Faith Evans Biographie
Faith Evans
Faith Evans strotzt vor Selbstbewusstsein. Schon der Albumtitel ihres Capitol-Debüts "The First Lady" lässt keine Zweifel aufkommen, dass die knapp 30-jährige Sängerin sich auf dem Zenit ihrer Kunst wähnt. In den zehn Jahren ihrer aktiven Solokarriere hat die Sängerin, die sich in diesen Tagen topfit und höchst inspiriert präsentiert, noch mit jedem ihrer bisher drei Alben locker Platin erreicht und für den weltweiten Hit "I'll Be Missing You", den sie mit ihrem Entdecker und langjährigen Mentor Puff Daddy aufnahm, wurde sie sowohl mit einem Grammy als auch mit einem MTV Video Award ausgezeichnet. Bei allem Erfolg wurde ihre Karriere nicht selten begleitet von heftigen privaten Turbulenzen und Schicksalsschlägen, und so bietet "The First Lady" reichlich Indizien, womit sie sich einen solchen Titel verdient hat: Indem sie Haltung bewahrt, sich ganz und gar ihrer Kunst hingibt und auf ihre künstlerische Klasse vertraut.
Mit der Ausnahme des Openers "Going Out", den die Neptunes sowohl komponierten wie produzierten, zeichnet Faith Evans bei allen Songs als Co-Autorin und bei einigen auch als Co-Produzentin verantwortlich. Die Songs schrieb sie gemeinsam mit wechselnden Partnern, von denen einige ihr auch als Produzenten tatkräftig unter die Arme griffen: Neben den Neptunes tauchen hier alte Bekannte wie Chucky Thompson und Mario Winans, aber auch Bryan Cox, Jermaine Dupri sowie Carvin and Ivan auf. Auf ihren neuen Songs gibt sich Faith Evans mal direkt, mal verspielt, stets aber beseelt von enormer Leidenschaft. Dass Faith Evans derzeit in glänzender Form ist, demonstrierte sie bereits im Vorfeld der anstehenden Veröffentlichung mit der ursprünglich für den Soundtrack des Blockbusters "Coach Carter" aufgenommenen Single "Hope", die nun auch ihr neues Album krönt. An der Seite des Rappers Twista entzückt Faith Evans bei dieser superben HipHop-Ballade durch makellose Gesangssätze. Jetzt rückt die First Lady endgültig in die erste Reihe.
Was bedeutet der Albumtitel für Faith Evans? "Wenn man genau über den Begriff ‚first lady' nachdenkt, ist das niemand, der sofort das Wort ergreift, aber bestimmt jemand, der alles immer mit einer gewissen Würde angeht. So empfinde ich auch über mich selbst. In der Vergangenheit habe ich es mir nicht gerade zur Gewohnheit gemacht, alles, was ich durchgemacht habe, auch zu verbalisieren. Es geht einfach darum, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, und auch stolz darauf zu sein. Die Augen aufhalten, alles genau beobachten und daran wachsen. Und ich stehe dabei aufrecht." Und was macht das neue Album so besonders? "Die unglaubliche Befreiung! Ich bin sowohl mental als auch physisch mittlerweile ganz woanders, weil ich auch viele Veränderungen durchgemacht habe. Auf einem neuen Label zu sein, ist wirklich ein neuer Start; einer, den nicht viele andere Künstler bekommen. Es ist erfrischend, noch einmal von vorne beginnen zu können und genieße die kreative Freiheit."
Diesen Neustart zelebriert Faith Evans bereits mit der ersten Single: "Again", produziert von Carvin and Ivan (Jill Scott, Musiq). Die Mid-Tempo-Ballade mit dem feinen Retro-Chic ist für Faith auch eine Art persönliches Bekenntnis zu dem privaten Trauma, das sie in den letzten zwei Jahren durchlebte. Im letzten Jahr war Faith Evans gemeinsam mit ihrem Ehemann und Manager Todd Russaw in den USA wegen Drogenbesitzes festgenommen wurden. Noch bevor der Fall für anhaltende Schlagzeilen sorgen konnte, hatte sich das Paar bereit erklärt, sich einem mehrwöchigen Entziehungsprogramm zu unterziehen. "Ich weiß, wenn man dann wieder in die Öffentlichkeit zurückkehrt, will jeder wissen, was man mitgemacht hat. Und da ich Schlagzeilen gewohnt bin, weiß ich, wie die Dinge unverhältnismäßig aufgeblasen werden." Trotzdem war Faith Evans erstaunt, mit welcher Intensität die Medien jeden ihrer Schritte zu beobachten schienen. Faith hat mit "Again" die ganze Geschichte noch einmal musikalisch verarbeitet. "'Again' zeigt, wie ich die Situation verstanden wissen möchte, aber davon handelt eben nur dieser Song, nicht das ganze Album. Ich mache mir hier Luft. Dann kann man schon zum nächsten Song übergehen und seinen Spaß haben."
