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Missy Elliott Biographie

Missy Elliott

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Ihr Name steht für Hits über Hits, beeindruckende Verkaufszahlen, einen unverwechselbaren Sound und „Pounds of Respect“ aus der Musikszene: Missy Elliott. Selten hat eine Künstlerin den Spagat zwischen Mainstream und Underground so überzeugend geschafft. Als Produzentin, Sängerin und Rapperin kreierte sie ihren unverwechselbaren Sound und schuf mit Supa Dupa Fly (1997), Da Real World (1999), Miss E… So Addictive (2001), Under Construction (2002), This Is Not A Test (2003) und The Cookbook (2005) echte Albumklassiker, die vor Kreativität und Innovation nur so strotzen und sich als sichere Chartgänger etablierten. Zwar immer wieder mit neuen Sounds überraschend, blieb ihr Style in den vergangenen 10 Jahren stets unverkennbar Missy.

Das erste Mal sorgte Missy als Gastrapperin auf dem von P. Diddy produzierten „Cold Rock A Party“ von MC Lyte für Aufsehen, und schon kurz darauf produzierte sie mit ihrem langjährigen Jugendfreund Timbaland ihr legendäres Durchbruchs-Debüt Supa Dupa Fly. Hits wie „The Rain (Supa Dupa Fly)“ oder „Sock It To Me“ gelten bis heute als zeitlose Klassiker des HipHop. Das darauf folgende Album Da Real World war nicht minder erfolgreich und manifestierte Missys Ruf als weibliche Nr. 1 im Rapping-Game mit Tracks wie „All N My Grill“, „Hot Boyz“ und „She’s A Bitch“ sowie den Features von Nas, Eve, Outkast u.a..

Mit Miss E... So Addictive und Under Construction feierte die Elliott dann ihre größten Erfolge und erreichte dank der Bahn brechenden Singles „Get Ur Freak On“, „One Minute Man“, „4 My People”, „Work It” und „Gossip Folks” gleich mehrfach Platin-Status. Weitere Meilensteine ihrer erfolgreichen Karriere folgten 2003 mit dem Album This Is Not A Test und dem 2005 releasten Werk The Cookbook.

Volle vier Grammys gehen auf Missys Konto, nämlich für „Get Ur Freak On“ (2001, Best Rap Solo Performance), „Scream, a.k.a. Itchin’“ (2002, Best Female Rap Solo Performance), „Work It“ (2003, Best Female Rap Solo Performance) und für ihren jüngsten Hit „Lose Control“ (2005, Best Short Form Music Video).

Jetzt fordert die bestverkaufende weibliche Hip-Hop-Künstlerin aller Zeiten, Missy Elliott, mit ihrem im September erscheinenden Best-Of-Album das ein, was ihr schon lange gebührt: „Respect M.E.“ lässt ihr bisheriges Schaffen beeindruckend Revue passieren und enthält 17 Hits der Grande Dame des US-Hip-Hop. Highlights aus allen 6 Studioalben, wie die Singles Get Ur Freak On, Work It, All N My Grill, Pass That Dutch und Lose Control, geben einen eindrucksvollen Überblick über Missys Geniestreiche in den vergangenen 10 Jahren und zeichnen das Portrait einer genialen und wandelbaren Künstlerin.

Die Single zum Album ist eine Clubbombe par excellence, deren Titel und Klang zeigt, wer im Biz das Sagen hat: „We Run This“ vermischt auf die Missy-Elliott-typische Weise einmal mehr perfekte Old-School-Styles mit zeitgenössischem Vibe und modernsten Gimmicks.
Respect her! - RESPECT M.E. ...!
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Missy macht Ernst. Und das macht Spaß. „This Is Not A Test“ heißt das fünfte Album der multitalentierten, zigfach platin-veredelten und schon zweimal Grammy-ausgezeichneten Melissa Elliott, vor 31 Jahren in Richmond, Virginia, geboren, seit geraumer Zeit in einem lauschigen Appartement direkt über dem von Whitney Houston in Miami zu hause. Nach der enorm erfolgreichen Single „Pass That Dutch“- einem halsbrecherischen Kopfnicker und schweißtreibenden Arschschüttler, der schon am Tag des Promo-Releases die meisten Einsätze im gesamten US-Radio zählen konnte, erscheint am 24. November 2003 tatsächlich das neue Album des sympathischen Superstars.

