Jay-Jay Johanson Biographie
Jay-Jay Johanson
Jäje Johanson, geboren in Trollhätten (Schweden), begann seine musikalische Ausbildung mit sieben Jahren. Auf dem Konservatorium lernte er Klavier spielen, entdeckte gleichzeitig die Gruppe Kiss für sich und rackerte sich ab, um seine Übungen (Saxofon und Klarinette) zu perfektionieren Später arbeitete er als DJ in Bars, um sein Design-Studium zu finanzieren. Zu dieser Zeit merkte er, wie schwer es sein kann, in einem so dünn besiedelten Land wie Schweden, eine Band zu formieren.
Also setzte er sich an seine Sampler und Synthesizer. 1997 brannte er sein berauschendes Album Whiskey, das Andeutungen an Portisheads neblige Atmosphären mit Arrangements im Michael Legrand-Stil und der Mattigkeit von Bossa Nova verband. Frankreich war sofort verzaubert von diesem John Barry des Nordens, der seine Lieder mit der entwaffnenden Unbeholfenheit eines Mannes hauchte, der sich ständig zu entschuldigen scheint. Seine zarte, außergewöhnliche Stimme lag im Zentrum eines süßen fraktalen Genres, ausgemalt mit subtilen Arrangements und flüssigen Rhythmen. Jay-Jay hatte bewiesen, dass er einer der unwiderstehlichsten Songschreiber dieser Zeit ist. Es sprach sich herum und bald konnten sich Europa, Nordamerika und Südamerika diesem fantastischen Künstler namens Jay-Jay Johanson nicht mehr verschließen.
Danach veröffentlichte er Tattoo und Poison - Alben, in die er Elemente von Chet Baker und Aphex Twin einfließen ließ. Sie markierten seine Rückkehr in Schwedens eisige Gewässer, wo Jay-Jay nun über eine Band verfügte, deren Mitglieder seine neuen Tracks mit akustischen und elektrischen Instrumenten formten. Noch immer schreibt er seine Texte dort, wo er sich gerade befindet, auf Tournee und weit entfernt von den Leuten, die er liebt. Diese Methode scheint für ihn gut zu funktionieren.
Jetzt ist Jay-Jay zurück. Seine Stimmung ist euphorisch, denn er präsentiert ein neues Album mit dem Namen Antenna. Er hat wieder angefangen, Musik mit Maschinen zu machen. Nicht, dass er nur in der Vergangenheit schwelgten würde. Seine Partner sind Funkstörung, Experten für alternative elektronische Geschmacksrichtungen, und Nåid, ein Schwede, der es einmal mit den Friseurlehrlingen von A-ha aufgenommen hat.
Jay-Jay ist durchaus ein Kind seiner Zeit. Wenn er auf die 80er zurückblickt, hat er eher einen technologischen als einen ästhetischen Blickwinkel, der sich auf das Popularisieren von analogen Instrumenten wie Sampler und Synthesizer und die kleine Revolution, die sie für das Songschreiben gebracht haben, konzentriert. Von der rauen Produktion von Automatic Lover, was an die besten Aufnahmen des Warp-Labels erinnert, zum unaufhaltbaren 80er Titel Déjà vu - Jay-Jay ist in Form und macht uns das in zehn Titeln klar. Selbstverständlich sind seine Markenzeichen noch sichtbar; die satten Streicher, die Cookie aufhellen und die langsamen, inspirierten Klangfalten, die das Rückgrat von Wonderful Combat bilden. Aber dann, wenn die Schläge langsam die BPM-Skala emporklettern, werden die Arrangements feiner strukturiert, ihre Inspiration von den exzentrischen Welten Stanley Kubricks und John Carpenters ziehend.
Als er platzende Farbblasen mutig zwischen die Grautöne streut, ist Werther aus seinem Kokon entschlüpft, aber Jay-Jay gibt gelegentliche Schüchternheit zu. "On The Radio handelt davon, wie ich mich selbst in den Hintern treten muss, um auf die Bühne oder auf das Tanzparkett zu gelangen," gibt er zu. Macht nichts. Jay-Jay setzt sich durch. Bereit, das melancholische Image, das er bekommen hat, abzubauen. Widerwillig lässt er uns in I Want Some Fun" sogar wissen, dass Leute behaupten, er habe ein schönes Lächeln.
Jay-Jay ist zurück - und glücklicher als je zuvor.
