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HIM Biographie

HIM

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HIM, His Infernal Majesty, wurde 1996 von einem gewissen Ville Hermanni Valo zusammen mit einigen Freunden aus Helsinki, dem Ursprung der Band, gegründet. Das Ziel der Gruppe war es, eingängige Melodien mit dem in Finnland bekanntlich sehr beliebten Gothic-Element zu mixen. Die Band hatte neben Können auch eine ganze Menge Glück, denn bereits ihr Demoband „666 Ways to love“ konnte die finnische BMG überzeugen, so dass HIM ihr erste Album einspielen konnten. Dieses war dann bald vollendet und auf den doch recht selbstbewussten Namen „Greatest Lovesongs Vol. 666“ getauft. Das Album lief gut in der Heimat, und mit „Wicked Game“ und „When Love and Death embrace“ landete man gar zwei Top 10-Hits, gefolgt von einer Album-Goldauszeichnung.

Es kam wie es kommen musste, und nur kurze Zeit später durchbrachen HIM die finnischen Grenzen, was sie Gun Records zu verdanken hatten, welche das Debüt-Album lizensierten. Den großen Durchbruch gab es damit noch nicht, in der Rock / Gothic-Szene machten sich die düsteren Finnen aber bereits einen Namen und zeigten, dass da eine ganze Menge Potential vorhanden ist.

Zwei Deutschland-Touren folgten, doch die junge Band wurde im gleichen Zuge das erste Mal vor eine schwere Probe gestellt. Die noch nicht so ausgiebig erfahrenen Düster-Rocker mussten einerseits mit dem Erfolgsdruck aus der Heimat fertig werden, andererseits bewahrheitete sich das ungeschrieben Gesetzt, dass eine Band erst auf Tour herausfinden kann, ob sie wirklich zusammenpasst oder nicht. Dies schien in Form der Urbesetzung nicht der Fall zu sein. Sowohl Drummer als auch Keyboarder verließen HIM. Schneller als viele erwarteten wurde dieses Problem aber aus der Welt geschafft. Juska übernahm den Posten des Keyboarders, während sich der Pfundskerl Gas Lipstick, welcher vorher bei einer Band namens Kyyria gespielt und sich so einen Namen in der Helsinki-Szene gemacht hatte, hinter die Schießbuden setzte.

Mit diesem neuen Line-Up wurde das Tourleben weitergeführt und HIM nutzen ihr Publikum, um neue Songs zu testen. Ville Valo himself meinte damals, dass sie während der Tour schon eine ganze Menge Material zum zweiten Album fertig gestellt hätten, das den Leuten dann präsentiert wurde. Man wollte auf Nummer sicher gehen, denn was im Studio gut rockt, das ist nicht auch auf der Bühne automatisch ein Kracher.

Die Aufnahmen am zweiten Album begannen in Helsinki unter Produzent Hilli, welcher auch schon bei den Greatest Lovesongs diesen Posten übernommen hatte. Überraschenderweise wurden die Aufnahmen dann aber abgebrochen und man begann noch einmal ganz von vorne. Frontmann Ville Valo begründetet das damals damit, dass man einfach nicht das Optimum erreicht hatte und die Songs ihren eigentlichen Charme verloren hätten, weil man zuviel mit ihnen herumexperimentiert hatte. Des Weiteren seien die Songs viel zu depressiv ausgefallen, was man auf den finnischen Winter schob, dessen Einfluss man sich nicht entziehen könne.

Einige Monate später fanden dien Jungs dann erneut den Weg ins Studio, diesmal jedoch nicht im kalten Finnland, sondern im kalten Wales. Mit John Fryer, der bereits für großartige Künstler wie White Zombie oder Depeche Mode an den Reglern gesessen hatte, war ein fähiger Produzent gefunden, die Chemie zwischen ihm und der Band hat gestimmt. Das erste Ergbenis war dann die Single-Auskopplung „Join me (in Death)“, der Beitrag zum Roland Emmerich-Film „The 13th Floor“. Der Song arbeitete sich in den deutschen Charts bis auf den obersten Rang und verhalf HIM zum Durchbruch. Ideale Vorraussetzungen für das zweite Album „Razorblade Romance“, welches eine Zeit darauf erschien und mit weiteren Single-Auskopplungen wie „Right here in my Arms“ oder „Poison Girl“ glänzen konnte. Sänger Ville Valo zeigte sich in den dazugehörigen Videos fast immer recht polarisierend, nicht Jedermann’s Sache, doch den Verkaufzahlen des Albums hat es scheinbar auch geholfen, wie schon die erste Single konnte auch „Razorblade Romance“ auf den Charts-Thron klettern.

