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Heaven Shall Burn Biographie

Heaven Shall Burn

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Die Einheit von melodischem Death Metal und brutalem Metalcore war nie so kompromisslos wie mit Antigone. Seit ihrer Frühphase wurden HEAVEN SHALL BURN als Hybrid aus Bands wie Earth Crisis, At The Gates oder Bolt Thrower bezeichnet, was nur belegt, dass sie stets darauf bedacht waren nur die hochwertigsten Komponenten aus Death Metal und Hardcore zu vereinen. Das Ergebnis ist eine musikalisch unwiderstehliche Kombination, die textlich eine extrem sozial und politisch engagierte Attitüde offenbart. Themen wie die in Vergessenheit geratenen Kriege, die abseits von eingebetteten Kriegsberichterstattern und TV Präsenz die Menschheit erschüttern, der Kampf gegen Rassismus oder Vorschläge für einen Lifestyle in mehr Einklang mit der Erde und Natur sind nur einige wenige Beispiele für ihr weites Repertoire. „In keinem HEAVEN SHALL BURN Song findet man irgendwelche Fantasy-Texte, alle reflektieren die nackte Realität. Nichtsdestotrotz wollen wir nicht predigen, sondern die Leute zum Denken und Handeln anregen!“ erklärt Gitarrist Maik Weichert.

Nach der MCD In Battle... und einer Split-LP mit Fall Of Serenity unterschrieben die Saalfelder einen Vertrag bei Lifeforce Records/Impression Music, wo sie 2000 ihr hoch gelobtes Debütalbum Asunder veröffentlichten. Noch im selben Jahr wurde eine Split-CD mit ihren Freunden von Caliban hinterher geschoben, bevor 2002 schließlich ihr zweites Album Whatever It May Take bei Fans und Medien sowohl in der Hardcore, als auch Metal Welt für Furore sorgte.

Das neue Monster von einem Album zeigt ihre melodische Ader deutlicher als zuvor, indem es mehr Harmonien einbezieht, ohne dabei jedoch seine schneidende Brutalität zu verlieren. Die zweistimmigen, melodischen Gitarren-Hooklines skandinavischer Güteklasse sind deutlich häufiger zu finden als auf den Vorgängern und werden mit einem fetten Double-Bass Groove unterlegt, der einen heftigen Kontrast zu den knallharten Mosh Parts bildet. Mit Intros und Outros, die speziell für dieses Album von dem aufstrebenden Newcomer Klassikkomponisten Ólafur Arnalds während der grimmigen und einsamen Dunkelheit des isländischen Winters komponiert und aufgenommen wurden nimmt Antigone immer wieder überraschende Wendungen. Der Titel des Albums wurde beeinflusst von der gleichnamigen Figur aus der griechischen Sage: Antigone, die Tochter des Ödipus und der Iokaste, wurde von König Creon lebendig in einem Felsengrab begraben nachdem sie die Gesetze des Königs missachtet und statt dessen nach dem Prinzip der Menschlichkeit gehandelt hatte, indem sie ihren Bruder Polyneikes bestattete, der zuvor gegen seine Vaterstadt Theben gekämpft hatte. HEAVEN SHALL BURN benutzen die Figur der Antigone als Metapher für Selbstbestimmung und die Freiheit des Individuums innerhalb einer Tyrannei: „Antigone ist der Prototyp eines Freiheitkämpfers, der seinen Überzeugungen und seinem Glauben folgt“, fasst Maik zusammen.

Ihren Ruf als extrem beeindruckende Liveband untermauerten HEAVEN SHALL BURN mit Tourhighlights in ihrer vergleichsweise jungen Karriere, die u.a. eine Europatour 2001, Südamerika- und UK-Tourneen in 2002, sowie Besuche in Island in sowohl 2002, als auch 2003 und Trips nach Griechenland, Norwegen und Dänemark einschließen. Ferner begeisterten sie bei Auftritten auf sowohl deutschen Festivals wie Party-San, With Full Force, Westfalen Festival, Wacken Open Air oder Summerbreeze, als auch Ieper Fest (Belgien), Goodlife Festival (Belgien) und Fluff Fest (Tschechien). Bei diesen Gelegenheiten teilten sie die Bühnen mit so überraschend ungleichen Bands wie Bolt Thrower, Converge, Darkest Hour, Shai Hulud, Edge of Sanity, Liar, Caliban, Amon Amarth, Biohazard, Dew-Scented, Slapshot und Hatebreed – um nur einige wenige zu nennen. Die europäische Erstauflage von Antigone kommt in einem speziellen Slipcase und beinhaltet zwei Coversongs als Bonus: „Dislocation“ von Disembodied und „Not My God“ von Hate Squad.

Maik erklärt warum sie genau diese beiden Songs wählten: „Disembodied waren und sind eine unserer absoluten Lieblingsbands, sie waren ihrer Zeit weit voraus und super heavy, modern und einzigartig – definitiv Innovatoren des New School Hardcore. Hate Squad waren in Europa ziemlich bekannt und vielleicht die erste Metalcore Band aus Deutschland, auch wenn das damals keiner wirklich mitbekommen hat. ‚Not My God’ ist ihr bester Song mit sehr direkten und ausdrucksstarken Texten. Außerdem ist er die totale Bombe live.“ Nicht nur deshalb sollte man auf keinen Fall eine ihrer Shows verpassen, die für 2004 bereits in Arbeit sind.

Line - Up:
Marcus Bischoff – vocals
Patrick Schleitzer – lead guitars
Maik Weichert – lead guitars
Eric Bischoff – bass
Matthias Voigt – drums
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