Sind wir doch mal ehrlich...Jay-Jay Johanson stieg wie Phönix aus der Asche und war im letzten Jahrtausend ein echter Indie-Knaller! Während die sogenannte "intellektuelle Szene“ in den Neunzigern für sich in Anspruch nahm, die Spreu vom Weizen trennen zu können und nach subtilen Beats von Björk, Massive Attack und Portishead dürstete, scherte sich Jay-Jay Johanson, wie soll man es sagen? Na ja, sozusagen einen Dreck um angesagte Künstler und kommerziell gut funktionierende Musikrichtungen. So sorgte der Mann aus Trollätten in Schweden für eine glaubwürdige und echte Alternative zu den sich oft wiederholenden und trockenen Darbietungen seiner musikalischen Sparringspartner.
Mit Einflüssen von Michel Legrand, Damien Hirst, Chet Baker, Franois Hardy und Aphex Twin, beglückte Jay-Jay mit seinem unbeschwert daherkommenden Album „Whiskey“ zunächst leider nur die Ohren der schwedischen Musikliebhaber und erfand mit seiner exklusiven Mischung aus berauschenden Arrangements und seiner sanftmütigen Stimme mal eben den „Trip Pop“. Jay-Jay schien dabei die ganze Zeit zu wissen, wie sehr damalige Dance-, Trip-Hop und Elektronik-Veröffentlichungen an Mangel von guten Melodien und Texten litten. Also ergriff er seine Chance, kombinierte Verse mit wahren Refrains („ It Hurts Me So“, „ So Tell The Girls That I`m Back In Town“), und vermischte so unterschiedliche Musikstile wie Jazz, Country und Drum `N` Bass mit akribischer Präzision.
1998 stach Jay-Jay Johnson den Fans dann sein persönliches „Tattoo“ in die Haut. Dieses zweite Album entfachte besonders in Frankreich regelrechte Begeisterungswellen und sollte bleibende Spuren hinterlassen. Einmal mehr bewies Jay-Jay, dass er es wie kein anderer versteht, bestimmte Sound- und Aufnahmetechniken zu wählen, die mittlerweile Teil seines unverkennbaren Stils geworden sind.
Auch auf seinem drittem Album „Poison“ wird Jay-Jay seinen hohen Ansprüchen gerecht und man hat das Gefühl, dass Johansons Texte sich besser denn je in seine musikalischen Landschaften einbetten und die persönlichen Gedanken reflektieren.
„Ich fühle, dass ich im Schreiben große Fortschritte gemacht habe. Und auch wenn es vielleicht komisch klingt, muss ich sagen, dass mir die Worte und Ideen eher unbewusst in den Sinn kommen. Die 20 Minuten, bevor ich schlafen gehe sind meine kreativsten Minuten überhaupt. Als ich noch zur Kunstschule in London ging, habe ich mir eine besondere Angewohnheit des Schreibens zugelegt. Immer, wenn ich zu Bett ging, habe ich Papier und Schreibstift auf meinen Nachttisch gelegt und morgens – ob ihr’s glaubt oder nicht – entdeckte ich dann oft, was ich im Halbschlaf alles so aufgeschrieben hatte.
„Poison“ klingt wärmer und menschlicher als seine Vorgänger und erforscht das Innere der menschlichen Seele. „Im Gegensatz zu den zwei anderen Alben, die ich mehr als Studioprojekte gesehen habe, probten wir für dieses Album wie eine richtige Band.
Wir haben die Sachen zusammen aufgenommen und immer wenn die Musiker weg waren, bastelte ich an den Tracks, verfeinerte einzelne Spuren und experimentierte nächtelang mit der Elektronik. Außerdem habe ich mich anderer Arbeitstechniken bedient, so dass ich einmal sogar lügen musste: auf „Alone Again“ habe ich mich in die Rolle eines Familienvaters versetzt, obwohl ich selber keine Kinder habe. Die Leute haben mir schon immer vorgeworfen, dass meine Texte depressiv sind. Also habe versucht neue Wege einzuschlagen, denn eigentlich bin ich ein fröhlicher Typ.“
Der Song „Far Away“ geht, was die positiven Vibes angeht, sogar noch weiter und birgt weit mehr als der Titel vermuten lässt. „Humilation“ und „Suffering“ beweisen aufgrund ihrer liebevollen Arrangements, dass Jay-Jay in der Tat ein Künstler ist, der sich ständig im kreativen Umbruch befindet.
