Beyonce Biographie
Beyonce
Fragt man Beyonce, was der Hörer von ihrem lang erwarteten Solo-Debütalbum „Dangerously In Love“ zu erwarten hat, muss die Multi-Platin-Künstlerin nicht lange überlegen: „Eine immense musikalische Bandbreite. Ich möchte, dass die Leute all’ meine Einflüsse – von HipHop über Rock bis Jazz – mitbekommen. Ein Stück enthält sogar ein Sample von Shuggie Otis. Ich möchte, dass sie mein Talent erkennen. Ich weiß, dass mich die Leute als Popstar lieben. Jetzt ist es an der Zeit, dass sie mich als Künstlerin wahrnehmen.“
Und das werden sie. „Dangerously In Love“ ist mehr als einfach eine Solo-CD eines Superstars. Musikalisch anspruchsvoll und textlich aufrichtig – das ist „Dangerously In Love“. Das Album vereint alles, was man von Beyonce erwarten konnte und viel mehr als was man zu hoffen wagte. Es zeigt uns zum ersten Mal eine völlig andere Seite einer Person, die wir bereits seit Jahren verehren. „Dangerously In Love“ setzt sich in etwa zu gleichen Teilen aus verführerischen Mid-Tempo-Stücken, großartigen Balladen und heißen Clubnummern zusammen, stets mit dem Focus auf Beyonce: Als Sängerin, als Frau und als ernsthafte Künstlerin. Der Vibe ist reifer, verspielter, leidenschaftlicher und draufgängerischer, als alles, was wir von Beyonce bislang kannten. „Dangerously In Love“ ist der Sound einer erwachsenen Frau, die ihre Ziele klar absteckt und alle Erwartungen komplett über den Haufen wirft.
Beyonce Knowles wuchs in Houston/Texas auf und ist sowohl Gründungsmitglied als auch Chef-Songwriterin von Destiny’s Child, einer der erfolgreichsten Girl-Groups aller Zeiten. Ihre zahllosen Hits, die größtenteils von Beyonce mitgeschrieben und co-produziert wurden, resultierten in mehr als 33 Millionen verkauften Tonträgern weltweit. Als Beyonce 2001 den „ASCAP Pop Songwriter Of The Year Award“ gewann, war sie die erste afroamerikanische Frau (und die zweite Frau überhaupt), der diese Ehre zuteil wurde. Destiny’s Child erschienen - angeführt von den Gründungsmitgliedern Beyonce Knowles und Kelly Rowland - erstmals 1997 mit ihrer Multi-Platin-Single „No, No, No“ auf der Bildfläche. Es folgte ihr erstes, selbstbetiteltes Album. Als Destiny’s Child 1999 „The Writing’s On The Wall“ veröffentlichten, wurde dieser Traumstart allerdings sogar noch übertroffen. Das Album verkaufte sich rund um den Globus mehr als zehn Millionen Mal und brachte die drei US-Top-Ten-Hits „Jumpin, Jumpin“, „Say My Name“ und „Bills, Bills, Bills“ hervor.
Ein Jahr nachdem Michelle Williams zu Destiny’s Child stieß, veröffentlichte die Gruppe den Song „Survivor“, der direkt auf Platz Eins in die Billboard-Album-Charts ging. „Survivor“ wurde schon vier Wochen nach Release mit Doppel-Platin ausgezeichnet und verkaufte sich weltweit mehr als neun Millionen Mal. Im Jahr 2001 konnten Destiny’s Child zwei Grammys abräumen: Einmal für den besten R’n’B-Song („Say My Name“) und einmal für die beste R’n’B-Performance (ebenfalls für „Say My Name“). Darüber hinaus erhielten Destiny’s Child zahlreiche weitere Awards – u.a. „Billboard Artist of the Year“, „NAACP Image Awards“, „American Music Awards“, „Nickelodeon Kid’s Choice“ und den „Sammy Davis Jr. Award“ für Entertainer des Jahres bei den Soul Train Awards. Das Trio tourte durch die ganze Welt und trat bei hochkarätigen Events wie dem „Michael Jackson 30th Anniversary Concert Special“ oder dem Konzert für New York City auf.
