Adam F Biographie
Adam F
Klotzen statt kleckern lautet die Devise. Da genügt schon ein Blick auf die Besetzungsliste. "KAOS", das neue Werk des britischen Produzenten Adam F, strotzt nur so vor namhaften HipHop-Stars: LL Cool J, Redman, M.O.P., Capone'n'Noreaga (alias C.N.N.), De La Soul, Beenie Man, Siamese, Lil Mo, Pharoah Monch, Carl Thomas und Guru. Vor drei Jahren noch in Drum'n'Bass-Kreisen himmelhochgejauchzt (für sein 97er Debütalbum "Colours" sogar mit einem MOBO Award ausgezeichnet), hat Adam F nun mit fliegenden Fahnen das Lager gewechselt und mit "Kaos" ein HipHop-Album aufgenommen, dessen wuchtige Kraft wie das Trommelfeuer von Mike Tysons Fäusten in Hochform wirkt. Chöre so voluminös, als gelte es eine Kathedrale zu beschallen, Electrosounds so hochspannend wie aus einem Kraftwerk, Beats so gewaltig wie im Jurassic Park. Das ist so bombastisch wie cineastisch. Ein Chaos visionärer Sounds, par excellence gebündelt von einem 28-jährigen Mischpultmagier.
Adam F hatte vor geraumer Zeit mit diversen Demos starkes Interesse bei Def Jam geweckt und die Labelvorderen setzten sogleich LL Cool J auf den Briten an. Der heuerte Adam für die Produktion von "Take It Off" an, einen Track seines letzten Albums "G.O.A.T." ("Greatest Of All Time"). Schlichtweg begeistert von dem Resultat, nahm LL auch den Titelsong des Albums, obwohl der eigentlich schon längst im Kasten war, erneut mit Adam F auf und nahm in Kauf, dass das Album drei Wochen später als geplant erschien. "Ich hatte 'Take It Off' für LL produziert, 'G.O.A.T.' war ursprünglich für mein eigenes Album vorgesehen", so Adam F, "aber als LL den Track hörte, rief er gleich 'Den muss ich haben!'" Am Ende landete "G.O.A.T." sowohl auf dem gleichnamigen Album von LL Cool J (das zugleich sein erstes Nummer-eins-Album in den Billboard-Charts war) als auch auf "KAOS". Def Jam besorgte unterdessen Adam F weitere Jobs, namentlich mit Missy Elliot und Lady Luck.
Auch die Zusammenarbeit mit Redman ging ähnlich von statten. Adam F hatte ein Demo mit einem 70-köpfigen Orchester und einem 60 Mann starken Chor im Gepäck, mit dem er Redman nach einem Gig in Los Angeles aufsuchte. "Er kam mit einem Handtuch um den Kopf und einen Joint rauchend von der Bühne", erinnert sich Adam F. Und die 'Redman, Redman'-Chöre, die der Produzent dem berühmten Rapper dann vorspielte, bliesen ihn erst recht weg, sodass er verblüfft meinte: "Dieser Scheiß ist verrückt. Woher kennen die meinen Namen?" "Smash Sumthin" brachte es am Ende auf Redmans Album "Malpractice" und auf "KAOS".
Solche Referenzen können sich natürlich sehen lassen, und so darf es nicht wundern, dass Adam F im Laufe der eineinhalbjährigen Produktionszeit auch andere schwergewichtige Stars wie Beenie Man, Guru und De La Soul mit ins Boot holen konnte. Und der Albumtitel war denn auch Programm. Während CNN und Beenie Man ihre kompletten Crews mit ins Studio schleppten und für heilloses Chaos im wahrsten Sinne des Wortes sorgten, waren die Sessions mit De La Soul und Pharoah Monch wesentlich persönlicher. "Die Konsistenz von 'KAOS' ist eine sehr visuelle Angelegenheit, die bedingt ist durch den dramaturgischen Aufbau. Auch wenn dies ein HipHop-Album ist, findet man hier die Spannung und Atmosphäre, die man auch bei Drum'n'Bass hört. Es gibt auf dem Album viele Soundeffekte, viele dramatische Sounds und epische Momente, in denen die Beats reinknallen."