Fans des ersten HIM-Albums konnten sich damit nicht unbedingt anfreunden, denn plötzlich war eine Band, die starke Gothic-Ansätze hatte und dementsprechende Musik machte Hauptthema in der einschlägigen Fachpresse wie der „Bravo“ oder der „Yam“. Dazu muss man jedoch sagen, dass weder Musik noch Präsentation der Band so düster waren wie zu Anfangszeiten, man hatte sich scheinbar ein wenig von der Gothic-Szene gelöst und brachte stattdessen einfach ein starkes Rock-Album raus.

Eine Zeit lang ist es dann ruhig um die Finnen geworden, bis man im August / September mit der ersten Single aus dem dritten Album, „Pretending“, prompt in die Top 10 einsteigen konnte. Zum Bedauern vieler muss man sagen, dass das Album extrem pop-lastig ausgefallen ist und man bis auf vereinzelte Songs kaum noch Ähnlichkeiten mit der Band HIM aus Mitte, Ende der 90er erkennt. Schade eigentlich. Einige weitere Single-Auskopplungen folgten, alles in allem lässt sich jedoch sagen, dass „Deep Shadows and Brilliant Highlights“, so der Titel des Werkes, nicht so erfolgreich ausgefallen ist wie der Vorgänger und auch die Teenie-Presse nicht mehr soviel Interesse hatte wie zum ersten erfolgreichen Album der Band.

Kurz darauf erschien übrigens ein nettes Album namens „King of Rock and Roll“ von Daniel Lioneye, hinter dem sich kein Geringerer als HIM-Gitarrist Lizzy Laser verbirgt. Das Schlagzeug auf dieser CD wird von Ville Valo besetzt! Momentan sieht es so aus, dass vor kurzem eine Sammlung mit HIM-Maxis erschienen ist, bis auf die „It’s all Tears“-Maxi, die es bisher nicht hierzulande gab (sondern lediglich auf „Greatest Lovesongs 666“ mit drauf war), sind jedoch keine wirklichen Raritäten enthalten, die der wahre Fan nicht so oder so schon besitzt.

Eine erfreuliche Nachricht zum Ende dieser Biographie: Ville Valo selber sagte Mitte 2002, dass er selber nicht mit „DSBH“ zufrieden war, da es ihm zu Mainstream-lastig war. Der vierte Longplayer - "Love Metal" kann seit dem 14. Apruil 2003 beim Plattendealer abgeholt werden, nachdem die erste Single "Funeral Of Hearts" schon auf Dauerrotaion auf MTViva und in den Radiostationen ist.

Mit freundlicher Erlaubnis von
Quelle & Copyright : Metal1
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Drei Buchstaben, eine Band, ein Frontmann, dem die Welt zu Füßen liegt. H.I.M. heißt Finnlands bester Export und eine der bedeutendsten Rockbands der vergangenen Jahre. Zwei ihrer bisher fünf Alben platzierten sie auf der Nummer 1 der deutschen Charts und legten noch eine Nummer 1 in den Single-Charts obendrauf. Aber klar, mit einem Frontmann wie Ville Valo, ein androgynes Chamäleon, von dem es immer nur eines gleichzeitig auf der Welt gibt, kann man eigentlich nur Überraschungen erwarten. Und deshalb treten H.I.M. mit ihrem 6. Studioalbum den definitiven Weg in die weite Welt an: Dark Light wurde als erstes H.I.M.-Album komplett in den USA aufgenommen und produziert.

Wir haben noch nie vorher in den Staaten gearbeitet, deshalb dachten wir, es ist mal eine gute Idee,“ erzählt Frontmann Ville Valo, als handele es sich um ein Wochenend-Shopping. Dabei hatte sich die Band für Dark Light ins Paramour-Studio in Silver Lake, Kalifornien, zurückgezogen. Dieses wiederum ist ein altes Kloster und versorgte H.I.M. mit Vibes, die die Geister der Vergangenheit beschworen: „Wir haben 1999 in England, in Wales, ein Album in ähnlichem Umfeld aufgenommen,“ erinnert sich Ville. „Ich wollte dieselben Bedingungen haben, nämlich dass die Band an diesem Ort während des gesamten Aufnahmeprozesses zusammenbleibt. Man hat einfach einen brüderlicheren Vibe, als wenn man in einer großen Stadt aufnimmt, in der alle mit Taxen von Ort zu Ort fahren. Es ist viel friedvoller da draußen.“ Die Mixe nahmen er und Produzent Tim Palmer (Robert Plant, U2) schließlich in den legendären Electric Ladyland-Studios in New York vor.