Wenn man daran denkt, dass die breite Öffentlichkeit mit unglaublichen Hits wie „Say My Name“, „Independent Woman, Part 1“ und „Survivor“ bereits bestens vertraut ist, erscheint es nur logisch, sich zu erkundigen, inwiefern sich „Dangerously In Love“ vom Destiny’s Child-Sound unterscheidet. „Selbstverständlich gibt es Parallelen“, gesteht Beyonce. „Aber jetzt sind die Songs viel persönlicher, da ich sie ja alleine geschrieben habe. Ich wollte zudem härtere Beats verwenden und auch mit anderen Leuten zusammen arbeiten. Im Grunde war dieses Album eine Chance für mich, als Songschreiberin und Sängerin zu wachsen. Es gibt mehr Balladen. Die Vocals sind nicht so präzise produziert und da ich alleine singe, gibt es auch nicht so viele Harmonien. Diese Erfahrung war sehr befreiend und beruhigend. Ich fühlte mich frei, weil ich ins Studio gehen konnte und machen konnte, wonach mir gerade war. Aber andererseits war ich in vielen Dingen tatsächlich härter zu mir selbst. Ich bin so abhängig von Destiny’s Child (Kelly Rowland und Michelle Williams) und ihrer Meinung, ob ihnen etwas gefällt oder nicht. Ich bin sehr selbstkritisch und da ist es nicht immer leicht, sich auf seinen eigenen Instinkt zu verlassen.“
Ein beachtliches Aufgebot an musikalischen Mitstreitern hat Beyonce bei diesem Prozess geholfen: Mit dabei u.a. Missy Elliott, Jay-Z, Sean Paul, Mark Batson, Mario Winans, D-Roy & Mr. B, Outkast’s Big Boi, Rich Harrison, Fanatic, Scott Storch und Soul-Legende Luther Vandross (auf dem Stück „The Closer I Get To You“). Beyonce teilt sich die Co-Executive-Producer-Credits auf „Dangerously In Love“ mit ihrem Vater und Manager Mathew Knowles. Sie übernahm aber auch eine große Rolle bei allen anderen Arbeitsschritten des Albums: Vom Songschreiben über die Materialauswahl und Produzieren bis hin zum Mastern und Mixen der Tracks war sie dabei. Der „Hidden“ Bonus Track „Daddy“, der von Beyonce und Mark Batson produziert wurde, ist ein liebevolle Hommage an ihren Vater.
Die erste Single „Crazy In Love“ featuring Jay-Z wurde von Beyonce und Rich Harrison co-produziert. Für Jay-Z quasi der Gegenzug zu Beyonces Part auf seiner Hitsingle „Bonnie & Clyde 03“. Mit einem Beat, von dem Beyonce meint, „dass er so hart ist, dass er das Herz höher schlagen lässt““, erzählt „Crazy Love“ von dem Moment, in dem man realisiert, dass man sich verliebt hat und nichts anderes mehr zählt. Diese Unbekümmertheit hört man auch ‚Speechless‘ an, das von Fanatic produziert wurde. „Als ich den Track zum ersten Mal hörte, hat er mich inspiriert“, erklärt Beyonce. „Er ist sehr sexy, sehr sinnlich. Eine Art von Ballade, wie ich sie noch nie zuvor gemacht habe. Dieser Song wird definitiv zur Vermehrung der Bevölkerung beitragen.“
Mit einem Schuss orientalischer Atmosphäre, kantigem Ghetto-Sound und einem Sample von Donna Summers „Love to Love You Baby“ ist „Naughty Girl“ der perfekte Uptempo-Party-Track: Es ist eine heiße Fantasie über eine Nacht, in der man all seine Hemmungen verliert, in den Club geht und zum „Naughty Girl“ wird. „Viele der Songs des Albums behandeln Aspekte von Beziehungen, und das ist eben auch ein Element davon.“
Genauso sexy ist das Dancehall-beeinflusste und arabisch angehauchte „Baby Boy“ featuring Sean Paul. „Ich wusste einfach, dass Sean Paul auf meinem Album dabei sein muss. Ich liebe seine musikalische Herangehensweise“, sagt Beyonce. „’Baby Boy’ ist ein weiterer Song über Fantasien und einer meiner Favoriten.“
Solche unerschrockenen und freimütigen Gefühle werden langjährige Fans vielleicht überraschen, doch sie sollten nicht den Fehler begehen, „Dangerously In Love“ als Abgesang auf Destiny’s Child zu sehen. „Ich liebe Destiny’s Child und ich bin Mitglied dieser Gruppe“, beteuert Beyonce. „Wir haben uns nicht aufgelöst. Wir werden weiterhin auf Tour gehen, aufnehmen und eine Band sein. Für den „The Fighting Temptations“-Soundtrack haben wir beispielsweise den Song „I Know“ aufgenommen. Schon vor langer Zeit haben wir beschlossen, dass wir auch Solosachen machen werden. Ich bin nun die Dritte im Bunde, die ihr eigenes Material veröffentlicht. Wenn man andere Dinge nebenher macht, bringt das frischen Wind in die Sache. Ich versuche nicht, mich von Destiny’s Child und dessen Vermächtnis zu entfernen. Ich wollte einfach nur einen anderen Ansatz und die Reife, die ich in der Zwischenzeit erlangt habe, darlegen.“
Diese Reife ist auch in Beyonces stetig voranschreitender Schauspielkarriere offensichtlich. Im Jahr 2001 war sie bei MTVs „Carmen“ dabei. Als Foxy Cleopatra war sie 2002 in „Austin Powers in Goldmember“ zu sehen und dieses Jahr ist sie der Co-Star an der Seite von Cuba Gooding Jr. In „The Fighting Temptation“. Zwei weitere Projekte sind bereits in Planung und sie wird auch im Fernsehen in einer Serie von Pepsi-Spots, die von Spike Lee gedreht wurden, zu sehen sein. Zudem ist sie offizielle L’Oréal -Repräsentantin.
