Dolly Parton Biographie
Dolly Parton
Dolly Parton Superstar. Wann immer von der platinblonden Künstlerin mit der candysüßen Stimme die Rede ist, dominieren Superlative. Sie ist die größte, erfolgreichste und populärste Country-Interpretin aller Zeiten und mit über 3000 komponierten Songs, von denen zahllose die Hitlisten eroberten, auch eine der produktivsten. Gleichwohl ist Dolly Parton nicht nur eine Ikone der Country-Szene. Auch in der Popmusik erreichte sie Weltruhm. Lange bevor ihre Ballade "I Will Always Love You" in der Version von Whitney Houston alle bis dahin bekannten Verkaufserfolge brach, landete die mehrfache Grammy-Preisträgerin bereits Hit auf Hit in den Popcharts.
Am 19. Januar 2006 wird Dolly Parton 60 Jahre alt. Das schönste Geschenk zu ihrem runden Geburtstag macht die Sängerin ihren Fans und sich selbst mit ihrem neuen Album "Those Were The Days". Dolly Parton lädt zu einer Zeitreise in die 60er Jahre ein. Auf ihre unnachahmliche Weise interpretiert sie Hymnen der Friedens- und Bürgerrechtsbewegung wie Pete Seegers "Where Have All The Flowers Gone" und Bob Dylans "Blowin' In The Wind" sowie unsterbliche Singer/Songwriter-Pretiosen wie Tim Hardins "If I Were A Carpenter". Unterstützt wird sie dabei von musikalischen Weggefährten und aktuellen Topstars wie Norah Jones, Lee Ann Womack, Joe Nichols, Rhonda Vincent und Alison Krauss sowie - und das ist der Clou - von einigen jener Künstler, die seinerzeit die Songs geschrieben und/oder interpretiert haben.
Roger McGuinn von den Byrds ist bei "Turn Turn Turn" mit seiner Rickenbaker-Gitarre an ihre Seite. Cat Stevens singt und spielt als Yusuf Islam auf seinem Hit "Where Do The Children Play". Die legendäre Folk-Interpretin Judy Collins ist bei der geradezu überschwänglichen Bluegrass-Version von "Both Sides Now" zu hören, jener Komposition von Joni Mitchell, mit der ihr 1969 ein Welthit gelang. Und Kris Kristofferson unterstützt die prächtige Version seines durch Janis Joplin berühmt gewordenen Klassikers "Me And Bobby McGee." Zudem gibt es ein Wiederhören mit Tommy James, der hier statt mit seinen Shondells mit Dolly Parton eine unglaublich intime Fassung seiner psychedelischen Pop-Oper "Crimson & Clover" intoniert.
Weitere Highlights sind das herzzerreißende Traditional aus dem amerikanischen Bürgerkrieg "The Cruel War" (in den 60ern ein Erfolg für Peter, Paul & Mary), die bewegende Interpretation von John Lennons "Imagine" und das absolut hinreißende Duett mit dem neuen Star des Country-Rocks, Keith Urban, "Twelfth Of Never", das jedem Vergleich mit der klassischen Version von Johnny Cash und June Carter mühelos standhält.
Bei aller Brillanz der Interpretationen, mit denen Dolly Parton einmal mehr Country- und Bluegrass-Geschichte schreibt, die größte Überraschung des Albums bietet das Titelstück "Those Where The Days", weil hier neben der Originalinterpretin Mary Hopkin und den Grand-Ole-Opry-Legenden George Jones, Brenda Lee und Jeannie Seely niemand Geringer als Porter Wagoner im Chor mitsingt. Er war es, der Dolly Parton in den 60er Jahren entdeckt hat, mit dem sie ihre ersten ganz großen Erfolge feierte und von dem sie sich später im Streit trennte. Aber beginnen wir ganz von vorne.
Dolly Parton wuchs mit elf Geschwistern in Locust Ridge, Tennessee am Fuße der Smokey Mountains in ärmlichen Verhältnissen auf. Zwar hatte ihre Familie kein Geld, dafür aber jede Menge musikalisches Talent zu vererben. Mutter, Großvater, Onkel - alle beherrschten irgendein Instrument und schrieben eigene Songs. Mit sieben Jahren konnte Dolly bereits Gitarre spielen. Als sie zehn Jahre alt war, konnte man ihre glockenhelle Stimme regelmäßig auf einem lokalen Radiosender hören. Mit 13 nahm sie erste Platte auf ("Puppy Love") und gab ihr Debüt in Nashvilles Grand Ole Opry.
In der Country-Music-Metropole versuchte sie nach ihrem Schulabschluss 1964 dann auch, als Sängerin Fuß zu fassen. Doch zunächst sorgte sie "nur" als Songschreiberin für Aufmerksamkeit. Das änderte sich schlagartig, als sie der Countrystar Porter Wagoner 1967 sowohl in seiner Fernsehshow als auch auf seinen Tourneen zu seiner Duettpartnerin machte. 1968 landete das Duo Wagoner/Parton mit "The Last Thing On My Mind" seinen ersten Hit in den Country-Charts, dem in den nächsten sechs Jahren eine ununterbrochene Serie von Top-10-Singles folgte.
