Dark Tranquillity Biographie
Dark Tranquillity
Charakter zeigen - das ist ein ziemlich altmodischer Begriff, der aber wie geschaffen ist für eine der modernsten Metal-Bands unserer Tage. Denn DARK TRANQUILLITYs mittlerweile 16 Jahre und sieben Studioalben zählende Karriere zeichnet vor allem eins aus: das kompromisslose Festhalten an den eigenen künstlerischen Maximen. DARK TRANQUILLITY ließen sich niemals von Trends verführen - und zählen vielleicht gerade deswegen zu den einflussreichsten Metal-Bands unserer Tage.
Die Geschichte von DARK TRANQUILLITY begann 1989, damals noch unter anderem Namen. Nach einigen Jahren harter Arbeit im Untergrund erschien 1993 das Debütalbum „Skydancer“, einer der Grundsteine der melodischen, so genannten Göteborg-Schule des schwedischen Death Metal. Damals noch am Mikro: Anders Fridén, der kurz nach der Veröffentlichung dieses bahnbrechenden Werks die Band verließ und mittlerweile als Frontmann von In Flames berühmt geworden ist. Während In Flames im Lauf der kommenden Jahre den Status Quo des Göteborg-Sounds verkörpern sollten, machten sich DARK TRANQUILLITY umgehend daran, die klassischen Metal-Songstrukturen aufzubrechen und mit einer kompromisslos innovativen Herangehensweise ihre künstlerische Identität zu formen. Das erste Ergebnis war „The Gallery“, das den bis dahin als Rhythmus-Gitarristen tätigen Mikael Stanne erstmals in der Rolle des Frontmanns sah. Seine melodisch-aggressive Stimme und Niklas Sundins komplexe Riff-Konstrukte sind seitdem das Fundament des eingängigen Sounds der Band. Schon auf dem folgenden, 1996 erschienenen Mini-Album „Enter Suicidal Angels“experimentierten DARK TRANQUILLITY erstmals mit modernen Elektronik-Sounds und brachten damit das gestalterische Element ins Spiel, das ihren heutigen Stil massgeblich prägt. Nach dem progressiv angehauchten Album „The Mind´s I“ und einer längeren Phase der künstlerischen Neuorientierung gelang ihnen mit dem 1999 erschienenen, melancholisch düsteren „Projector“der Durchbruch. Im gleichen Jahr nahmen sie mit Martin Brändström einen festen Keyboarder in die Band auf und schufen so die Voraussetzung für die nahtlose Integration moderner Elemente in ihre Musik, die auf dem 2000-er Album „Haven“ beeindruckend Früchte tragen sollte. Mit seiner raffinierten Verschmelzung von kühlen, atmosphärischen Melodien und zupackender, metallischer Energie stellt dieses Album einen Meilenstein in der Geschichte des modernen Metal dar. Weltweit ausgedehnte Touren in der Folge profilierten DARK TRANQUILLITY als herausragende Live-Band, kein Wunder, dass das bisher letzte Studioalbum, das präzise,zupackend aggressive „Damage Done“, die offiziellen Albumcharts sowohl in ihrer Heimat Schweden als auch in Deutschland knackte. Ein Erfolg, den sie mit ihrem neuen Album „Character“sicher wiederholen können. Im März 2004 unter der bewährten Ägide von Fredrik Nordström im legendären Studio Fredman, The Room und Rogue Music aufgenommen zeigt dieses Album vom stürmischen und programmatisch betitelten Opener 'The New Build' bis zumelegischen Ausklang 'My Negation' die ganze Bandbreite ihres Könnens. Einmal mehr wird klar, dass sich diese Band nicht auf ihren Lorbeeren ausruht. Tatsächlich wirkt „Character“noch wilder und entschlossener als sein keinesfalls ruhiger Vorgänger, wobei immer wieder faszinierend ist, mit welcher Nonchalance die Schweden die grandiosesten Melodielinien mitten in die tosenden Riffs
platzieren.
Die Wechselwirkung zwischen Gitarren und Keyboards wirkt noch subtiler als früher, obwohl man den Songs anmerkt, dass ihr Herz eindeutig für den Metal schlägt, integrieren sich die oft beklemmend intensiven Keyboardklänge nahtlos. Daran sieht man das fortgeschrittene Stilempfinden dieser Band, die die elektronischen Elemente im Gegensatz zu vielen anderen Metal-Acts niemals zum atmosphärischen Beiwerk degradiert, sondern stets als tragenden Bestandteil des Gesamtsounds versteht. Und man spürt ihren Respekt vor dem heiligen Gral der Musikschaffenden: dem guten Song. Hört man „Character“, erscheint es fast wie ein Wunder, dass sich die Band für die erstmals in ihrer Geschichte vorab veröffentlichte Single „Lost To Apathy“überhaupt auf einen einzelnen Song festlegen konnte. Ich habe selten ein Albumvon so durchgehender Qualität gehört, das gleichzeitig so abwechslungsreich ist.
„Character“ hat genau das: Charakter, ist wie eine interessante Persönlichkeit, mit der man sich gerne auseinandersetzen mag. Oft werden Alben grob in zwei Kategorien eingeteilt – zugänglich, mit Hit-Charakter, aber potenziell rasch langweilig, und anspruchsvoll, komplexe Musik, die man sich erarbeiten muss, was schnell anstrengend werden kann. „Character“hat das Beste von beiden Welten, ist auf den ersten Blick sympathisch, enttäuscht aber nicht durch mangelnde Tiefe, wenn man eine nähere Bekanntschaft wagt.
