. Das klingt dann teilweise fast wieder wie die junge Nancy Sinatra, aber eben auf modern getrimmt. Sie lässt sich aber auch von anderen Musik-Größen wie Johnny Cash und Elvis inspirieren und hat es damit geschafft, „mein absolutes Traumalbum aufzunehmen“, wie sie es ausdrückt. Es ist außerdem ein sehr persönliches Album, das sie mit den Worten „Insgesamt kann man wohl sagen, dass ich es bin, der man auf dieser Platte begegnet. Das bin einfach nur ich“ beschreibt. Sie verarbeitet darauf unter anderem auch die Trennung von ihrem langjährigen Partner, die Rolle als allein erziehende Mutter und weitere einschneidende Ereignisse ihres Lebens. Trotzdem klingt die Platte auch sehr positiv, entspannt und gut gelaunt. Kein Wunder, wenn man sich einige Aufnahme-Sessions im sonnigen Spanien vorstellt. Und vielleicht schafft sie es mit ihrem auch, dass ihr Name bald so bekannt ist, wie der ihrer ehemaligen Band „Texas“.
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Dienstag, 14. September 2010, 12:17 Uhr
Sharleen Spiteri
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