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Habib Koite Biographie

Habib Koite

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Brücken bauen...
...ist die Devise der Gruppe Bamada um Mastermind Habib Koité.

Vor allem wegen seiner mitreißenden Live-Auftritte wird Habib Koité, zu dessen erklärten und treuen Fans auch Jackson Browne und Bonnie Raitt zählen, bereits als nächste große Crossover-Hoffnung der Weltmusik gehandelt: ein Star, der mit Charisma und Können seine musikalischen Wurzeln einem breiten Publikum zugänglich macht.

Es ist wohl die unerschrockene und äußerst feinsinnige Verschmelzung aller malischen Nuancen mit Soul und Blues, sogar Flamenco- Reminiszenzen zu einem neuen Klangbild, die den Zauber von Habib Koités Musik ausmacht. Dieses enorme Panorama wird noch durch die eine oder andere Rock-Injektion in der Rhythm-Section aus westlichem Schlagzeug, talking drums und E-Bass noch erweitert. Das behutsame Unterheben von Neuerungen in die Tradition kennzeichnet auch Koités drittes Album Baro. Seine Mitstreiter: Drummer Souleymane Ann und Bassist sowie Buschharfen-Spieler Abdoul Wahab Berthé bilden das Gerüst, in welches sich das traditionelle Schlagwerk von Mahamadou Koné einfügt, sowie die akustischen Gitarren von Boubacar Sidibé und Habib selbst, der neben herrlich perlenden Saitenläufen auch zur Flöte greift. Altehrwürdige Griot-Töne kommen diesmal vom Balafon des Keletigui Diabaté. Koité und sein Ensemble vermitteln uns viele Bilder der westafrikanischen Welt, und jedes der Lieder des Kassonké-Barden berührt und bezaubert in unaufdringlicher, jedoch eindringlicher Akustik.

Habib Koité stammt aus einer Griot-Familie der Khassonké in Mali. Sein Großvater war ein Virtuose der N`goni, sein Vater spielte Gitarre und seine Mutter singt heute noch zu Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten.

Nach der höheren Schule ist er eigentlich für eine berufliche Karriere als Ingenieur bestimmt, aber auf Anraten seines Onkels schreibt er sich im Institut National des Arts (INA) in Bamako ein, wo er vier Jahre Musik studiert. Er tritt der Elitegrupe des Instituts "Star" ein, in dem er auch bald zum Leiter avanciert.
Auch nach seinem Abschluß 1982 bleibt Habib am Institut und unterrichtet Gitarre. Während dieser Zeit hat er Gelegenheit mit einer ganzen Reihe von anerkannten Musikern aus Mali zu arbeiten und zu spielen wie: Keletegui Diabaté (Kora) und Toumani Diabeté (Balafon), für den er in dessen Album "Shake the World" (Label Ki-Oon, Japan) sang und Gitarre spielte.

Im Jahre 1988 gründet Habib Koité seine eigene Gruppe Bamada mit jungen Musikern aus Mali. Unter ihnen befindet sich Baba Sissoko, ein Freund aus der Kindheit und exzellenter Percussionist, der ebenfalls aus einer bekannten Griot-Familie stammt. Die Gruppe ist homogen zusammengesetzt aus Souleymane Ann mit Schlagzeug und Gesang, Abdoul Wahab Berthe (bass) und Boubacar Sidibe mit Gesang, Harmonika und Gitarre.
Bei zahlreichen öffentlichen Auftritten in Mali wird die Qualität der Gruppe offensichtlich, internationale Agenturen werden aufmerksam.

1991 gewinnt Habib Koité den ersten Preis beim Festival Voxpole in Perpignan, der ihm zwei Stücke aufzunehmen ermöglichte, darunter das berühmte "Cigarette A Bana" ("Zigaretten, das ist vorbei"), ein Hit in ganz Westafrika. Dieser Titel ist auch auf seiner ersten CD (Muso Ko 1995) zu hören.

Nach dem Erscheinen seiner nächsten Single "Nanale" ("die Schwalbe"), wird Habib der "Prix Découverte de 1993" ausgehändigt: der Preis "Media-Adami" durch Radio France International (RFI). Dieser Preis erlaubte der Gruppe die Teilnahme auf verschiedenen europäischen Festivals (La Rochelle, Francofolies de Spa...) ebenso wie bei den Nuits d´Africain von Montréal.

Im Januar 1995 entscheiden sich Michel De Bock (Contrejour), den Habib in Abidjan Anfang 1994 durch Souleymane Koly aus Koteba kennengelernt, und Habib zusammenzuarbeiten und schließlich ihr erstes Album aufzunehmen: "Muso Ko" entsteht und wird beim Masa (Marché du Spectacle Africain) in Abidjan vorgestellt. Das Album ist schnell in den Top 10 der World Music Charts Europe.

Im selben Jahr ist Habib Koité einer der geladenen Musiker zu einem Sonderalbum für "Revue Noir" neben Boubacar Traoré, Ali Farka Touré, Lobi Traoré, Toumani Diabeté und Kélétigué Diabeté.
1998 erscheint sein zweites Album "Ma Ya" (Contrejour), das auf Anhieb wieder Platz Eins der World Music Charts Europe erreicht.
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