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Hartmut Engler Biographie

Hartmut Engler

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Die Jugendträume, über die Hartmut Engler in diesem autobiographischen Song singt, sind längst in Erfüllung gegangen. Der Frontmann von PUR, der erfolgreichsten deutschsprachigen Popband, steht seit Jahr und Tag im Rampenlicht der deutschen Musikszene: ein charismatischer Entertainer, der Millionen begeistert. Nun hat Hartmut Engler ein Soloalbum aufgenommen und sich damit einen lang gehegten Wunsch erfüllt: ein englischsprachiges Album von internationalem Format. Die Idee zu "Just A Singer" entstand bereits vor einigen Jahren. Auf einer Party war es damals zu einer spontanen Jam-Session gekommen, bei der Hartmut Engler Pop- und Rockklassiker seiner Jugend anstimmte: Beatles, Rolling Stones, Creedence Clearwater Revival. Nicht nur die Jungs hatten Spaß, auch der damalige EMI-Chef war begeistert und legte Hartmut ans Herz, doch mal ein englischsprachiges Album aufzunehmen. Es hat dann doch einige Zeit gedauert, die Idee in die Tat umzusetzen. Die für das Jahr 2005 anberaumte PUR-Pause bot nun die optimale Gelegenheit, das in den letzten Monaten entstandene Album zu veröffentlichen.

"Just A Singer" überrascht nicht nur durch die ungewöhnliche Stimmlage von Hartmut Engler, die selbst für eingefleischte Fans auf Anhieb nicht zu erkennen sein wird. Der formidabel intonierende Sänger offenbart aber auch stilistisch ganz neue künstlerische Facetten. Das Album, dessen Songs alle von einer positiv lockeren Stimmung gekennzeichnet sind, wirkt ungemein schlüssig. Hartmut Engler hat in der Auswahl der Songs enormes Geschick bewiesen und sich ganz auf Stücke konzentriert, die seinen Ansprüchen an einen guten Popsong gerecht werden: "Ich liebe Refrains, die beim zweiten, spätestens dritten Mal richtig zünden, so dass man den Song direkt noch einmal hören möchte." Davon gibt es auf dem Album eine ganze Menge. All thrillers, no fillers, wie es im Englischen so schön heißt. Da kommt auch die langjährige Erfahrung von Hartmut Engler zu tragen, der genau um das kommerzielle Potential eines Songs weiß und sein Wissen hier optimal genutzt hat.

Großartige Melodien allesamt, erstrahlen die Songs um den Sänger, der bei jeder Textzeile, jedem Refrain ganz in seinem Element ist, mit exzellenten Streicherarrangements, mitreißenden Chorsätzen, pointierten Gitarrensoli und unvermittelten, aber stets schlüssigen melodischen Wendungen. Produzent Roland Spremberg (A-ha, BAP, Rosenstolz) hat nicht nur jeden Song mit Einfühlungsvermögen und Esprit arrangiert und produziert, er hat auch exzellente Studiomusiker engagiert und zudem mit Streicherarrangements aus Schweden und Chorsätzen aus Nashville für zusätzliches internationales Flair gesorgt.

Wer sich auf dieses rundum gelungene Album einlässt, wird mit einem sehr persönlichen Streifzug durch die Geschichte der Popmusik belohnt. So liegt es auf der Hand, dass man immer wieder auf Harmonien trifft, bei denen die Beatles Pate gestanden haben könnten. Die erste Single "Fortunate Guy" ist dafür ebenso ein Beispiel wie "Love Turns Water Into Wine", wo der Spirit der Sixties wunderbar in die Jetztzeit übertragen wurde. Auch jene vertrauten britischen Popmelodien, wie sie etwa typisch für Robbie Williams sind, verleihen dem Album seine wohltuend erfrischende Atmosphäre. "We Can Make It" und "Overrated" sind zwei exzellente Beispiele für diese willkommene Affinität. Das Album birgt auch wunderbar preziöse Momente wie etwa die Pianoballade "Straight From The Heart" oder das feinnervige "Some Kind Of High". Das sind Songs, die unter die Haut gehen. "Where Would I Be" klingt indes wie eine augenzwinkernde Verbeugung vor Tom Petty. Und "For The Girl" sowie das mitreißende "Save" sind klingende Beweise, dass in Hartmut Engler auch ein leidenschaftlicher Rockmusiker steckt. Die Westcoast-Harmonien von "Every Tiny Secret" mit den berauschenden Engelschören markieren ein weiteres Highlight. "Love For Life" hingegen, ein Duett mit Nubya, ist eine hymnische Ballade, die uns daran erinnert, wie ergreifend Popmusik sein kann. Und der Titelsong ist einer jener zeitlosen Klassiker, die dem Album durch seine spielerische Leichtigkeit enormes Gewicht verleihen.

"Just A Singer" ist ein Album, das keiner Mode nacheifert, dafür bei all dem zeitlosen Esprit der Songs höchst zeitgemäß klingt. Das hohe internationale Niveau dieses Albums ist geradezu beeindruckend. Von dem euphorischen Opener "Long Time Coming" bis zum abschließenden "Just A Singer" hält das Album eine Spannung, die dazu einlädt, es immer wieder zu hören und die ein enormes Potential möglicher Singles offenbart. Auf der für das Frühjahr anberaumten Tournee wollen Hartmut Engler und seine Begleitband neben den Songs des Albums auch mit einigen weiteren musikalischen Überraschungen aufwarten. Bis zum Beginn der Tournee, auf die sich Hartmut Engler schon ungemein freut, dürfte sich mancher Song seines Soloalbums einen Stammplatz in der deutschen Radiolandschaft verschafft haben. Hartmut Engler hat aber auch spürbar viel Liebe in dieses Album gesteckt. Und so hätte man kaum einen besseren Veröffentlichungstermin wählen können als den Valentinstag.
Dezember 2004.
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