Nebenher forcierte Dolly ihre Solokarriere, die 1970 mit "Joshua", ihrer ersten Nr.1 in den Country-Carts, gewaltig an Fahrt aufnahm. Weitere Hits, darunter der autobiographische Song "Coat Of Many Colors", in dem sie ihre ärmliche aber dennoch glückliche Kindheit schilderte, und der Topseller "Jolene" folgten. Inzwischen populärer als ihr Mentor, trennte sie sich von Wagoner, was einen unschönen Rechtsstreit nach sich zog, und stellte ihre Karriere auf mehrere Fundamente. Sie nahm Gospelalben auf, pure Country-Platten, Popsongs und sogar Discotitel und mit allen eroberte sie die Hitlisten. Was sie auch anpackte, wurde zu Gold.
Als sie 1980 dem Ruf der Traumfabrik Hollywood zum ersten Mal folgte und in dem Film "9 to 5" mitwirkte, erhielt sie für ihre schauspielerische Leistung gleich eine Golden Globe-Auszeichnung und eine Oscar-Nominierung. Der Freizeitpark Dollywood, den sie 1986 unweit ihres Geburtsortes eröffnete, entwickelte sich rasch zum Publikumsmagneten und auch ihre eigene Kosmetikserie und ein Perückenvertrieb ließen ebenso die Kasse klingeln wie ihre hoch gelobte Zusammenarbeit mit Linda Ronstadt und Emmylou Harris auf dem Album "Trio" von 1987. Selbst als es in den 90er Jahren so aussah, als gäbe es neben Garth Brooks, Shania Twain und Faith Hill keinen Platz mehr für die Grande Dame am Country-Himmel, sank ihr Stern nicht. Im Gegenteil: Mit dem Bluesgrass-Album "The Grass Is Blue" feierte sie 1999 ein phänomenales Comeback, dem mit "Little Sparrow", "Halos And Horns", und "Live And Well" ähnlich hochkarätige Werke fernab vom Mainstream folgten.
Tatsächlich ist sie zu den Wurzeln der Country-Musik zurückgekehrt, hat die uramerikanische Musikform von allem Tand befreit und trifft damit genau den Nerv unzähliger Fans, die genug haben von aalglatten Produktionen. Mehr noch: Inzwischen ist Dolly Parton auch bei einer neuen Generation jenseits der Country-Gemeinde populär. Die White Stripes etwa haben "Jolene" gecovert und Björk macht aus ihrer Verehrung längst kein Geheimnis mehr. "Those Were The Days" lässt jedenfalls keinen Zweifel: Auch mit 60 Jahren überrascht Dolly Parton noch immer mit brillanten Einfällen.
Am 19. Januar 2006 wird Dolly Parton 60 Jahre alt. Das schönste Geschenk zu ihrem runden Geburtstag macht die Sängerin ihren Fans und sich selbst mit ihrem neuen Album "Those Were The Days". Dolly Parton lädt zu einer Zeitreise in die 60er Jahre ein. Auf ihre unnachahmliche Weise interpretiert sie Hymnen der Friedens- und Bürgerrechtsbewegung wie Pete Seegers "Where Have All The Flowers Gone" und Bob Dylans "Blowin' In The Wind" sowie unsterbliche Singer/Songwriter-Pretiosen wie Tim Hardins "If I Were A Carpenter". Unterstützt wird sie dabei von musikalischen Weggefährten und aktuellen Topstars wie Norah Jones, Lee Ann Womack, Joe Nichols, Rhonda Vincent und Alison Krauss sowie - und das ist der Clou - von einigen jener Künstler, die seinerzeit die Songs geschrieben und/oder interpretiert haben.
Roger McGuinn von den Byrds ist bei "Turn Turn Turn" mit seiner Rickenbaker-Gitarre an ihre Seite. Cat Stevens singt und spielt als Yusuf Islam auf seinem Hit "Where Do The Children Play". Die legendäre Folk-Interpretin Judy Collins ist bei der geradezu überschwänglichen Bluegrass-Version von "Both Sides Now" zu hören, jener Komposition von Joni Mitchell, mit der ihr 1969 ein Welthit gelang. Und Kris Kristofferson unterstützt die prächtige Version seines durch Janis Joplin berühmt gewordenen Klassikers "Me And Bobby McGee." Zudem gibt es ein Wiederhören mit Tommy James, der hier statt mit seinen Shondells mit Dolly Parton eine unglaublich intime Fassung seiner psychedelischen Pop-Oper "Crimson & Clover" intoniert.
Weitere Highlights sind das herzzerreißende Traditional aus dem amerikanischen Bürgerkrieg "The Cruel War" (in den 60ern ein Erfolg für Peter, Paul & Mary), die bewegende Interpretation von John Lennons "Imagine" und das absolut hinreißende Duett mit dem neuen Star des Country-Rocks, Keith Urban, "Twelfth Of Never", das jedem Vergleich mit der klassischen Version von Johnny Cash und June Carter mühelos standhält.
