Dave Gahan Biographie
Dave Gahan
Sei über zwei Jahrzehnten zählt Dave Gahan, dessen beispiellose Metamorphose vom Provinz-Soulboy aus Essex zum weltweit bewunderten Rock'n'Soul-Star kaum traumhafter hätte verlaufen können, zu den meistverehrten Frontleuten der Popgeschichte. Als Stimme von Depeche Mode wurde Dave zum Helden für Millionen und hat dabei sowohl unglaubliche öffentliche Höhen wie ganz private Tiefpunkte erlebt. Dennoch hielt er in all dieser Zeit seine emotionale Verfassung nie für angemessen, um seinen wahren Gefühlen auf einem eigenen Album Ausdruck zu verleihen. Bis jetzt.
"Paper Monsters" ist Gahans Solodebüt und zugleich ein Neuanfang für den Sänger. Komponiert in Kollaboration mit seinem Freund, dem New Yorker Multi-Instrumentalisten Knock Chandler, und produziert von dem durch Sigur Ros bekannten Ken Thomas, besteht das Album aus Klängen und Texturen, Reflexionen und Wiedergeburten und ist somit eindeutig ein Meisterwerk für das 21. Jahrhundert. Organisch aufgenommen in einem kleinen Studio mit einer locker zusammengewürfelten Truppe verwandter Seelen, verbinden die zehn Stücke die Frische eines Debüts mit der gereiften Weisheit einer erfahrenen Seele. Dave empfand diese offene, auf das Wesentliche konzentrierte Arbeitsweise als befreiend und begeisternd zugleich.
"Es überraschte mich, wie glücklich und erfüllt ich mich dbei gefühlt habe", bestätigt er. "Bei diesem Album geht es um Gefühle, und ich wollte etwas hören, bei dem ich mich gut fühle. Das war der Grundgedanke hinter dieser Platte, den Ken unglaublich gut umgesetzt hat."
Obwohl Gahan seit zweiundzwanzig Jahren als Frontmann bei Depeche Mode fungiert, ist "Paper Monsters" sein erster Auftritt als eigenständiger Songwriter. Bisher hatten Karriereverpflichtungen, diverse Ablenkungen sowie ein Mangel an Selbstbewusstsein ihn davon abgehalten, seine wahre Stimme zu finden. "Deshalb der Titel des Albums", erläutert Dave, "denn ich habe mir diese Monster, die im Laufe der Jahre immer größer und mächtiger geworden sind, selbst geschaffen. Im Laufe der letzten Jahre habe ich endlich erkannt, dass ganz allein ich es war, der sie kreiert hat."
Die Monster in Daves emotional kargen Songs nehmen so ganz nebenbei Bezug auf seine einstige, inzwischen längst überwundene Neigung zu Zerstörung und Abhängigkeit, hauptsächlich jedoch auf alltäglichere Dämonen - von den Leiden und Ekstasen langjähriger Liebe zur herzzerreißenden Euphorie der Vaterschaft. Doch während sinnliche, sublime Bekenntnisse wie ‚Hold On', ‚A Little Piece' und ‚Stay' in Kammermusik-Arrangements verpackte Wiegenlieder des Verlangens sind, bleibt die Hauptstimmung des Albums durchgehend positiv.
"Die Platte klingt hoffnungsvoll, und genau so fühle ich mich", verkündet der wie verjüngt wirkende Sänger. "Ich wollte, dass das ganze Album positiv klingt, und ganz besonders ‚Hold On' enthält für mich eine verheißungsvolle Botschaft."
Tatsächlich ist "Paper Monsters" eine musikalische Reise, auf der die Hoffnung den Schmerz besiegt. Laut Dave handelt ‚Bitter Apple' von der Wiederentdeckung der exquisiten Qualen der Liebe. "Für mich war ein besonders beängstigender Moment gekommen, als ich feststellte, dass ich seelenlos war und die Fähigkeit verloren hatte, einfach zu träumen, Hoffnungen und Ziele zu haben."
‚Stay' dagegen ist eine majestätische Hymne stiller Verwunderung, inspiriert durch die Geburt seiner Tochter: "Als sie geboren wurde, war es, als ob mein Herz von einem großen Pfeil durchdrungen würde", erinnert sich Dave. "Ich fühlte mich tatsächlich so, als ob es wieder zu schlagen begonnen hätte. Vielleicht wurde mir plötzlich klar, dass mein Herz das schon lange nicht mehr getan hatte und ich nun endlich wieder offen dafür war."
