Du bist hier: Musik-Base » Bands » Interpreten mit C » Christina Stürmer » Biographie

Christina Stürmer Biographie

Christina Stürmer

Christina-stuermer_medium
„Ich habe einen Dickschädel“, sagt Christina Stürmer, und sie setzt nach: „Ich bin viel selbstbewusster geworden in den letzten anderthalb Jahren.“ Und das ist gut so. Und immens wichtig für ein Talent, das trotz des sagenhaften Erfolgs seines Debütalbums „Freier Fall“, noch immer am Reifen ist. Wie auch sonst? Die 22-Jährige ist jeden Tag aufs Neue vor die Aufgabe gestellt, in ihre Rolle als Österreichs erfolgreichste und prominenteste Popsängerin hineinzuwachsen, sie auszufüllen und weiter zu gestalten. „So konkret hab’ ich mir das alles nie vorgenommen. Ich wollte schon immer Musik machen, aber ich habe nicht einmal in meinen Träumen daran gedacht, dass es einmal so ausarten könnte. Ich habe nie wirklich einen Gedanken daran verschwendet“, meint Christina Stürmer und setzt mit der ihr eigenen unverblümten Ehrlichkeit nach: „Warum sollte denn auch gerade ein Landei wie ich von irgendwo her mit der Musik ganz weit nach oben kommen?“

Blenden wir zurück: In wenigen Monaten wurde Christina Stürmer von der Buchhändlerin zur erfolgreichsten Künstlerin Österreichs. Und sie konnte dabei sowohl beim breiten Publikum als auch bei Alternative- und Indie-Rock-Sympathisanten punkten. Nicht zuletzt durch ihre direkte, authentische, sympathische Art. Aus diesem Stoff werden Stars gemacht. Ein halbes Jahr später waren zig Konzerte vor Tausenden euphorischen Fans gespielt und in Windeseile ein respektables Debütalbum aufgenommen, das sich über 100.000 Mal verkaufte, und Christina Stürmer zum größten österreichischen Popstar seit Falco machte. Keine Kleinigkeit das - und eine, selbst für das bekannt schnelllebige Musikbiz, unglaublich rasante Entwicklung, in der es alles andere als leicht ist, die Orientierung zu behalten und seinen Weg konsequent weiter zu verfolgen. Wenn sie in den letzten beiden Jahren etwas gelernt hätte, lacht Christina Stürmer, dann dieses: „Egal, was ich mache, irgendwer regt sich immer auf. Du kannst es sowieso nie allen Recht machen. Du musst einfach zu 100 Prozent hinter dem stehen, was du tust.“ Gut gebrüllt.

Aus „Freier Fall“ wurden nicht weniger als drei Hit-Singles ausgekoppelt, darunter: „Ich lebe“ und „Mama (Ana Ahabak)“, ihre größten Hits bis zum Erscheinen der aktuellen Nummer-Eins-Single „Vorbei“, dem ersten Vorboten auf das neue, zweite Album „Soll das wirklich alles sein“.

„Soll das wirklich alles sein“, das jetzt erscheinende zweite Album, ist so gesehen die erste große Bewährungsprobe in Christina Stürmers immer noch junger Karriere. „Für dein erstes Album hast du ein Leben lang Zeit, für das zweite nur ein Jahr“, zitiert sie lachend Wolfgang Ambros, den grantigen, alten Weisen des Austropop, der ihr kürzlich seinen großen Respekt versicherte und mit Christina gern ein Duett singen möchte. „Soll das wirklich alles sein“ ist das Ergebnis eines langen intensiven Arbeitsprozesses, in dessen Verlauf die Sängern nicht nur in alle Details involviert war, sondern von Beginn an die Richtung vorgab, in die sich die Produktion entwickeln sollte – und das mit einer fast schon militanten Hartnäckigkeit. „Grundsätzlich wollte ich das neue Album ein bisschen eckiger und kantiger haben, und auch in den Texten sollten die Sachen einfach gerade herausgesagt und nicht mehr so sehr umschrieben werden. Und ich wollte möglichst viele Kraftgeber-Nummern drauf haben, die den Leuten wirklich helfen können, wenn es ihnen schlecht geht.“ Am Ende zeigt sich Christina Stürmer in den 16 neuen Songs von „Soll das wirklich alles sein“ reifer, eigenständiger, nachdenklicher und durchaus auch kritischer. Musikalisch vielfältiger, stimmlich versierter und ausdrucksstärker. Kurz, wo Christina Stürmer drauf steht, ist auch Christina Stürmer drin. „Die legen doch alle auf ganz andere Sachen Wert als ich. Ich hab’ noch nie irgendjemanden sagen gehört, dass die Britney eine Superstimme hätte“, ereifert sie sich. „Man hört nur: Das Video ist geil, die Bühnenshow ist geil. Und überhaupt nichts über die Stimme. Darum sollte es aber gehen und nicht um ihre weiblichen Reize.“

