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Mariah Carey Biographie

Mariah Carey

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Mariah Carey wurde am 27.03.1970 in Long Island im Bundesstaat New York in den USA geboren. Ihre irische Mutter, Patricia Carey, war Opernsängerin; ihr Vater, Alfred Carey, ein Techniker aus Venezuela. Mariah war das jüngste von drei Kindern. Wegen ihres "schwarzen" Vaters war die Familie rassistischen Pöbeleien ausgesetzt. Als Mariah drei Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden. Mutter Patricia musste sich allein um die Kinder kümmern und die Familie litt oft unter großer Not.

Bereits früh begann Mariah sich für Musik zu interessieren. Die Musik wurde für Mariah einerseits "Fluchtburg" um die großen Schwierigkeiten in den Kinder- und Jugendjahren zu verarbeiten, zum anderen Kraftquell für den Traum ihres Lebens, eine große Sängerin zu werden. Mit drei, vier Jahren sang sie Songs nach, die sie im Radio oder TV hörte. Ihre Mutter förderte ihr Talent und unterrichtete Mariah in Gesang. Sie vermittelte Mariah neben ihrer künstlerischen Ausbildung Selbstbewusstsein, den Glauben an die eigene Kraft und ein humanistisches Menschenbild. Mit 12 Jahren begann Mariah mit ihren ersten Versuchen, Songs zu schreiben. In den folgenden Schuljahren versäumte Mariah nicht selten den Unterricht, weil sie nächtelang in einem kleinen Studio ihre ersten Demobänder aufnahm.

Im Alter von 17 Jahren ging Mariah Carey nach New York. Dort kämpfte sie zunächst um die bloße Existenz. Sie bewohnte mit anderen Mädchen eine heruntergewirtschaftete "Wohnung" und teilte sich mit ihrer Freundin zum Schlafen eine Matratze auf dem Boden. Mit Gelegenheitsjobs als Kellnerin, Garderoben- oder Putzmädchen hielt sie sich über Wasser und arbeitete weiter an ihrem Traum, Sängerin zu werden. Endlich bekam sie einen Job als Backgroundsängerin bei Brenda K. Starr. Brenda nahm 1988 Mariah mit auf eine Musikparty. Mariah hoffte einem der anwesenden Produzenten ein Demoband geben zu können. Das Band gelangte in die Hände von Tommy Mottola, dem Chef des großen Musikkonzerns Sony CBS Records und Mottola erkannte sofort das Riesentalent von Mariah Carey. Kurz darauf konnte sie ihren ersten Vertrag mit Sony/Columbia abschließen und eine traumhafte, einzigartige künstlerische Karriere begann.

1990 erschien Mariah Careys erstes Musikalbum: "Mariah Carey". Es wurde ein Riesenerfolg. Vier aufeinanderfolgende Debüt-Singles dieses Albums (Vision Of Love, Love Takes Time, Someday, und I Don't Wanna Cry) wurden in den USA Nummer-1-Hits, das Album wurde 12 Millionen mal weltweit verkauft. 1992 gab Mariah ihr erstes großes Livekonzert bei "MTV Unplugged" und beeindruckte Publikum und Fachwelt mit phantastischen Gesangsleistungen. Es war zugleich das erste Unplugged-Konzert, das als CD und Video millionenfach verkauft wurde. Mariah veröffentlichte bislang 9 Alben, allesamt allein in den USA mindestens Dreifach-Platin erreichten. Dazu gehören bislang 15 Nummer-1-Hits in den berühmten Billboard-Charts. Die erfolgreichsten Alben "Music Box" und "Daydream" wurden weltweit jeweils weit über 20 Millionen mal verkauft.

Mit der Zeit entwickelte sich Mariah Carey von einem Teenager zu einer selbstbewussten Frau und gereiften Künstlerin, die schließlich ihren eigenen Weg gehen wollte. 1997 trennte sich Mariah Carey von Tommy Mottola, mit dem sie seit 1993 verheiratet war.