Besonderen Spaß macht "Going Out", eine dieser genialischen Großtaten der Neptunes, die ihren Ruf als wegweisendes Produktionsteam einmal mehr untermauern. Gesanglich unterstützt von Neptunes-Star Pharrel Williams und seinem Clipse-Partner Pusha, gehört der Song zu den wenigen, dafür umso wirksameren Dance-Tracks, bei denen R&B und HipHop wunderbar harmonieren. "Der Song ist tatsächlich anders, hätte man von mir nicht erwartet, aber die Neptunes machen halt so etwas mit links", so Faith Evans. "Ich liebe diesen Song, weil er jung, offen und spaßbetont ist. Ich stecke mitten im Leben und egal was passiert, Gott wird mich schützen. Ich lasse den Kopf nicht hängen und ich bin in einer super Phase meines Lebens. ‚Going Out' ist meine Art, das auf den Punkt zu bringen."
Gemeinsam mit Todd Russaw und dem Produzenten Chucky Thompson, der bereits ihr 95er Debüt produzierte, schrieb Faith Evans mit "Mesmerized" eine klassische Soulhymne. "Ich liebe diesen Song! Ich habe diesen Track schon zwei Jahre mit mir herum geschleppt und damit in meinem Studio herumgespielt. Als Todd und ich alleine waren, kam dann richtig Biss rein. Und als Chucky und ich wieder zusammen kamen, fiel er aus allen Wolken. Die Chemie ist noch immer da. Keiner hätte den Track besser hinbekommen. Der ist einfach roh. Ich habe hier meiner inneren Lyn Collins eine Stimme gegeben." (Anm.: Die Soulsängerin Lyn Collins wurde von James Brown entdeckt und ‚The Female Preacher' genannt. Sie starb am 13. März 2005 im Alter von 56 Jahren.) "Mesmerized", verfeinert durch Samples aus Soulklassikern von Homer Banks und George Benson, ist auch der klingende Beweis, dass Faith Evans das Zeug zu einer klassischen Soulsängerin hat.
Die vielseitige Künstlerin versteht sich allerdings auch hervorragend auf verführerische Zwischentöne. Ein prächtiges Exemplar dieser Kunst ist "Ever Wonder", ein Duett mit Mario Winans, ebenfalls ein alter Freund der umtriebigen Vokalistin. "Dieser Song bietet sich als Radiohit geradezu an", so Faith Evans, "der ist einfach und ehrlich. Erinnert mich ein wenig an das ebenfalls von Mario produzierte 'Can't Believe' " (Anm.: 2002 für einen Grammy nominiert). Doch ganz gleich, mit welchem Produzenten Faith Evans auf ihrem neuen Album arbeitet, es sind stets die bestechend klaren Gesangssätze, die den Hörer zu fesseln wissen. Sei es bei der zarten akustischen R&B-Preziose "Tru Love" oder bei dem grandiosen "Jealous", wo ihre Stimme so leicht und locker schlingert wie seinerzeit die von Stevie Wonder, der die Lässigkeit im Soul zur Kunstform erhob. Die vielleicht wichtigste Prämisse auf ihrem Weg zur künstlerischen Vollkommenheit sieht Faith Evans allerdings in dem innigen Verhältnis zu Todd Russaw: "Er inspiriert auf jede erdenkliche Art und Weise. Er ermutigt mich und will stets in jeder Beziehung das Bestmögliche aus mir herausholen."
Faith Evans wurde zwar in Florida geboren, wuchs aber gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren Großeltern in Newark, New Jersey auf. Schon als kleines Kind sang sie im dortigen Kirchenchor Gospellieder; ihr enormes Gesangstalent bescherte ihr nach der Highschool ein Stipendium an der Fordham Universität. Doch schon nach einem Jahr hatte sie vom Studium genug und wollte wissen, was das Training im klassischen Bereich und im Jazzgesang in der Praxis wert sei. Und so verdingte sie sich in den folgenden Jahren als Sessionsängerin und Songautorin für Christopher Williams, Usher, Pebbles und Mary J. Blige, um nur die bekanntesten zu nennen. Diese glänzenden Beiträge riefen keinen Geringeren als Sean ‚P. Diddy' Combs auf den Plan, der Faith Evans als ‚First Lady' auf seinem Label Bad Boy unter Vertrag nahm. 1995 veröffentlichte sie mit "Faith" ihr Debütalbum, das dank so starker Singles wie "You Used To Love Me" und "Soon As I Get Home" Platin erzielte. Im selben Jahr lernte sie Notorious B.I.G. kennen: Die heftige Romanze mit ihrem Labelkollegen führte zu einer überstürzten Hochzeit.
