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Belinda Biographie

Belinda

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Keith Urban ist zwar in Australien aufgewachsen, aber eigentlich ist er längst durch und durch ein amerikanischer Rockstar wie er in jenem Buche steht, in dem auch legendäre Musiker wie Bryan Adams, Tom Petty und Bruce Springsteen sich verewigt haben. Die Songs des Sängers und Songwriters, der von Haus aus Gitarrist ist, aber seine Vielseitigkeit und Virtuosität gern an etlichen anderen Instrumenten beweist, stehen tief in der Tradition klassischer amerikanischer Rockmusik. Seit fast fünfzehn Jahren lebt Keith Urban in Nashville. Von dort aus hat er es zu weltweiter Popularität gebracht. Mit seinem ersten Soloalbum für Capitol, das mittlerweile platinveredelte "Keith Urban" (1999), schaffte er den Sprung in die Spitzenliga der amerikanischen Musik. Mit seinen nächsten Alben "Golden Road" (2002) und "Be Here" (2004), die beide mit dreifachem Platin ausgezeichnet wurden, avancierte er endgültig zum Superstar. In diesem Jahr erhielt er nach mehrfachen Nominierungen endlich seinen ersten Grammy, vielleicht die wichtigste von etlichen Auszeichnungen, zu denen sich zuletzt auch der prestigeträchtige CMA-Award als Entertainer des Jahres gesellte. In Europa hat sich Keith Urban besonders im letzten Jahr mit dem Album "Days Go By" und einigen mitreißenden Konzerten einen Namen gemacht.

Zu seinen bekanntesten Hits hierzulande zählen bislang "Somebody Like You" und "Days Go By", zwei seiner sieben Top-5-Hits in den USA, wo bereits mehr als vier Millionen Singles von Keith Urban verkauft wurden. "Once In A Lifetime", die erste Single seines neuen Albums "Love, Pain & The Whole Crazy Thing", stellte unlängst sogar einen Billboard Chart Rekord auf. Tatsächlich ist dies nur ein erstes Indiz dafür, dass sein neues und nunmehr viertes Soloalbum rundum gelungen ist und seiner ohnehin eindrucksvollen Karriere ein prächtig ambitioniertes, höchst vielseitiges und auch in intimen Momenten mitreißendes Werk hinzufügt. Entstanden in enger Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Co-Produzenten Dann Huff, hat Keith Urban in sein neues Album sehr viel Herzblut hineingesteckt. "Es reflektiert ziemlich genau, wie ich mich fühle. Ich denke, dass man das private Glück meines Lebens heraushört und dass ich mit Leidenschaft an die Musik herangehe." Den faszinierenden Albumtitel fand Urban eher zufällig. "Inspiriert ist der Titel von einem großartigen alten Film namens 'Love, Pain And The Whole Damned Thing'. Wir haben nur das 'Damned' gegen 'Crazy' getauscht, das gab dem Album und dem, worum es geht, das bessere Gefühl. Es geht um Liebe, Schmerzen und all die verrückten Dinge, also ums Leben. Als mir der Titel unterkam, wusste ich sofort - der passt."

Auf "Love, Pain & The Whole Crazy Thing" fügt sich tatsächlich alles nahtlos zusammen. Keith Urban hat nicht nur ein untrügliches Gespür für packende Melodien und exzellente Arrangements, ein Gefühl für Songs, auf denen "Hit" schon gebrandmarkt scheint, er kniet sich auch mit Leib und Seele in die Songs rein, die sich - ganz typisch für Urban - gegen Ende noch einmal richtig steigern. Dazu klingen alle Songs ungemein frisch. "Es ist zwar mehr oder weniger dasselbe Team wie bei den letzten beiden Alben, aber es war trotzdem anders. Ich denke, irgendwie war diesmal mein ganzes Herz so ausgefüllt, dass ich auch zur Musik ein ganz anderes Gefühl hatte. Die Balance in meinem Leben ist einfach größer als früher und das zeigt sich auch in den Songs. Wenn dieses Album etwas demonstriert, dann den inneren Frieden, den ich verspüre, und den Wunsch, auch weiterhin immer neue Sachen auszuprobieren." Das liegt in seiner Natur, und was Keith Urban an Passion in einen Song wie "Shine" legt, wie er "I Told You So" vom sanften, irisch betonten Beginn zum großen Finale führt, oder was er aus "I Can't Stop Loving You" herausholt, das ist schon visionär.