Dieses Jahr wird Jay-Jay Johansons Musik auf unser aller Nachttischchen eine fein-silbrige Schicht aus wunderschöner Musik hinterlassen und unsere schläfrigen Hände werden schreiben „Keep It A Secret“. Fragt sich, wie lange dieser Ausnahmemusiker noch ein Geheimtip bleiben wird...
Also setzte er sich an seine Sampler und Synthesizer. 1997 brannte er sein berauschendes Album Whiskey, das Andeutungen an Portisheads neblige Atmosphären mit Arrangements im Michael Legrand-Stil und der Mattigkeit von Bossa Nova verband. Frankreich war sofort verzaubert von diesem John Barry des Nordens, der seine Lieder mit der entwaffnenden Unbeholfenheit eines Mannes hauchte, der sich ständig zu entschuldigen scheint. Seine zarte, außergewöhnliche Stimme lag im Zentrum eines süßen fraktalen Genres, ausgemalt mit subtilen Arrangements und flüssigen Rhythmen. Jay-Jay hatte bewiesen, dass er einer der unwiderstehlichsten Songschreiber dieser Zeit ist. Es sprach sich herum und bald konnten sich Europa, Nordamerika und Südamerika diesem fantastischen Künstler namens Jay-Jay Johanson nicht mehr verschließen.
Danach veröffentlichte er Tattoo und Poison - Alben, in die er Elemente von Chet Baker und Aphex Twin einfließen ließ. Sie markierten seine Rückkehr in Schwedens eisige Gewässer, wo Jay-Jay nun über eine Band verfügte, deren Mitglieder seine neuen Tracks mit akustischen und elektrischen Instrumenten formten. Noch immer schreibt er seine Texte dort, wo er sich gerade befindet, auf Tournee und weit entfernt von den Leuten, die er liebt. Diese Methode scheint für ihn gut zu funktionieren.
Jetzt ist Jay-Jay zurück. Seine Stimmung ist euphorisch, denn er präsentiert ein neues Album mit dem Namen Antenna. Er hat wieder angefangen, Musik mit Maschinen zu machen. Nicht, dass er nur in der Vergangenheit schwelgten würde. Seine Partner sind Funkstörung, Experten für alternative elektronische Geschmacksrichtungen, und Nåid, ein Schwede, der es einmal mit den Friseurlehrlingen von A-ha aufgenommen hat.
Jay-Jay ist durchaus ein Kind seiner Zeit. Wenn er auf die 80er zurückblickt, hat er eher einen technologischen als einen ästhetischen Blickwinkel, der sich auf das Popularisieren von analogen Instrumenten wie Sampler und Synthesizer und die kleine Revolution, die sie für das Songschreiben gebracht haben, konzentriert. Von der rauen Produktion von Automatic Lover, was an die besten Aufnahmen des Warp-Labels erinnert, zum unaufhaltbaren 80er Titel Déjà vu - Jay-Jay ist in Form und macht uns das in zehn Titeln klar. Selbstverständlich sind seine Markenzeichen noch sichtbar; die satten Streicher, die Cookie aufhellen und die langsamen, inspirierten Klangfalten, die das Rückgrat von Wonderful Combat bilden. Aber dann, wenn die Schläge langsam die BPM-Skala emporklettern, werden die Arrangements feiner strukturiert, ihre Inspiration von den exzentrischen Welten Stanley Kubricks und John Carpenters ziehend.
Als er platzende Farbblasen mutig zwischen die Grautöne streut, ist Werther aus seinem Kokon entschlüpft, aber Jay-Jay gibt gelegentliche Schüchternheit zu. "On The Radio handelt davon, wie ich mich selbst in den Hintern treten muss, um auf die Bühne oder auf das Tanzparkett zu gelangen," gibt er zu. Macht nichts. Jay-Jay setzt sich durch. Bereit, das melancholische Image, das er bekommen hat, abzubauen. Widerwillig lässt er uns in I Want Some Fun" sogar wissen, dass Leute behaupten, er habe ein schönes Lächeln.
Jay-Jay ist zurück - und glücklicher als je zuvor.
