Lake Placid Biographie
Lake Placid
Dänemark gewann bei den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid keine einzige Medaille. Diese Schmach ist nun getilgt.
Kein Zweifel: Der New Yorker Graffiti- und Minimalkünstler Keith Haring hätte beim Albumcover dieser dänischen Band den Hut gezogen. Und nicht nur das: Diese dänische Band klingt auch mehr wie Blondie und David Byrne als die verschrobenen Recken, die man gewöhnlich mit dänischem Rock und Pop assoziiert. Lake Placids Sound ist der Treffpunkt zwischen New Yorker No-Nonsense Rock und coolem skandinavischem Elektropop. Brooklyner Bürgersteige verlaufen virtuell durch weichgezeichnete dänische Dünen in Kodakcolor.
Würde David Lynch irgendwann eine neue Twin Peaks-Staffel produzieren, könnte die leicht Lake Placid heißen und die Band den Soundtrack einspielen. Warum? Lake Placid sind jung und sehen gesünder aus als der typische mitteleuropäische Großstadttwen. Hinter der Fassade finden jedoch moderne Dramen statt. Es ist schwer, von dieser Band emotional unberührt zu bleiben, denn ihr Pathos lebt.
Bei Lake Placid spielen ein Landschaftsplaner, ein Filmstudent, ein DJ, ein Kindergärtner, ein Fahrradkurier, zwei arbeitslose Architekten und eine dänische New Yorkerin mit. Frontfrau und Sängerin TK hält einen Haufen ziemlicher Individualisten zusammen, die auf ihren Konzerten umhertanzen und Party machen. Jeder spielt mehrere Instrumente, was die Band noch mehr swingen lässt. Lake Placid kümmern sich einen ****** um teures Equipment oder Rockstarposen, sie haben eine Becksche Low-Fi Ästhetik. Es geht einzig und allein um die Musik und nicht um profane Dinge wie Lifestyle oder Klamotten. Ihr sympathischer und authentischer Individualismus klingt auf jedem Ende und jeder Ecke nicht nur ihrer Live-Shows, sondern auch ihres Debutalbums "Make More Friends" nach.
In der dänischen Undergroundszene haben sich Lake Placid seit 2001 immer mehr Freunde gemacht, seit sie auf einem eigenen Label eine EP herausbrachten, in Roskilde spielten, einen #1-Hit im dänischen Indie-Radio hatten und durch kleine Clubs in Deutschland tourten, beispielsweise Hamburg, wo sie am Nachmittag auf der Straße tanzten und damit die steifen Hanseaten aus der Reserve lockten. Im Booklet der CD haben sie einen Haufen ihrer Freunde abgebildet: Typen, die in jede Gegend passen, in der es Secondhand-Plattenläden gibt, Studentencafés mit alten Sofas und Copyshops, die rund um die Uhr geöffnet sind. Schmisse man sämtliche Plattensammlungen der Band in einen See und fischte eine Hand voll heraus: Dabei wären Sonic Youth, Lee "Scratch" Perry, Neil Young, Velvet Underground, Bruce Springsteen, De La Soul, Miles Davis und die Ramones - und verschiedene Platten von dänischen Künstlern, die leider keiner kennt. Die dänische Musikpresse ist anscheinend zu schüchtern, um Lake Placid als „DIE BESTE NEUE BAND DES JAHRES“ zu hypen; in England hätten Melody Maker, NME und Co. das schon erledigt. Aber stille Freude ist ja irgendwie auch skandinavischer - hält wahrscheinlich auch länger.
Perfekter Pop mit smartem Lo-Fi Indie-Twist. Artschool, Street, Land, Fluss: alles geht bei Lake Placid, nur nicht Placido Domingo.
Kein Zweifel: Der New Yorker Graffiti- und Minimalkünstler Keith Haring hätte beim Albumcover dieser dänischen Band den Hut gezogen. Und nicht nur das: Diese dänische Band klingt auch mehr wie Blondie und David Byrne als die verschrobenen Recken, die man gewöhnlich mit dänischem Rock und Pop assoziiert. Lake Placids Sound ist der Treffpunkt zwischen New Yorker No-Nonsense Rock und coolem skandinavischem Elektropop. Brooklyner Bürgersteige verlaufen virtuell durch weichgezeichnete dänische Dünen in Kodakcolor.
Würde David Lynch irgendwann eine neue Twin Peaks-Staffel produzieren, könnte die leicht Lake Placid heißen und die Band den Soundtrack einspielen. Warum? Lake Placid sind jung und sehen gesünder aus als der typische mitteleuropäische Großstadttwen. Hinter der Fassade finden jedoch moderne Dramen statt. Es ist schwer, von dieser Band emotional unberührt zu bleiben, denn ihr Pathos lebt.
Bei Lake Placid spielen ein Landschaftsplaner, ein Filmstudent, ein DJ, ein Kindergärtner, ein Fahrradkurier, zwei arbeitslose Architekten und eine dänische New Yorkerin mit. Frontfrau und Sängerin TK hält einen Haufen ziemlicher Individualisten zusammen, die auf ihren Konzerten umhertanzen und Party machen. Jeder spielt mehrere Instrumente, was die Band noch mehr swingen lässt. Lake Placid kümmern sich einen ****** um teures Equipment oder Rockstarposen, sie haben eine Becksche Low-Fi Ästhetik. Es geht einzig und allein um die Musik und nicht um profane Dinge wie Lifestyle oder Klamotten. Ihr sympathischer und authentischer Individualismus klingt auf jedem Ende und jeder Ecke nicht nur ihrer Live-Shows, sondern auch ihres Debutalbums "Make More Friends" nach.
In der dänischen Undergroundszene haben sich Lake Placid seit 2001 immer mehr Freunde gemacht, seit sie auf einem eigenen Label eine EP herausbrachten, in Roskilde spielten, einen #1-Hit im dänischen Indie-Radio hatten und durch kleine Clubs in Deutschland tourten, beispielsweise Hamburg, wo sie am Nachmittag auf der Straße tanzten und damit die steifen Hanseaten aus der Reserve lockten. Im Booklet der CD haben sie einen Haufen ihrer Freunde abgebildet: Typen, die in jede Gegend passen, in der es Secondhand-Plattenläden gibt, Studentencafés mit alten Sofas und Copyshops, die rund um die Uhr geöffnet sind. Schmisse man sämtliche Plattensammlungen der Band in einen See und fischte eine Hand voll heraus: Dabei wären Sonic Youth, Lee "Scratch" Perry, Neil Young, Velvet Underground, Bruce Springsteen, De La Soul, Miles Davis und die Ramones - und verschiedene Platten von dänischen Künstlern, die leider keiner kennt. Die dänische Musikpresse ist anscheinend zu schüchtern, um Lake Placid als „DIE BESTE NEUE BAND DES JAHRES“ zu hypen; in England hätten Melody Maker, NME und Co. das schon erledigt. Aber stille Freude ist ja irgendwie auch skandinavischer - hält wahrscheinlich auch länger.
Perfekter Pop mit smartem Lo-Fi Indie-Twist. Artschool, Street, Land, Fluss: alles geht bei Lake Placid, nur nicht Placido Domingo.