Mit freundlicher Erlaubnis von Sony
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Ein Künstler ist wie ein Weltklasse-Athlet: Er setzt alles daran, das gesetzte Ziel zu erreichen, und immer, wenn er erfolgreich war, wird die Latte für den nächsten Versuch ein Stück höher gelegt. Er weiß, dass seine absolute Topp-Leistung erforderlich ist, um neue, persönliche Bestmarken zu erzielen.
Beyonce hat dieses Prinzip verinnerlicht. Sie ist gesegnet mit einem unerbittlichen Kampfgeist, der sie stets aufs Neue antreibt. „Alles, was ich in künstlerischer Hinsicht mache, muss mich zu noch härterer Arbeit anspornen und mir eine Richtung weisen, in der ich noch nicht war“, erklärt sie. „Wenn es zu leicht ist, verfliegt die Aufregung, und ich mag es nicht, gelangweilt und bequem zu sein, wenn es um Musik geht. Ich will mich selbst und alle um mich herum fordern, das kreativ Bestmögliche abzuliefern.“
Diese Kreativität stand bereits bei Beyonces Solo-Debütalbum „Dangerously In Love“ im Mittelpunkt, das ihr sensationelle fünf Grammys einbrachte und ihren Status als eine der führenden Songwriterinnen, Produzenten und Sänger des Pop/R&B-Genres untermauerte. Mit Hitsingles wie „Crazy In Love“ und „Baby Boy“ stellte Beyonce Verkaufsrekorde auf, sie trat auf der ganzen Welt in ausverkauften Konzerthallen auf, präsentierte die gesamte Palette ihrer künstlerischen Vision und definierte sich im Laufe dieses Prozesses als Künstlerin neu. Bleibt die Frage: Wie übertrifft man eine solche persönliche Bestleistung?
Beyonces Antwort ist „B’Day“. Das Album, das weltweit zu Beyonces 25. Geburtstag veröffentlicht wird, ist gleichzeitig Geburtstagsfeier und Meilenstein. Soulful und tiefgründig, emotional fesselnd, musikalisch ambitioniert und erfüllt von mitreißenden Beats und Texten, die gleichsam reif, smart und sexy sind. Kurzum: „B’Day“ ist der Sound einer Künstlerin, die sich die Meßlatte mal wieder auf Rekordniveau gelegt hat.
Beyonce schrieb und produzierte die elf Songs des Albums mit Hilfe eines All-Star-Teams, das u.a. Swizz Beats, Rich Harrison, The Neptunes, Sean Garrett, Star Gate, Jay- Z, Solange Knowles, Angela Beyince, Makeeba und Rodney Jerkins umfasst.
Jerkins, der in den vergangenen Jahren u.a. maßgeblich am Destiny’s-Child-Hit „Lose My Breath“ beteiligt gewesen war, macht mit der Bläser-durchwirkten Party-Nummer „Déjà Vu“ gleich den Anfang. Featured Artist des Stücks ist Jay-Z, der auch in dem verschärften Videoclip mitwirkt, der von Regisseurin Sophie Muller (u.a. Sade, Gwen Stefani) inszeniert wurde.
