Martin Kesici Biographie
Martin Kesici
"Deine blauen Augen machen mich so sentimental", schwärmte einst die Berliner Band Ideal auf dem Höhepunkt der Neuen Deutschen Welle. Das klingt fast so, als hätte sie den Song in weiser Voraussicht für einen Local Boy aus dem
Arbeiterviertel Reinickendorf gesungen, der damals freilich noch nicht mal seinen ersten Auftritt absolviert haben dürfte. Mit 9 in der Küche neben dem Kofferradio, mit einem Badmintonschläger als Gitarren-Ersatz. Heute ist der Blick von
Martin Kesici wirklich bestechend, wie überhaupt seine ganze Optik mit der markanten Kinnbart-Partie. Kalkül? Eher " ‘ne Laune. Ich hab‘ mir gesagt: Wenn schon Bart, kann ich auch versuchen, mal ein bisschen damit rumzufummeln. Das war schon immer so mein Stil." Doch wäre das alles nichts ohne die Stimme dazu. "Ein Sänger muss einfach ne Charakterstimme haben", sagt der 30-jährige Sieger des Star Search in der Kategorie Music Act ab 16."Wenn ich die Augen zumache, muss ich hören können, dass der das ist. Wiedererkennungswert, das ist mein Hauptanliegen."
Ein Anliegen, das nicht nur die erste Single "Angel Of Berlin" überzeugend transportiert, eine für ihn maßgeschneiderte Ballade mit beatlesker Bridge, die auf Anhieb Platz 1 der deutschen Single-Charts erobern konnte. Schon steht das
Debütalbum von Martin Kesici in den Startlöchern, mit einem Repertoire, das bei aller Flexibilität bodenständig, doch nie beliebig wirkt. "Easy" (Commodores/Faith No More) interpretiert der sympathische Berliner ebenso eigen, aber
uneitel wie "Nothing Else Matters" von Metallica. Und auch in deutscher Sprache kann er’s einfach: "Am Fenster" war einst ein Riesenhit für die DDR-Band City.
Auf die Anfänge dieser musikalischen Karriere hatten wir eingangs schon kurz geblickt. Doch wie ging es weiter? Mit 14 bekam Martin Kesici die erste richtige Gitarre, mit 17 belegte er in einem Jugendclub beim Reinickendorfer
Bandwettbewerb den 2. Platz, wenig später in Wedding stand er sogar ganz oben auf dem Podest. Später folgte Gesangsunterricht, teilfinanziert von seinen Eltern.
"Aber die wussten lange nicht, dass ich richtig singen kann, weil ich ja nur Hard-Rock gemacht habe", lacht Kesici. "Als ich dann das erste Mal ne Ballade gesungen hab‘ für meine Eltern, sind meiner Mutter schon die Tränen gekommen:
Mensch, Junge, du kannst ja doch singen!!" Mit seiner Band Enrichment, die derzeit "auf Eis gelegt" (Kesici) ist, absolvierte er gut 60 Konzerte in Berlin und Umgebung, in Cafes und Kneipen, auf Open Air- und Biker-Festivals. Auch ein paar Demo-Tapes machten die Runde. Erstaunlich nur, dass eine Stimme wie diese dann doch so lange unentdeckt blieb. "Irgendwie hat’s wahrscheinlich nie der richtige gehört", vermutet der gelernte Anlagenmechaniker und Computer-Freak, der sich mit seinem deutschlandweiten Online-Clan einmal im Jahr auch persönlich trifft und nicht nur vorm Bildschirm.
Beim Star Search ist Martin Kesici nun endlich erhört worden. "Ich bin wirklich aus Spaß hingegangen", rekapituliert er den Schritt auf die Karriererampe. "Wollte mir einfach mal angucken, wie sowas abläuft und auch mal gucken, wie
die anderen Sänger so drauf sind. Weil immer alle gesagt haben: Mensch, Martin, gute Stimme! Ich wusste, wie ich singen kann und hab probiert das Beste zu geben – und das war es denn auch." Mit dem Ergebnis, dass ihn jetzt "auch
völlig fremde Menschen und sogar ältere Damen" auf der Straße ansprechen. "Das schönste Kompliment ist immer, wenn die Leute sagen: Martin, Gänsehaut! Wunderbare Stimme! Mein größter Erfolg ist, wenn ich einfach da stehe, ohne mich großartig zu bewegen, und nur über meine Ausstrahlung und meine Stimme die Leute bewegen kann." Den Rummel drumherum nimmt er im learning-by-doing-Verfahren, "aber ich finde es schon hilfreich, das ich vorher schon Bühnenerfahrung hatte und ja auch ein bisschen Lebenserfahrung. Ich weiß nicht, ob man damit als 17-jähriger klarkommen kann. Auch ich brauchte nach fünf Wochen Starsearch am Stück erstmal 2 Tage absolute Ruhe, weil der Akku einfach leer war. Man muß mit Ruhe rangehen, das ist mein Geheimrezept."
Jedenfalls ist Marti Kesici fest entschlossen, nicht so schnell wieder von der großen Pop-Bühne zu verschwinden wie er sie betreten hat. Die Stimme dafür hat er, auch eigene Songs liegen bereits in Reichweite, und auch sein geliebtes
Didgeridoo, ein australisches Blasinstrument, das ihm ein Freund schenkte, könnte ja mal irgendwann auf einem Tonträger verewigt werden. Wenig ist unmöglich bei diesem Berliner, der sagt: "Flexibilität ist mein Ding. Ich will die
Leute auch noch im nächsten Jahr mit neuen Sachen überraschen und schon ein bisschen länger bestehen." Und das nicht nur mit seinen blauen Augen - die nicht nur sentimental machen können...
