Lonnie Plaxico Biographie
Lonnie Plaxico
Der Bassist Lonnie Plaxico hat sich im Laufe der Jahre jede Menge Lob als Sideman von Dexter Gordon, Dizzy Gillespie, Chet Baker, Art Blakey, Sonny Stitt, Von Freeman, Jack DeJohnette, Wynton Marsalis, Greg Osby, Steve Coleman, Geri Allen und vor allem Cassandra Wilson eingehandelt. Vielleicht auch zu viel Lob: Denn neben all den Engagements für die ganz Großen des Jazz kam Plaxicos eigenes Werk als Leader eigentlich immer zu kurz, auch oder gerade trotz fünf eher halbherziger Alben unter eigenem Namen. Doch das wird sich jetzt ändern: Mit "Mélange", dem ersten Album unter Eigenregie, auf das Lonnie Plaxico uneingeschränkt stolz ist.
"Ich fühlte mich einfach nicht mehr ausgefüllt damit, nur noch Gigs für andere Leute abzuwickeln", macht sich der 40jährige Luft. "In meinem Herzen weiß ich, dass ich mein eigenes Ding durchziehen muss. Seit zwanzig Jahren bin ich da draußen, um anderen meinen Respekt zu zollen, aber jetzt geht es auch mal um mich selbst. Denn in mir ist jede Menge Musik drin, nur habe ich in den meisten Situationen nie die Gelegenheit gehabt, sie auch rauslassen zu können. Jetzt, mit meiner eigenen Band, kann ich endlich tun und lassen, was ich will - zum Beispiel immer dann ein Solo spielen, wenn ich ein Solo für angebracht halte. Und ich kann all die musikalischen Einflüsse reflektieren, die nun mal Teil von mir sind."
Kein Zweifel, Plaxico platzt geradezu vor Ehrgeiz, und "Mélange" zelebriert diese Einflüsse mit der ihnen gebührenden Intensität. Da gibt es den schwer groovenden Opener "Squib Cakes", im Original ein Siebziger-Jahre-Klassiker der Kultformation Tower Of Power, oder aber den komplexen Titeltrack, der unverkennbar vom legendären New Yorker Jazz-Kollektiv M-Base geprägt ist. "Paella" wiederum kann seine Latin-Einflüsse nicht verleugnen, "Darkness" ist eine Ballade von unerhört zarter Delikatesse, und "Windy City" ist unverkennbar eine Ode an Plaxicos Geburtsstadt Chicago.
Dort geboren und auch aufgewachsen, machte sich Plaxico erstmals als Zwölfjähriger mit dem elektrischen Bass vertraut. Kool & The Gang, Earth, Wind & Fire, Stevie Wonder und eben Tower Of Power waren die großen Vorbilder dieser Tage, und entsprechend oft wurden deren Lieder gespielt. Nur wenig später spielte er mit der Band seiner musikalischen Familie die ersten Aufnahmen ein. Und mit vierzehn Jahren stand die Entscheidung fest, dass er in Zukunft als professioneller Bassist sein Geld verdienen würde.
Fortan beschäftigte sich Plaxico noch ernsthafter mit seinem Instrument - und damit auch mit der Geschichte des Jazz und dessen prominenten Bassisten wie Paul Chambers, Ray Brown oder Charles Mingus. Im Jahr 1980, nach Lehrjahren bei Jazz-Ikone Von Freeman, zog Plaxico schließlich von Chicago nach New York, um zunächst 1982 bei Wynton Marsalis und anschließend 1983 bei Dexter Gordon anzuheuern. Zwischen 1983 und 1986 war er Mitglied der legendären Jazz Messengers von Art Blakey, mit denen er nicht weniger als zwölf Alben einspielte, darunter auch das mit einem Grammy ausgezeichnete "New York Scene". Es folgte eine lange Phase bis 1993 bei Jack DeJohnettes Special Edition und parallel Zusammenarbeiten mit illustren Instrumentalisten wie Branford Marsalis, David Murray, Stanley Turrentine, John Hicks, Woody Shaw, Clark Terry, Don Byron und vielen mehr. Die dauerhafteste musikalische Partnerschaft verbindet Plaxico allerdings mit Cassandra Wilson: 1987 spielte er das erste Mal mit der Ausnahme-Sängerin, war seitdem auf jedem ihrer Alben vertreten. Derzeit firmiert er sogar als Wilsons Musical Director und erster Bassist ihrer Tourband.