Sind wir doch mal ehrlich...Jay-Jay Johanson stieg wie Phönix aus der Asche und war im letzten Jahrtausend ein echter Indie-Knaller! Während die sogenannte "intellektuelle Szene“ in den Neunzigern für sich in Anspruch nahm, die Spreu vom Weizen trennen zu können und nach subtilen Beats von Björk, Massive Attack und Portishead dürstete, scherte sich Jay-Jay Johanson, wie soll man es sagen? Na ja, sozusagen einen Dreck um angesagte Künstler und kommerziell gut funktionierende Musikrichtungen. So sorgte der Mann aus Trollätten in Schweden für eine glaubwürdige und echte Alternative zu den sich oft wiederholenden und trockenen Darbietungen seiner musikalischen Sparringspartner.
Mit Einflüssen von Michel Legrand, Damien Hirst, Chet Baker, Franois Hardy und Aphex Twin, beglückte Jay-Jay mit seinem unbeschwert daherkommenden Album „Whiskey“ zunächst leider nur die Ohren der schwedischen Musikliebhaber und erfand mit seiner exklusiven Mischung aus berauschenden Arrangements und seiner sanftmütigen Stimme mal eben den „Trip Pop“. Jay-Jay schien dabei die ganze Zeit zu wissen, wie sehr damalige Dance-, Trip-Hop und Elektronik-Veröffentlichungen an Mangel von guten Melodien und Texten litten. Also ergriff er seine Chance, kombinierte Verse mit wahren Refrains („ It Hurts Me So“, „ So Tell The Girls That I`m Back In Town“), und vermischte so unterschiedliche Musikstile wie Jazz, Country und Drum `N` Bass mit akribischer Präzision.
1998 stach Jay-Jay Johnson den Fans dann sein persönliches „Tattoo“ in die Haut. Dieses zweite Album entfachte besonders in Frankreich regelrechte Begeisterungswellen und sollte bleibende Spuren hinterlassen. Einmal mehr bewies Jay-Jay, dass er es wie kein anderer versteht, bestimmte Sound- und Aufnahmetechniken zu wählen, die mittlerweile Teil seines unverkennbaren Stils geworden sind.
Auch auf seinem drittem Album „Poison“ wird Jay-Jay seinen hohen Ansprüchen gerecht und man hat das Gefühl, dass Johansons Texte sich besser denn je in seine musikalischen Landschaften einbetten und die persönlichen Gedanken reflektieren.
„Ich fühle, dass ich im Schreiben große Fortschritte gemacht habe. Und auch wenn es vielleicht komisch klingt, muss ich sagen, dass mir die Worte und Ideen eher unbewusst in den Sinn kommen. Die 20 Minuten, bevor ich schlafen gehe sind meine kreativsten Minuten überhaupt. Als ich noch zur Kunstschule in London ging, habe ich mir eine besondere Angewohnheit des Schreibens zugelegt. Immer, wenn ich zu Bett ging, habe ich Papier und Schreibstift auf meinen Nachttisch gelegt und morgens – ob ihr’s glaubt oder nicht – entdeckte ich dann oft, was ich im Halbschlaf alles so aufgeschrieben hatte.
„Poison“ klingt wärmer und menschlicher als seine Vorgänger und erforscht das Innere der menschlichen Seele. „Im Gegensatz zu den zwei anderen Alben, die ich mehr als Studioprojekte gesehen habe, probten wir für dieses Album wie eine richtige Band.
Wir haben die Sachen zusammen aufgenommen und immer wenn die Musiker weg waren, bastelte ich an den Tracks, verfeinerte einzelne Spuren und experimentierte nächtelang mit der Elektronik. Außerdem habe ich mich anderer Arbeitstechniken bedient, so dass ich einmal sogar lügen musste: auf „Alone Again“ habe ich mich in die Rolle eines Familienvaters versetzt, obwohl ich selber keine Kinder habe. Die Leute haben mir schon immer vorgeworfen, dass meine Texte depressiv sind. Also habe versucht neue Wege einzuschlagen, denn eigentlich bin ich ein fröhlicher Typ.“
Der Song „Far Away“ geht, was die positiven Vibes angeht, sogar noch weiter und birgt weit mehr als der Titel vermuten lässt. „Humilation“ und „Suffering“ beweisen aufgrund ihrer liebevollen Arrangements, dass Jay-Jay in der Tat ein Künstler ist, der sich ständig im kreativen Umbruch befindet.
Dieses Jahr wird Jay-Jay Johansons Musik auf unser aller Nachttischchen eine fein-silbrige Schicht aus wunderschöner Musik hinterlassen und unsere schläfrigen Hände werden schreiben „Keep It A Secret“. Fragt sich, wie lange dieser Ausnahmemusiker noch ein Geheimtip bleiben wird...
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