Gleichzeitig hat "Paper Monsters" seine dunklen, verschwenderischen, lustvollen Seiten. Vom fleischwolfartigen Glam-Spektakel ‚Bottle Living', begleitet von Daves Blues-Harp, zur alptraumhaften Zauberer-von-Oz-Fantasie ‚Dirty Sticky Floors' spielt der Sänger mit seinem leicht halbseidenen Alter Ego, das er selbst gern scherzhaft Evil Dave nennt: "Der Essex Boy hat's geschafft", lacht er.
Falls "Paper Monsters" ein Exorzismus ist, so gelingt es Dave inzwischen immerhin, seine Lieder mit selbstironischem Humor und einer eigenwilligen Pop-Attitüde zu präsentieren. "Im Augenblick gibt es viele düstere Platten, aber die meisten von ihnen haben nicht den kleinsten Funken Humor", findet er. "Ihnen fehlt dieses alte Pop-Feeling, wie man es von Mud oder Slade kennt, dieses selbstbewusste Herumstolzieren. Genau das ist es, was ich in diesen beiden Songs zum Ausdruck bringen wollte."
Die vielschichtigen emotionalen Themen des Albums finden in ‚She Said (Goodbye)' zusammen, einem orgiastischen Fegefeuer der Eitelkeiten, in dem der Erzähler zu einem neuen Verständnis von Liebe, Leben und Verlust findet. Das Ergebnis ist ein
erhebender Lobgesang über erhörte Gebete und spirituelles Wiedererwachen - der Tod des alten Dave, die Geburt des neuen.
"Für mich war es sehr wichtig, dass sämtliche Songs einen Sinn für Humor aufweisen, gleichzeitig sollen sie eine Botschaft von Glauben und Hoffnung vermitteln", erklärt Gahan. "Meiner Meinung nach ist das im Grunde alles, was man im Leben hat: die Überzeugung, dass alles so kommt, wie es kommen soll, egal wie sich die Dinge entwickeln. Deshalb hat dieses Album für mich ein Eigenleben, weil ich es aufgenommen habe und es sich nun zu etwas entwickelt hat, das mir eine Menge Hoffnung für die Zukunft gibt."
Ein Meisterwerk der Reflexion, Erlösung und Wiedergeburt, präsentiert "Paper Monsters" Dave Gahan auf dem Zenit seines kreativen Schaffens; er nutzt jeden einzelnen Tag und zelebriert seine unstillbare Lebenslust. "Es kommt mir so vor, als ob ich aufgewacht wäre und erkannt hätte, dass mir verdammt viel gegeben worden ist", erklärt Dave. "Ich habe in meinem Leben viele Chancen bekommen, jetzt ist es für mich an der Zeit, diese Geschenke anzunehmen und etwas daraus zu machen. Im Grunde dreht sich alles um die Freiheit."
"Paper Monsters" ist Gahans Solodebüt und zugleich ein Neuanfang für den Sänger. Komponiert in Kollaboration mit seinem Freund, dem New Yorker Multi-Instrumentalisten Knock Chandler, und produziert von dem durch Sigur Ros bekannten Ken Thomas, besteht das Album aus Klängen und Texturen, Reflexionen und Wiedergeburten und ist somit eindeutig ein Meisterwerk für das 21. Jahrhundert. Organisch aufgenommen in einem kleinen Studio mit einer locker zusammengewürfelten Truppe verwandter Seelen, verbinden die zehn Stücke die Frische eines Debüts mit der gereiften Weisheit einer erfahrenen Seele. Dave empfand diese offene, auf das Wesentliche konzentrierte Arbeitsweise als befreiend und begeisternd zugleich.
"Es überraschte mich, wie glücklich und erfüllt ich mich dbei gefühlt habe", bestätigt er. "Bei diesem Album geht es um Gefühle, und ich wollte etwas hören, bei dem ich mich gut fühle. Das war der Grundgedanke hinter dieser Platte, den Ken unglaublich gut umgesetzt hat."
Obwohl Gahan seit zweiundzwanzig Jahren als Frontmann bei Depeche Mode fungiert, ist "Paper Monsters" sein erster Auftritt als eigenständiger Songwriter. Bisher hatten Karriereverpflichtungen, diverse Ablenkungen sowie ein Mangel an Selbstbewusstsein ihn davon abgehalten, seine wahre Stimme zu finden. "Deshalb der Titel des Albums", erläutert Dave, "denn ich habe mir diese Monster, die im Laufe der Jahre immer größer und mächtiger geworden sind, selbst geschaffen. Im Laufe der letzten Jahre habe ich endlich erkannt, dass ganz allein ich es war, der sie kreiert hat."
