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Dio Biographie

Dio

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Ronnie James Dio gehörte in den Siebzigern und frühen Achtzigern zu den legendären Besetzungen von Rainbow und Black Sabbath, startete 1982 eine Solokarriere und veröffentlicht seither mit seiner eigenen Band regelmäßig Alben. Dennoch bedeutet für ihn jede weitere Veröffentlichung seiner außergewöhnlichen Laufbahn einen neuen Höhepunkt, dem er ganz besondere Beachtung schenkt. „Ich genieße es, wenn die Arbeiten an einem neuen Werk beginnen. Es herrscht in mir jedes Mal aufs Neue eine Mischung aus konzentrierter Gelassenheit, die auf meine langjährige Routine zurückzuführen ist, und großer Vorfreude“ skizziert er die Stimmung im Vorfeld seines aktuellen Albums Master Of The Moon. Darauf bündelt er die Stärken der beiden Vorgängerwerke Magica und Killing The Dragon mit den charakteristischen Stärken seiner eigenen Klassiker Holy Diver, Dream Evil oder Last In Line. Eine tragende Rolle spielt dabei auch Gitarrist Craig Goldie. Die Zusammenarbeit zwischen ihm und Dio förderte schon 1987 mit Dream Evil beziehungsweise im Jahre 2000 mit Magica zwei überaus fruchtbare Resultate zutage. „Wenn man mit Ritchie Blackmore gespielt hat, ist der Standart, den Alle von einem erwarten, festgelegt“, weiß Dio nur allzu gut. „Über Craig Goldie braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Sein Spiel spricht für sich selbst. Außerdem sind wir so gut miteinander vertraut, dass jeder die Stärken des Anderen intuitiv kennt. Craig und ich haben fast alle Songs auf Master Of The Moon gemeinsam komponiert und perfekt harmoniert.“

Der Titeltrack war das erste Stück, das Dio und Goldy für Master Of The Moon fertig gestellt hatten. „Ich widme diesen Song allen Menschen, die zur Schwermut neigen“, sagt Dio. „Man kann ihnen nur den einen Rat geben: Lasst die Sonne auf euch scheinen, um von den düsteren Gedanken weg zu kommen.“ Ebenso tiefgehend ist ´The Eyes`. Das Stück handelt von einem Paranoiden, der sich verfolgt fühlt und überall Augen zu sehen glaubt. Als einen „etwas sonderbaren Song“ bezeichnet Dio das Stück ´One More From The Road`, das inhaltlich bis in die Zeit der Hexenverbrennungen zurückgeht. „Damals wie heute wurden Leute zu Unrecht verdächtigt und exekutiert. So manch einer wurde völlig grundlos denunziert.“ Einen ganz interessanten Vergleich zwischen König Richard Löwenherz und US-Präsident George W. Bush nimmt Dio in ´The Man Who Would Be King` vor. „Wie die Kreuzritter im Mittelalter versucht auch Bush, anderen Völkern gegen deren Willen seine Philosophie überzustülpen. Ich sehe den Song zwar nicht als politische Anklage, aber als Aufforderung an die amerikanische Regierung, noch einmal über ihre Politik im Irak nachzudenken.“

Produziert wurde Master Of The Moon erneut von Ronnie James Dio persönlich. „Ich mag es, die volle Kontrolle über die gesamte Produktion zu haben. Für mich als Sänger und Komponist der Songs ist es ein ganz natürlicher Prozess, alle wichtigen künstlerischen Entscheidungen zu treffen. Das ist zwar phasenweise sehr stressig und bedeutet einen riesigen organisatorischen Aufwand, letztendlich aber kennt niemand mich und meine Musik so gut wie ich selbst.“

HISTORIE
Den entscheidenden Schritt seiner Karriere machte Ronnie James Dio im Jahre 1975, als der kurz zuvor bei Purple'>Deep Purple ausgestiegene Ritchie Blackmore nahezu die komplette Formation ‘Elf’ des talentierten Sängers zu seinem neu gegründeten Bandprojekt Rainbow umfunktionierte. Rainbow machte Dio mit einem Schlag weltbekannt. Gleich das `75er Debüt der Gruppe mit Hardrock-Klassikern wie ‘Man On The Silver Mountain’ oder ‘Catch The Rainbow’ schlug wie eine Bombe ein. Es folgten mit Rainbow Rising (1976), On Stage – Live (1977) und Long Live Rock’n’Roll (1978) drei weitere spektakuläre Rainbow-Alben. Über seinen einstigen Förderer Blackmore äußert sich Dio auch heute noch hochachtungsvoll: „Ritchie ist der perfekte Musiker. Er kennt sein Instrument in- und auswendig. Als Komponist hat er unglaublich viel Geschmack für die Verbindung von Rock und Klassik. Als Solist ist er einfach wunderbar. Er ist der komplette Musiker und obendrein ein toller Performer.“

Im Jahre 1979 verließ Dio die Band und trat bei Black Sabbath die Nachfolge von Ozzy Osbourne an. Mit Black Sabbath veröffentlichte er in den Achtzigern drei Longplayer (Heaven And Hell, 1980; Mob Rules, 1981; Live Evil, 1983), einen weiteren in Form des Intermezzos Dehumanizer im Jahre 1992. Sein musikalisches Pendant hieß jeweils Toni Iommi. „Toni ist der größte Riff-Schreiber, den ich jemals in meinem Leben getroffen habe“, erklärt er. „Er hat dermaßen viele phänomenale Riffs auf Lager, man weiß gar nicht, woher sie alle kommen. Toni hat den Heavy Metal erfunden, sein Spiel wird von einer Menge junger Bands nachgeahmt.“

Ab 1983 tauchte Dio dann – diesmal unter eigenem Namen firmierend – als Bandleader auf. Die drei umjubelten Alben Holy Diver (1983), The Last In Line (1984) und Sacred Heart (1985) setzten die Karriere des Mannes fort. Auch gegen Ende der Achtziger wusste er der Öffentlichkeit noch eine Menge mitzuteilen: Dream Evil (1987) mit Gitarrist Craig Goldie konnte die Fans ebenso überzeugen wie die vorherigen Veröffentlichungen. Das mit dem damals gerade erst 16jährigen britischen Gitarristen Rowan Robertson aufgenommene Lock Up The Wolves (1990) präsentierte den stimmgewaltigen Sänger vital und tatendurstig wie seit ehedem. Die beiden anschließend folgenden Studiowerke Strange Highways (1993) und Angry Machines (1996) zeigten Dio zwischenzeitlich von einer anderen Seite. Sein zuvor ausgeprägter Hang zu mystischen Themen, der sich oftmals in Texten über verwunschene Feen, Dämonen und Feuer speiende Drachen widerspiegelte, wich nun einem nüchterneren Konzept. An dem grundsätzlichen Zuspruch seiner Fans änderte dies jedoch nur wenig, wie man Dank seines 98er Bühnenwerks The Last In Live nachvollziehen kann. Auf Magica reanimierte Dio im Jahre 2000 die Zusammenarbeit mit Craig Goldy, kehrte zu seinen typischen Trademarks der frühen Achtziger zurück und schob zwei Jahre später mit Killing The Dragon ein artverwandtes Werk nach. Jetzt folgt sein neuester Wurf Master Of The Moon, den er bereits Anfang August (02.08. A-Wörgl/Komma; 04.08. Karlsruhe/Substage; 05.08. Nürnberg/Hirsch; 06.08. Wacken Open Air) erstmals live präsentieren wird.
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