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Illdisposed Biographie

Illdisposed

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Seit Anfang der 90er Jahre zählen Illdisposed zu den Größen der nordischen Death Metal-Szene und haben somit dem geneigten Haupthaarschüttler schon einiges an qualitativ hochwertigstem dänischem Material offeriert. So hat das Quartett aus Aarhus mittlerweile satte sechs Alben veröffentlicht und das Warten und Lauern der Szene auf Nummer 7 ist unüberhörbar. „1-800 Vindication“ wird die hochgeschraubten Erwartungen erfreulicherweise mehr als erfüllen, verleugnen Illdisposed ihre Death Metal Roots doch keineswegs, wenngleich sie sich mittlerweile auch auf moderneren Klangteppichen bewegen. Denn trotz ihrer Historie über mehr als ein Jahrzehnt klingen sie dabei immer noch erstaunlich unverbraucht:
Der neue Tonträger wurde von Tue Madsen in seinem Antfarm Studio produziert und gemischt, was derzeit als Garant gilt, Zeuge einer wundersamen Verjüngung einer etablierten Band zu werden. Exerziert selbiger Mr. Madsen doch aktuell die Gradwanderung als Produzent für so unterschiedliche, aber allesamt eher junge Bands wie die deutschen Hardcore-Hoffnungen Destiny und Maroon oder aber auch Formationen des Metal-Lagers wie Mnemic, Raunchy und The Haunted.

Als Illdisposed 1992 ihr Erstlingswerk „Four Depressive Seasons“ veröffentlichten, wäre allerdings noch jedweder Vorschlag hinsichtlich eines Nachgebens entgegen den strikten Death Metal Kompositionsregeln mit Weihwasser und sakralen Gesängen (oder wohl eher wüsten Beschimpfungsorgien) abgeschmettert worden. Doch bereits nach kurzer Zeit musste man sich der Kritik stellen, schlichtweg zu eindimensional den selbstgewählten Stil zu verkörpern, ohne eine eigene Linie, etwas Unverwechselbares zu transportieren. Selbiger roter Faden ward gesucht und gefunden: Die Melodie in der sattesten Brutalität. Erstaunlich schlichte, dabei aber ordentlich groovende Parts mit Sampler-Einsatz treffen auf versierte Metal-Gitarrensoli, Dampfwalzenriffs und einem Frontmann, dessen kehlig-grimmig eingesungenes Aggressionslevel über die gesamte Länge der Scheibe trägt und den Druck aufrecht zu halten weiss.

Selbst in den Mid-Tempo-Nummern staut sich eine immense Energie und Druckwelle an, die einem brechenden Staudamm gleich über die schnelleren Tracks hinwegzurollen scheint. Eine sorgfältige Auswahl der aktuellen Bandmember, die Erfahrung, welche die Produktion von sieben Studioalben mit sich bringt und zahllose Shows in Dänemark und Europa sprechen hier eine deutliche Sprache: man kennt sich aus.
Doch nicht nur innerhalb des Metal-Genres häuften sich im Laufe der Jahre die Lorbeer-Berge: Nachdem das fünfte Album "There´s Something Rotten In The State Of Denmark" 1997 veröffentlicht wurde, und man zwar an ein gewisses Erfolgs-Level gewöhnt war, allerdings auch nicht mehr mit großen Überraschungen rechnete, taten sich plötzlich neue Möglichkeiten auf: Der Tonträger verkaufte weit mehr Einheiten als erwartet und hatte endlich einen ersten Auftritt auf dem Roskilde Festival zur Folge. Jedoch der wohl untypischste Auftritt in Illdisposed Karriere sollte noch kommen: So traten sie in "Headbang", eine Dokumentation über drei Metal Bands aus Jutland (Dänemark) auf und sahen sich mit der Tatsache konfrontiert, dass selbiger Film nicht etwa sang- und klanglos im Untergrund verscholl: "Headbang" war nämlich nicht nur ein Publikumserfolg und wurde an diverse TV-Stationen in Dänemark und dem näheren Ausland verkauft, sondern gewann auch den "International Award For The Best Documentary" bei dem jährlichen Filmfestival der Organisation ITVA's (International Television Association)!

Spätestens seit dem letzten Release "Kokaiinum" dürfte nun also nicht nur Szenekennern der Name Illdisposed zum feststehendes Synonym für "Metal-Qualität per excellance" geworden sein und somit sollte die Fahne der Siegreichen auch endgültig über "1-800 Vindication" flattern.

Die dänischen Charts konnten so immerhin schon auf Position # 85 geentert werden! Und somit sind Illdisposed die ersten Death Metaller, deren Album derart hoch in den dänischen Charts aufgetaucht ist! Der Track „Dark“ ist übrigens auch auf dem kommenden Horrorfilm-Soundtrack zu dem neuen Streifen „Saw“, neben Größen wie Danny Glover Cary Elwes vertreten.

Drum flink das Haargummi ausgezogen und schön den Kopf rotieren lassen. Denn so jung sehen wir uns nicht wieder...
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