Die Monster in Daves emotional kargen Songs nehmen so ganz nebenbei Bezug auf seine einstige, inzwischen längst überwundene Neigung zu Zerstörung und Abhängigkeit, hauptsächlich jedoch auf alltäglichere Dämonen - von den Leiden und Ekstasen langjähriger Liebe zur herzzerreißenden Euphorie der Vaterschaft. Doch während sinnliche, sublime Bekenntnisse wie ‚Hold On', ‚A Little Piece' und ‚Stay' in Kammermusik-Arrangements verpackte Wiegenlieder des Verlangens sind, bleibt die Hauptstimmung des Albums durchgehend positiv.
"Die Platte klingt hoffnungsvoll, und genau so fühle ich mich", verkündet der wie verjüngt wirkende Sänger. "Ich wollte, dass das ganze Album positiv klingt, und ganz besonders ‚Hold On' enthält für mich eine verheißungsvolle Botschaft."
Tatsächlich ist "Paper Monsters" eine musikalische Reise, auf der die Hoffnung den Schmerz besiegt. Laut Dave handelt ‚Bitter Apple' von der Wiederentdeckung der exquisiten Qualen der Liebe. "Für mich war ein besonders beängstigender Moment gekommen, als ich feststellte, dass ich seelenlos war und die Fähigkeit verloren hatte, einfach zu träumen, Hoffnungen und Ziele zu haben."
‚Stay' dagegen ist eine majestätische Hymne stiller Verwunderung, inspiriert durch die Geburt seiner Tochter: "Als sie geboren wurde, war es, als ob mein Herz von einem großen Pfeil durchdrungen würde", erinnert sich Dave. "Ich fühlte mich tatsächlich so, als ob es wieder zu schlagen begonnen hätte. Vielleicht wurde mir plötzlich klar, dass mein Herz das schon lange nicht mehr getan hatte und ich nun endlich wieder offen dafür war."
Gleichzeitig hat "Paper Monsters" seine dunklen, verschwenderischen, lustvollen Seiten. Vom fleischwolfartigen Glam-Spektakel ‚Bottle Living', begleitet von Daves Blues-Harp, zur alptraumhaften Zauberer-von-Oz-Fantasie ‚Dirty Sticky Floors' spielt der Sänger mit seinem leicht halbseidenen Alter Ego, das er selbst gern scherzhaft Evil Dave nennt: "Der Essex Boy hat's geschafft", lacht er.
Falls "Paper Monsters" ein Exorzismus ist, so gelingt es Dave inzwischen immerhin, seine Lieder mit selbstironischem Humor und einer eigenwilligen Pop-Attitüde zu präsentieren. "Im Augenblick gibt es viele düstere Platten, aber die meisten von ihnen haben nicht den kleinsten Funken Humor", findet er. "Ihnen fehlt dieses alte Pop-Feeling, wie man es von Mud oder Slade kennt, dieses selbstbewusste Herumstolzieren. Genau das ist es, was ich in diesen beiden Songs zum Ausdruck bringen wollte."
Die vielschichtigen emotionalen Themen des Albums finden in ‚She Said (Goodbye)' zusammen, einem orgiastischen Fegefeuer der Eitelkeiten, in dem der Erzähler zu einem neuen Verständnis von Liebe, Leben und Verlust findet. Das Ergebnis ist ein
erhebender Lobgesang über erhörte Gebete und spirituelles Wiedererwachen - der Tod des alten Dave, die Geburt des neuen.
"Für mich war es sehr wichtig, dass sämtliche Songs einen Sinn für Humor aufweisen, gleichzeitig sollen sie eine Botschaft von Glauben und Hoffnung vermitteln", erklärt Gahan. "Meiner Meinung nach ist das im Grunde alles, was man im Leben hat: die Überzeugung, dass alles so kommt, wie es kommen soll, egal wie sich die Dinge entwickeln. Deshalb hat dieses Album für mich ein Eigenleben, weil ich es aufgenommen habe und es sich nun zu etwas entwickelt hat, das mir eine Menge Hoffnung für die Zukunft gibt."
Ein Meisterwerk der Reflexion, Erlösung und Wiedergeburt, präsentiert "Paper Monsters" Dave Gahan auf dem Zenit seines kreativen Schaffens; er nutzt jeden einzelnen Tag und zelebriert seine unstillbare Lebenslust. "Es kommt mir so vor, als ob ich aufgewacht wäre und erkannt hätte, dass mir verdammt viel gegeben worden ist", erklärt Dave. "Ich habe in meinem Leben viele Chancen bekommen, jetzt ist es für mich an der Zeit, diese Geschenke anzunehmen und etwas daraus zu machen. Im Grunde dreht sich alles um die Freiheit."
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