Trotz eines gemeinsamen Kindes brach die Ehe bereits ein Jahr später auseinander und das Paar trennte sich. Als B.I.G. 1997 in Los Angeles erschossen wurde, avancierte Faith unfreiwillig zur berühmtesten Witwe der HipHop-Szene. Ihre tiefe Trauer drückte sie indes in der bewegenden Gesangsperformance von "I'll Be Missing You" aus, ein weltweiter Hit, der sie gemeinsam mit Puff Daddy an die Spitze der internationalen Charts führte. Im selben Jahr führte sie mit ihrem zweiten Album, "Keep The Faith", ihre Solokarriere fort. Das ebenfalls mit Platin geschmückte Album enthielt den von Babyface produzierten No.1-Hit "Never Gonna Let You Go". Obwohl ihre Solokarriere höchst erfolgreich verlief, überraschte Faith Evans immer wieder mit Cameo-Auftritten wie etwa bei Whitney Houston ("Heartbreak Hotel", 1999) und Eve ("Love Is Blind", 2000). "Faithfully", ihr drittes Platinalbum aus dem Jahr 2001, offerierte erstmals einige Up-Tempo-Hits wie "You Gets No Love". Vor zwei Jahren gab Faith Evans an der Seite von Beyoncé Knowles und Cuba Gooding Jr. ihr Kinodebüt in dem Film "The Fighting Temptations".
Nun ist Lady Faith wieder da. Eine leidenschaftliche Künstlerin, die von sich und ihrem Erfolg überzeugt ist. Was dürfen wir von "The First Lady" erwarten? "Wachstum. Ich weiß, dass ich Fans habe, die an mich glauben und schon bei meinem ersten Album dabei waren. Eine solche Unterstützung ist einfach wundervoll. Diesmal versuche ich mehr denn je eine ganze Bandbreite von Gefühlen zu zeigen. Ich habe so viel durchgemacht. Ich habe einen Ehemann verloren und ein Label. Ich habe zugenommen und abgenommen, ich bin verhaftet worden, habe Preise gewonnen und was weiß ich. Das ist alles Teil meines Lebens und meiner Musik, aber ich bin fähig, das alles zu verkraften und daran zu wachsen. Nach drei Alben weiß ich, dass niemand das kann, was Faith Evans zu Faith Evans macht."
Mit der Ausnahme des Openers "Going Out", den die Neptunes sowohl komponierten wie produzierten, zeichnet Faith Evans bei allen Songs als Co-Autorin und bei einigen auch als Co-Produzentin verantwortlich. Die Songs schrieb sie gemeinsam mit wechselnden Partnern, von denen einige ihr auch als Produzenten tatkräftig unter die Arme griffen: Neben den Neptunes tauchen hier alte Bekannte wie Chucky Thompson und Mario Winans, aber auch Bryan Cox, Jermaine Dupri sowie Carvin and Ivan auf. Auf ihren neuen Songs gibt sich Faith Evans mal direkt, mal verspielt, stets aber beseelt von enormer Leidenschaft. Dass Faith Evans derzeit in glänzender Form ist, demonstrierte sie bereits im Vorfeld der anstehenden Veröffentlichung mit der ursprünglich für den Soundtrack des Blockbusters "Coach Carter" aufgenommenen Single "Hope", die nun auch ihr neues Album krönt. An der Seite des Rappers Twista entzückt Faith Evans bei dieser superben HipHop-Ballade durch makellose Gesangssätze. Jetzt rückt die First Lady endgültig in die erste Reihe.