Das 1997 erschienene Album "Butterfly" zeigt dann auch eine Mariah Carey, die sich auf neue Weise beeindruckend selbstbewusst, musikalisch vielseitiger, künstlerisch reifer und bezaubernd erotisch präsentiert. Hatte Mariah bislang bereits die meisten ihrer Lieder selbst getextet und koproduziert, aber oft Kompromisse in der Veröffentlichung der Songs machen müssen, so wurde mit "Butterfly" deutlich, daß Mariah Carey ihre eigene Souveränität über ihr künstlerisches Schaffen gewonnen hatte. "Butterfly" ist eine großartige Mischung aus traditionellen Balladen, feinstem HipHop, phantasievollen Remixes und auch Produkt der Zusammenarbeit mit anderen großen Künstlern. Die Videos zu den Songs wurden mehrheitlich von Mariah produziert bzw. koproduziert und sind das Ergebnis des Anspruchs von Mariah Carey, in ihren künstlerischen Leistungen immer besser werden zu wollen.

Mariah hat aber auch die Schattenseiten des Erfolgs kennengelernt. Boulevardmedien, die ihre Privatsphäre verletzen, falsche Freunde, die in Wahrheit nur Mariah und ihre Erfolge für sich selbst ausnutzen wollten und der Stress, eine "Person der Öffentlichkeit" zu sein, gehören zu den Härten ihres Berufes. 1998 wandte sich Mariah Carey einem neuen künstlerischen Feld zu und begann ihre ersten Filmprojekte zu planen. Mit einem mehrjährigem Schauspielstudium hat sie sich darauf vorbereitet. In "The Bachelor" spielte sie 1999 ihre erste kleine Filmrolle.

Ende 1998 hatte Mariah mit ihrem Album "#1's" eine Art Zwischenbilanz gezogen. Auch wenn sie dieses Album mit 13 Nummer-1-Hits nicht als "Best OF" verstand, markierte diese CD fast ein Jahrzehnt der künstlerischen und persönlichen Entwicklung von Mariah. Die neuen Songs auf diesem Album stehen für die neue musikalische Qualität und die intensive Zusammenarbeit mit Künstlern wie Whitney Houston, Sean Combs, Brian McKnight, Jermaine Dupri u.a. Das Duett "When You Believe" mit Whitney Houston wurde ein besonderer Erfolg, der Song erhielt als beste Filmmusik 1999 einen Oscar.

Nicht nur als Sängerin, Songschreiberin oder Regisseurin hat sich Mariah einen Namen gemacht. Ihre Fähigkeiten als exzellente Entertainerin machen sie zu einer der beliebtesten Künstlerinnen bei den größten Shows und Events. Zu den besonderen Höhepunkten gehörten z. B. die phantastischen Auftritte Mariah Carey's beim "Divas Live Konzert", bei den "Oscars", den großen Music-Awards oder das grandiose Duett mit Luciano Pavarotti bei "Pavarotti & Friends".

Im November 1999 veröffentlichte Mariah ihr neues Studioalbum "Rainbow" (Regenbogen). "Rainbow" ist das Album mit der bislang größten musikalischen Breite und Vielfalt. Die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Jermaine Dupri, Jay-Z, Missy Elliot, Da Brat, Master P. usw. und die Kooperation mit den Produzenten Jimmy Jam und Terry Lewis führte zu einer musikalischen Vielfarbigkeit, für die man keinen besseren Titel als "Raibow" finden konnte. Bereits die erste Single "Heartbreaker" erregte Aufsehen. Zum einen wegen des ungewöhnlichen Videos, das eine ausgesprochen komödiantische Mariah zeigt, zum anderen wegen des Erfolgs der Single, die Mariah ihren 14. Nummer 1 Hit brachte und für weitere einmalige Rekorde sorgte. So überflügelte sie die bis dahin führenden Beatles in der Statistik der meisten Wochen auf Platz 1 in den Hot 100. Mit der Mischung von Soul, R&B und HipHop auf "Rainbow" dokumentiert Mariah ein Stück musikalischer Weiterentwicklung, beweist sie ihre Vielfalt und Kreativität.