Nicht weniger spektakulär ist das Stück „Ring The Alarm“, das von Swizz Beats stammt. Alarmiert vom prägnanten Sound einer Sirene nutzt Beyonce die Aufmerksamkeit des Zuhörers, um uns wissen zu lassen: “I can’t let you go. This is taking a toll”. Aber wer nun einen grimmigen mit-mir-nicht-Song vermutet, hat sich geschnitten. „Ich wollte keinen zornigen Text schreiben. Swizzs Track hatte einen toughen Vibe, als wenn dein Typ dich hintergeht, und ich wollte etwas Ehrliches schreiben. Wenn man in einer Beziehung ist, selbst wenn dich der Typ betrügt und du ihn nicht mehr willst – der Gedanke, dass eine andere Frau von der Lektion profitiert, die du ihm erteilt hast, das bringt dich ganz einfach um!“ lacht Beyonce. „Leute, die ‚Ring The Alarm’ gehört haben, sagen mir, wie nah an der Wirklichkeit der Text ist. Und das ist genau, was ich wollte.“
Ein anderer Song, der ungeschminkt sagt, wie es ist, ist „Sugar Mama“. Das Stück stammt von Rich Harrison, der seinerzeit die Beyonce-Single „Crazy In Love“ produziert hatte. Für den fiebrig-funky Track hat Beyonce die Zeilen „Come sit on my lap. I’ll do anything to keep you home” parat. Die gleiche sexuelle Energie steht hinter der Nasty-Girl-Nummer „Green Light”, die von den Neptunes produziert wurde. Auf wesentlich niedrigerer Stufe verbleibt das Passion-o-Meter dann bei „Upgrade“, das von Neuling Jack Cameron Wallace stammt und wieder einen Wortbeitrag von Jay-Z enthält. Der Track basiert auf einem Sample des Betty-Wright-Stücks „Girls Can’t Do What The Guys Do” und bereichert das Album mit einem entspannten Old-Soul-Retro-Flair.
Natürlich sind alle diese neuen Songs fester Bestandteil der Setlist der bevorstehenden Beyonce-Welttour, die der US-Superstar mit einer zehnköpfigen Frauenband bestreiten wird, die speziell für diesen Zweck gecastet wurde.
Seit dem Ende ihrer ersten Solotour im Jahre 2004 war Beyonce alles andere als faul. 2005 sagte sie mit Destiny’s Child und dem Album „Destiny Fulfilled“ Auf Wiedersehen, es folgte eine Abschiedstour und das Best-Of-Album „#1's”. Im selben Jahr startete sie gemeinsam mit ihrer Mutter, der Destiny’s-Child-Stylistin Tina Knowles das Modelabel „House of Deréon”, benannt nach Beyonces Großmutter mütterlicherseits. Eine Junior-Kollektion unter dem Namen „Deréon“ wird noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.
Doch damit nicht genug des Multitaskings. Im folgenden Jahr begann Beyonce mit den Dreharbeiten an einem Film, der ihr die Möglichkeit gab, die „Rolle ihres Lebens“ zu spielen: Sie verkörpert Deena Jones in der lang erwarteten Kino-Adaption des Broadway-Klassikers „Dream Girls“. Die anstrengenden, viermonatigen Filmaufnahmen endeten im April 2006 und Beyonce, die seit „Dangerously In Love“ so gut wie keine Pause gemacht hatte, trat endlich ihren verdienten Urlaub an. Doch schon nach einigen Stunden Entspannung war sie bereits wieder voller Pläne und Ideen für Songs und Texte. Anstatt ausgelaugt und müde zu sein, fühlte sie sich von den Möglichkeiten, die vor ihr lagen, gestärkt und inspiriert. Und so verließ sie nach zwei Urlaubstagen ihr Sofa am Swimming Pool und tauschte sie gegen die Dunkelheit eines Studios ein. Eine Entwicklung, die niemand erwartet hatte. „Ich sagte zu meinem A&R-Manager: Das ist ein Geheimnis. Sag niemandem etwas davon. Nicht meinem Vater, oder meiner Mutter, niemanden. Nicht mal dem Label“, erinnert sich Beyonce.
Flugs versammelte sie ihr Dream Team Swizz, Jerkins, Harrison und Sean Garrett und brachte sie alle in das gleiche Studio nach New York - ließ sie allerdings in verschiedenen Räumen arbeiten. Dann konnten die Spielchen beginnen. Beyonce, die sich mit den Co-Autoren Angela Beyince, Makeeba und ihrer jüngeren Schwester Solange Knowles in einem separaten Raum aufhielt, rannte von einem Studio zum anderen und reizte die Produzenten mit subtilen Anmerkungen wie „Oh Rodney, der hat schon ziemlich was am Start“, dann lief sie wieder hinüber zu Harrisons Session, um ihn mit dem Satz „Hey, Swizz macht ein paar heiße Sachen, da musst du dich ranhalten!“ zu necken. „Aber es war keine negative Competition“, lacht Beyonce, „und es ging alles so dermaßen schnell - ich musste keine teuren Flüge arrangieren und mich mit den üblichen Unwägbarkeiten und Schedules herumschlagen. Der eigentliche Prozess war ganz einfach magisch, jeder war völlig begeistert, im Studio zu sein und kreativ sein zu können.“
In halsbrecherischer Geschwindigkeit näherten sich die Aufnahmen bereits nach drei Wochen ihrem Ende und brachten schließlich 25 Songs hervor, aus denen dann die elf herausgefiltert wurden, die nun auf „B’Day“ zu finden sind. Gemastert wurde im Juli. „Das ist das Beste, was ich je gemacht habe“, sagt sie in einer Art und Weise, der man nicht widersprechen möchte. Und keine Frage: Als eine Künstlerin, die mit jeder Veröffentlichung die Meßlatte immer wieder Stück für Stück angehoben hat, weiß sie über die Bedeutung dieser Aussage Bescheid wie keine andere.