Line-Up:
Mikael Stanne - Voice
Martin Henriksson - Guitars
Niklas Sundin - Guitars
Michael Nicklasson - Bass
Anders Jivarp - Drums
Martin Brändström - Electronics
Die Geschichte von DARK TRANQUILLITY begann 1989, damals noch unter anderem Namen. Nach einigen Jahren harter Arbeit im Untergrund erschien 1993 das Debütalbum „Skydancer“, einer der Grundsteine der melodischen, so genannten Göteborg-Schule des schwedischen Death Metal. Damals noch am Mikro: Anders Fridén, der kurz nach der Veröffentlichung dieses bahnbrechenden Werks die Band verließ und mittlerweile als Frontmann von In Flames berühmt geworden ist. Während In Flames im Lauf der kommenden Jahre den Status Quo des Göteborg-Sounds verkörpern sollten, machten sich DARK TRANQUILLITY umgehend daran, die klassischen Metal-Songstrukturen aufzubrechen und mit einer kompromisslos innovativen Herangehensweise ihre künstlerische Identität zu formen. Das erste Ergebnis war „The Gallery“, das den bis dahin als Rhythmus-Gitarristen tätigen Mikael Stanne erstmals in der Rolle des Frontmanns sah. Seine melodisch-aggressive Stimme und Niklas Sundins komplexe Riff-Konstrukte sind seitdem das Fundament des eingängigen Sounds der Band. Schon auf dem folgenden, 1996 erschienenen Mini-Album „Enter Suicidal Angels“experimentierten DARK TRANQUILLITY erstmals mit modernen Elektronik-Sounds und brachten damit das gestalterische Element ins Spiel, das ihren heutigen Stil massgeblich prägt. Nach dem progressiv angehauchten Album „The Mind´s I“ und einer längeren Phase der künstlerischen Neuorientierung gelang ihnen mit dem 1999 erschienenen, melancholisch düsteren „Projector“der Durchbruch. Im gleichen Jahr nahmen sie mit Martin Brändström einen festen Keyboarder in die Band auf und schufen so die Voraussetzung für die nahtlose Integration moderner Elemente in ihre Musik, die auf dem 2000-er Album „Haven“ beeindruckend Früchte tragen sollte. Mit seiner raffinierten Verschmelzung von kühlen, atmosphärischen Melodien und zupackender, metallischer Energie stellt dieses Album einen Meilenstein in der Geschichte des modernen Metal dar. Weltweit ausgedehnte Touren in der Folge profilierten DARK TRANQUILLITY als herausragende Live-Band, kein Wunder, dass das bisher letzte Studioalbum, das präzise,zupackend aggressive „Damage Done“, die offiziellen Albumcharts sowohl in ihrer Heimat Schweden als auch in Deutschland knackte. Ein Erfolg, den sie mit ihrem neuen Album „Character“sicher wiederholen können. Im März 2004 unter der bewährten Ägide von Fredrik Nordström im legendären Studio Fredman, The Room und Rogue Music aufgenommen zeigt dieses Album vom stürmischen und programmatisch betitelten Opener 'The New Build' bis zumelegischen Ausklang 'My Negation' die ganze Bandbreite ihres Könnens. Einmal mehr wird klar, dass sich diese Band nicht auf ihren Lorbeeren ausruht. Tatsächlich wirkt „Character“noch wilder und entschlossener als sein keinesfalls ruhiger Vorgänger, wobei immer wieder faszinierend ist, mit welcher Nonchalance die Schweden die grandiosesten Melodielinien mitten in die tosenden Riffs
platzieren.
Die Wechselwirkung zwischen Gitarren und Keyboards wirkt noch subtiler als früher, obwohl man den Songs anmerkt, dass ihr Herz eindeutig für den Metal schlägt, integrieren sich die oft beklemmend intensiven Keyboardklänge nahtlos. Daran sieht man das fortgeschrittene Stilempfinden dieser Band, die die elektronischen Elemente im Gegensatz zu vielen anderen Metal-Acts niemals zum atmosphärischen Beiwerk degradiert, sondern stets als tragenden Bestandteil des Gesamtsounds versteht. Und man spürt ihren Respekt vor dem heiligen Gral der Musikschaffenden: dem guten Song. Hört man „Character“, erscheint es fast wie ein Wunder, dass sich die Band für die erstmals in ihrer Geschichte vorab veröffentlichte Single „Lost To Apathy“überhaupt auf einen einzelnen Song festlegen konnte. Ich habe selten ein Albumvon so durchgehender Qualität gehört, das gleichzeitig so abwechslungsreich ist.
„Character“ hat genau das: Charakter, ist wie eine interessante Persönlichkeit, mit der man sich gerne auseinandersetzen mag. Oft werden Alben grob in zwei Kategorien eingeteilt – zugänglich, mit Hit-Charakter, aber potenziell rasch langweilig, und anspruchsvoll, komplexe Musik, die man sich erarbeiten muss, was schnell anstrengend werden kann. „Character“hat das Beste von beiden Welten, ist auf den ersten Blick sympathisch, enttäuscht aber nicht durch mangelnde Tiefe, wenn man eine nähere Bekanntschaft wagt.
Line-Up:
Mikael Stanne - Voice
Martin Henriksson - Guitars
Niklas Sundin - Guitars
Michael Nicklasson - Bass
Anders Jivarp - Drums
Martin Brändström - Electronics
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