Was bedeutet der Albumtitel für Faith Evans? "Wenn man genau über den Begriff ‚first lady' nachdenkt, ist das niemand, der sofort das Wort ergreift, aber bestimmt jemand, der alles immer mit einer gewissen Würde angeht. So empfinde ich auch über mich selbst. In der Vergangenheit habe ich es mir nicht gerade zur Gewohnheit gemacht, alles, was ich durchgemacht habe, auch zu verbalisieren. Es geht einfach darum, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, und auch stolz darauf zu sein. Die Augen aufhalten, alles genau beobachten und daran wachsen. Und ich stehe dabei aufrecht." Und was macht das neue Album so besonders? "Die unglaubliche Befreiung! Ich bin sowohl mental als auch physisch mittlerweile ganz woanders, weil ich auch viele Veränderungen durchgemacht habe. Auf einem neuen Label zu sein, ist wirklich ein neuer Start; einer, den nicht viele andere Künstler bekommen. Es ist erfrischend, noch einmal von vorne beginnen zu können und genieße die kreative Freiheit."
Diesen Neustart zelebriert Faith Evans bereits mit der ersten Single: "Again", produziert von Carvin and Ivan (Jill Scott, Musiq). Die Mid-Tempo-Ballade mit dem feinen Retro-Chic ist für Faith auch eine Art persönliches Bekenntnis zu dem privaten Trauma, das sie in den letzten zwei Jahren durchlebte. Im letzten Jahr war Faith Evans gemeinsam mit ihrem Ehemann und Manager Todd Russaw in den USA wegen Drogenbesitzes festgenommen wurden. Noch bevor der Fall für anhaltende Schlagzeilen sorgen konnte, hatte sich das Paar bereit erklärt, sich einem mehrwöchigen Entziehungsprogramm zu unterziehen. "Ich weiß, wenn man dann wieder in die Öffentlichkeit zurückkehrt, will jeder wissen, was man mitgemacht hat. Und da ich Schlagzeilen gewohnt bin, weiß ich, wie die Dinge unverhältnismäßig aufgeblasen werden." Trotzdem war Faith Evans erstaunt, mit welcher Intensität die Medien jeden ihrer Schritte zu beobachten schienen. Faith hat mit "Again" die ganze Geschichte noch einmal musikalisch verarbeitet. "'Again' zeigt, wie ich die Situation verstanden wissen möchte, aber davon handelt eben nur dieser Song, nicht das ganze Album. Ich mache mir hier Luft. Dann kann man schon zum nächsten Song übergehen und seinen Spaß haben."
Besonderen Spaß macht "Going Out", eine dieser genialischen Großtaten der Neptunes, die ihren Ruf als wegweisendes Produktionsteam einmal mehr untermauern. Gesanglich unterstützt von Neptunes-Star Pharrel Williams und seinem Clipse-Partner Pusha, gehört der Song zu den wenigen, dafür umso wirksameren Dance-Tracks, bei denen R&B und HipHop wunderbar harmonieren. "Der Song ist tatsächlich anders, hätte man von mir nicht erwartet, aber die Neptunes machen halt so etwas mit links", so Faith Evans. "Ich liebe diesen Song, weil er jung, offen und spaßbetont ist. Ich stecke mitten im Leben und egal was passiert, Gott wird mich schützen. Ich lasse den Kopf nicht hängen und ich bin in einer super Phase meines Lebens. ‚Going Out' ist meine Art, das auf den Punkt zu bringen."
Gemeinsam mit Todd Russaw und dem Produzenten Chucky Thompson, der bereits ihr 95er Debüt produzierte, schrieb Faith Evans mit "Mesmerized" eine klassische Soulhymne. "Ich liebe diesen Song! Ich habe diesen Track schon zwei Jahre mit mir herum geschleppt und damit in meinem Studio herumgespielt. Als Todd und ich alleine waren, kam dann richtig Biss rein. Und als Chucky und ich wieder zusammen kamen, fiel er aus allen Wolken. Die Chemie ist noch immer da. Keiner hätte den Track besser hinbekommen. Der ist einfach roh. Ich habe hier meiner inneren Lyn Collins eine Stimme gegeben." (Anm.: Die Soulsängerin Lyn Collins wurde von James Brown entdeckt und ‚The Female Preacher' genannt. Sie starb am 13. März 2005 im Alter von 56 Jahren.) "Mesmerized", verfeinert durch Samples aus Soulklassikern von Homer Banks und George Benson, ist auch der klingende Beweis, dass Faith Evans das Zeug zu einer klassischen Soulsängerin hat.