Im September 2006 lädt Beyonce nun ihre Millionen Fans auf der ganzen Welt ein, gemeinsam mit ihr „B’Day“ zu feiern.
Mit freundlicher Erlaubnis von BMG
Und das werden sie. „Dangerously In Love“ ist mehr als einfach eine Solo-CD eines Superstars. Musikalisch anspruchsvoll und textlich aufrichtig – das ist „Dangerously In Love“. Das Album vereint alles, was man von Beyonce erwarten konnte und viel mehr als was man zu hoffen wagte. Es zeigt uns zum ersten Mal eine völlig andere Seite einer Person, die wir bereits seit Jahren verehren. „Dangerously In Love“ setzt sich in etwa zu gleichen Teilen aus verführerischen Mid-Tempo-Stücken, großartigen Balladen und heißen Clubnummern zusammen, stets mit dem Focus auf Beyonce: Als Sängerin, als Frau und als ernsthafte Künstlerin. Der Vibe ist reifer, verspielter, leidenschaftlicher und draufgängerischer, als alles, was wir von Beyonce bislang kannten. „Dangerously In Love“ ist der Sound einer erwachsenen Frau, die ihre Ziele klar absteckt und alle Erwartungen komplett über den Haufen wirft.
Beyonce Knowles wuchs in Houston/Texas auf und ist sowohl Gründungsmitglied als auch Chef-Songwriterin von Destiny’s Child, einer der erfolgreichsten Girl-Groups aller Zeiten. Ihre zahllosen Hits, die größtenteils von Beyonce mitgeschrieben und co-produziert wurden, resultierten in mehr als 33 Millionen verkauften Tonträgern weltweit. Als Beyonce 2001 den „ASCAP Pop Songwriter Of The Year Award“ gewann, war sie die erste afroamerikanische Frau (und die zweite Frau überhaupt), der diese Ehre zuteil wurde. Destiny’s Child erschienen - angeführt von den Gründungsmitgliedern Beyonce Knowles und Kelly Rowland - erstmals 1997 mit ihrer Multi-Platin-Single „No, No, No“ auf der Bildfläche. Es folgte ihr erstes, selbstbetiteltes Album. Als Destiny’s Child 1999 „The Writing’s On The Wall“ veröffentlichten, wurde dieser Traumstart allerdings sogar noch übertroffen. Das Album verkaufte sich rund um den Globus mehr als zehn Millionen Mal und brachte die drei US-Top-Ten-Hits „Jumpin, Jumpin“, „Say My Name“ und „Bills, Bills, Bills“ hervor.
Ein Jahr nachdem Michelle Williams zu Destiny’s Child stieß, veröffentlichte die Gruppe den Song „Survivor“, der direkt auf Platz Eins in die Billboard-Album-Charts ging. „Survivor“ wurde schon vier Wochen nach Release mit Doppel-Platin ausgezeichnet und verkaufte sich weltweit mehr als neun Millionen Mal. Im Jahr 2001 konnten Destiny’s Child zwei Grammys abräumen: Einmal für den besten R’n’B-Song („Say My Name“) und einmal für die beste R’n’B-Performance (ebenfalls für „Say My Name“). Darüber hinaus erhielten Destiny’s Child zahlreiche weitere Awards – u.a. „Billboard Artist of the Year“, „NAACP Image Awards“, „American Music Awards“, „Nickelodeon Kid’s Choice“ und den „Sammy Davis Jr. Award“ für Entertainer des Jahres bei den Soul Train Awards. Das Trio tourte durch die ganze Welt und trat bei hochkarätigen Events wie dem „Michael Jackson 30th Anniversary Concert Special“ oder dem Konzert für New York City auf.
