Juvenile Biographie
Juvenile
Trümmer. Zum Teil noch feucht, an anderen Stellen halb im Morast vergraben, dann ausgetrocknet und nun in einer Kruste von Dreck verschwunden. Zusammengestürzte Häuser, Löcher in den Straßen, ganze Blocks einfach weggesackt. Die Menschen, die hier lebten, weit verstreut, die Familien auseinandergerissen. Sie haben alles verloren, was sie besaßen. Die Hölle ist nass. Und sie kam gewaltig, an diesen Tagen im September 2005. Die Hölle hat einen Namen: Katrina.
Durch die meterhohen Schutthaufen geht Terius Gray. Hier, in seiner Heimat, im Ninth Ward von New Orleans, dreht er ein Video. Nur wenige hundert Meter weiter brach der Deich, und das Wasser riss alles mit sich. Terius Gray ist JUVENILE, und im Schatten der Vorgänge schrieb er seinen Track Get Ya Hustle On / What’s Happening. In diesem Track erzählt er, was wirklich in der Neighborhood geschah. Wie die Armen der Stadt New Orleans Schutz suchten, einen Ort, an dem sie sich verkriechen konnten, als der Sturm kam. Wie sie tagelang auf Hilfe warteten und nichts geschah. “Die Regierung hat uns hängen lassen,” das ist das, was die meisten denken. “Sie haben nichts getan, weil wir die Armen sind, die Schwarzen.” Auf dem Boden liegen Pappmasken. “Help Is Coming” steht auf der Rückseite, vorn prominente Gesichter aus der Politik. Auch diese Maske wird im Video auftauchen. JUVENILE ruft auf zum Reality Check: was ist hier eigentlich los?
HipHop ist die Sprache JUVENILEs, und mit HipHop bringt er auf den Punkt, was er zu sagen hat. Reality Check ist sein siebtes Solo-Album und das erste für Atlantic. In seiner 15-jährigen Rapper-History hat JUVENILE mehr bewegt als nur Worte; und mit Realtiy Check holt er nun zum ultimativen Statement aus.
Reality Check bringt eine Menge Gäste mit, die allesamt hochkarätige Namen tragen: Ludacris, Trey Songz, 8Ball, Busta Rhymes, Joe'>Fat Joe, Brian McKnight - sie alle sind diesmal dabei. Auf Here I Come Again gleitet er mit Rupee über einen Reggae-angelehnten Track, auf Drop Down, das den Fans genau das gibt, worauf sie warten, hört man Skip and Wacko. „Ich habe mich an die Formel von The Chronic gehalten,“ erzählt er. „Ich mag das, wie Dre alles zusammensetzt, wenn er produziert. Das ist genau das, was ich versuche. Das Album basiert nicht nur auf meiner Person. Es basiert auf allen in meiner Umgebung.Produziert von Mannie Fresh besitzt Reality Check den klassischen JUVENILE-Sound, mit dem er seine Posse schon seit Jahren überzeugt. Und mit dem er Maßstäbe gesetzt hat.
Als JUVENILE 1989 auf der HipHop-Bildfläche erschien, da war gerade 15 Jahre alt. Sein erster eigener Track befand sich auf einem Album von einem gewissen DJ Jimi, hieß Bounce For The Juvenile und schob genau das an, was der Titel versprach: Bounce. Der Call-and-response-Track wurde zur Blaupause für den Bounce-Sound, der wiederum zum direkten Vorläufer des inzwischen prominenten Crunk-Styles wurde. “Crunk startete auf Bounce,” sagt JUVENILE. Aber damals gab es das Label Cash Money noch gar nicht, und der New Orleanser HipHop-Sound stand erst am Anfang seiner Entwicklung.
Als JUVENILE sein Longplay-Debüt Being Myself vorlegte, pendelte er zwischen den Wohnungen seiner Großmütter hin und her. Eine von ihnen lebte in den berüchtigten Magnolia Projects, dem ärmsten Viertel New Orleans’. „Ich gehörte zu den Kids, die nie die Gelegenheit hatten, New Orleans zu verlassen, bis ich in die Musik einstieg.” erinnert er sich. Aber im Gegensatz zu vielen anderen ließ er sich nicht zum Opfer der Umstände machen, sondern hielt seinen Blick geradeaus auf sein Talent und seine Begabung: Musik. Er gründete die UTP-Crew, ein Rapper-Kollektiv aus den Uptown-Vierteln. „Ich hatte immer gedacht, wo ich herkam, sei es am schlimmsten. Aber dann kommst Du herum und siehst andere Ghettos und merkst, dass irgendwie alle miteinander verbunden sind.“ Und offensichtlich fühlten sich viele mit JUVENILE verbunden, und so ging er 1996 einen Kontrakt mit Cash Money Records ein und verkaufte von seiner CD Solja Rags fast 200.000 Exemplare.
