Hans Nieswandt Biographie
Hans Nieswandt
Fünf Jahre nach seinem ersten Soloalbum "Lazer Muzik" (Ladomat, 1999) und vier nach der vierten und finalen Whirlpool-Productions-LP "Lifechange" (WEA, 2000) gibt es wieder ein brandneues Soloalbum von Hans Nieswandt. Der Kölner DJ, Produzent und Autor hatte sich mit dem Beginn des neuen Jahrtausends zunächst auf das Verfassen seines ersten Buches "Plusminus 8" (Kiwi 2002) konzentriert. Dort schildert er das Auf und Ab des DJ-Daseins sowie die Sternstunden als Popstar in Italien mit dem Nummer-1-Hit "From: Disco To: Disco". Der große Erfolg des Buchs führte zu ausgiebigen Tourneen mit einem neuartigen Nieswandt-Spezial-Programm aus Lesen und Auflegen sowie zur Produktion eines gleichnamigen Hörbuchs (Deutsche Grammophon 2003).
Doch zwischen all den Reisen stahl sich der emsige Künstler immer wieder etwas Zeit, um - ohne VÖ-Druck, ohne konkretes Ziel, quasi privat - an neuen Tracks zu basteln. Mathias Schaffhäusers Ware-Label bot für diese Lieder eine unkomplizierte Plattform - schließlich hatte Nieswandt dort schon so manchen Remix und andere Kollaborationen plaziert. Die beiden 12 Inches "You Don´t Know" (2002) und "So fein" (2003) erschienen - alles Vinyl only, strikt für die DJs.
Und schließlich stellte sich die Frage, ob es nicht an der Zeit wäre, ein Album ins Visier zu nehmen. Ein gutes Jahr verging, in dem neues Material entwickelt wurde, neue Stimmen aktiviert wurden. Wie etwa Isis Zerlett, die neben diversen Background Vocals vor allem mit ihrer Interpretation des Rio-Reiser-Songs "Dr. Sommer" glänzt. Oder Gabriel Ananda, dessen sonntägliche "Tristesse Royale"-Veranstaltungen von Nieswandt gern besucht wurden und wo er der akustischen Ur-Version von "Ich vermiss die Zeit" erstmals begegnete, um dieses Lied dann bald als Disco-Track aufzubereiten. Neben den großen Songs gibt es aber auch die deepen oder slammenden DJ-Tracks, mit denen für Nieswandt einstmals alles anfing. Mehrere Aufenthalte im Studio von Decomposed Subsonic hievten das in Nieswandts
Casa-Rodolfo-Studio komponierte und produzierte Material auf die nächste Fettstufe (jetzt neu: 100%!). Für die Gestaltung des Covers konnte die Grafik-Legende Bianca Strauch gewonnen werden, die hierfür ein von Nieswandt selbst geschossenes Foto eines traurigen Musikgeschäfts in Ramallah verarbeitete. So entstand Schritt für Schritt - für den Künstler selbst fast überraschend - das eindeutig poppigste Album, das er je produziert hat.
Mit dem Goethe-Institut durch den Nahen Osten und Südamerika, mit dem Laptop in der Deutschen Bundesbahn, mit der Plattentasche nachts im Rundfunk-Studio - für Hans Nieswandt rollt sich die Gesamtheit seiner Betätigungen immer mehr, immer weiter zusammen zu einem ureigenen künstlerischen Ansatz in Produktion wie in Performance. Seit diesem Jahr berät Hans Nieswandt übrigens das Goethe-Institut als musikalischer Beirat.
"The True Sound Center" ist die Summe zahlloser Erfahrungen in unterschiedlichsten Welten, als DJ, als Reisender, als Beobachter, als Handelnder, gebündelt und scharfgestellt in Nieswandts spezieller Sichtweise - ein reifer, ein differenzierter Blick, oder, um es ausnahmsweise mit Ralph Lauren zu sagen:
"Das Alte ist nichts, wenn es nicht vom Geist der Gegenwart erblickt wird und durch die Hände eines modernen Mannes geht."
Doch zwischen all den Reisen stahl sich der emsige Künstler immer wieder etwas Zeit, um - ohne VÖ-Druck, ohne konkretes Ziel, quasi privat - an neuen Tracks zu basteln. Mathias Schaffhäusers Ware-Label bot für diese Lieder eine unkomplizierte Plattform - schließlich hatte Nieswandt dort schon so manchen Remix und andere Kollaborationen plaziert. Die beiden 12 Inches "You Don´t Know" (2002) und "So fein" (2003) erschienen - alles Vinyl only, strikt für die DJs.
Und schließlich stellte sich die Frage, ob es nicht an der Zeit wäre, ein Album ins Visier zu nehmen. Ein gutes Jahr verging, in dem neues Material entwickelt wurde, neue Stimmen aktiviert wurden. Wie etwa Isis Zerlett, die neben diversen Background Vocals vor allem mit ihrer Interpretation des Rio-Reiser-Songs "Dr. Sommer" glänzt. Oder Gabriel Ananda, dessen sonntägliche "Tristesse Royale"-Veranstaltungen von Nieswandt gern besucht wurden und wo er der akustischen Ur-Version von "Ich vermiss die Zeit" erstmals begegnete, um dieses Lied dann bald als Disco-Track aufzubereiten. Neben den großen Songs gibt es aber auch die deepen oder slammenden DJ-Tracks, mit denen für Nieswandt einstmals alles anfing. Mehrere Aufenthalte im Studio von Decomposed Subsonic hievten das in Nieswandts
Casa-Rodolfo-Studio komponierte und produzierte Material auf die nächste Fettstufe (jetzt neu: 100%!). Für die Gestaltung des Covers konnte die Grafik-Legende Bianca Strauch gewonnen werden, die hierfür ein von Nieswandt selbst geschossenes Foto eines traurigen Musikgeschäfts in Ramallah verarbeitete. So entstand Schritt für Schritt - für den Künstler selbst fast überraschend - das eindeutig poppigste Album, das er je produziert hat.
Mit dem Goethe-Institut durch den Nahen Osten und Südamerika, mit dem Laptop in der Deutschen Bundesbahn, mit der Plattentasche nachts im Rundfunk-Studio - für Hans Nieswandt rollt sich die Gesamtheit seiner Betätigungen immer mehr, immer weiter zusammen zu einem ureigenen künstlerischen Ansatz in Produktion wie in Performance. Seit diesem Jahr berät Hans Nieswandt übrigens das Goethe-Institut als musikalischer Beirat.
"The True Sound Center" ist die Summe zahlloser Erfahrungen in unterschiedlichsten Welten, als DJ, als Reisender, als Beobachter, als Handelnder, gebündelt und scharfgestellt in Nieswandts spezieller Sichtweise - ein reifer, ein differenzierter Blick, oder, um es ausnahmsweise mit Ralph Lauren zu sagen:
"Das Alte ist nichts, wenn es nicht vom Geist der Gegenwart erblickt wird und durch die Hände eines modernen Mannes geht."
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