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Courtney Love Biographie

Courtney Love

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Musikerin, Songwriterin, Schauspielerin, Aktivistin, Provokateurin - es gibt nur wenige Künstler, auf die jedes der genannten Attribute zutrifft, deren Leben, Schaffen und Persönlichkeit sich nicht in eine Schublade zwängen lässt. Und es gibt nur eine Courtney Love.

"America's Sweetheart" ist Courtney Loves lang erwartetes erstes Solo-Album und Nachfolgewerk der beiden platinveredelten Major-Releases ihrer ehemaligen Band Hole: dem Alternative-Klassiker "Live Through This" von 1994 und "Celebrity Skin" von 1998, das für den Grammy nominiert wurde.

Als herausragendstes Album ihrer Karriere steht "America's Sweetheart" für 100% Courtney Love - pur und unverfälscht, roh und erbarmungslos, frech und raffiniert, ehrlich und kompromisslos. Geschrieben von Courtney selbst als auch in Zusammenarbeit mit Linda Perry (u.a. aktiv für Pink und Christina Aguilera) verleihen Tracks wie das abgefahrene "All Drugs In The World" oder das sehr persönliche "Uncool", eine Kooperation von Love und dem legendären Songtexter Bernie Taupin, der einzigartigen Weltanschauung der Künstlerin Ausdruck. So gerät die erste Singleauskopplung "Mono", Schlachtruf und trotziges Statement zugleich, zur deftigen Abrechnung mit der so genannten New Rock Revolution. Textauszug: "Is this the part in the book that you wrote where I gotta come save the day? Did you miss me?"

Auch das fragile "Hold On To Me" zählt zu den vielen großartigen Momenten, die "America's Sweetheart" dem Hörer beschert. Ein Song, der Courtney Loves Aufbruch zu neuen musikalischen Ufern und sicher einen Meilenstein in ihrer Karriere markiert. Ebenfalls ein emotionales Highlight des Albums ist das epische "Sunset Strip", mit dem Courtney Love ihre Ansichten über die schnelllebige, flirrende Metropole Los Angeles bestens auf den Punkt bringt: "Look at me for the very last time, see if you find the life in my eyes. I won't fade, no way, not from sorrow."

Produziert wurde "America's Sweetheart" von einem der besten Studio-Teams unserer Zeit, bestehend aus Josh Abraham (u.a. Staind), Matt Serletic (Matchbox Twenty, Santana, Aerosmith) und Courtney Loves Langzeitpartner James Barber (u.a. Ryan Adams). Als Musiker standen der Künstlerin, die neben dem Songwriting für Gitarre und Gesang verantwortlich zeichnet, so illustre Größen wie die Gitarristen Wayne Kramer (MC5), Scott McCloud (Girls Against Boys) und Jerry Best (Dio) sowie Samantha Maloney (Hole, Mötley Crüe) und Kim Deal (Pixies, Breeders) am Schlagzeug zur Seite. Bezüglich zukünftiger Live- und Studio-Projekte ist Courtney Love zurzeit damit beschäftigt, eine neue feste (All-Girl-) Band zusammenzustellen. Während Samantha Maloney (Drums) bereits als Neuzugang feststeht, wird für Bass und Gitarre mittels ganzseitiger Annoncen in "The Village Voice" noch weibliche Verstärkung gesucht. Bewerben können sich alle Damen, die - so der Wortlaut der Anzeige - "aussehen wie eine Göttin" und sich für folgende Vorlieben der Band-Kolleginnen in spe begeistern können: "We like Emily The Strange, Lolita Goth, Patty Schemel's drumming, Nuggets, and Performance the movie."

Neben zahlreichen musikrelevanten Aktivitäten wie ihr leidenschaftliches Engagement für das Recht auf künstlerische Freiheit wird Courtney Love auch an ihre Erfolge als Schauspielerin anknüpfen. Bereits 1986 feierte sie ihr Kino-Debüt mit einer Nebenrolle in "Sid and Nancy" von Regisseur Alex Cox, stark beachtete Auftritte in Independent-Filmen wie "Basquiat" und "Minnesota" (beide von 1996) folgten. Der endgültige Durchbruch gelang Courtney noch im selben Jahr mit "Larry Flynt - Die nackte Wahrheit". Für die tragische Rolle der Althea Leasure erhielt Courtney Love neben einer Golden-Globe-Nominierung eine Vielzahl weiterer Auszeichnungen, darunter Awards vom New York Film Critics Circle, der Boston Society Of Film Critics sowie der Los Angeles Film Critics Association für die "beste weibliche Nebenrolle", und wurde von der Chicago Film Critics Association zur "viel versprechendsten Schauspielerin" gekürt. Ein Status, den Courtney mit gefeierten Auftritten in Filmen wie "Eine Nacht in New York" (1998), "Der Mondmann" (eine weitere Zusammenarbeit mit "Larry Flynt"-Regisseur Milos Forman aus dem Jahr 1999), "Julie Johnson" (2000) und "24 Stunden Angst" (2002) weiter ausbauen konnte. Ein gewaltiger Schritt nach vorne also, gerade vor dem Hintergrund, dass Courtney als Jugendliche mit Darbietungen beim "Oregon Shakespeare Festival" erstmals Bühnen-Luft geschnuppert hatte.

Großes Interesse hat Courtney Love darüber hinaus an graphischen Werken. Dies zeigt sich zum einen an ihrem Mitwirken an der Booklet-Gestaltung zu "America's Sweetheart", für das die weltweit bekannte Pin-Up-Künstlerin Olivia gewonnen werden konnte, die auch für das Album-Cover verantwortlich zeichnete. Olivia (www.eOlivia.com) zählt zu den angesagtesten Vertreterinnen ihres Fachs und begeisterte mit Ausstellungen in Amerika als auch Japan eine wachsende Fan-Gemeinde. Aus Japan kommt auch der überaus erfolgreiche Manga-Comic "Princess Ai", an dem Courtney als "Hauptdarstellerin" sowie Co-Autorin maßgeblich beteiligt ist. Gezeichnet von Japans führendem Manga-Künstler Ai Yazawa erzählt der Comic die Geschichte der Prinzessin Ai, einem frechen, außerordentlich talentierten und zugleich kontroversen Mädchen, das die Aufmerksamkeit von Seiten der Öffentlichkeit zum Ausleben seines Egos benutzt und seinen Feinden ein ums andere Mal entwischt. Prinzessin Ai, die aus einem geheimnisvollen unbekannten Land stammt, sucht auf der Erde Zuflucht und findet diese insbesondere in der lebhaften Club-Szene der Stadt Kabushki-cho...

Nicht weniger spannend ist die Tatsache, dass Courtney Love mit "America's Sweetheart" das bislang beste Werk ihrer eindrucksvollen Karriere abgeliefert hat. Überraschend und unwiderstehlich beweist dieses Album, dass mit Courtney mehr denn je zu rechnen ist!
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