Im Jahr darauf, bei 400 Degreez, waren es schon viereinhalb Millionen, und Cash Money war eine echte Adresse geworden. Aber als man versuchte, ihm reinzureden, war er der erste, der das Label wieder verließ. „Sie haben versucht, mich dazu zu bringen, andere Sachen zu machen, aber ich hab gesagt, „naah..., wenn’s nicht kaputt ist, reparier’s auch nicht“, und auch wenn man das Geschäftliche vor Gericht klärt, privat kommen alle noch gut klar. „Ich bin mit Cash Money vor Gericht gegangen, und die Woche drauf haben wir uns im Club getroffen, man muss das Geschäftliche trennen. Ich bin nie so wahnsinnig und vermische das Private mit dem Business.“
Diese Einstellung hat JUVENILE einerseits seinen Erfolg gebracht, ihm andererseits aber auch die Integrität bewahrt, und so brachte er drei weitere Alben: Tha G Code, Project English und Juve, The Great sowie zwei Single-Hits Nolia Clap und Slow Motion. Nun ist er mit seinem neuen Album und seinem Label UTP bei Atlantic untergekommen und holt zum Schritt ins große Business aus.
Und mit jeder Menge Erfahrung beginnt er den Trip mit Reality Check: „Das ist mein bestes Album. Ich mach darauf Sachen, die ich vorher nie gemacht habe. Ich bastele Beats, mach die Technik und erzähl die Stories. Ich rappe nicht nur, ich mache alles.“ Und zum Albumtitel erklärt er: „Es ist mein Reality Check. Der Punkt, an dem ich jetzt stehe. Jeder braucht das ab und zu mal. Niemand ist perfekt.“ Und durch seine Diamant-verblendeten Zähne grinsend fügt er hinzu: „Aber ich glaube, dies ist das perfekte Album.“
Durch die meterhohen Schutthaufen geht Terius Gray. Hier, in seiner Heimat, im Ninth Ward von New Orleans, dreht er ein Video. Nur wenige hundert Meter weiter brach der Deich, und das Wasser riss alles mit sich. Terius Gray ist JUVENILE, und im Schatten der Vorgänge schrieb er seinen Track Get Ya Hustle On / What’s Happening. In diesem Track erzählt er, was wirklich in der Neighborhood geschah. Wie die Armen der Stadt New Orleans Schutz suchten, einen Ort, an dem sie sich verkriechen konnten, als der Sturm kam. Wie sie tagelang auf Hilfe warteten und nichts geschah. “Die Regierung hat uns hängen lassen,” das ist das, was die meisten denken. “Sie haben nichts getan, weil wir die Armen sind, die Schwarzen.” Auf dem Boden liegen Pappmasken. “Help Is Coming” steht auf der Rückseite, vorn prominente Gesichter aus der Politik. Auch diese Maske wird im Video auftauchen. JUVENILE ruft auf zum Reality Check: was ist hier eigentlich los?
HipHop ist die Sprache JUVENILEs, und mit HipHop bringt er auf den Punkt, was er zu sagen hat. Reality Check ist sein siebtes Solo-Album und das erste für Atlantic. In seiner 15-jährigen Rapper-History hat JUVENILE mehr bewegt als nur Worte; und mit Realtiy Check holt er nun zum ultimativen Statement aus.
Reality Check bringt eine Menge Gäste mit, die allesamt hochkarätige Namen tragen: Ludacris, Trey Songz, 8Ball, Busta Rhymes, Joe'>Fat Joe, Brian McKnight - sie alle sind diesmal dabei. Auf Here I Come Again gleitet er mit Rupee über einen Reggae-angelehnten Track, auf Drop Down, das den Fans genau das gibt, worauf sie warten, hört man Skip and Wacko. „Ich habe mich an die Formel von The Chronic gehalten,“ erzählt er. „Ich mag das, wie Dre alles zusammensetzt, wenn er produziert. Das ist genau das, was ich versuche. Das Album basiert nicht nur auf meiner Person. Es basiert auf allen in meiner Umgebung.Produziert von Mannie Fresh besitzt Reality Check den klassischen JUVENILE-Sound, mit dem er seine Posse schon seit Jahren überzeugt. Und mit dem er Maßstäbe gesetzt hat.
