Melbeatz Biographie
Melbeatz
Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau. Jemand, der die Strippen zieht, während der männliche Repräsentant das Reden erledigt. Das war bei den Königen der Vergangenheit so, und das ist bei Melbeatz und ihrem „King of Rap“ Kool Savas nicht anders. Hier ist es das Fundament, die Beatbasis, für die Melanie Wilhelm in den letzten Jahren verantwortlich zeichnete, während ihr langjähriger Freund Savas Yurderi ihre rhythmischen Vorgaben um seine unnachahmlichen Reime ergänzte. Die hoch gechartete „Haus & Boot“-EP (2001) ist so ebenso durch ihre produzierenden Hände gegangen, wie Savas´ Top-Ten-Album „Der beste Tag meines Lebens“ (2002) und Eko Fresh´s Smash-Hit „König von Deutschland“, aber ins Rampenlicht geführt haben sie ihre veredelnden Fähigkeiten noch nicht. Nicht als Person hinter den Reglern und erst recht nicht als Frau.
Auf diesem Tätigkeitsfeld kannte man bislang eigentlich nur Missy Elliott. Und wird Melanie deshalb gefragt, warum nur so wenige Frauen HipHop auch produzieren, hüllt sie sich in spöttisches Schweigen: „Nicht schon wieder die Frauen-Frage!“. Es ist eben, wie es ist. Das Rüstzeug für diesen Ausnahmefall hat Melbeatz von ihrem Freund bekommen. Der hatte einen Sampler mit nach Hause gebracht, der nicht nur Mel´s Neugier herausforderte, sondern auch ihre verborgenen Talente zum Tragen brachte. Bereits 1997 gibt´s den ersten Beat auf Tape, ein paar Veröffentlichungen später auch die Gewissheit, dass hier - und nicht im Realschulabschluss - ihre Zukunft liegen könnte. Vielleicht, weil man gerade als produzierende Frau die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Mit Sicherheit aber, weil ihre Produktionen anders klingen, als der Rest aus deutschen Landen. Einen Melbeat erkennt man sofort, was möglicherweise an der einzigen wirklich weiblichen Eigenschaft liegt, die man ihren Produktionen zusprechen kann: Ihrer Neugier. „Ich mache mich einfach nur locker. Schließlich habe ich nur aus Neugierde angefangen und einfach drauf los gemacht. Ich wollte ja eigentlich Grafikerin werden und nicht Produzentin. Deshalb gebe ich wahrscheinlich einen Fick drauf, wie sich der momentane HipHop-Sound anzuhören hat. Viele wollen unbedingt den neuen Neptunes-Sound machen oder Lil´ Jon. Ich will etwas machen, das neu ist.“
Deshalb jetzt auch das Album „Rapper’s Delight“, das eigentlich ihre erste eigenständige Eintrittskarte für den deutschen Markt werden sollte, möglicherweise aber bereits das Ticket bis in die USA beinhaltet. Der internationalen Qualität ihrer Produktionen wegen genauso, wie dank der Unzahl höchst prominenter Gastfeatures: Kanye West, Mobb Deep, die Alkoholiks, O.D.B. oder Thirstin Howl (um nur einige zu nennen) haben sich alle einen höchst eigenständigen Beat der Künstlerin gepickt. Und ihre Reaktion auf die gebürtige Berlinerin hinter den Reglern war fast immer gleich: „Die kennen ja auch in den USA kaum ein Mädchen, das produziert. Hinzu kommt, dass ich weiß bin und aus Europa komme. Das hat sie zunächst schon alle überrascht, aber letztlich fanden sie das alle sehr geil. Und beim dritten Aufeinandertreffen wird man dann schon lockerer und alles läuft freundschaftlicher ab.“
In Deutschland hat sie, nicht erst seit ihrem Titel als „Produzent des Jahres“ (JUICE-Awards 2003), sowieso die freie Auswahl. Was nicht nur Features von Xavier Naidoo, Curse, Olli Banjo oder Azad zur Folge hat, sondern auch ungewöhnliche Kombinationen wie jene von Beginner Eißfeldt mit Mia-Sängerin Mieze. Und dass hier auch scheinbar Unmögliches möglich gemacht wird, belegt die erste Single „O.K.“, die nach ihrer Ankündigung die nationalen HipHop-Foren schier zum Bersten brachte. Die zwei unbestreitbar besten MCs Deutschlands finden sich hier trotz Beef-Kolportage zum alles niederbrennenden Pas de Deux: Kool Savas und Samy Deluxe! „Klar war es mal nötig, die zwei Allerbesten auf einem Beat zusammenzubringen“, erzählt Melanie. „Aber der Track ist auch als Stinkefinger Richtung Internet-Theoretiker zu verstehen. Die Leute sollen gar nicht denken, dass sie irgendwas wissen, nur weil die Gerüchteküche brodelt und brodelt. Es kotzt einen voll an, wenn Leute, die nichts mit einem zu tun haben, glauben, alles zu wissen.“ Deshalb ist der Track, auch wenn Melbeatz so eine Heraushebung eigentlich „scheiße“ findet, einer ihrer Favourites auf „Rapper’s Delight“, das die Antwort auf die Titelfrage gleich 17 Tracks stark selber gibt: „Das geht für Deutschland nicht zu toppen, die nächsten Jahre nicht.“ Das ist nicht „scheiße“, Melanie, das ist die Wahrheit. Es sei denn, dein nächstes Album löst die hier abgegebenen Versprechen auf einem kaum vorstellbaren noch höheren Niveau ein. Schließlich stehen auf der Wunschliste auch noch Leute wie Nas und Mary J- Blige. Und aus deren Mund wird ein fettes „Optik Boom“ den Stellenwert nur noch unterstreichen, den das junge Label Optik Records, und mit ihm „Herz“ und „Hirn“ Melbeatz und Savas, mittlerweile auch international eingenommen haben.