Wenn man daran denkt, dass die breite Öffentlichkeit mit unglaublichen Hits wie „Say My Name“, „Independent Woman, Part 1“ und „Survivor“ bereits bestens vertraut ist, erscheint es nur logisch, sich zu erkundigen, inwiefern sich „Dangerously In Love“ vom Destiny’s Child-Sound unterscheidet. „Selbstverständlich gibt es Parallelen“, gesteht Beyonce. „Aber jetzt sind die Songs viel persönlicher, da ich sie ja alleine geschrieben habe. Ich wollte zudem härtere Beats verwenden und auch mit anderen Leuten zusammen arbeiten. Im Grunde war dieses Album eine Chance für mich, als Songschreiberin und Sängerin zu wachsen. Es gibt mehr Balladen. Die Vocals sind nicht so präzise produziert und da ich alleine singe, gibt es auch nicht so viele Harmonien. Diese Erfahrung war sehr befreiend und beruhigend. Ich fühlte mich frei, weil ich ins Studio gehen konnte und machen konnte, wonach mir gerade war. Aber andererseits war ich in vielen Dingen tatsächlich härter zu mir selbst. Ich bin so abhängig von Destiny’s Child (Kelly Rowland und Michelle Williams) und ihrer Meinung, ob ihnen etwas gefällt oder nicht. Ich bin sehr selbstkritisch und da ist es nicht immer leicht, sich auf seinen eigenen Instinkt zu verlassen.“
Ein beachtliches Aufgebot an musikalischen Mitstreitern hat Beyonce bei diesem Prozess geholfen: Mit dabei u.a. Missy Elliott, Jay-Z, Sean Paul, Mark Batson, Mario Winans, D-Roy & Mr. B, Outkast’s Big Boi, Rich Harrison, Fanatic, Scott Storch und Soul-Legende Luther Vandross (auf dem Stück „The Closer I Get To You“). Beyonce teilt sich die Co-Executive-Producer-Credits auf „Dangerously In Love“ mit ihrem Vater und Manager Mathew Knowles. Sie übernahm aber auch eine große Rolle bei allen anderen Arbeitsschritten des Albums: Vom Songschreiben über die Materialauswahl und Produzieren bis hin zum Mastern und Mixen der Tracks war sie dabei. Der „Hidden“ Bonus Track „Daddy“, der von Beyonce und Mark Batson produziert wurde, ist ein liebevolle Hommage an ihren Vater.
Die erste Single „Crazy In Love“ featuring Jay-Z wurde von Beyonce und Rich Harrison co-produziert. Für Jay-Z quasi der Gegenzug zu Beyonces Part auf seiner Hitsingle „Bonnie & Clyde 03“. Mit einem Beat, von dem Beyonce meint, „dass er so hart ist, dass er das Herz höher schlagen lässt““, erzählt „Crazy Love“ von dem Moment, in dem man realisiert, dass man sich verliebt hat und nichts anderes mehr zählt. Diese Unbekümmertheit hört man auch ‚Speechless‘ an, das von Fanatic produziert wurde. „Als ich den Track zum ersten Mal hörte, hat er mich inspiriert“, erklärt Beyonce. „Er ist sehr sexy, sehr sinnlich. Eine Art von Ballade, wie ich sie noch nie zuvor gemacht habe. Dieser Song wird definitiv zur Vermehrung der Bevölkerung beitragen.“
Mit einem Schuss orientalischer Atmosphäre, kantigem Ghetto-Sound und einem Sample von Donna Summers „Love to Love You Baby“ ist „Naughty Girl“ der perfekte Uptempo-Party-Track: Es ist eine heiße Fantasie über eine Nacht, in der man all seine Hemmungen verliert, in den Club geht und zum „Naughty Girl“ wird. „Viele der Songs des Albums behandeln Aspekte von Beziehungen, und das ist eben auch ein Element davon.“
Genauso sexy ist das Dancehall-beeinflusste und arabisch angehauchte „Baby Boy“ featuring Sean Paul. „Ich wusste einfach, dass Sean Paul auf meinem Album dabei sein muss. Ich liebe seine musikalische Herangehensweise“, sagt Beyonce. „’Baby Boy’ ist ein weiterer Song über Fantasien und einer meiner Favoriten.“
Solche unerschrockenen und freimütigen Gefühle werden langjährige Fans vielleicht überraschen, doch sie sollten nicht den Fehler begehen, „Dangerously In Love“ als Abgesang auf Destiny’s Child zu sehen. „Ich liebe Destiny’s Child und ich bin Mitglied dieser Gruppe“, beteuert Beyonce. „Wir haben uns nicht aufgelöst. Wir werden weiterhin auf Tour gehen, aufnehmen und eine Band sein. Für den „The Fighting Temptations“-Soundtrack haben wir beispielsweise den Song „I Know“ aufgenommen. Schon vor langer Zeit haben wir beschlossen, dass wir auch Solosachen machen werden. Ich bin nun die Dritte im Bunde, die ihr eigenes Material veröffentlicht. Wenn man andere Dinge nebenher macht, bringt das frischen Wind in die Sache. Ich versuche nicht, mich von Destiny’s Child und dessen Vermächtnis zu entfernen. Ich wollte einfach nur einen anderen Ansatz und die Reife, die ich in der Zwischenzeit erlangt habe, darlegen.“
Diese Reife ist auch in Beyonces stetig voranschreitender Schauspielkarriere offensichtlich. Im Jahr 2001 war sie bei MTVs „Carmen“ dabei. Als Foxy Cleopatra war sie 2002 in „Austin Powers in Goldmember“ zu sehen und dieses Jahr ist sie der Co-Star an der Seite von Cuba Gooding Jr. In „The Fighting Temptation“. Zwei weitere Projekte sind bereits in Planung und sie wird auch im Fernsehen in einer Serie von Pepsi-Spots, die von Spike Lee gedreht wurden, zu sehen sein. Zudem ist sie offizielle L’Oréal -Repräsentantin.