"Was ich versuche, ist, Alben aufzunehmen, die wie Ebbe und Flut sind, die du von vorne bis hinten durchhören kannst, die dich auf eine Reise mitnehmen. Das Resultat ist eine Platte mit vielen unterschiedlichen Facetten. Es war auch großartig, diesmal noch ein paar Instrumente mehr zu spielen. Was zum Beispiel das Klavierspielen betrifft, ich bin wahrlich kein ausgezeichneter Pianist, aber das war auch der Reiz dabei - Substanz ohne Technik." Dabei mangelt es dem neuen Album keineswegs an Substanz. Im Gegenteil: Keith Urban und Dann Huff sind schließlich ein bestens eingespieltes Produzententeam. "Dann hat ein wunderbares Gespür für Arrangements und kennt mich nach drei Scheiben schon recht gut. Er weiß genau, wann er mich fordern muss und wann er mich lieber in Ruhe lässt. Er ist zudem so kreativ im Studio, dass ich selbst größere Risiken eingehen kann, weil ich ihm blind vertraue."

Einen gewichtigen Anteil an dem klanglichen Reichtum des neuen Albums hat auch der bekannte Arrangeur David Campbell, der für die Streicherparts ebenso verantwortlich zeichnet wie für den Chorgesang, der auf "God Made Woman" hervorsticht. "Es war einfach phantastisch mit David. Er hat zwar seine Marotten, aber er versteht sich auf die majestätische Wirkung von Streicherarrangements." Ein feines Händchen bewies Keith Urban auch bei der Wahl seines "Arbeitszimmers", in dem der Grundstein für "Love, Pain & The Whole Crazy Thing" gelegt wurde: "Ich hatte dieses Haus in Nashville gefunden, das einen herrlichen Raum nach vorne heraus hat, mit Fenstern ringsherum und einer phantastischen Aussicht. Es war wohl als Esszimmer vorgesehen, aber ich habe es gerne der Musik geopfert. Ich hatte sofort das Gefühl, in dieser Umgebung viele Songs schreiben zu können und wie sich herausstellte, entstanden fast alle Songs des Albums genau dort." In naher Zukunft werden diese Songs nicht nur in den internationalen Charts auftauchen, sondern garantiert auch in mancher Rockarena. "Irgendwie war das bei der Entstehung der Songs stets in meinem Unterbewusstsein. Ich glaube, dass diese Songs auf großen Bühnen besonders gut wirken." Auch bei den deutschen Fans dürfte Urbans neuer Songreigen seine imposante Wirkung kaum verfehlen.

Die Songs und ihre Geschichten (kommentiert von Keith Urban)

Once In A Lifetime (John Shanks, Keith Urban) Man muss einfach darüber schreiben, wo man gerade im Leben steht. Und du musst dabei natürlich bei der Wahrheit bleiben. Ich führe kein Tagebuch, also neige ich dazu, den besten Moment abzuwarten. Und wenn die Musik erst einmal da ist, scheint der passende Text einfach zu fließen. Das war auch der Fall, als ich mit John Shanks "Once In A Lifetime" schrieb. Als ich mir die Musik anhörte, hatte ich das Gefühl, es handelt von einem Burschen, der seinem Mädchen seine Absichten deutlich machen und diese noch einmal bestätigt wissen will. Das machte es mir leicht, den Text zu schreiben, denn genau mit einem solchen Gefühl ging ich zu jener Zeit durchs Leben.

Shine (Monty Powell, Keith Urban) Ich hatte gerade mein Studio in Nashville fertig eingerichtet, als Monty Powell herüberkam, um sicher zu gehen, dass auch alles funktioniere. Die Drum Machine war auf diesen speziellen Rhythmus mit einer doppelten Snare eingestellt und ich spielte dazu ein paar Gitarrenakkorde. Es war ein ziemlich bewölkter Tag und irgendwie kam uns die Idee, dass es in jeder Beziehung dunkle Tage gibt. Dieser Song handelt davon, für seinen Partner da zu sein, ein Licht, das, wenn man so will, auch in schweren Momenten scheint.

I Told You So (Keith Urban) Am Anfang stand lediglich ein Banjo und die Drum Machine - klingt das etwa traditionell? Der Song hat diesen ansteckenden irischen Sound. Ich hatte nur den Refrain stehen und bekam ihn kaum mehr aus dem Kopf, so dass ich den Song erst einmal beiseite legte. Ziemlich am Ende der Albumaufnahmen spielte ich Dann mein kleines Arbeitstape vor, und er sagte: "Den Song müssen wir aufnehmen". So schrieb ich den Rest des Songs im Studio. In dem Text lasse ich meinen Gedanken freien Lauf.