"Adam F Productions present: KAOS" ist symphonischer HipHop in Cinemascope. Jeder Song ein Showdown. Jeder Beat ein Shootout. Knalleffekte gibt es auf diesem Album auch inhaltlicher Art en masse: Redman beschwört mit "Smash Sumthin" eine Art Frankenstein-Version seiner selbst, ins Leben gerufen durch funkensprühende Elektrizität; Beenie Man und Siamese erforschen in "Dirty Harry's Revenge" die Untiefen dieser Clint-Eastwood-Paraderolle in jedem von uns; Guru und Carl Thomas entdecken in "Karma (Comes Back Round)" ihren Hang zum esoterisch Spirituellen. Song für Song laufen hier kleine Filme ab. Und Adam F führt glänzend Regie. Das ist mindestens so bahnbrechend wie die Werke von Timbaland und Rockwilder.
Adam Fenton, so sein bürgerlicher Name, ist in Liverpool geboren und aufgewachsen. Bereits als Teenager heuerte er als Keyboarder bei Moody Blues an und begleitete die Band auf einer Amerikatournee. In den späten Achtzigern gründete der frühreife Musiker, inspiriert von Marvin Gaye, Roy Ayers und Sly Stone, seine erste eigene Funk-Band, doch seine eigentliche Bestimmung – als Produzent zu arbeiten - hat er einem Drum'n'Bass-Track von LTJ Bukem zu verdanken. Nachdem Adam F, frisch angefixt von Drum'n'Bass, eine Weile als DJ bei den Metalheadz-Nächten im renommierten Londoner Club Blue Note aufgelegt hatte, veröffentlichte er einige Jungle-Tracks auf Vinyl ("Lighter Style", "Criminal Activity") und gründete mit F-Jam sein eigenes Label, das wenig später an das EMI-Dancelabel Positiva andockte.
Gleich mit seiner ersten eigenen Drum'n'Bass-Produktion, der Single "Circles", machte Adam F Furore: 1996 wurde dieser Track dank des eigenwillig charakteristischen Bass-Sounds bei den Hardcore Dance Awards als Single des Jahres ausgezeichnet. Auf dem ein Jahr später folgenden Album "Colours" fanden sich jede Menge illustrer Gäste ein, darunter Goldie und Roni Size (der "Circles" remixte), Tracey Thorn von Everything But The Girl und Ronnie Jordan. Seitdem gilt Adam F als einer der vielversprechendsten Produzenten der Insel, ein Ruf, der mittlerweile bis in die Staaten gedrungen ist und dem er auch unter neuen Prämissen auf "KAOS" mehr als gerecht wird. "Viele Leute sehen mich als Drum'n'Bass-Produzenten, aber ich selbst sehe mich schlicht als Produzent. Ich liebe Drum'n'Bass, Funk, HipHop, Electro – und wer sich 'KAOS' anhört, wird das alles darin entdecken". Ein Statement, dem wohl auch Tim Westwood beipflichten würde. Der renommierte Radio-DJ featuret Adam F schon seit langem in seinen Shows und kam unlängst nach Genuss von "KAOS" zu dem unumstößlichen Urteil: "This shit is big baby!" Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
Adam F hatte vor geraumer Zeit mit diversen Demos starkes Interesse bei Def Jam geweckt und die Labelvorderen setzten sogleich LL Cool J auf den Briten an. Der heuerte Adam für die Produktion von "Take It Off" an, einen Track seines letzten Albums "G.O.A.T." ("Greatest Of All Time"). Schlichtweg begeistert von dem Resultat, nahm LL auch den Titelsong des Albums, obwohl der eigentlich schon längst im Kasten war, erneut mit Adam F auf und nahm in Kauf, dass das Album drei Wochen später als geplant erschien. "Ich hatte 'Take It Off' für LL produziert, 'G.O.A.T.' war ursprünglich für mein eigenes Album vorgesehen", so Adam F, "aber als LL den Track hörte, rief er gleich 'Den muss ich haben!'" Am Ende landete "G.O.A.T." sowohl auf dem gleichnamigen Album von LL Cool J (das zugleich sein erstes Nummer-eins-Album in den Billboard-Charts war) als auch auf "KAOS". Def Jam besorgte unterdessen Adam F weitere Jobs, namentlich mit Missy Elliot und Lady Luck.
Auch die Zusammenarbeit mit Redman ging ähnlich von statten. Adam F hatte ein Demo mit einem 70-köpfigen Orchester und einem 60 Mann starken Chor im Gepäck, mit dem er Redman nach einem Gig in Los Angeles aufsuchte. "Er kam mit einem Handtuch um den Kopf und einen Joint rauchend von der Bühne", erinnert sich Adam F. Und die 'Redman, Redman'-Chöre, die der Produzent dem berühmten Rapper dann vorspielte, bliesen ihn erst recht weg, sodass er verblüfft meinte: "Dieser Scheiß ist verrückt. Woher kennen die meinen Namen?" "Smash Sumthin" brachte es am Ende auf Redmans Album "Malpractice" und auf "KAOS".