Die vielseitige Künstlerin versteht sich allerdings auch hervorragend auf verführerische Zwischentöne. Ein prächtiges Exemplar dieser Kunst ist "Ever Wonder", ein Duett mit Mario Winans, ebenfalls ein alter Freund der umtriebigen Vokalistin. "Dieser Song bietet sich als Radiohit geradezu an", so Faith Evans, "der ist einfach und ehrlich. Erinnert mich ein wenig an das ebenfalls von Mario produzierte 'Can't Believe' " (Anm.: 2002 für einen Grammy nominiert). Doch ganz gleich, mit welchem Produzenten Faith Evans auf ihrem neuen Album arbeitet, es sind stets die bestechend klaren Gesangssätze, die den Hörer zu fesseln wissen. Sei es bei der zarten akustischen R&B-Preziose "Tru Love" oder bei dem grandiosen "Jealous", wo ihre Stimme so leicht und locker schlingert wie seinerzeit die von Stevie Wonder, der die Lässigkeit im Soul zur Kunstform erhob. Die vielleicht wichtigste Prämisse auf ihrem Weg zur künstlerischen Vollkommenheit sieht Faith Evans allerdings in dem innigen Verhältnis zu Todd Russaw: "Er inspiriert auf jede erdenkliche Art und Weise. Er ermutigt mich und will stets in jeder Beziehung das Bestmögliche aus mir herausholen."
Faith Evans wurde zwar in Florida geboren, wuchs aber gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren Großeltern in Newark, New Jersey auf. Schon als kleines Kind sang sie im dortigen Kirchenchor Gospellieder; ihr enormes Gesangstalent bescherte ihr nach der Highschool ein Stipendium an der Fordham Universität. Doch schon nach einem Jahr hatte sie vom Studium genug und wollte wissen, was das Training im klassischen Bereich und im Jazzgesang in der Praxis wert sei. Und so verdingte sie sich in den folgenden Jahren als Sessionsängerin und Songautorin für Christopher Williams, Usher, Pebbles und Mary J. Blige, um nur die bekanntesten zu nennen. Diese glänzenden Beiträge riefen keinen Geringeren als Sean ‚P. Diddy' Combs auf den Plan, der Faith Evans als ‚First Lady' auf seinem Label Bad Boy unter Vertrag nahm. 1995 veröffentlichte sie mit "Faith" ihr Debütalbum, das dank so starker Singles wie "You Used To Love Me" und "Soon As I Get Home" Platin erzielte. Im selben Jahr lernte sie Notorious B.I.G. kennen: Die heftige Romanze mit ihrem Labelkollegen führte zu einer überstürzten Hochzeit.
Trotz eines gemeinsamen Kindes brach die Ehe bereits ein Jahr später auseinander und das Paar trennte sich. Als B.I.G. 1997 in Los Angeles erschossen wurde, avancierte Faith unfreiwillig zur berühmtesten Witwe der HipHop-Szene. Ihre tiefe Trauer drückte sie indes in der bewegenden Gesangsperformance von "I'll Be Missing You" aus, ein weltweiter Hit, der sie gemeinsam mit Puff Daddy an die Spitze der internationalen Charts führte. Im selben Jahr führte sie mit ihrem zweiten Album, "Keep The Faith", ihre Solokarriere fort. Das ebenfalls mit Platin geschmückte Album enthielt den von Babyface produzierten No.1-Hit "Never Gonna Let You Go". Obwohl ihre Solokarriere höchst erfolgreich verlief, überraschte Faith Evans immer wieder mit Cameo-Auftritten wie etwa bei Whitney Houston ("Heartbreak Hotel", 1999) und Eve ("Love Is Blind", 2000). "Faithfully", ihr drittes Platinalbum aus dem Jahr 2001, offerierte erstmals einige Up-Tempo-Hits wie "You Gets No Love". Vor zwei Jahren gab Faith Evans an der Seite von Beyoncé Knowles und Cuba Gooding Jr. ihr Kinodebüt in dem Film "The Fighting Temptations".
Nun ist Lady Faith wieder da. Eine leidenschaftliche Künstlerin, die von sich und ihrem Erfolg überzeugt ist. Was dürfen wir von "The First Lady" erwarten? "Wachstum. Ich weiß, dass ich Fans habe, die an mich glauben und schon bei meinem ersten Album dabei waren. Eine solche Unterstützung ist einfach wundervoll. Diesmal versuche ich mehr denn je eine ganze Bandbreite von Gefühlen zu zeigen. Ich habe so viel durchgemacht. Ich habe einen Ehemann verloren und ein Label. Ich habe zugenommen und abgenommen, ich bin verhaftet worden, habe Preise gewonnen und was weiß ich. Das ist alles Teil meines Lebens und meiner Musik, aber ich bin fähig, das alles zu verkraften und daran zu wachsen. Nach drei Alben weiß ich, dass niemand das kann, was Faith Evans zu Faith Evans macht."
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