Matt Costa Biographie
Matt Costa
„Songs We Sing“ ist ein vielschichtiges Album: es beinhaltet Züge von sämtlichen Stil- und Spielarten der Popmusik der vergangenen Dekaden – so treffen auf dieser Platte Ragtime, Folk, Psychedelic, Country und Rock aufeinander. Mehr noch: „Songs We Sing“ weckt Erinnerungen an eine Zeit, in der die amerikanische Musikwelt von UK-Importen wie Donovan und Van Morrison dominiert wurde. In denen alles noch viel simpler, übersichtlicher zu sein schien. Der Mann, der für diesen vertonten Rückblick verantwortlich ist, heißt Matt Costa und ist 23 Jahre jung.
Mit 12 bekam Costa seine erste Gitarre. Doch sie wurde schon bald ins Regal verbannt und mit einem „spannenderen“ Geschenk ersetzt: einem Skateboard. Die Jahre, die er durch seinen relativ späten Einstieg in die Skate-Welt verloren hatte, machte er im Handumdrehen wieder wett: Er skatete jeden Tag, von morgens bis abends, wie ein Besessener, und schrammte schon wenige Jahre später nur knapp daran vorbei, ein Pro zu werden. Doch vor gut drei Jahren wurde er rege aus dem Skaterleben geschmissen, als er sich bei einem Sturz ein Bein zertrümmerte. Mit einer solchen Verletzung musste er mindestens 18 Monate aussetzen. Während seiner Auszeit fokussierte Matt seine Energie wieder auf die fast vergessene Gitarre, entdeckte nun auch hier eine große Leidenschaft – und sah, dass er musikalisch ein ebenso großes Talent hatte. Er schrieb einfache Songs, nahm sie in seinem Schlafzimmer auf. Zu Beginn hatte er nur einen kleinen Tape-Recorder – sein Mini-Studio sozusagen. Als er schließlich etwas Geld in ein Vierspurgerät investierte, ging es auch mit Matts Songwriting aufwärts...
Vor zwei Jahren machte dann plötzlich Matts Demotape die Runde, unter Freunden und Bekannten in seiner Heimatstadt Huntington Beach, Kalifornien. Eines der Demos landete schließlich bei Tom Dumont, seines Zeichens Gitarrist von No Doubt. Sofort von Matts Do-it-Yourself-Ansatz umgehauen, bot Dumont ihm an, weitere Songs in dessen Studio aufzunehmen. Aus besagten Aufnahmen ging eine 5-Track-EP hervor („Matt Costa“), die Costa und Dumont gemeinsam in die Läden brachten. Und als die Nachfrage nach diesen EPs immer größer wurde, da waren die beiden schon längst dabei, diejenigen Sessions abzuhalten, aus denen „Songs We Sing“ werden sollte.
Bedenkt man die Erfahrungen als Songwriter, die Dumont mitbringt, würde man sicherlich erwarten, dass er einen Großteil der Songs komponiert hat. Doch dem war nicht so: Weniger daran interessiert, selber zu schreiben, blieb Dumont hinter dem Mischpult und ließ Matt das tun, wonach ihm gerade der Sinn stand. Er unterstützte ihn schon – wenn nötig –, wollte aber letztlich sehen, wie weit Matt selber kommt. Phil Ek (Modest Mouse, The Shins) legte zu guter Letzt noch sein magisches Händchen auf die Songs: er mischte sie ab, und schon war „Songs We Sing“ im Kasten.
Auf „Songs We Sing“ begegnet man wiederholt klassischen Themen. Das Böse, die Liebe, die Natur, Armut und auch das ganze Universum werden erwähnt. Costa wagt sich an diese Themen ohne dabei politisch sein zu wollen, oder auch nur im geringsten eine Pose einzunehmen. Als Erzählerstimme von „Cold December“ singt er: „I have not failed to be what you’d expect of me / Swallowing glass just to stay pure.“ („Habe deine Erwartungen doch immer erfüllen können/hab dabei Glas geschluckt, um rein zu bleiben.“) Costa versteckt sich nicht, und er macht keinerlei Anstalten, es jedem recht zu machen. Er malt vielmehr ein klangliches Bild von seinem eigenen Leben: mit Worten und Melodien, dazu mit einer unbeschreiblichen Leichtigkeit, all das zu transportieren. Eine Leichtigkeit, die die Frage aufwirft, warum man nicht öfter in dieser Art von Songs kommuniziert.
Matt Costas Können an der Gitarre ist nicht zu überhören – besonders, wenn man ihn live erlebt. Er hat schon jede Menge Support-Slots für Künstler wie Built To Spill, Lou Barlow, Pinback und James Mercer (The Shins) gespielt. Die Sommertour des vergangenen Jahres, die er mit seinem Labelkollegen Jack Johnson spielte, lehrte ihn, wie hart das Touren doch sein kann. Wenn man als Vorab-Act für eine der größten Konzertreihen des Jahres auftritt, kann man entweder glänzen und viele Menschen erreichen, oder aber ausgebuht werden und untergehen... Costa schaffte Ersteres! Er begeisterte die Zuschauer. Ganz egal, ob man ihn nun solo erlebt, nur mit Gitarre, oder aber mit einer Reihe von anderen Musikern: seine Performance lässt einen nicht locker, man hat gar keine andere Wahl, als seinen Geschichten zu lauschen.
