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Henrik Schwarz Biographie

Henrik Schwarz

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Lehn Dich kurz zurück. Denk an all die Musik, die Dich in den zurückliegenden Jahren bereichert hat. Ganz egal welchem Genre sie auch angehörte, ganz sicher war es alles Soul Music. Denn wenn es tief in Dir einen Schalter umlegt, zu Dir spricht, Dich locker macht und gut fühlen lässt, dann, mein Freund, ist es Soul Music.

Der deutsche DJ und Produzent Henrik Schwarz versteht diese musikalische Wahrheit mehr als die meisten anderen. Sein musikalischer Werdegang ist das Abbild eines Langzeit-Liebhabers musikalischer Stilformen, die alle diesem klanglichen Vermächtnis verpflichtet sind. Die Rede ist von Musikformen wie Funk, House, Disco, Jazz, Techno und natürlich der offizielle Definition von Soul durch Namen wie James Brown, Marvin Gaye oder Motown. Nirgendwo wird diese Liebe deutlicher als auf Schwarz’ neuester Veröffentlichung - seinem wohlverdienten Ausflug zum Heiligen Gral der DJ Mix Alben: !K7s gefeierter DJ Kicks Serie.

Über 23 Tracks hinweg nimmt uns Schwarz mit auf seinen musikalischen Ausflug und vermag dabei gleichzeitig zu unterhalten, zu fesseln und zu bilden. Dabei bewahrt er stets den ausgefeilten Style, der auch Markenzeichen seiner einzigartigen DJ-Sets und seiner gefeierten Produktionen und Remixe ist. Schwarz’ musikalischer Background ist der Jazz - frei fließender, improvisierter und inspirierter Jazz aus der Pre-Rock’n’Roll-Ära. Und es ist exakt diese Herangehensweise, die auch seinen sorgsam selektierten Mix bestimmt hat. Statt sich dem Häufchen angesagter Tracks zu widmen, die momentan die Tanzflächen rund um den Globus bewegen, ist Henriks Auswahl vielmehr eine Hommage an die Musik, die er all die Jahre liebte.

Folgerichtig bildet Moondog’s Jazz-Klassiker „Bird’s Lament“ den Auftakt für diesen musikalischen Rundgang. Im Moment des Übergangs zu Double’s glückseligem Balearica-Juwel „Woman of the World“ wird klar, dass wir es hier mit einem Ausnahmetalent zu tun haben. Henrik Schwarz ist ein DJ, der sich aller Mittel eines modernen Sound-Skulpteurs bedient, in steter Verneigung vor dem, was früher schon verzauberte. Kein Wunder, dass Gilles Peterson ein großer Fan von Henriks Produktionen „Supravision“, „Chicago“, „Jon“ – welches hier ebenfalls gefeatured wird – und „Leave My Head Alone Brain“ ist. Ebenso wenig verwundert es, dass seine Musik von Manchesters äußerst einflussreicher Electric Chair Gemeinschaft hoch geschätzt wird.
Henrik selbst gesteht, dass er nicht zu sehr über seinen Mix nachdenken wollte. Er wollte lieber die Musik bestimmen lassen, in welche Richtung es gehen soll.

„Ich habe einfach die Tracks ausgewählt und sie dann gespielt“, berichtet er. „Es ging mehr um das Feeling bei dem Mix, also Gefühle zu erzeugen und Extreme miteinander zu kombinieren.“ Letzteres passiert wenn er den Minimal Techno von Robert Hood’s „The Core“ mit afrikanischen Live-Aufnahmen kombiniert. Hier entstehen Schichten und Strukturen, die dem Mix eine unglaubliche Tiefe verleihen.
Aber es geht hier nicht nur um die intellektuellen Werte seines Mixes. Gute Zeiten folgen auf Schritt und Tritt, wenn James Brown uns mit seinem Tanzflächen-Shaker „Since You’ve Been Gone“ aufmuntert und uns der psychedelische Free Jazz von Schwarz’ pulsierender Eigenproduktion „Jon“ einnimmt. An anderer Stelle zwingen uns Jae Mason’s direktes „Let It Out“ und der unwiderstehliche Afro-Beat von Cymande’s „Anthracite“ die Tanzschuhe zu schnüren.

Endgültig entflammt wird das Ganze von Schwarz’ „Imagination Limitation“, einem exklusiv für diesen Mix geschaffenen Track. Direkt platziert neben dem krispen Motor City Futurismus „Black Sea“ von Detroit-Legende Drexciya lässt Schwarz hier souverän seinen Techno-Fetischismus aufblinzeln. Weiteres Vergnügen auf der Tanzfläche garantiert der trippige Cosmic Disco Killer „Get Around To It“ vom Helden der Avant-Garde, Arthur Russell. Als endgültigen Beweis für Schwarz’ Qualitäten hinterm Mixer erhält diese Bandbreite eine weitere Facette durch die Portion Funk zum Abschluss. Womack & Womack’s „Conscious Of My Conscience“, Rhythm & Sound und Sugar Minott’s „Let Jah Love Come“, Doug Hammond’s „ Wake Up Brothers“ und das unvergleichliche „You’re The Man“ von Marvin Gaye öffnen Dir allesamt die Tür zu einer besseren Welt.
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