Auch in Bezug auf die künstlerische Fortentwicklung wusste Ville genau, was die Stunde geschlagen hatte: „Ich wollte eine Reihe von coolen Live-Songs, die mitten in den Magen gehen, aber gleichzeitig sehr melodisch sind. Und ich wollte eine gemeinsame Linie in den Songs. Sie sind alle in einem kurzen Zeitraum entstanden und haben dadurch einen gemeinsamen Vibe, der ziemlich surreal ist. Sie sind ein bißchen abgedreht, ein bißchen David Lynch, ein bißchen Tim Burton, aber alles passiert im AC/DC-Kontext. Du kannst dazu deine Hüften schütteln, headbangen und Luftgitarre spielen!“

Immerhin gelang es der Band und ihrem Frontmann, der in den letzten Monaten mit Ozzy Osbourne und Slash gemeinsam für das britische Kerrang!-Magazin posiert hat, sich dem Erfolgsdruck zu entziehen, der schon so manche Band frühzeitig erschöpft hat. Villes Geheimrezept: „Man muss sich selbst mental und philosophisch an unterschiedliche Orte begeben und auch mal ein bißchen durchdrehen, das ist gesund. Du solltest auch deine Finger ab und zu mal in eine Steckdose stecken, um zu gucken, was dann passiert. Genauso muss man mit neuen Songs umgehen.“ Man muss einfach immer versuchen, neue Gebiete in sich selbst zu finden, das ist es, was mich weitermachen lässt.“

Dark Light beginnt mit zügigem Hard-Rock-Beat. Vampire Heart startet die Reise durch das Dark Light mit gekonnten Tempowechseln und herzrüttelnden Melodien. Ville bringt dazu Textzeilen von jener Sorte, die H.I.M. groß gemacht haben: „lead you along this path in the dark where I belong until I feel your warmth hold me like you held onto life when all fears came alive and entombed me love me like you loved the sun scorching the blood of my vampire heart.” H.I.M.-klassisch und dementsprechend der perfekte Einstieg in ein Album, das all jene Geschichten über Liebe und Leidenschaft erzählt, die Hunderttausende von H.I.M.-Fans weltweit zu Anhängern des „Herzogramms“ werden ließen. Aber Dark Light enthält noch weitere High- bzw, Darklights: Die erste Single Wings Of A Butterfly, die mit einer überwältigenden Melodie große Gefühle in einen unsterblichen Klassiker verpackt, oder den Song Under The Rose, in dem Valo seine ganz spezielle Poesie zum Tragen bringt: „I’ve been burning in water and drowning in flame / To prove you wrong and scare you away“. Mit Killing Loneliness schlagen H.I.M. die Brücke von der Ballade zum Rocksong, in dem ein Pianolick zu einem unentrinnbaren Melody-Hook führt. Unwiderstehlich auch das massive The Face Of God oder das gitarrengefeuerte In The Night-Side Of Eden, das in einen maschinenartigen Beat ausklingt und nach fünf Minuten emotionalen Überschwangs mit Vincent Price-igen Vocals schließt, die eine Gänsehaut verursachen: „Forever we are, forever we be, forever we’ll be crucified.“

Für Valo besitzt das Album signifikante Bedeutung, deshalb war es so wichtig, sich keinem Druck aussetzen zu müssen. „Für mich ist Dark Light so etwas wie ein neuer Anfang. Wir haben einen neuen Deal, werden neue Länder sehen, neue Leute kennen lernen und neue Grenzen erkunden – und wir haben noch nie ein Album gemacht, das nach einem Song betitelt wurde. Das ist cool.“

Doch der Titel hat noch eine weiterführende Bedeutung, der mit H.I.M. direkt zusammenhängt. „Mein Familienname, Valo, heißt ‚Licht’ im Finnischen. Und wenn man das Wort Dark übersetzt, heißt es ‚verrückt’. Denn Dark heißt im Finnischen ‚den Zusammenhang verlieren’, also ist es ein Wortspiel in zwei Sprachen,“ erklärt er. „Außerdem hatten wir mit Dark Shadows and Deep Shadows and Brilliant und mit Razorblade Romance diese Gegensätze im Titel wie jetzt mit Dark Light. Das ist wie ein Markenzeichen.“

Dark Light ist auf viele Arten ein klassisches H.I.M.-Album, denn es ist manisch, gothic, rockig und voller Schönheit, eben ein Album, das nur Valo und seine Bandkollegen zustandebringen können. Gleichzeitig aber sind es neue H.I.M., jene, deren Vision Ville Valo schon länger mit sich herumtrug. „Ich mag alles an dem Album,“ sagt er. „Es kommt dem sehr nahe, wie ich uns schon von Anfang an gern gehabt hätte. Wir kommen immer näher.“
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