Costas Flexibilität und sein Willen, mit jeder denkbaren Situation zurecht zu kommen – musikalisch oder auch ganz generell – machen „Songs We Sing“ zu so einem abwechslungsreichen und schwer kategorisierbaren Album. Es ist ein unerwartetes Präsent eines jungen Mannes aus der L.A.-Vorstadtgegend von Huntington Beach: eine Gegend, deren Ruf zufolge es dort einzig Skater und Surfer gibt; und keine braunäugigen Sänger mit unfassbaren Stimmen.
Mit 12 bekam Costa seine erste Gitarre. Doch sie wurde schon bald ins Regal verbannt und mit einem „spannenderen“ Geschenk ersetzt: einem Skateboard. Die Jahre, die er durch seinen relativ späten Einstieg in die Skate-Welt verloren hatte, machte er im Handumdrehen wieder wett: Er skatete jeden Tag, von morgens bis abends, wie ein Besessener, und schrammte schon wenige Jahre später nur knapp daran vorbei, ein Pro zu werden. Doch vor gut drei Jahren wurde er rege aus dem Skaterleben geschmissen, als er sich bei einem Sturz ein Bein zertrümmerte. Mit einer solchen Verletzung musste er mindestens 18 Monate aussetzen. Während seiner Auszeit fokussierte Matt seine Energie wieder auf die fast vergessene Gitarre, entdeckte nun auch hier eine große Leidenschaft – und sah, dass er musikalisch ein ebenso großes Talent hatte. Er schrieb einfache Songs, nahm sie in seinem Schlafzimmer auf. Zu Beginn hatte er nur einen kleinen Tape-Recorder – sein Mini-Studio sozusagen. Als er schließlich etwas Geld in ein Vierspurgerät investierte, ging es auch mit Matts Songwriting aufwärts...
Vor zwei Jahren machte dann plötzlich Matts Demotape die Runde, unter Freunden und Bekannten in seiner Heimatstadt Huntington Beach, Kalifornien. Eines der Demos landete schließlich bei Tom Dumont, seines Zeichens Gitarrist von No Doubt. Sofort von Matts Do-it-Yourself-Ansatz umgehauen, bot Dumont ihm an, weitere Songs in dessen Studio aufzunehmen. Aus besagten Aufnahmen ging eine 5-Track-EP hervor („Matt Costa“), die Costa und Dumont gemeinsam in die Läden brachten. Und als die Nachfrage nach diesen EPs immer größer wurde, da waren die beiden schon längst dabei, diejenigen Sessions abzuhalten, aus denen „Songs We Sing“ werden sollte.
Bedenkt man die Erfahrungen als Songwriter, die Dumont mitbringt, würde man sicherlich erwarten, dass er einen Großteil der Songs komponiert hat. Doch dem war nicht so: Weniger daran interessiert, selber zu schreiben, blieb Dumont hinter dem Mischpult und ließ Matt das tun, wonach ihm gerade der Sinn stand. Er unterstützte ihn schon – wenn nötig –, wollte aber letztlich sehen, wie weit Matt selber kommt. Phil Ek (Modest Mouse, The Shins) legte zu guter Letzt noch sein magisches Händchen auf die Songs: er mischte sie ab, und schon war „Songs We Sing“ im Kasten.
Auf „Songs We Sing“ begegnet man wiederholt klassischen Themen. Das Böse, die Liebe, die Natur, Armut und auch das ganze Universum werden erwähnt. Costa wagt sich an diese Themen ohne dabei politisch sein zu wollen, oder auch nur im geringsten eine Pose einzunehmen. Als Erzählerstimme von „Cold December“ singt er: „I have not failed to be what you’d expect of me / Swallowing glass just to stay pure.“ („Habe deine Erwartungen doch immer erfüllen können/hab dabei Glas geschluckt, um rein zu bleiben.“) Costa versteckt sich nicht, und er macht keinerlei Anstalten, es jedem recht zu machen. Er malt vielmehr ein klangliches Bild von seinem eigenen Leben: mit Worten und Melodien, dazu mit einer unbeschreiblichen Leichtigkeit, all das zu transportieren. Eine Leichtigkeit, die die Frage aufwirft, warum man nicht öfter in dieser Art von Songs kommuniziert.
Matt Costas Können an der Gitarre ist nicht zu überhören – besonders, wenn man ihn live erlebt. Er hat schon jede Menge Support-Slots für Künstler wie Built To Spill, Lou Barlow, Pinback und James Mercer (The Shins) gespielt. Die Sommertour des vergangenen Jahres, die er mit seinem Labelkollegen Jack Johnson spielte, lehrte ihn, wie hart das Touren doch sein kann. Wenn man als Vorab-Act für eine der größten Konzertreihen des Jahres auftritt, kann man entweder glänzen und viele Menschen erreichen, oder aber ausgebuht werden und untergehen... Costa schaffte Ersteres! Er begeisterte die Zuschauer. Ganz egal, ob man ihn nun solo erlebt, nur mit Gitarre, oder aber mit einer Reihe von anderen Musikern: seine Performance lässt einen nicht locker, man hat gar keine andere Wahl, als seinen Geschichten zu lauschen.
Costas Flexibilität und sein Willen, mit jeder denkbaren Situation zurecht zu kommen – musikalisch oder auch ganz generell – machen „Songs We Sing“ zu so einem abwechslungsreichen und schwer kategorisierbaren Album. Es ist ein unerwartetes Präsent eines jungen Mannes aus der L.A.-Vorstadtgegend von Huntington Beach: eine Gegend, deren Ruf zufolge es dort einzig Skater und Surfer gibt; und keine braunäugigen Sänger mit unfassbaren Stimmen.
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