J.J. Liefers Biographie
J.J. Liefers
"Knockin' On Heaven's Door" und "Rossini" waren seine größten Kinoerfolge als Schauspieler. Mit "Jack's Baby" reüssierte er gleichzeitig als Regisseur, Hauptdarsteller und Musiker. Und Jan Josef Liefers fühlt sich nicht nur in allen künstlerisch-kreativen Bereichen gleich wohl, er nimmt all das auch mit der lockeren Selbstverständlichkeit und sonnigen Überzeugungskraft eines geborenen Löwen in Angriff. Die Idee, ein komplettes Album aufzunehmen, reifte vor etwa zwei Jahren heran, als das 37-jährige Allroundtalent den Titelsong des höchst erfolgreichen Fernsehfilms "Jack's Baby" als Debütsingle veröffentlichte - und diese prompt zum Überraschungshit avancierte. Das war weit mehr, als sich J.J., so das auf der Hand liegende Rock'n'Roll-Kürzel des Musikers Liefers, als Jugendlicher hatte erträumen können. Damals lebte der Spross einer Künstlerfamilie noch in Dresden, hatte sich mit Hilfe eines alten Bettpfostens seiner Oma eine Gitarre selbst gebastelt und übte Songs von den Beatles, die im Osten ebenso beliebt waren wie im Westen, gleichwohl von Staats wegen verpönt. Beruflich kam dann alles doch ganz anders - und dass J.J. Liefers nach so vielen Jahren seiner musikalischen Leidenschaft nun ernsthaft nachkommt, erklärt nur bedingt die kraftvolle Frische seines Debütalbums.
Das Album "J.J.@Oblivion" klingt, das sei einmal vorweg gestellt, als käme es direkt aus dem Mutterland der Popmusik. Und zwar aus Englands Premier League. Vom Opener "Choose Me" an hat der geneigte Hörer tatsächlich die angenehme Qual der Wahl, seinen Assoziationen zwischen Beatles und Oasis, Kinks und Blur, Stones und Stone Roses freien Lauf zu lassen. So vertraut die Harmonien jedoch klingen mögen, sind es allesamt Songs mit starkem Eigenprofil. Brit-Pop deluxe, mag sein, aber definitiv made in Germany. Die meisten Songs hat J.J. Liefers mit seinem musikalischen Kompagnon Tico Zamora komponiert. Den gebürtigen Amerikaner hat er in München kennen gelernt und mit ihm vor einiger Zeit sogar ein gemeinsames Studio in Berlin eingerichtet. Andere Songs entstanden aus Kooperationen im musikalischen Freundes- und Bekanntenkreis. Da wirkt es schon wie ein kleines Wunder, dass sich "Don't Let Go", ein Song von Guy Chambers, der rechten Hand von Robbie Williams und fraglos einer der patentesten Songwriter der zeitgenössischen britischen Popmusik, nahtlos in den Reigen der anderen Songs einfügt.
Produziert wurde das Album von Jens Krause in dessen Peppermint Park Studios in Hannover. Hier entstand in etlichen Sessions zwischen Power und Perfektion das satte Dutzend Songs - bis zum finalen Feinschliff. Nur zum Mastern ging's in die Londoner Abbey Road Studios. Fast ein Jahr lang hat sich J.J. Liefers mit den Aufnahmen zu seinem Debütalbum intensiv beschäftigt. "Ich könnte noch ein weiteres Jahr daran herumfummeln", gesteht er lächelnd, "aber irgendwann muss mal Schluss sein." Und er ist mit dem Ergebnis höchst zufrieden und natürlich auch stolz: "Auf der Platte ist nichts drauf, was in meiner Abwesenheit entstanden wäre. Wir haben da jede verdammte Note selbst eingespielt. Außerdem hat es mir enorm viel Spaß gemacht." Das merkt man den Songs denn auch an: Überbordende Emotionalität und himmelstürmende Melodien in Songs wie "You Ought To Know Me" und "On My Way", die feinnervig pastellfarbenen Balladen "Everybody" und "Walk On Water", der beatleske Charme von "Getting Better" und "Heart Of Mine", das lakonische Augenzwinkern von "25 Seconds" oder der College-Rock-Beat von "Get Out Of Bed". Das ist Popmusik, die Raum und Zeit vergessen lässt und den direkten Weg in die Herzen harmoniesüchtiger Popfans antreten wird.