Für ihre überragenden musikalischen Erfolge wurde Mariah mit vielen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Grammy und World Music Awards. Ihre Alben und Singles erhielten rund 90 Diamant-, Platin- und Goldzertifikate. Als einzige Künstlerin erhielt Mariah Carey 1998 den Legend World Music Award als "erfolgreichste Musikerin der 90er Jahre" und 1999 den Special Billboard Award als "Künstlerin des Jahrzehnts". Als einzige Sängerin erhielt sie 2000 den "Achievement Award" für herausragende künstlerische Leistungen, der in der 27-jährigen Geschichte der American Music Awards insgesamt nur 3 mal vergeben wurde und bei den World Music Awards den Special Millenium Award als "Beste Pop-Künstlerin des Jahrtausends".

Im Frühjahr 2000 ging Mariah erstmals seit acht(!) Jahren wieder auf große Welttour und gab auch ein Konzert in Deutschland (Köln). Und die Konzerte überraschten. Unwichtig, aber typisch - die selben Kritiker, die ihr früher vorwarfen, bei ihren Konzerten "zu divenhaft" zu sein, warfen ihr nun vor, sich nicht wie eine Diva zu benehmen. Und in der Tat zeigte sich Mariah Carey auf der Tour überaus gut gelaunt, ideenreich und hatte sichtlich Freude daran, sich unter ihren Teenager-Fans selbst wie ein Teenager aufzuführen - es waren Konzerte nicht nur für, sondern mit den Fans, zur Begeisterung der bemerkenswert jungen Konzertbesucher. Die Konzerte dokumentieren einen unübersehbaren Generationswechsel in ihrer Fanbase. Manche ihrer traditionellen Fans hatten ihre Probleme mit dem Imagewechsel von Mariah weg von dem Bild der "Unschulds-Cinderella" hin zur selbstbewussten und erotischen Mariah. Aber Mariah gewann mit ihrem neuen künstlerischen und persönlichen Stil auch eine neue, sehr junge Fangeneration. Ein Pfund für die Zukunft.

Zugleich gelingt es Mariah mit ihrer großen künstlerischen Vielfalt, persönlichem Charisma und ihrer Attraktivität, ein Publikum verschiedenster Ansprüche und unterschiedlichen Alters bestens unterhalten zu können. So wurde sie in den letzten Jahren immer mehr zu einer der gefragtesten Entertainerinnen in den USA und weltweit.

Im Oktober 2000 drehte Mariah ihr lang ersehntes erstes großes Filmprojekt, "All That Glitters", ab. Nach einer eigenen Idee handelt der Streifen von einer jungen Sängerin, die nach einer schweren Kindheit ihren Weg zum Superstar findet. Zum Film produzierte Mariah zudem ein Soundtrackalbum. Zugleich vollzog sich ein Wechsel ihrer Plattenfirma. Seit ihrer Trennung von Ex-Ehemann und SONY-Boß Mottola hatte sich Mariah zunehmend unzufrieden gezeigt mit ihrem Label SONY Columbia, beklagte die mangelnde Unterstützung. Im April 2001 konnte Mariah endlich ihre alte Plattenfirma verlassen und schloß mit dem Label Virgin einen neuen Vertrag ab, den bislang höchstdotierten in der Musikgeschichte. Mit vollem Einsatz ging Mariah gleichzeitig an die Fertigstellung ihres Filimprojekts "Glitter", dem Soundtrack dazu und einem weiteren Film mit dem Titel "Wisegirls", in dem sie an der Seite von Oscargewinnerin Mira Sorvino eine in Mafiaaktivitäten verstrickte Kellnerin spielt. Kurz vor der für August 2001 geplanten Herausgabe der neuen CD und dem geplanten Kinostart ging es auf Promotion-Tour.

