Eaten By Sheiks Biographie
Eaten By Sheiks
"Eaten By Sheiks ist nicht irgendein Projekt. Es ist sogar weit mehr als eine Band. Es ist Familie." Sänger und Gitarrist Ricardo spricht eindeutige, unzweifelhafte Worte. Ein Kollektiv, das in dieser Konstellation seit neun Jahren Bestand hat, vier Alben und eine EP in Eigenregie aufnahm, gemeinsam von Göttingen nach Hamburg zog und trotz erschreckendem Desinteresse von Seiten der Industrie sich nie von seinem eingeschlagenen Weg abbringen ließ, ist in der Tat weit mehr als das übliche “Lass uns doch mal ein paar Songs zusammen schreiben". Das hier ist Ernst. Überzeugung. Idealismus. Liebe. Ein großes Stück Lebensinhalt. Mithin: Familie.
Die Ignoranz deutscher Musikverkaufender ist im Falle Eaten By Sheiks bemerkenswert - ein Role Model der fehlgeleiteten Erwartungen und Ansprüche. “Irgendwie waren wir für Majors immer zu sehr Indie und umgekehrt", so Ricardo. “Es gab natürlich Angebote, aber verbiegen lassen wollten wir uns nicht." So schlug einer der ganz Großen zum Beispiel vor, ihnen einen Deal plus Prämie zu geben, wenn sie Refrains schreiben, die jeder Depp mitpfeifen kann. Keine Option für diese vier Herren, denen ihre überzeugend eigenständige Musik mehr bedeutet als das schnelle Geld. Und wer genau hinhört, kann es wahrnehmen: Dieses Stückchen Leben von vier musizierenden Individualisten, das in jedem kleinen Detail ihrer ausgetüftelten Songs steckt.
Die ganze unerfreuliche Labelsuch-Arie der zurück liegenden sechs Jahre hatte auch sein Gutes: Nur selten hatte eine Band derart viel Zeit und Raum, ihre Identität zu finden. Nachzuhören nun auf ihrem fünften Album. Nach der rockenden Härte früher Tage, die zum Teil schon in der Schule begannen (Ricardo und Drummer Helge kennen sich seit der fünften Klasse), nach dem Experimentieren mit elektronischen Klängen und ruhigen, mäandernden Teppichen, nach der schlichten, ungetrübten Freude darüber, dass sie immer noch zusammen sind (es gab Momente, da stand es auf der Kippe, z.b. durch Depression, Mafia, drohendes Gefängnis, sich überschneidende Liebesverhältnisse und ganz unterschiedliche Erwartungen) nun jetzt also: OUR LAST FIRST RECORD. Programmatisch, unverfälscht, pur und so dynamisch, wie deutsche Musik nur ganz selten klingt. Ricardo: “Mit diesem Album schließt sich ein Kreis, der vor langer Zeit begonnen hat."
Die Idee dabei: “Es geht um musikalische Freiheit. Alles ist erlaubt. Und ja, am Ende darf es auch Pop sein." Muss aber nicht. So kann es auf ihrem neuen Werk auch mal ordentlich losbollern und vertrackt um die Ecke schlingern, während uns hernach ein fragil gesungener Piano-Epos versöhnt. Überhaupt: der Sound. Kantig-trocken und doch dynamisch, nüchtern und doch gehaltvoll. Auch hier macht es die Mischung aus Gewohntem und Neuem. Aufgenommen in dem durch diverse vorhergehende Aufenthalte höchst vertrauten ’Institut für Wohlklangforschung' ihres Freundes und Mäzens Willi Dammeier, saß an der Reglern jemand, der weiß, wie Rock anno 2004 klingen sollte: ex-Skunk Anansie-Gitarrist Ace, inzwischen auf der britischen Insel ein sehr gefragter Produzent für alles, was geradeaus, authentisch und ehrlich klingen soll.
Nach diversen gewonnenen Nachwuchs-Wettbewerben, nach Konzerten mit u.a. Guano Apes, den Fantastischen 4, Tito & Tarantula oder Die Happy und nach einer gefeierten Support-Tour für Wir Sind Helden im Herbst 2003 ist es nun endlich so weit: Eaten By Sheiks kommen. Unaufdringlich, aber prägnant. Ernsthaft, aber unverkrampft. Liebevoll im Kleinen, abgeklärt im Großen. Doch vor allem: Extrem überzeugend. Denn hier wird nicht Musik gemacht, weil MTV so dufte glitzert, das Papier der einschlägigen Gazetten so geil riecht oder das Konto wieder mal leer ist. Hier wird musiziert, weil es in ihnen steckt und raus muss, weil es eine Nische zwischen Musikalität und Eingängigkeit, zwischen Unkonventionalität und Melodiösität besetzt, die hierzulande sonst kaum existent scheint. Nach der ganzen investierten Zeit, Energie, Liebe, Ambition (vom Geld wollen wir jetzt gar nicht reden) und nicht zuletzt aufgrund der außergewöhnlichen Reife und Eigenständigkeit ihrer Musik haben Eaten By Sheiks Aufmerksamkeit verdient. Ihre, eure, unsere. Und die von jedem Musikhörer, der Glaubwürdigkeit in der Rockmusik noch zu schätzen weiß.