Schon vor seiner Karriere bei Film und Fernsehen stand Jan Josef Liefers auf der Bühne. Nach einer handwerklichen Lehre besuchte der Sohn eines Regisseurs und einer Schauspielerin ab 1983 die renommierte Ernst Busch Schauspielschule in Ost-Berlin und spielte in den nächsten Jahren unter anderem am Berliner und Deutschen Theater - und nach der Wende am Thalia Theater in Hamburg. Seine filmische Karriere begann 1989 mit der DEFA-Produktion "Die Besteigung des Chimborazo", in der er Alexander von Humboldt spielte. Nach der Fernsehserie "Die Partner" (1995) brachte ihm seine Darstellung eines extrovertierten Schriftstellers, Wolf Wondratschek nachempfunden, in Helmut Dietls "Rossini" (1996) den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler ein. An der Seite von Til Schweiger avancierte er kurze Zeit später in "Knockin' On Heaven's Door" (1997) zum Publikumsliebling. Für seine erste Regiearbeit "Jack's Baby", in der er neben Veronika Ferres auch die Hauptrolle - einen arbeitslosen Rockmusiker - übernahm, wurde er ein weiteres Mal mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Auch seine Charakterdarstellung eines Todeskandidaten in "Todesstrafe - ein Deutscher hinter Gittern" gehörte zu den vielen überzeugenden Leistungen des Mimen, der jüngst seine zweite Regiearbeit, eine Komödie im Fliegermilieu, begonnen hat.
Als Musiker schwingt er sich nun zu einem weiteren künstlerischen Höhenflug auf. J.J. Liefers weiß, dass man besonders hierzulande eher skeptisch reagiert, wenn Schauspieler sich plötzlich als Musiker profilieren wollen. Bei ihm liegt der Fall jedoch anders. Da hat sich im Laufe der Jahres einiges angestaut. Und die Chance, nach Jahren im stillen Kämmerlein, respektive im kleinen Freundeskreis, nun öffentlich und professionell Musik zu machen, hat er eben beim Schopfe gepackt. "Wenn ich Musik mache, bin ich Musiker, nicht Schauspieler. Alles andere wäre eine faule Sache. Wem es ehrlich schwer fällt, beides auseinander zu halten, dem empfehle ich: Augen schließen und zuhören. Dann wird es ganz leicht." Und Produzent Jens Krause bescheinigt, dass aus J.J. ein echter "Recording Artist" geworden ist. Das nächste Jahr hat sich J.J. Liefers jedenfalls weitestgehend für seine Musik frei gehalten. Wenn das Album beim Publikum ankommt - und davon kann man ausgehen - will er mit einer eigenen Band auch auf Tournee gehen. Ein paar Erfahrungen hat er als Gastsänger bei Fury In The Slaughterhouse im Rahmen einer Clubtournee bereits gemacht. Sein damaliges Fazit: "Musiker sind die einzigen Leute, die ich wirklich beneide. Egal wo sie sind auf dieser Welt, sie haben einfach immer den direktesten Weg zum Herzen der Leute." Den hat J.J. Liefers nun auch mit "J.J.@Oblivion" eingeschlagen. Und in Anbetracht des hochkarätigen internationalen Formats dieses späten, aber umso ausgereifteren Debüts scheint es eine kluge Entscheidung, den Musiker mustergültig J.J. Liefers zu nennen. Das lässt sich im Gegensatz zu Jan Josef besonders für englischsprachige Zungen besser bewerkstelligen. Knockin' on rock olymp's door? Definitely maybe!
Das Album "J.J.@Oblivion" klingt, das sei einmal vorweg gestellt, als käme es direkt aus dem Mutterland der Popmusik. Und zwar aus Englands Premier League. Vom Opener "Choose Me" an hat der geneigte Hörer tatsächlich die angenehme Qual der Wahl, seinen Assoziationen zwischen Beatles und Oasis, Kinks und Blur, Stones und Stone Roses freien Lauf zu lassen. So vertraut die Harmonien jedoch klingen mögen, sind es allesamt Songs mit starkem Eigenprofil. Brit-Pop deluxe, mag sein, aber definitiv made in Germany. Die meisten Songs hat J.J. Liefers mit seinem musikalischen Kompagnon Tico Zamora komponiert. Den gebürtigen Amerikaner hat er in München kennen gelernt und mit ihm vor einiger Zeit sogar ein gemeinsames Studio in Berlin eingerichtet. Andere Songs entstanden aus Kooperationen im musikalischen Freundes- und Bekanntenkreis. Da wirkt es schon wie ein kleines Wunder, dass sich "Don't Let Go", ein Song von Guy Chambers, der rechten Hand von Robbie Williams und fraglos einer der patentesten Songwriter der zeitgenössischen britischen Popmusik, nahtlos in den Reigen der anderen Songs einfügt.