Doch was als Aufbruch in eine neue persönliche und künstlerische Freiheit gedacht war, führte Mariah in ihre tiefste Krise. Die Balastung wurde zu groß, auf offenbar ganz unglückselige, zerstörerisch wirkende Weise führten langjähriger Dauerstreß, extreme Überlastung in der letzten Phase, öffentlicher Druck, eigene Ansprüche gegen sich selbst und private Probleme (der Bruch mit Luis Miguel, ihrer großen Liebe) zu einer Überforderung, die Mariah nicht mehr bewältigen konnte. Körper und Geist rebellierten, die Sängerin erlitt im Juli 2001 einen physischen und psychischen Zusammenbruch. Mariah mußte eine Auszeit nehmen. Die Veröffentlichung von Film und CD "Glitter" wurde um mehrere Wochen verschoben. Und die Kritiker fanden für "Glitter" wenig gute Worte. Gipfel der Unglücksserie: Genau am Tag der Veröffentlichung (11.9.2001) ihres Albums "Glitter" rasten von Terroristen gekaperte Flugzeuge in die WTC-Tower von New York, Tausende starben dabei. Verständlicherweise interessierte in den kommenden Tagen und Wochen die US-Bürger anderes als neue Musikalben...

Doch aus dem Schock von New York schien Mariah neue Kraft zu schöpfen. Tage später kehrte Mariah in die Öffentlichkeit zurück. Am 21.09. trat sie erstmals wieder live auf bei "A Tribute To Heroes" zugunsten der Opfer der Terroranschläge in den USA.
Weitere Unterstützung erhielt Mariah von einer riesigen Sympathiewelle ihrer Fans. Sie trugen auch maßgeblich dazu bei, daß Mariah bei den Radio Music Awards den Preis als "meistgewünschte Küsntlerin" erhielt. Bei ihrem Liveauftritt bei dieser Show wie auch bei den VH-1 Fashion Awards zeigte sich Mariah Carey wieder erholt und in bester Form. Besonderer Höhepunkt: Ihre großartige Performance bei der US-Superbowl 2002, wo sie zur Eröffnung die Nationalhymne sang. Auch in ihrer schauspielerischen Arbeit konnte Mariah Carey einen Erfolg verbuchen. Anders als bei "Glitter" erhielt sie für ihre Darstellung in ihrem neuen Film "Wisegirls" (Premiere Januar 2002) sehr gute Kritiken. Doch während sie ihre Krise überwunden hatte, geriet ihr Label EMI immer mehr in Schwierigkeiten. Das finanziell angeschlagene Unternehmen wollte sich die "teure" Sängerin nicht mehr leisten, Mariah Carey fühlte sich bei Virgin nicht mehr wohl. So wurde nach nicht einmal einem Jahr und nach nur einem Album der Vertrag mit EMI Virgin aufgelöst.
Mariah hat nun Zeit und Gelegenheit ihre persönlichen und künstlerischen Perspektiven neu zu überdenken und zu ordnen. Konkrete Vorstellungen hat sie offenbar schon, denn sie arbeitet bereits an einem neuen Album...

Neben ihrem Schaffen als Künstlerin engagiert sich Mariah Carey auch sozial. Sie ist z.B. Sprecherin der "Fresh Air Foundation" und finanziert mit umfangreichen Mitteln Ferienaufenthalte auf dem Land für mittellose Kinder aus den amerikanischen Großstädten. Mariah bemüht sich desweiteren, für Straßenkids Pflege- oder Adoptiveltern zu finden, um diesen Kindern wieder ein Zuhause zu geben. Wiederholt hat sich Mariah gegen Rassismus und Gewalt ausgesprochen. Für ihre langjähriges soziales Engagement wurde Mariah Carey 1999 mit dem Horizon Howard Award geehrt.

Auch nach ihren zahllosen Erfolgen ist Mariah Carey eine bodenständige, warmherzige und liebenswerte Persönlichkeit geblieben. Mariah vermittelt ihren Fans das Gefühl aufrichtiger Nähe und Verbundenheit. Millionen ihrer Anhänger in aller Welt verehren und lieben sie dafür.