I Can't Stop Loving You (Billy Nicholls) Der Song hat irgendetwas, was einfach zu der neuen Platte passt. Ich hatte eigentlich angenommen, dass ihn jeder kennt. Es stellte sich jedoch heraus, dass "I Can't Stop Loving You" vor allem in Australien und Europa ein großer Hit war. Phil Collins hat ihn vor geraumer Zeit aufgenommen, aber ich war schon immer in Leo Sayers Version vernarrt und an dieser haben wir uns vornehmlich orientiert.

"Won't Let You Down" (Keith Urban) Es war an einem Sonntagnachmittag. Ich war zuhause und meine Frau wollte ausgehen. Sie fragte mich, was ich denn tun würde? Ich antwortete: "Vielleicht schreibe ich einen Song." Ich meinte das halb im Scherz, aber als sie nach Hause kam, war der Song fertig. Das passiert mir recht selten. So entstehen Songs so gut wie nie, aber wenn doch, bin ich umso dankbarer.

Faster Car (Keith Urban) Ich schrieb diesen Song auf der Bassgitarre, und ich hatte vor, ihn nur mit Drum Machine und Bass aufzunehmen. Aber als er schließlich im Studio fertig war, hatte ich noch zwei E-Gitarren, Ganjo, ein paar Gesangsspuren hinzugefügt und dann erschien auf zauberhafte Weise auch noch eine vierköpfige Bläsertruppe - so viel zum Thema Schlichtheit. Was den Text betrifft, wimmelt es darin von versteckten sexuellen Anspielungen.

Stupid Boy (Sarah Buxton, Deanna Bryant, Dave Berg) Einer meiner Freund hat mir diesen Song von Sarah Buxton im Bus vorgespielt und er hat mir auf Anhieb gefallen. Da sie ihn schon auf ihrem aktuellen Album hatte, schien es mir eigentlich nicht angebracht, ihn aufzunehmen. Aber ich hatte mich in den Song so verliebt, dass ich sie schließlich fragte. Sie sagte gleich ja und dafür bin ich ihr wirklich dankbar. Ich kann mich mit dem Burschen in dem Song richtig identifizieren.

Used To The Pain (Darrell Brown, Keith Urban) Mit Darrell Brown zusammen schrieb ich bereits "Live To Love Another Day" für "Be Here" und Darrell schrieb auch an "You'll Think Of Me" und "Raining On Sunday" vom Album "Golden Road" mit. Die Musik und der Groove stammen von mir, aber Darrell hatte die sehr coole Idee für den Text, der sich treffend äußert zu Liebe, Schmerzen und all den Narben, die wir auf unserem Weg zugefügt bekommen.

Tu Compañia (Monty Powell, Keith Urban) Ich hatte mir gedacht, dass dieser Song eine hübsche Ruhepause im vergleich zum Rest des Albums sein würde. Es ist ein Song, der aus einer Jamsession auf der Veranda entstanden ist, mit einem einfachen Text über das Gefühl der Liebe in der Gesellschaft deines Mädchens. Ich hatte diese schrullige Idee, eine weibliche Stimme auf Spanisch über den Break zu legen. Ich verstehe zwar nicht, was sie sagt, aber es klingt unglaublich gut.

God Made Woman (Hillary Lindsey, Gordie Sampson, Steve McEwan) Dieser Song hat eine Melodie, die ich unwiderstehlich finde, und einen Text, den ich aufrichtig liebe. Am Beginn steht ein wilder elektrischer Wah-Wah-Riff und ich hatte die Idee, diesem einen richtigen englischen Chor hinzu zu gesellen. Man kann ja wohl kaum einen Song über Gott, der die Frau erschafft, ohne Chor aufnehmen, oder? Das Ergebnis hat mich jedenfalls strahlen lassen.

Everybody (Richard Marx, Keith Urban) Richard Marx und ich haben schon "Better Life" von "Be Here" zusammen geschrieben. Auch wenn die Floskel "everybody needs somebody sometimes" alles andere als originell ist, ist das Gefühl heutzutage so wahrhaftig wie eh und je. Wenn du einen Song hörst, der dich und das, was du durchmachst, anspricht, ist das auch eine Vergewisserung, dass andere deine Situation nachvollziehen können.

Got It Right This Time (Keith Urban) Ich schrieb "Got It Right This Time" eines Nachmittags in meinem Haus zum Rhythmus der Drum Machine aufgenommen. Die drei Minuten und 36 Sekunden, die die Aufnahme in Anspruch nahm, reflektieren die Einfachheit und die Ehrlichkeit des Songtextes.
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