Künstlerische Konsequenz ist das, was seine Auftraggeber an Lonnie Plaxico schätzen, und endlich setzt er diesen Maßstab auch an das eigene Schaffen an. "Die Musik ist vollständig durchkomponiert, deshalb war es gar nicht einfach, Leute zu finden, die das spielen wollten", so der Bassist, dessen bisherige Alben "Plaxico" (1990), "Iridescense" (1992), "Short Takes" (1993), "With All Your Heart" (1994) und "Emergence" (2000) eher auf Radiotauglichkeit zielten. "Diesmal ist alles konsequent durcharrangiert und sehr anspruchsvoll." Aber anspruchsvoll ist Lonnie Plaxico schließlich auch selbst - und "Mélange" bietet die bislang überzeugendste Gelegenheit, die vielen Seiten dieses Ausnahme-Bassisten kennenzulernen.
"Ich fühlte mich einfach nicht mehr ausgefüllt damit, nur noch Gigs für andere Leute abzuwickeln", macht sich der 40jährige Luft. "In meinem Herzen weiß ich, dass ich mein eigenes Ding durchziehen muss. Seit zwanzig Jahren bin ich da draußen, um anderen meinen Respekt zu zollen, aber jetzt geht es auch mal um mich selbst. Denn in mir ist jede Menge Musik drin, nur habe ich in den meisten Situationen nie die Gelegenheit gehabt, sie auch rauslassen zu können. Jetzt, mit meiner eigenen Band, kann ich endlich tun und lassen, was ich will - zum Beispiel immer dann ein Solo spielen, wenn ich ein Solo für angebracht halte. Und ich kann all die musikalischen Einflüsse reflektieren, die nun mal Teil von mir sind."
Kein Zweifel, Plaxico platzt geradezu vor Ehrgeiz, und "Mélange" zelebriert diese Einflüsse mit der ihnen gebührenden Intensität. Da gibt es den schwer groovenden Opener "Squib Cakes", im Original ein Siebziger-Jahre-Klassiker der Kultformation Tower Of Power, oder aber den komplexen Titeltrack, der unverkennbar vom legendären New Yorker Jazz-Kollektiv M-Base geprägt ist. "Paella" wiederum kann seine Latin-Einflüsse nicht verleugnen, "Darkness" ist eine Ballade von unerhört zarter Delikatesse, und "Windy City" ist unverkennbar eine Ode an Plaxicos Geburtsstadt Chicago.
Dort geboren und auch aufgewachsen, machte sich Plaxico erstmals als Zwölfjähriger mit dem elektrischen Bass vertraut. Kool & The Gang, Earth, Wind & Fire, Stevie Wonder und eben Tower Of Power waren die großen Vorbilder dieser Tage, und entsprechend oft wurden deren Lieder gespielt. Nur wenig später spielte er mit der Band seiner musikalischen Familie die ersten Aufnahmen ein. Und mit vierzehn Jahren stand die Entscheidung fest, dass er in Zukunft als professioneller Bassist sein Geld verdienen würde.
Fortan beschäftigte sich Plaxico noch ernsthafter mit seinem Instrument - und damit auch mit der Geschichte des Jazz und dessen prominenten Bassisten wie Paul Chambers, Ray Brown oder Charles Mingus. Im Jahr 1980, nach Lehrjahren bei Jazz-Ikone Von Freeman, zog Plaxico schließlich von Chicago nach New York, um zunächst 1982 bei Wynton Marsalis und anschließend 1983 bei Dexter Gordon anzuheuern. Zwischen 1983 und 1986 war er Mitglied der legendären Jazz Messengers von Art Blakey, mit denen er nicht weniger als zwölf Alben einspielte, darunter auch das mit einem Grammy ausgezeichnete "New York Scene". Es folgte eine lange Phase bis 1993 bei Jack DeJohnettes Special Edition und parallel Zusammenarbeiten mit illustren Instrumentalisten wie Branford Marsalis, David Murray, Stanley Turrentine, John Hicks, Woody Shaw, Clark Terry, Don Byron und vielen mehr. Die dauerhafteste musikalische Partnerschaft verbindet Plaxico allerdings mit Cassandra Wilson: 1987 spielte er das erste Mal mit der Ausnahme-Sängerin, war seitdem auf jedem ihrer Alben vertreten. Derzeit firmiert er sogar als Wilsons Musical Director und erster Bassist ihrer Tourband.
Künstlerische Konsequenz ist das, was seine Auftraggeber an Lonnie Plaxico schätzen, und endlich setzt er diesen Maßstab auch an das eigene Schaffen an. "Die Musik ist vollständig durchkomponiert, deshalb war es gar nicht einfach, Leute zu finden, die das spielen wollten", so der Bassist, dessen bisherige Alben "Plaxico" (1990), "Iridescense" (1992), "Short Takes" (1993), "With All Your Heart" (1994) und "Emergence" (2000) eher auf Radiotauglichkeit zielten. "Diesmal ist alles konsequent durcharrangiert und sehr anspruchsvoll." Aber anspruchsvoll ist Lonnie Plaxico schließlich auch selbst - und "Mélange" bietet die bislang überzeugendste Gelegenheit, die vielen Seiten dieses Ausnahme-Bassisten kennenzulernen.
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