Angra Biographie
Angra
Als vor gut zwei Jahren die brasilianische Melodic Metalband Angra den Ausstieg drei ihrer Gründungsmitglieder bekannt gab, bangte nicht nur die Fangemeinde der Gruppe um die weitere Existenz ihrer Idole, sondern auch die gesamte internationale Hard´n´Heavy-Presse. Wie, so war die einheitliche Sorge der Medienvertreter, kann eine Band ohne ihren bis dato angestammten Sänger die durch drei hervorragende Alben verwöhnten Fans auch weiterhin zufriedenstellen? Die Antwort auf diese brennende Frage liefern Angra nun auf imposante Weise. Ihr aktuelles Album Rebirth, ein Feuerwerk aus zehn packenden und zeitgemäßen Songs an der Schnittstelle zwischen Melodic Metal und Klassik, präsentiert drei neue Bandmitglieder, unter ihnen mit Drummer Aquiles Priester und Bassist Felipe Andreoli eine mehr als nur gleichwertige Rhythmussektion. Zudem feiert der alles überragende Sänger Edu Falaschi einen Einstand, wie er eindrucksvoller nicht sein könnte. Falaschi gehörte Mitte der Neunziger zu den heißesten Anwärtern auf den seinerzeit vakanten Posten des Iron Maiden-Sängers, nachdem Bruce Dickinson die NWOBHM-Legende verlassen hatte. Er zeigt sich auf Rebirth als grandioses Gesangstalent in der Tradition großer europäischer Metal-Frontmänner á la Michael Kiske (Ex- Helloween) oder Timo Kotipelto (Stratovarius) und verfügt gleichzeitig über einen ganz eigenen Ausdruck, eine einzigartige stimmliche Farbgebung.
Mit Falaschi, Priester und Andreoli haben Angra nicht nur frisches Blut in die Band geholt, sondern gleichzeitig zu bewährten Tugenden zurückgefunden. „Für uns war klar, dass wir auf Rebirth zu den Stilmitteln zurückkehren, die Angra durch Angels Cry und Holy Land groß gemacht haben“, erklärt Gitarrist Kiko Loureiro, der zusammen mit Gitarrist Rafael Bittencourt die Band weiterführt. Er meint damit die typischen Attitüden eines – wie er es nennt - „...german metals in der Tradition von Helloween oder Gamma Ray, verbunden mit traditionellen brasilianischen Rhythmen. Es gab Zeiten, da wussten wir nicht so genau, in welche Richtung wir uns weiterentwickeln sollten. Fireworks war ohne Zweifel ein sehr gutes Album, aber nicht unbedingt eines, das in der Tradition zu unseren zwei ersten Studioscheiben stand. Rebirth knüpft stilistisch da an, wo Holy Land aufgehört hat und Fireworks zumindest phasenweise überzeugen konnte.
Paradebeispiel für diese gelungene Mixtur aus europäischen Metal-Stilmitteln und südamerikanischen Folklore-Querverweisen sind nicht nur der packende Opener mit dem durchaus programmatisch zu verstehenden Titel ´Nova Era` sowie das hymnische ´Heroes Of Sand`, sondern speziell auch das zweiteilige, mehr als 8-minütige ´Unholy Wars` mit seinem faszinierenden Auftakt ´Part I – Imperial Crown` und dem rhythmisch wie harmonisch vielschichtigen ´Part II – Forgiven Return`. Angra zelebrieren ihren temporeichen Melodic Metal zudem erneut in seiner gesamten atmosphärischen Vielfalt, gehen im Titeltrack in stimmungsvolle Tiefen und spielen in ´Judgement Day`, einem Song wie ein Donnerschlag, wie entfesselt auf. Rebirth schließt mit dem getragenen ´Visions Prelude`, einer Art Vorausschau auf das, was man von dieser Besetzung zukünftig noch erwarten darf.
Produziert wurde Rebirth in Sao Paulo von Dennis Ward. Der Pink Cream 69-Bassist, der sich in den vergangenen Jahren zu einem der gefragtesten europäischen Metal-Produzenten entwickelt hat, mischte die zehn Songs im Karlsdorfer ´House Of Audio`-Studio. Rebirth erscheint am 29. Oktober 2001 über Steamhammer/SPV, bereits im Frühjahr 2002 werden Angra wieder auf europäischen Bühnen zu sehen sein.
HISTORIE
Die Geschichte Angras beginnt Anfang der Neunziger, nachdem Sänger Andre Matos bei Viper ausgestiegen war, bei einer Band also, für die er 1987 als gerade mal 16Jähriger das Album Soldiers Of Sunrise und zwei Jahre später Theatre Of Fate eingesungen hatte. Im November 1991 formierte er gemeinsam mit den beiden Gitarristen Rafael Bittencourt und Kiko Loureiro, sowie Bassist Luis Mariutti und Schlagzeuger Marco Antunes die Gruppe Angra, deren Name in der brasilianischen Mythologie die Göttin des Feuers darstellt. Nach nur wenigen Wochen befand sich diese Besetzung bereits im Tonstudio und spielte die Songs zu ihrem ersten Demo Reaching Horizons ein.