Auf diesem Tätigkeitsfeld kannte man bislang eigentlich nur Missy Elliott. Und wird Melanie deshalb gefragt, warum nur so wenige Frauen HipHop auch produzieren, hüllt sie sich in spöttisches Schweigen: „Nicht schon wieder die Frauen-Frage!“. Es ist eben, wie es ist. Das Rüstzeug für diesen Ausnahmefall hat Melbeatz von ihrem Freund bekommen. Der hatte einen Sampler mit nach Hause gebracht, der nicht nur Mel´s Neugier herausforderte, sondern auch ihre verborgenen Talente zum Tragen brachte. Bereits 1997 gibt´s den ersten Beat auf Tape, ein paar Veröffentlichungen später auch die Gewissheit, dass hier - und nicht im Realschulabschluss - ihre Zukunft liegen könnte. Vielleicht, weil man gerade als produzierende Frau die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Mit Sicherheit aber, weil ihre Produktionen anders klingen, als der Rest aus deutschen Landen. Einen Melbeat erkennt man sofort, was möglicherweise an der einzigen wirklich weiblichen Eigenschaft liegt, die man ihren Produktionen zusprechen kann: Ihrer Neugier. „Ich mache mich einfach nur locker. Schließlich habe ich nur aus Neugierde angefangen und einfach drauf los gemacht. Ich wollte ja eigentlich Grafikerin werden und nicht Produzentin. Deshalb gebe ich wahrscheinlich einen Fick drauf, wie sich der momentane HipHop-Sound anzuhören hat. Viele wollen unbedingt den neuen Neptunes-Sound machen oder Lil´ Jon. Ich will etwas machen, das neu ist.“
Deshalb jetzt auch das Album „Rapper’s Delight“, das eigentlich ihre erste eigenständige Eintrittskarte für den deutschen Markt werden sollte, möglicherweise aber bereits das Ticket bis in die USA beinhaltet. Der internationalen Qualität ihrer Produktionen wegen genauso, wie dank der Unzahl höchst prominenter Gastfeatures: Kanye West, Mobb Deep, die Alkoholiks, O.D.B. oder Thirstin Howl (um nur einige zu nennen) haben sich alle einen höchst eigenständigen Beat der Künstlerin gepickt. Und ihre Reaktion auf die gebürtige Berlinerin hinter den Reglern war fast immer gleich: „Die kennen ja auch in den USA kaum ein Mädchen, das produziert. Hinzu kommt, dass ich weiß bin und aus Europa komme. Das hat sie zunächst schon alle überrascht, aber letztlich fanden sie das alle sehr geil. Und beim dritten Aufeinandertreffen wird man dann schon lockerer und alles läuft freundschaftlicher ab.“
In Deutschland hat sie, nicht erst seit ihrem Titel als „Produzent des Jahres“ (JUICE-Awards 2003), sowieso die freie Auswahl. Was nicht nur Features von Xavier Naidoo, Curse, Olli Banjo oder Azad zur Folge hat, sondern auch ungewöhnliche Kombinationen wie jene von Beginner Eißfeldt mit Mia-Sängerin Mieze. Und dass hier auch scheinbar Unmögliches möglich gemacht wird, belegt die erste Single „O.K.“, die nach ihrer Ankündigung die nationalen HipHop-Foren schier zum Bersten brachte. Die zwei unbestreitbar besten MCs Deutschlands finden sich hier trotz Beef-Kolportage zum alles niederbrennenden Pas de Deux: Kool Savas und Samy Deluxe! „Klar war es mal nötig, die zwei Allerbesten auf einem Beat zusammenzubringen“, erzählt Melanie. „Aber der Track ist auch als Stinkefinger Richtung Internet-Theoretiker zu verstehen. Die Leute sollen gar nicht denken, dass sie irgendwas wissen, nur weil die Gerüchteküche brodelt und brodelt. Es kotzt einen voll an, wenn Leute, die nichts mit einem zu tun haben, glauben, alles zu wissen.“ Deshalb ist der Track, auch wenn Melbeatz so eine Heraushebung eigentlich „scheiße“ findet, einer ihrer Favourites auf „Rapper’s Delight“, das die Antwort auf die Titelfrage gleich 17 Tracks stark selber gibt: „Das geht für Deutschland nicht zu toppen, die nächsten Jahre nicht.“ Das ist nicht „scheiße“, Melanie, das ist die Wahrheit. Es sei denn, dein nächstes Album löst die hier abgegebenen Versprechen auf einem kaum vorstellbaren noch höheren Niveau ein. Schließlich stehen auf der Wunschliste auch noch Leute wie Nas und Mary J- Blige. Und aus deren Mund wird ein fettes „Optik Boom“ den Stellenwert nur noch unterstreichen, den das junge Label Optik Records, und mit ihm „Herz“ und „Hirn“ Melbeatz und Savas, mittlerweile auch international eingenommen haben.
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