Beck Biographie
Beck
Dann erschien mit "Mutations" das dritte Werk des "kosmischen Heilers", dessen Musik zugleich exzentrische Ekstase und coole Introvertiertheit bot. "Space-Age Folk-Rock", so beschrieb der Künstler selbst sein neues Material, das von Nigel Godrich (Radioheads "OK Computer") produziert wurde live im Studio eingespielt, zeigte "Mutations" eine Abkehr von experimentellen Sample-Exkursionen wie noch auf "Odelay" praktiziert. Auf "Mutations" dominierten akustische und leise, elektrische Gitarren den Sound.
Danach war es wiederum an der Zeit für ein neues elektrifiziertes Album des genialen Künstlers Beck, der auch auf "Midnite Vultures" eindringlich belegte, dass er nicht gewillt ist, bestimmte Vorstellungen und Erwartungen, die die Musik-Szene vielleicht an ihn stellt, zu erfüllen, sondern wie man es von ihm ja schon kennt mit erneut völlig andersartigem Material den Hörer zu überraschen.
„Midnite Vultures“ tat also das, was der Meister von allen seinen Alben erwartet es polarisierte die Journalisten und begeisterte die Fans! Raunchy Electro-Boogie-Blues-Sample-Orgien bis der Arzt kam!
Und jetzt? Zeit für Besinnung! Mit „Sea Change“ erwischt uns Herr Hansen wieder auf dem falschen Fuß! Vielen Dank! Der Beck-Fan hat’s gut ... ihm wird’s nie langweilig und das, was er hört ist immer extracool! Der aktuelle Beweis ist das neue Album. Kaum im Player breitet sich eine gediegen-getragene Atmosphäre im Raum aus, ruhige Gitarren schweben wie rollende Büsche durch die Prärie und Becks Stimme erinnert in ihrer lakonisch-melancholische Dichte bisweilen an bei allem Respekt Mr. Cash himself. Sea Change bietet das, was wir an Amerika lieben: Weite, Freiheit, Echtheit und buntes Laub im Herbst — ein Indian Summer auf CD!
Wie auch bei dem stilistischen Vorgänger „Mutations“ arbeitete Beck mit Nigel Godrich (Radiohead-Producer) zusammen und man bannte 12 großartige Songs auf das Album. Daß keine echte Hitsingle à la „Loser“ drauf ist, läßt sich verschmerzen. Hansen schenkt uns stattdessen 12 Perlen, die den Herbst vergolden.
Beck, geboren und aufgewachsen in Los Angeles, spielte bereits als Teenager Acoustik-Gitarre. Zunächst von amerikanischem Folk und Delta Blues inspiriert, beschäftigte er sich intensiv mit der Musik von Fred McDowell, Woody Guthrie und anderen traditionellen Folk- und Bluesgrößen. Erst nachdem er nach New York gezogen war und die East Village Anti-Folk Szene kennenlernte, fand er seine eigentliche Berufung. Leider wurde die Anti-Folk Bewegung der späten Achtziger kaum dokumentiert. Der Sound, eine Mischung von ästhetischem Punk mit Rootselementen, verhalf dem traditionellen Folk, sich von den Klischees der Sechziger zu befreien. Durch Anti-Folk entdeckte Beck, dass dem Inhalt eines Songs keine stilistische Grenzen gesetzt sind.
Anfangs trat Beck während den Umbaupausen befreundeter Bands auf. Meistens spielte er im Raji’s, in Al’s Bar, oder auf Parties, wo immer sich Gelegenheit bot. 1991 lernte er den damals aufstrebenden HipHop Produzenten Karl Stephenson kennen. Mit ihm zusammen nahm Beck jenes Material auf, welches später auf ‘Mellow Gold’ zu hören sein sollte.
Bis Sommer 1993 lief alles wie gewohnt. Abends spielte BECK regelmäßig seine Gigs, tagsüber hielt er sich mit verschiedenen Aushilfsjobs über Wasser. Dann veröffentlichte Bongload Records, ein Indie Label aus Los Angeles, "Loser" als Maxi-Single mit limitierter Auflage von 500 Stück. Ohne jegliche Promotion wurde die Single von Radiosendern im ganzen Land gespielt. Zunächst wollte Beck von einem Schallplattenvertrag nichts wissen. Nachdem man ihm aber künstlerische Freiheit zusicherte, unterzeichnete er schließlich bei Geffen und "Mellow Gold" erblickte kurz darauf das Licht der Welt.