Aus über 60 zur Auswahl stehenden Liedern hat Christina Stürmer letztlich 22 ausgewählt, mit ihrem Produzententeam lange an musikalischen und textlichen Feinheiten gefeilt und schließlich in einem kreativen Schwung aufgenommen. „Es ist halt so, dass ich ganz allein noch keinen Titel schreiben kann, das traue ich mir einfach noch nicht zu“, bekennt die Sängerin ohne Umschweife. „Aber ich lasse mir natürlich auch nicht von irgendjemandem einen Text schreiben, hinter dem ich nicht stehen kann. Ich habe überall meinen Senf dazu gegeben und daher ist das neue Album viel persönlicher geworden als die erste Platte.“ „Soll das wirklich alles sein“ bietet energiegeladenen, bravourösen Pop, hochkarätige Songs, die Christina Stürmer wie derzeit keine zweite deutschsprachige Popsängerin zu interpretieren vermag: Vom hinreißend charmanten Auftakt „Bus durch London“ bis zum fetzigen Punkrock der Single „Vorbei“; vom beherzt rockenden Power-Pop von „E.T.“ und „Liebt sie Dich so wie ich“ zum zündenden Ska-Rock von „Eintagsfliege“ und „Supermarkt“; von nachdenklicheren, zweifelnden Songs wie dem Titelstück „Soll das wirklich alles sein“ und dem von funky Bläsersätzen und Stakkatostromgitarren getriebenen „Hey Mr. Präsident“ bis zum berührenden Schlusssong „Weiß Du wohin wir gehen“, der bald unter Garantie aus jedem Radio dröhnen wird. Wie übrigens wohl auch die meisten anderen Songs auf „Soll das wirklich alles sein“.

Mit ihrer zweiten Songkollektion beweist Christina Stürmer ihr großes Potential als deutschsprachige Pop-Sängerin im weiten Feld zwischen Wir sind Helden und Nena. Dass sie mit dem neuen Album ihren Erfolgsweg fortsetzen wird, scheint angesichts der Qualität der Songs und dem natürlichen Charisma der Sängerin garantiert. Auf die Frage, was denn wäre, falls es anders kommen sollte, reagiert Christina Stürmer, die gerade erst mit zwei Amadeus Awards (dem österreichischen Pendant zu Echo und Grammy) prämiert wurde, mit sichtlicher Gelassenheit. „Für mich ist das alles immer noch wie Ausflug. Das Wichtigste ist doch, dass ich das Album selbst mag. Ich könnte nichts singen, von dem ich nicht überzeugt bin, nur weil es sich vielleicht gut verkaufen würde. Jeder Musiker macht doch Musik, weil es ihm selbst Spaß macht. Und auch wenn ich mit den Liedern nur fünf Menschen glücklich machen sollte, dann habe ich im Prinzip schon erreicht, was man als Musiker erreichen will.“ Respekt! Wetten, dass Christina Stürmers Ausflug in die Popwelt noch eine ganze Weile dauern wird!
Diese Seite speichern bei:   Diese Seite zu Favoriten.de hinzufügen   Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen  

Mehr Informationen zu Christina Stürmer



0 Kommentare zu Christina Stürmer Biographie

Es sind noch keine Kommentare vorhanden. :(