Mit freundlicher Erlaubnis von Sony
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Ein Künstler ist wie ein Weltklasse-Athlet: Er setzt alles daran, das gesetzte Ziel zu erreichen, und immer, wenn er erfolgreich war, wird die Latte für den nächsten Versuch ein Stück höher gelegt. Er weiß, dass seine absolute Topp-Leistung erforderlich ist, um neue, persönliche Bestmarken zu erzielen.
Beyonce hat dieses Prinzip verinnerlicht. Sie ist gesegnet mit einem unerbittlichen Kampfgeist, der sie stets aufs Neue antreibt. „Alles, was ich in künstlerischer Hinsicht mache, muss mich zu noch härterer Arbeit anspornen und mir eine Richtung weisen, in der ich noch nicht war“, erklärt sie. „Wenn es zu leicht ist, verfliegt die Aufregung, und ich mag es nicht, gelangweilt und bequem zu sein, wenn es um Musik geht. Ich will mich selbst und alle um mich herum fordern, das kreativ Bestmögliche abzuliefern.“
Diese Kreativität stand bereits bei Beyonces Solo-Debütalbum „Dangerously In Love“ im Mittelpunkt, das ihr sensationelle fünf Grammys einbrachte und ihren Status als eine der führenden Songwriterinnen, Produzenten und Sänger des Pop/R&B-Genres untermauerte. Mit Hitsingles wie „Crazy In Love“ und „Baby Boy“ stellte Beyonce Verkaufsrekorde auf, sie trat auf der ganzen Welt in ausverkauften Konzerthallen auf, präsentierte die gesamte Palette ihrer künstlerischen Vision und definierte sich im Laufe dieses Prozesses als Künstlerin neu. Bleibt die Frage: Wie übertrifft man eine solche persönliche Bestleistung?
Beyonces Antwort ist „B’Day“. Das Album, das weltweit zu Beyonces 25. Geburtstag veröffentlicht wird, ist gleichzeitig Geburtstagsfeier und Meilenstein. Soulful und tiefgründig, emotional fesselnd, musikalisch ambitioniert und erfüllt von mitreißenden Beats und Texten, die gleichsam reif, smart und sexy sind. Kurzum: „B’Day“ ist der Sound einer Künstlerin, die sich die Meßlatte mal wieder auf Rekordniveau gelegt hat.
Beyonce schrieb und produzierte die elf Songs des Albums mit Hilfe eines All-Star-Teams, das u.a. Swizz Beats, Rich Harrison, The Neptunes, Sean Garrett, Star Gate, Jay- Z, Solange Knowles, Angela Beyince, Makeeba und Rodney Jerkins umfasst.
Jerkins, der in den vergangenen Jahren u.a. maßgeblich am Destiny’s-Child-Hit „Lose My Breath“ beteiligt gewesen war, macht mit der Bläser-durchwirkten Party-Nummer „Déjà Vu“ gleich den Anfang. Featured Artist des Stücks ist Jay-Z, der auch in dem verschärften Videoclip mitwirkt, der von Regisseurin Sophie Muller (u.a. Sade, Gwen Stefani) inszeniert wurde.
Nicht weniger spektakulär ist das Stück „Ring The Alarm“, das von Swizz Beats stammt. Alarmiert vom prägnanten Sound einer Sirene nutzt Beyonce die Aufmerksamkeit des Zuhörers, um uns wissen zu lassen: “I can’t let you go. This is taking a toll”. Aber wer nun einen grimmigen mit-mir-nicht-Song vermutet, hat sich geschnitten. „Ich wollte keinen zornigen Text schreiben. Swizzs Track hatte einen toughen Vibe, als wenn dein Typ dich hintergeht, und ich wollte etwas Ehrliches schreiben. Wenn man in einer Beziehung ist, selbst wenn dich der Typ betrügt und du ihn nicht mehr willst – der Gedanke, dass eine andere Frau von der Lektion profitiert, die du ihm erteilt hast, das bringt dich ganz einfach um!“ lacht Beyonce. „Leute, die ‚Ring The Alarm’ gehört haben, sagen mir, wie nah an der Wirklichkeit der Text ist. Und das ist genau, was ich wollte.“
Ein anderer Song, der ungeschminkt sagt, wie es ist, ist „Sugar Mama“. Das Stück stammt von Rich Harrison, der seinerzeit die Beyonce-Single „Crazy In Love“ produziert hatte. Für den fiebrig-funky Track hat Beyonce die Zeilen „Come sit on my lap. I’ll do anything to keep you home” parat. Die gleiche sexuelle Energie steht hinter der Nasty-Girl-Nummer „Green Light”, die von den Neptunes produziert wurde. Auf wesentlich niedrigerer Stufe verbleibt das Passion-o-Meter dann bei „Upgrade“, das von Neuling Jack Cameron Wallace stammt und wieder einen Wortbeitrag von Jay-Z enthält. Der Track basiert auf einem Sample des Betty-Wright-Stücks „Girls Can’t Do What The Guys Do” und bereichert das Album mit einem entspannten Old-Soul-Retro-Flair.