Die Ignoranz deutscher Musikverkaufender ist im Falle Eaten By Sheiks bemerkenswert - ein Role Model der fehlgeleiteten Erwartungen und Ansprüche. “Irgendwie waren wir für Majors immer zu sehr Indie und umgekehrt", so Ricardo. “Es gab natürlich Angebote, aber verbiegen lassen wollten wir uns nicht." So schlug einer der ganz Großen zum Beispiel vor, ihnen einen Deal plus Prämie zu geben, wenn sie Refrains schreiben, die jeder Depp mitpfeifen kann. Keine Option für diese vier Herren, denen ihre überzeugend eigenständige Musik mehr bedeutet als das schnelle Geld. Und wer genau hinhört, kann es wahrnehmen: Dieses Stückchen Leben von vier musizierenden Individualisten, das in jedem kleinen Detail ihrer ausgetüftelten Songs steckt.
Die ganze unerfreuliche Labelsuch-Arie der zurück liegenden sechs Jahre hatte auch sein Gutes: Nur selten hatte eine Band derart viel Zeit und Raum, ihre Identität zu finden. Nachzuhören nun auf ihrem fünften Album. Nach der rockenden Härte früher Tage, die zum Teil schon in der Schule begannen (Ricardo und Drummer Helge kennen sich seit der fünften Klasse), nach dem Experimentieren mit elektronischen Klängen und ruhigen, mäandernden Teppichen, nach der schlichten, ungetrübten Freude darüber, dass sie immer noch zusammen sind (es gab Momente, da stand es auf der Kippe, z.b. durch Depression, Mafia, drohendes Gefängnis, sich überschneidende Liebesverhältnisse und ganz unterschiedliche Erwartungen) nun jetzt also: OUR LAST FIRST RECORD. Programmatisch, unverfälscht, pur und so dynamisch, wie deutsche Musik nur ganz selten klingt. Ricardo: “Mit diesem Album schließt sich ein Kreis, der vor langer Zeit begonnen hat."
Die Idee dabei: “Es geht um musikalische Freiheit. Alles ist erlaubt. Und ja, am Ende darf es auch Pop sein." Muss aber nicht. So kann es auf ihrem neuen Werk auch mal ordentlich losbollern und vertrackt um die Ecke schlingern, während uns hernach ein fragil gesungener Piano-Epos versöhnt. Überhaupt: der Sound. Kantig-trocken und doch dynamisch, nüchtern und doch gehaltvoll. Auch hier macht es die Mischung aus Gewohntem und Neuem. Aufgenommen in dem durch diverse vorhergehende Aufenthalte höchst vertrauten ’Institut für Wohlklangforschung' ihres Freundes und Mäzens Willi Dammeier, saß an der Reglern jemand, der weiß, wie Rock anno 2004 klingen sollte: ex-Skunk Anansie-Gitarrist Ace, inzwischen auf der britischen Insel ein sehr gefragter Produzent für alles, was geradeaus, authentisch und ehrlich klingen soll.
Nach diversen gewonnenen Nachwuchs-Wettbewerben, nach Konzerten mit u.a. Guano Apes, den Fantastischen 4, Tito & Tarantula oder Die Happy und nach einer gefeierten Support-Tour für Wir Sind Helden im Herbst 2003 ist es nun endlich so weit: Eaten By Sheiks kommen. Unaufdringlich, aber prägnant. Ernsthaft, aber unverkrampft. Liebevoll im Kleinen, abgeklärt im Großen. Doch vor allem: Extrem überzeugend. Denn hier wird nicht Musik gemacht, weil MTV so dufte glitzert, das Papier der einschlägigen Gazetten so geil riecht oder das Konto wieder mal leer ist. Hier wird musiziert, weil es in ihnen steckt und raus muss, weil es eine Nische zwischen Musikalität und Eingängigkeit, zwischen Unkonventionalität und Melodiösität besetzt, die hierzulande sonst kaum existent scheint. Nach der ganzen investierten Zeit, Energie, Liebe, Ambition (vom Geld wollen wir jetzt gar nicht reden) und nicht zuletzt aufgrund der außergewöhnlichen Reife und Eigenständigkeit ihrer Musik haben Eaten By Sheiks Aufmerksamkeit verdient. Ihre, eure, unsere. Und die von jedem Musikhörer, der Glaubwürdigkeit in der Rockmusik noch zu schätzen weiß.
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