Von Juli bis August 1993 produzierten Angra im Hamburger Studio von Gamma Ray-Gitarrist Kai Hansen ihr Debütalbum Angels Cry. Marco Antunes war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr an Bord, für ihn trommelte übergangsweise der heutige Rhapsody-Drummer Alex Holzwarth. Kurz nach Veröffentlichung verpflichteten Angra mit Ricardo Confessori einen neuen festen Schlagzeuger. Speziell in Südeuropa und Japan entwickelte sich das Album zum Topseller, in Japan erreichte Angels Cry auf Anhieb Goldstatus. Es folgten ausgedehnte Tourneen rund um den Erdball, die Angra als ebenso fabelhafte Live-Formation auszeichneten.
Im März 1996 erschien Holy Land, das zweite Studioalbum, das die Band erneut unter der Regie von Charlie Bauerfeind in den ´Hansen-Studios` einspielte. Hierauf realisierten Angra ihren lang gehegten Wunsch, ihren mit klassischen Zitaten durchtränkten Speedmetal um eine weitere Nuance anzureichern: die Musik der brasilianischen Ureinwohner. Erneut reagierten Fans und Presse gleichermaßen begeistert.
Nach einer leider nur in Frankreich erschienenen Bonus-Doppel-CD von Holy Land, die zusätzlich zum regulären Album drei Songs eines Akustik-Sets vom Mai 1995 aus dem ´FNAC Forum` beinhaltete, kam im Herbst 1996 mit Freedom Call eine EP mit unveröffentlichtem Material und zwei Remixes in die Plattenläden. Nach ´Wuthering Heights` (Kate Bush) auf dem Album Angels Cry erschien nun auf Freedom Call mit ´Painkiller` (Judas Priest) der zweite Coversong der Band, den Angra zuvor auch als Beitrag zum Tribute To Judas Priest-Sampler beigesteuert hatten.
Im Mai 1997 veröffentlichten Angra das Mini-Album Holy Live mit einem im November des Vorjahres in Paris mitgeschnittenen Konzert. Mit Fireworks erschien dann im Frühjahr 1998 das aufwendig produzierte dritte Studioalbum der Gruppe, aus dem mit ´Lisbon` eine fabelhafte Single herausragte. Nach weiteren umjubelten Konzerten in aller Welt gaben dann überraschend Sänger Andre Matos, Bassist Luis Mariutti und Schlagzeuger Ricardo Confessori ihren Ausstieg bekannt. Die beiden verbliebenen Gitarristen Kiko Loureiro und Rafael Bittencourt vermieden bewusst einen personellen Schnellschuss, sondern suchten mit Sorgfalt und genauen musikalischen Vorstellungen nach passendem Ersatz. Der ist mit Sänger Edu Falaschi, Drummer Aquiles Priester und Bassist Felipe Andreoli ohne Zweifel gefunden, Angra sind zudem mit ihrem aktuellen Opus Rebirth zurück auf der Erfolgsspur.
Mit Falaschi, Priester und Andreoli haben Angra nicht nur frisches Blut in die Band geholt, sondern gleichzeitig zu bewährten Tugenden zurückgefunden. „Für uns war klar, dass wir auf Rebirth zu den Stilmitteln zurückkehren, die Angra durch Angels Cry und Holy Land groß gemacht haben“, erklärt Gitarrist Kiko Loureiro, der zusammen mit Gitarrist Rafael Bittencourt die Band weiterführt. Er meint damit die typischen Attitüden eines – wie er es nennt - „...german metals in der Tradition von Helloween oder Gamma Ray, verbunden mit traditionellen brasilianischen Rhythmen. Es gab Zeiten, da wussten wir nicht so genau, in welche Richtung wir uns weiterentwickeln sollten. Fireworks war ohne Zweifel ein sehr gutes Album, aber nicht unbedingt eines, das in der Tradition zu unseren zwei ersten Studioscheiben stand. Rebirth knüpft stilistisch da an, wo Holy Land aufgehört hat und Fireworks zumindest phasenweise überzeugen konnte.