Mit freundlicher Erlaubnis von
Quelle & Copyright : Mariah-Carey-Fan.com
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Eines ist sicher: Mariah Carey ist zurück. Und das trotz herber Rückschläge wie dem „Glitter“-Flop von 2001 und dem darauf folgenden öffentlichen Zusammenbruch. Aber vielleicht ist das gar nicht so überrraschend. Denn Kinder stecken Niederlagen eben leichter weg als Erwachsene. Und trotz ihrer mittlerweile 34 Jahre wird die R&B-Diva nicht müde zu betonen, dass sie im Herzen immer noch eine Zwölfjährige ist. Ein Teenager mit einem unfassbaren Stimmvolumen und einer schier unglaublichen Karriere in den 90ern, mit über 140 Millionen verkauften CDs und den allerbesten Kontakten zur amerikanischen Produzenten- und HipHop-Elite. Vielleicht konnte sie sich deswegen so gut von ihrer Vergangenheit lösen, der schwierigen Kindheit, der Ehe mit ihrem einstigen Mentor und Strippenzieher Tommy Mottola, dem ehemaligen Plattenlabel Virgin Records. Und vielleicht kann sie heute deshalb heller strahlen als jemals zuvor.

Island Def Jam ist jetzt ihr Zuhause. Und nachdem „Charmbracelet“ 2002 mehr als nur ein Lebenszeichen von der einst wichtigsten R&B-Künstlerin unserer Tage bedeutete, markiert ihr nun erscheinendes zehntes Studioalbum „The Emancipation of Mimi“ die endgültige Rückkehr zu majestätischer Größe. Das mag viel mit ihrer neu gefundenen Ruhe zu tun haben (u.a. auf der Mittelmeerinsel Capri), liegt aber mehr noch am künstlerischen Spirit, der diese „Emanzipation“ wie ein roter Faden durchzieht. Wie früher bei Motown sei es gewesen, wenn sie sich mit Snoop Dogg, den Neptunes und Nelly zum Recorden getroffen habe. Eine entspannte Atmosphäre, in der alles geht und nichts muss.

Auch von dieser Freiheit handelt „The Emancipation of Mimi“. „Mimi“ ist Mariahs Spitzname gewesen. Als ganz junges, bildhübsches, übertalentiertes Mädchen hat sie ihn erhalten. Die jetzige Loslösung vom Kosewort bedeutet gleichzeitig eine Hinwendung zur Zukunft. Und die liegt mittlerweile eben auch im erdigen Neo Soul, wie ihn Superstars der Marke Alicia Keys pflegen und propagieren. Mariah hat sich der neuen Organik im Sound geöffnet, nimmt so viel wie möglich live auf und kehrt auch die eigenen Gospel-Wurzeln („Fly Like A Bird“) wieder selbstbewusst nach außen. Gemeinsam mit dem Original ATL-Partystarter und James „Big Jim“ Wright aus dem Team von Jimmy Jam & Terry Lewis hat sie einen Großteil der Songs selbst geschrieben und produziert. Sie hat sich von Erwartungen und Zwängen gelöst und dabei großartige Musik geschaffen.

Einen exzellenten Vorgeschmack darauf gibt die erste Single „It’s Like That“ mit den Club-Königen Jermaine Dupri und Fatman Scoop. Mit dem dreifachen Grammy-Gewinner Kanye West („Stay The Night“), den genialischen Neptunes („Say Somethin‘“), dem völlig zu Recht gehypeten Underground-Rookie Scram Jones („Your Girl“) und der Philly Soul-Ikone James Poyser („Mine Again“) hat die R&B-Diva weitere Produzenten gewinnen können, die ihren Songs die nötige Kante geben und ihren inneren Reifeprozess überzeugend nach außen tragen. Mit Twista, Snoop Dogg und Nelly haben sich zudem drei der größten HipHop-Artists unserer Zeit zum verbalen Kräftemessen im Studio eingefunden. Nicht, dass Mariah solch prominente Schützenhilfe nötig hätte: Was sie im Jahre 2005 treibt, ist die pure Freude an großartiger Musik und die Lust am Erwachsenwerden. Ob sie „Mimi“ vermissen wird, ist also fraglich. Schließlich hat sich Mariah Carey mit dieser „Emancipation“ endlich selber gefunden. Eine Entdeckung, von der nicht nur ihre riesige Fangemeinde profitieren dürfte.
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