Produziert wurde das Album von Jens Krause in dessen Peppermint Park Studios in Hannover. Hier entstand in etlichen Sessions zwischen Power und Perfektion das satte Dutzend Songs - bis zum finalen Feinschliff. Nur zum Mastern ging's in die Londoner Abbey Road Studios. Fast ein Jahr lang hat sich J.J. Liefers mit den Aufnahmen zu seinem Debütalbum intensiv beschäftigt. "Ich könnte noch ein weiteres Jahr daran herumfummeln", gesteht er lächelnd, "aber irgendwann muss mal Schluss sein." Und er ist mit dem Ergebnis höchst zufrieden und natürlich auch stolz: "Auf der Platte ist nichts drauf, was in meiner Abwesenheit entstanden wäre. Wir haben da jede verdammte Note selbst eingespielt. Außerdem hat es mir enorm viel Spaß gemacht." Das merkt man den Songs denn auch an: Überbordende Emotionalität und himmelstürmende Melodien in Songs wie "You Ought To Know Me" und "On My Way", die feinnervig pastellfarbenen Balladen "Everybody" und "Walk On Water", der beatleske Charme von "Getting Better" und "Heart Of Mine", das lakonische Augenzwinkern von "25 Seconds" oder der College-Rock-Beat von "Get Out Of Bed". Das ist Popmusik, die Raum und Zeit vergessen lässt und den direkten Weg in die Herzen harmoniesüchtiger Popfans antreten wird.
Schon vor seiner Karriere bei Film und Fernsehen stand Jan Josef Liefers auf der Bühne. Nach einer handwerklichen Lehre besuchte der Sohn eines Regisseurs und einer Schauspielerin ab 1983 die renommierte Ernst Busch Schauspielschule in Ost-Berlin und spielte in den nächsten Jahren unter anderem am Berliner und Deutschen Theater - und nach der Wende am Thalia Theater in Hamburg. Seine filmische Karriere begann 1989 mit der DEFA-Produktion "Die Besteigung des Chimborazo", in der er Alexander von Humboldt spielte. Nach der Fernsehserie "Die Partner" (1995) brachte ihm seine Darstellung eines extrovertierten Schriftstellers, Wolf Wondratschek nachempfunden, in Helmut Dietls "Rossini" (1996) den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler ein. An der Seite von Til Schweiger avancierte er kurze Zeit später in "Knockin' On Heaven's Door" (1997) zum Publikumsliebling. Für seine erste Regiearbeit "Jack's Baby", in der er neben Veronika Ferres auch die Hauptrolle - einen arbeitslosen Rockmusiker - übernahm, wurde er ein weiteres Mal mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Auch seine Charakterdarstellung eines Todeskandidaten in "Todesstrafe - ein Deutscher hinter Gittern" gehörte zu den vielen überzeugenden Leistungen des Mimen, der jüngst seine zweite Regiearbeit, eine Komödie im Fliegermilieu, begonnen hat.
Als Musiker schwingt er sich nun zu einem weiteren künstlerischen Höhenflug auf. J.J. Liefers weiß, dass man besonders hierzulande eher skeptisch reagiert, wenn Schauspieler sich plötzlich als Musiker profilieren wollen. Bei ihm liegt der Fall jedoch anders. Da hat sich im Laufe der Jahres einiges angestaut. Und die Chance, nach Jahren im stillen Kämmerlein, respektive im kleinen Freundeskreis, nun öffentlich und professionell Musik zu machen, hat er eben beim Schopfe gepackt. "Wenn ich Musik mache, bin ich Musiker, nicht Schauspieler. Alles andere wäre eine faule Sache. Wem es ehrlich schwer fällt, beides auseinander zu halten, dem empfehle ich: Augen schließen und zuhören. Dann wird es ganz leicht." Und Produzent Jens Krause bescheinigt, dass aus J.J. ein echter "Recording Artist" geworden ist. Das nächste Jahr hat sich J.J. Liefers jedenfalls weitestgehend für seine Musik frei gehalten. Wenn das Album beim Publikum ankommt - und davon kann man ausgehen - will er mit einer eigenen Band auch auf Tournee gehen. Ein paar Erfahrungen hat er als Gastsänger bei Fury In The Slaughterhouse im Rahmen einer Clubtournee bereits gemacht. Sein damaliges Fazit: "Musiker sind die einzigen Leute, die ich wirklich beneide. Egal wo sie sind auf dieser Welt, sie haben einfach immer den direktesten Weg zum Herzen der Leute." Den hat J.J. Liefers nun auch mit "J.J.@Oblivion" eingeschlagen. Und in Anbetracht des hochkarätigen internationalen Formats dieses späten, aber umso ausgereifteren Debüts scheint es eine kluge Entscheidung, den Musiker mustergültig J.J. Liefers zu nennen. Das lässt sich im Gegensatz zu Jan Josef besonders für englischsprachige Zungen besser bewerkstelligen. Knockin' on rock olymp's door? Definitely maybe!
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