Paradebeispiel für diese gelungene Mixtur aus europäischen Metal-Stilmitteln und südamerikanischen Folklore-Querverweisen sind nicht nur der packende Opener mit dem durchaus programmatisch zu verstehenden Titel ´Nova Era` sowie das hymnische ´Heroes Of Sand`, sondern speziell auch das zweiteilige, mehr als 8-minütige ´Unholy Wars` mit seinem faszinierenden Auftakt ´Part I – Imperial Crown` und dem rhythmisch wie harmonisch vielschichtigen ´Part II – Forgiven Return`. Angra zelebrieren ihren temporeichen Melodic Metal zudem erneut in seiner gesamten atmosphärischen Vielfalt, gehen im Titeltrack in stimmungsvolle Tiefen und spielen in ´Judgement Day`, einem Song wie ein Donnerschlag, wie entfesselt auf. Rebirth schließt mit dem getragenen ´Visions Prelude`, einer Art Vorausschau auf das, was man von dieser Besetzung zukünftig noch erwarten darf.
Produziert wurde Rebirth in Sao Paulo von Dennis Ward. Der Pink Cream 69-Bassist, der sich in den vergangenen Jahren zu einem der gefragtesten europäischen Metal-Produzenten entwickelt hat, mischte die zehn Songs im Karlsdorfer ´House Of Audio`-Studio. Rebirth erscheint am 29. Oktober 2001 über Steamhammer/SPV, bereits im Frühjahr 2002 werden Angra wieder auf europäischen Bühnen zu sehen sein.
HISTORIE
Die Geschichte Angras beginnt Anfang der Neunziger, nachdem Sänger Andre Matos bei Viper ausgestiegen war, bei einer Band also, für die er 1987 als gerade mal 16Jähriger das Album Soldiers Of Sunrise und zwei Jahre später Theatre Of Fate eingesungen hatte. Im November 1991 formierte er gemeinsam mit den beiden Gitarristen Rafael Bittencourt und Kiko Loureiro, sowie Bassist Luis Mariutti und Schlagzeuger Marco Antunes die Gruppe Angra, deren Name in der brasilianischen Mythologie die Göttin des Feuers darstellt. Nach nur wenigen Wochen befand sich diese Besetzung bereits im Tonstudio und spielte die Songs zu ihrem ersten Demo Reaching Horizons ein.
Von Juli bis August 1993 produzierten Angra im Hamburger Studio von Gamma Ray-Gitarrist Kai Hansen ihr Debütalbum Angels Cry. Marco Antunes war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr an Bord, für ihn trommelte übergangsweise der heutige Rhapsody-Drummer Alex Holzwarth. Kurz nach Veröffentlichung verpflichteten Angra mit Ricardo Confessori einen neuen festen Schlagzeuger. Speziell in Südeuropa und Japan entwickelte sich das Album zum Topseller, in Japan erreichte Angels Cry auf Anhieb Goldstatus. Es folgten ausgedehnte Tourneen rund um den Erdball, die Angra als ebenso fabelhafte Live-Formation auszeichneten.
Im März 1996 erschien Holy Land, das zweite Studioalbum, das die Band erneut unter der Regie von Charlie Bauerfeind in den ´Hansen-Studios` einspielte. Hierauf realisierten Angra ihren lang gehegten Wunsch, ihren mit klassischen Zitaten durchtränkten Speedmetal um eine weitere Nuance anzureichern: die Musik der brasilianischen Ureinwohner. Erneut reagierten Fans und Presse gleichermaßen begeistert.
Nach einer leider nur in Frankreich erschienenen Bonus-Doppel-CD von Holy Land, die zusätzlich zum regulären Album drei Songs eines Akustik-Sets vom Mai 1995 aus dem ´FNAC Forum` beinhaltete, kam im Herbst 1996 mit Freedom Call eine EP mit unveröffentlichtem Material und zwei Remixes in die Plattenläden. Nach ´Wuthering Heights` (Kate Bush) auf dem Album Angels Cry erschien nun auf Freedom Call mit ´Painkiller` (Judas Priest) der zweite Coversong der Band, den Angra zuvor auch als Beitrag zum Tribute To Judas Priest-Sampler beigesteuert hatten.
Im Mai 1997 veröffentlichten Angra das Mini-Album Holy Live mit einem im November des Vorjahres in Paris mitgeschnittenen Konzert. Mit Fireworks erschien dann im Frühjahr 1998 das aufwendig produzierte dritte Studioalbum der Gruppe, aus dem mit ´Lisbon` eine fabelhafte Single herausragte. Nach weiteren umjubelten Konzerten in aller Welt gaben dann überraschend Sänger Andre Matos, Bassist Luis Mariutti und Schlagzeuger Ricardo Confessori ihren Ausstieg bekannt. Die beiden verbliebenen Gitarristen Kiko Loureiro und Rafael Bittencourt vermieden bewusst einen personellen Schnellschuss, sondern suchten mit Sorgfalt und genauen musikalischen Vorstellungen nach passendem Ersatz. Der ist mit Sänger Edu Falaschi, Drummer Aquiles Priester und Bassist Felipe Andreoli ohne Zweifel gefunden, Angra sind zudem mit ihrem aktuellen Opus Rebirth zurück auf der Erfolgsspur.
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