Bei aller Brillanz der Interpretationen, mit denen Dolly Parton einmal mehr Country- und Bluegrass-Geschichte schreibt, die größte Überraschung des Albums bietet das Titelstück "Those Where The Days", weil hier neben der Originalinterpretin Mary Hopkin und den Grand-Ole-Opry-Legenden George Jones, Brenda Lee und Jeannie Seely niemand Geringer als Porter Wagoner im Chor mitsingt. Er war es, der Dolly Parton in den 60er Jahren entdeckt hat, mit dem sie ihre ersten ganz großen Erfolge feierte und von dem sie sich später im Streit trennte. Aber beginnen wir ganz von vorne.
Dolly Parton wuchs mit elf Geschwistern in Locust Ridge, Tennessee am Fuße der Smokey Mountains in ärmlichen Verhältnissen auf. Zwar hatte ihre Familie kein Geld, dafür aber jede Menge musikalisches Talent zu vererben. Mutter, Großvater, Onkel - alle beherrschten irgendein Instrument und schrieben eigene Songs. Mit sieben Jahren konnte Dolly bereits Gitarre spielen. Als sie zehn Jahre alt war, konnte man ihre glockenhelle Stimme regelmäßig auf einem lokalen Radiosender hören. Mit 13 nahm sie erste Platte auf ("Puppy Love") und gab ihr Debüt in Nashvilles Grand Ole Opry.
In der Country-Music-Metropole versuchte sie nach ihrem Schulabschluss 1964 dann auch, als Sängerin Fuß zu fassen. Doch zunächst sorgte sie "nur" als Songschreiberin für Aufmerksamkeit. Das änderte sich schlagartig, als sie der Countrystar Porter Wagoner 1967 sowohl in seiner Fernsehshow als auch auf seinen Tourneen zu seiner Duettpartnerin machte. 1968 landete das Duo Wagoner/Parton mit "The Last Thing On My Mind" seinen ersten Hit in den Country-Charts, dem in den nächsten sechs Jahren eine ununterbrochene Serie von Top-10-Singles folgte.
Nebenher forcierte Dolly ihre Solokarriere, die 1970 mit "Joshua", ihrer ersten Nr.1 in den Country-Carts, gewaltig an Fahrt aufnahm. Weitere Hits, darunter der autobiographische Song "Coat Of Many Colors", in dem sie ihre ärmliche aber dennoch glückliche Kindheit schilderte, und der Topseller "Jolene" folgten. Inzwischen populärer als ihr Mentor, trennte sie sich von Wagoner, was einen unschönen Rechtsstreit nach sich zog, und stellte ihre Karriere auf mehrere Fundamente. Sie nahm Gospelalben auf, pure Country-Platten, Popsongs und sogar Discotitel und mit allen eroberte sie die Hitlisten. Was sie auch anpackte, wurde zu Gold.
Als sie 1980 dem Ruf der Traumfabrik Hollywood zum ersten Mal folgte und in dem Film "9 to 5" mitwirkte, erhielt sie für ihre schauspielerische Leistung gleich eine Golden Globe-Auszeichnung und eine Oscar-Nominierung. Der Freizeitpark Dollywood, den sie 1986 unweit ihres Geburtsortes eröffnete, entwickelte sich rasch zum Publikumsmagneten und auch ihre eigene Kosmetikserie und ein Perückenvertrieb ließen ebenso die Kasse klingeln wie ihre hoch gelobte Zusammenarbeit mit Linda Ronstadt und Emmylou Harris auf dem Album "Trio" von 1987. Selbst als es in den 90er Jahren so aussah, als gäbe es neben Garth Brooks, Shania Twain und Faith Hill keinen Platz mehr für die Grande Dame am Country-Himmel, sank ihr Stern nicht. Im Gegenteil: Mit dem Bluesgrass-Album "The Grass Is Blue" feierte sie 1999 ein phänomenales Comeback, dem mit "Little Sparrow", "Halos And Horns", und "Live And Well" ähnlich hochkarätige Werke fernab vom Mainstream folgten.
Tatsächlich ist sie zu den Wurzeln der Country-Musik zurückgekehrt, hat die uramerikanische Musikform von allem Tand befreit und trifft damit genau den Nerv unzähliger Fans, die genug haben von aalglatten Produktionen. Mehr noch: Inzwischen ist Dolly Parton auch bei einer neuen Generation jenseits der Country-Gemeinde populär. Die White Stripes etwa haben "Jolene" gecovert und Björk macht aus ihrer Verehrung längst kein Geheimnis mehr. "Those Were The Days" lässt jedenfalls keinen Zweifel: Auch mit 60 Jahren überrascht Dolly Parton noch immer mit brillanten Einfällen.
Mehr Informationen zu Dolly Parton
Dolly Parton Portrait
Dolly Parton Diskographie
Dolly Parton Biographie
Dolly Parton
Steckbrief
Dolly Parton Bildergalerie
Dolly Parton Songtexte