Als JUVENILE 1989 auf der HipHop-Bildfläche erschien, da war gerade 15 Jahre alt. Sein erster eigener Track befand sich auf einem Album von einem gewissen DJ Jimi, hieß Bounce For The Juvenile und schob genau das an, was der Titel versprach: Bounce. Der Call-and-response-Track wurde zur Blaupause für den Bounce-Sound, der wiederum zum direkten Vorläufer des inzwischen prominenten Crunk-Styles wurde. “Crunk startete auf Bounce,” sagt JUVENILE. Aber damals gab es das Label Cash Money noch gar nicht, und der New Orleanser HipHop-Sound stand erst am Anfang seiner Entwicklung.
Als JUVENILE sein Longplay-Debüt Being Myself vorlegte, pendelte er zwischen den Wohnungen seiner Großmütter hin und her. Eine von ihnen lebte in den berüchtigten Magnolia Projects, dem ärmsten Viertel New Orleans’. „Ich gehörte zu den Kids, die nie die Gelegenheit hatten, New Orleans zu verlassen, bis ich in die Musik einstieg.” erinnert er sich. Aber im Gegensatz zu vielen anderen ließ er sich nicht zum Opfer der Umstände machen, sondern hielt seinen Blick geradeaus auf sein Talent und seine Begabung: Musik. Er gründete die UTP-Crew, ein Rapper-Kollektiv aus den Uptown-Vierteln. „Ich hatte immer gedacht, wo ich herkam, sei es am schlimmsten. Aber dann kommst Du herum und siehst andere Ghettos und merkst, dass irgendwie alle miteinander verbunden sind.“ Und offensichtlich fühlten sich viele mit JUVENILE verbunden, und so ging er 1996 einen Kontrakt mit Cash Money Records ein und verkaufte von seiner CD Solja Rags fast 200.000 Exemplare.
Im Jahr darauf, bei 400 Degreez, waren es schon viereinhalb Millionen, und Cash Money war eine echte Adresse geworden. Aber als man versuchte, ihm reinzureden, war er der erste, der das Label wieder verließ. „Sie haben versucht, mich dazu zu bringen, andere Sachen zu machen, aber ich hab gesagt, „naah..., wenn’s nicht kaputt ist, reparier’s auch nicht“, und auch wenn man das Geschäftliche vor Gericht klärt, privat kommen alle noch gut klar. „Ich bin mit Cash Money vor Gericht gegangen, und die Woche drauf haben wir uns im Club getroffen, man muss das Geschäftliche trennen. Ich bin nie so wahnsinnig und vermische das Private mit dem Business.“
Diese Einstellung hat JUVENILE einerseits seinen Erfolg gebracht, ihm andererseits aber auch die Integrität bewahrt, und so brachte er drei weitere Alben: Tha G Code, Project English und Juve, The Great sowie zwei Single-Hits Nolia Clap und Slow Motion. Nun ist er mit seinem neuen Album und seinem Label UTP bei Atlantic untergekommen und holt zum Schritt ins große Business aus.
Und mit jeder Menge Erfahrung beginnt er den Trip mit Reality Check: „Das ist mein bestes Album. Ich mach darauf Sachen, die ich vorher nie gemacht habe. Ich bastele Beats, mach die Technik und erzähl die Stories. Ich rappe nicht nur, ich mache alles.“ Und zum Albumtitel erklärt er: „Es ist mein Reality Check. Der Punkt, an dem ich jetzt stehe. Jeder braucht das ab und zu mal. Niemand ist perfekt.“ Und durch seine Diamant-verblendeten Zähne grinsend fügt er hinzu: „Aber ich glaube, dies ist das perfekte Album.“
Mehr Informationen zu Juvenile
Juvenile Portrait
Juvenile Diskographie
Juvenile Biographie
Juvenile
Steckbrief
Juvenile News
Juvenile Bildergalerie
Juvenile Songtexte