Solche Referenzen können sich natürlich sehen lassen, und so darf es nicht wundern, dass Adam F im Laufe der eineinhalbjährigen Produktionszeit auch andere schwergewichtige Stars wie Beenie Man, Guru und De La Soul mit ins Boot holen konnte. Und der Albumtitel war denn auch Programm. Während CNN und Beenie Man ihre kompletten Crews mit ins Studio schleppten und für heilloses Chaos im wahrsten Sinne des Wortes sorgten, waren die Sessions mit De La Soul und Pharoah Monch wesentlich persönlicher. "Die Konsistenz von 'KAOS' ist eine sehr visuelle Angelegenheit, die bedingt ist durch den dramaturgischen Aufbau. Auch wenn dies ein HipHop-Album ist, findet man hier die Spannung und Atmosphäre, die man auch bei Drum'n'Bass hört. Es gibt auf dem Album viele Soundeffekte, viele dramatische Sounds und epische Momente, in denen die Beats reinknallen."
"Adam F Productions present: KAOS" ist symphonischer HipHop in Cinemascope. Jeder Song ein Showdown. Jeder Beat ein Shootout. Knalleffekte gibt es auf diesem Album auch inhaltlicher Art en masse: Redman beschwört mit "Smash Sumthin" eine Art Frankenstein-Version seiner selbst, ins Leben gerufen durch funkensprühende Elektrizität; Beenie Man und Siamese erforschen in "Dirty Harry's Revenge" die Untiefen dieser Clint-Eastwood-Paraderolle in jedem von uns; Guru und Carl Thomas entdecken in "Karma (Comes Back Round)" ihren Hang zum esoterisch Spirituellen. Song für Song laufen hier kleine Filme ab. Und Adam F führt glänzend Regie. Das ist mindestens so bahnbrechend wie die Werke von Timbaland und Rockwilder.
Adam Fenton, so sein bürgerlicher Name, ist in Liverpool geboren und aufgewachsen. Bereits als Teenager heuerte er als Keyboarder bei Moody Blues an und begleitete die Band auf einer Amerikatournee. In den späten Achtzigern gründete der frühreife Musiker, inspiriert von Marvin Gaye, Roy Ayers und Sly Stone, seine erste eigene Funk-Band, doch seine eigentliche Bestimmung – als Produzent zu arbeiten - hat er einem Drum'n'Bass-Track von LTJ Bukem zu verdanken. Nachdem Adam F, frisch angefixt von Drum'n'Bass, eine Weile als DJ bei den Metalheadz-Nächten im renommierten Londoner Club Blue Note aufgelegt hatte, veröffentlichte er einige Jungle-Tracks auf Vinyl ("Lighter Style", "Criminal Activity") und gründete mit F-Jam sein eigenes Label, das wenig später an das EMI-Dancelabel Positiva andockte.
Gleich mit seiner ersten eigenen Drum'n'Bass-Produktion, der Single "Circles", machte Adam F Furore: 1996 wurde dieser Track dank des eigenwillig charakteristischen Bass-Sounds bei den Hardcore Dance Awards als Single des Jahres ausgezeichnet. Auf dem ein Jahr später folgenden Album "Colours" fanden sich jede Menge illustrer Gäste ein, darunter Goldie und Roni Size (der "Circles" remixte), Tracey Thorn von Everything But The Girl und Ronnie Jordan. Seitdem gilt Adam F als einer der vielversprechendsten Produzenten der Insel, ein Ruf, der mittlerweile bis in die Staaten gedrungen ist und dem er auch unter neuen Prämissen auf "KAOS" mehr als gerecht wird. "Viele Leute sehen mich als Drum'n'Bass-Produzenten, aber ich selbst sehe mich schlicht als Produzent. Ich liebe Drum'n'Bass, Funk, HipHop, Electro – und wer sich 'KAOS' anhört, wird das alles darin entdecken". Ein Statement, dem wohl auch Tim Westwood beipflichten würde. Der renommierte Radio-DJ featuret Adam F schon seit langem in seinen Shows und kam unlängst nach Genuss von "KAOS" zu dem unumstößlichen Urteil: "This shit is big baby!" Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
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