Danach tourte Beck kontinuierlich durch Europa, Australien, Japan und USA. Trotz Zeitmangel schaffte er es, "Heartland Feeling" in der Larry Sanders-Show vorzustellen und zwei weitere Alben zu veröffentlichen: "Stereopathetic Soulmanure", eine Anthologie früherer Titel, erschien auf dem Flipside Label und "One Foot In The Grave" auf K Records. Außerdem machte er den Remix von "Flavor" für Jon Spencers Blues Explosion und war auch im dazugehörigen Video zu sehen.
Danach war es wiederum an der Zeit für ein neues elektrifiziertes Album des genialen Künstlers Beck, der auch auf "Midnite Vultures" eindringlich belegte, dass er nicht gewillt ist, bestimmte Vorstellungen und Erwartungen, die die Musik-Szene vielleicht an ihn stellt, zu erfüllen, sondern wie man es von ihm ja schon kennt mit erneut völlig andersartigem Material den Hörer zu überraschen.
„Midnite Vultures“ tat also das, was der Meister von allen seinen Alben erwartet es polarisierte die Journalisten und begeisterte die Fans! Raunchy Electro-Boogie-Blues-Sample-Orgien bis der Arzt kam!
Und jetzt? Zeit für Besinnung! Mit „Sea Change“ erwischt uns Herr Hansen wieder auf dem falschen Fuß! Vielen Dank! Der Beck-Fan hat’s gut ... ihm wird’s nie langweilig und das, was er hört ist immer extracool! Der aktuelle Beweis ist das neue Album. Kaum im Player breitet sich eine gediegen-getragene Atmosphäre im Raum aus, ruhige Gitarren schweben wie rollende Büsche durch die Prärie und Becks Stimme erinnert in ihrer lakonisch-melancholische Dichte bisweilen an bei allem Respekt Mr. Cash himself. Sea Change bietet das, was wir an Amerika lieben: Weite, Freiheit, Echtheit und buntes Laub im Herbst — ein Indian Summer auf CD!
Wie auch bei dem stilistischen Vorgänger „Mutations“ arbeitete Beck mit Nigel Godrich (Radiohead-Producer) zusammen und man bannte 12 großartige Songs auf das Album. Daß keine echte Hitsingle à la „Loser“ drauf ist, läßt sich verschmerzen. Hansen schenkt uns stattdessen 12 Perlen, die den Herbst vergolden.
Beck, geboren und aufgewachsen in Los Angeles, spielte bereits als Teenager Acoustik-Gitarre. Zunächst von amerikanischem Folk und Delta Blues inspiriert, beschäftigte er sich intensiv mit der Musik von Fred McDowell, Woody Guthrie und anderen traditionellen Folk- und Bluesgrößen. Erst nachdem er nach New York gezogen war und die East Village Anti-Folk Szene kennenlernte, fand er seine eigentliche Berufung. Leider wurde die Anti-Folk Bewegung der späten Achtziger kaum dokumentiert. Der Sound, eine Mischung von ästhetischem Punk mit Rootselementen, verhalf dem traditionellen Folk, sich von den Klischees der Sechziger zu befreien. Durch Anti-Folk entdeckte Beck, dass dem Inhalt eines Songs keine stilistische Grenzen gesetzt sind.
Anfangs trat Beck während den Umbaupausen befreundeter Bands auf. Meistens spielte er im Raji’s, in Al’s Bar, oder auf Parties, wo immer sich Gelegenheit bot. 1991 lernte er den damals aufstrebenden HipHop Produzenten Karl Stephenson kennen. Mit ihm zusammen nahm Beck jenes Material auf, welches später auf ‘Mellow Gold’ zu hören sein sollte.
Bis Sommer 1993 lief alles wie gewohnt. Abends spielte BECK regelmäßig seine Gigs, tagsüber hielt er sich mit verschiedenen Aushilfsjobs über Wasser. Dann veröffentlichte Bongload Records, ein Indie Label aus Los Angeles, "Loser" als Maxi-Single mit limitierter Auflage von 500 Stück. Ohne jegliche Promotion wurde die Single von Radiosendern im ganzen Land gespielt. Zunächst wollte Beck von einem Schallplattenvertrag nichts wissen. Nachdem man ihm aber künstlerische Freiheit zusicherte, unterzeichnete er schließlich bei Geffen und "Mellow Gold" erblickte kurz darauf das Licht der Welt.
Danach tourte Beck kontinuierlich durch Europa, Australien, Japan und USA. Trotz Zeitmangel schaffte er es, "Heartland Feeling" in der Larry Sanders-Show vorzustellen und zwei weitere Alben zu veröffentlichen: "Stereopathetic Soulmanure", eine Anthologie früherer Titel, erschien auf dem Flipside Label und "One Foot In The Grave" auf K Records. Außerdem machte er den Remix von "Flavor" für Jon Spencers Blues Explosion und war auch im dazugehörigen Video zu sehen.
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