Arbeiterviertel Reinickendorf gesungen, der damals freilich noch nicht mal seinen ersten Auftritt absolviert haben dürfte. Mit 9 in der Küche neben dem Kofferradio, mit einem Badmintonschläger als Gitarren-Ersatz. Heute ist der Blick von
Martin Kesici wirklich bestechend, wie überhaupt seine ganze Optik mit der markanten Kinnbart-Partie. Kalkül? Eher " ‘ne Laune. Ich hab‘ mir gesagt: Wenn schon Bart, kann ich auch versuchen, mal ein bisschen damit rumzufummeln. Das war schon immer so mein Stil." Doch wäre das alles nichts ohne die Stimme dazu. "Ein Sänger muss einfach ne Charakterstimme haben", sagt der 30-jährige Sieger des Star Search in der Kategorie Music Act ab 16."Wenn ich die Augen zumache, muss ich hören können, dass der das ist. Wiedererkennungswert, das ist mein Hauptanliegen."
Ein Anliegen, das nicht nur die erste Single "Angel Of Berlin" überzeugend transportiert, eine für ihn maßgeschneiderte Ballade mit beatlesker Bridge, die auf Anhieb Platz 1 der deutschen Single-Charts erobern konnte. Schon steht das
Debütalbum von Martin Kesici in den Startlöchern, mit einem Repertoire, das bei aller Flexibilität bodenständig, doch nie beliebig wirkt. "Easy" (Commodores/Faith No More) interpretiert der sympathische Berliner ebenso eigen, aber
uneitel wie "Nothing Else Matters" von Metallica. Und auch in deutscher Sprache kann er’s einfach: "Am Fenster" war einst ein Riesenhit für die DDR-Band City.
Auf die Anfänge dieser musikalischen Karriere hatten wir eingangs schon kurz geblickt. Doch wie ging es weiter? Mit 14 bekam Martin Kesici die erste richtige Gitarre, mit 17 belegte er in einem Jugendclub beim Reinickendorfer
Bandwettbewerb den 2. Platz, wenig später in Wedding stand er sogar ganz oben auf dem Podest. Später folgte Gesangsunterricht, teilfinanziert von seinen Eltern.
"Aber die wussten lange nicht, dass ich richtig singen kann, weil ich ja nur Hard-Rock gemacht habe", lacht Kesici. "Als ich dann das erste Mal ne Ballade gesungen hab‘ für meine Eltern, sind meiner Mutter schon die Tränen gekommen:
Mensch, Junge, du kannst ja doch singen!!" Mit seiner Band Enrichment, die derzeit "auf Eis gelegt" (Kesici) ist, absolvierte er gut 60 Konzerte in Berlin und Umgebung, in Cafes und Kneipen, auf Open Air- und Biker-Festivals. Auch ein paar Demo-Tapes machten die Runde. Erstaunlich nur, dass eine Stimme wie diese dann doch so lange unentdeckt blieb. "Irgendwie hat’s wahrscheinlich nie der richtige gehört", vermutet der gelernte Anlagenmechaniker und Computer-Freak, der sich mit seinem deutschlandweiten Online-Clan einmal im Jahr auch persönlich trifft und nicht nur vorm Bildschirm.
Beim Star Search ist Martin Kesici nun endlich erhört worden. "Ich bin wirklich aus Spaß hingegangen", rekapituliert er den Schritt auf die Karriererampe. "Wollte mir einfach mal angucken, wie sowas abläuft und auch mal gucken, wie
die anderen Sänger so drauf sind. Weil immer alle gesagt haben: Mensch, Martin, gute Stimme! Ich wusste, wie ich singen kann und hab probiert das Beste zu geben – und das war es denn auch." Mit dem Ergebnis, dass ihn jetzt "auch
völlig fremde Menschen und sogar ältere Damen" auf der Straße ansprechen. "Das schönste Kompliment ist immer, wenn die Leute sagen: Martin, Gänsehaut! Wunderbare Stimme! Mein größter Erfolg ist, wenn ich einfach da stehe, ohne mich großartig zu bewegen, und nur über meine Ausstrahlung und meine Stimme die Leute bewegen kann." Den Rummel drumherum nimmt er im learning-by-doing-Verfahren, "aber ich finde es schon hilfreich, das ich vorher schon Bühnenerfahrung hatte und ja auch ein bisschen Lebenserfahrung. Ich weiß nicht, ob man damit als 17-jähriger klarkommen kann. Auch ich brauchte nach fünf Wochen Starsearch am Stück erstmal 2 Tage absolute Ruhe, weil der Akku einfach leer war. Man muß mit Ruhe rangehen, das ist mein Geheimrezept."
Jedenfalls ist Marti Kesici fest entschlossen, nicht so schnell wieder von der großen Pop-Bühne zu verschwinden wie er sie betreten hat. Die Stimme dafür hat er, auch eigene Songs liegen bereits in Reichweite, und auch sein geliebtes
Didgeridoo, ein australisches Blasinstrument, das ihm ein Freund schenkte, könnte ja mal irgendwann auf einem Tonträger verewigt werden. Wenig ist unmöglich bei diesem Berliner, der sagt: "Flexibilität ist mein Ding. Ich will die
Leute auch noch im nächsten Jahr mit neuen Sachen überraschen und schon ein bisschen länger bestehen." Und das nicht nur mit seinen blauen Augen - die nicht nur sentimental machen können...
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