Natürlich sind alle diese neuen Songs fester Bestandteil der Setlist der bevorstehenden Beyonce-Welttour, die der US-Superstar mit einer zehnköpfigen Frauenband bestreiten wird, die speziell für diesen Zweck gecastet wurde.
Seit dem Ende ihrer ersten Solotour im Jahre 2004 war Beyonce alles andere als faul. 2005 sagte sie mit Destiny’s Child und dem Album „Destiny Fulfilled“ Auf Wiedersehen, es folgte eine Abschiedstour und das Best-Of-Album „#1's”. Im selben Jahr startete sie gemeinsam mit ihrer Mutter, der Destiny’s-Child-Stylistin Tina Knowles das Modelabel „House of Deréon”, benannt nach Beyonces Großmutter mütterlicherseits. Eine Junior-Kollektion unter dem Namen „Deréon“ wird noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.
Doch damit nicht genug des Multitaskings. Im folgenden Jahr begann Beyonce mit den Dreharbeiten an einem Film, der ihr die Möglichkeit gab, die „Rolle ihres Lebens“ zu spielen: Sie verkörpert Deena Jones in der lang erwarteten Kino-Adaption des Broadway-Klassikers „Dream Girls“. Die anstrengenden, viermonatigen Filmaufnahmen endeten im April 2006 und Beyonce, die seit „Dangerously In Love“ so gut wie keine Pause gemacht hatte, trat endlich ihren verdienten Urlaub an. Doch schon nach einigen Stunden Entspannung war sie bereits wieder voller Pläne und Ideen für Songs und Texte. Anstatt ausgelaugt und müde zu sein, fühlte sie sich von den Möglichkeiten, die vor ihr lagen, gestärkt und inspiriert. Und so verließ sie nach zwei Urlaubstagen ihr Sofa am Swimming Pool und tauschte sie gegen die Dunkelheit eines Studios ein. Eine Entwicklung, die niemand erwartet hatte. „Ich sagte zu meinem A&R-Manager: Das ist ein Geheimnis. Sag niemandem etwas davon. Nicht meinem Vater, oder meiner Mutter, niemanden. Nicht mal dem Label“, erinnert sich Beyonce.
Flugs versammelte sie ihr Dream Team Swizz, Jerkins, Harrison und Sean Garrett und brachte sie alle in das gleiche Studio nach New York - ließ sie allerdings in verschiedenen Räumen arbeiten. Dann konnten die Spielchen beginnen. Beyonce, die sich mit den Co-Autoren Angela Beyince, Makeeba und ihrer jüngeren Schwester Solange Knowles in einem separaten Raum aufhielt, rannte von einem Studio zum anderen und reizte die Produzenten mit subtilen Anmerkungen wie „Oh Rodney, der hat schon ziemlich was am Start“, dann lief sie wieder hinüber zu Harrisons Session, um ihn mit dem Satz „Hey, Swizz macht ein paar heiße Sachen, da musst du dich ranhalten!“ zu necken. „Aber es war keine negative Competition“, lacht Beyonce, „und es ging alles so dermaßen schnell - ich musste keine teuren Flüge arrangieren und mich mit den üblichen Unwägbarkeiten und Schedules herumschlagen. Der eigentliche Prozess war ganz einfach magisch, jeder war völlig begeistert, im Studio zu sein und kreativ sein zu können.“
In halsbrecherischer Geschwindigkeit näherten sich die Aufnahmen bereits nach drei Wochen ihrem Ende und brachten schließlich 25 Songs hervor, aus denen dann die elf herausgefiltert wurden, die nun auf „B’Day“ zu finden sind. Gemastert wurde im Juli. „Das ist das Beste, was ich je gemacht habe“, sagt sie in einer Art und Weise, der man nicht widersprechen möchte. Und keine Frage: Als eine Künstlerin, die mit jeder Veröffentlichung die Meßlatte immer wieder Stück für Stück angehoben hat, weiß sie über die Bedeutung dieser Aussage Bescheid wie keine andere.
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