Knapp ein Jahr nach ihrem letzten Doppelplatin-Album „Under Construction“ mit dem Allround-Nummer-1-Hit „Work It“. Nur wenige Monate nach ihrem gefeierten Auftritt mit Christina Aguilera, Britney Spears und Madonna (deren „Get Into The Groove“ sie neulich für ein GAP-Commercial remixte, in dem die beiden auch zusammen auftraten) bei den Video Music Awards („Work It“ gewann als „Video Of The Year“). Kurz nach dem Erfolg des von ihr produzierten Albums für Monica oder der neuen Single von Wyclef Jean, zu der sie auch im Video erscheint. In typischer Missy-Manier, also etwa drei Level über dem gewöhnlichen Workaholic, produzierte das immer gut gelaunte Genie zusammen mit Produzenten wie Craig Brockman, Nisan Stewart, den Soul Diggaz und natürlich dem nahezu unschlagbaren Timbaland, sowie mit Gästen von Jay-Z bis Monica, von Rapper Fabolous über den jamaikanischen Dancehall-Helden Elephant Man bis zu den Gospeldiven „The Clark Sisters“ ihr „absolutes Album“.

„Das hier ist definitiv und überhaupt kein Test“, bestätigt die stolze Schöpferin den Albumtitel. Schon im Intro, einer eher minimalistischen Hip Hop-Angelegenheit mit rauhen Beats und klimperndem Klavier, die sie spontan am 11. September dieses Jahres eingerapt hat, zitiert sie „Rapper’s Delight“ und nennt sich dann nicht nur „wholly human“, sondern auch „The Realest“: „I Sin But I Win“ ist ihr Motto. „Pass That Dutch“, als Vorabsingle schon aus dem Club bekannt, wirbelt sich mit allerhand Klatschbeats und Percussion, mit der jetzt schon legendären fünfsekündigen Verschnaufpause und dem Bootsy Collins-mäßigen Hook, direkt in die Tanzadern.

Beatmäßig ähnlich nah am oldschooligen Hardcore-Hip Hop liegt „Wake Up“ mit einem Gast-Rap von Jay-Z. Im Text mahnt sie nicht nur „Stop Selling Crack To The Black“ und gesteht, „Martin Luther King Fever“ zu haben, sondern beruhigt vor allem all jene, die „einen legalen Beruf ausüben und sich weder für Geld ausziehen, noch eine Waffe besitzen“ mit weisen Worten. „Das ist mir zwar alles sehr ernst, weil ich nicht will, dass wir uns weiter gegenseitig umbringen oder Steine in den Weg legen“, sagt Missy. „Aber keine Angst, ich werde nicht auf einmal zu „Reverend Elliott“. Ich sage einfach nur, was ich denke.“ Das tut sie auch, gemeinsam mit dem jamaikanischen Energy-God und Dancehall-Superstar Elephant Man (hierzulande nicht zuletzt wegen seines Cameos auf der aktuellen „Seeed“-Single bekannt), bei „Keep It Movin“. „Wind Your Waistline To The Bassline“ ist das Thema, zu dem sich Elephant Man rappend und Missy singend äußert. Ihre famosen Gesangstalente kommen auch auf „First Time“, ihrer Bearbeitung des Shalamar-Hits „Is This Our Last Time“ zur Geltung. Zum 80er-Soulgroove im modernisierten Klanggewand benutzt sie dabei gegenüber ihrem Reimpartner Fabolous sehr direkte Worte, was den Zustand ihrer geschlechtlichen Beziehung angeht: „Why don’t you f*** me like before? It felt so good, it made me cry!“.

Ähnlich brisant beginnt „I’m Really Hot“, wenn auch eher in musikalischer Hinsicht. „Als die ersten DJs das hörten, dachten sie wohl: „Jetzt ist sie total durchgedreht!“, lacht Missy. Ein stilechtes Ragtime-Intro, zu dem Missy monophonisch swingt, beginnt den Track. Dann geht es allerdings eher futuristisch zur Sache, wobei Missy es sich nicht nehmen lässt, 50 Cent zu zitieren, mit dem sie ja neulich erst in den USA auf Tour war. Zurück im Schlafzimmer widmet sich das grandiose „That’s What I’m Talking ´Bout“, das wunderbar an die besten Zeiten eines gewissen Prince erinnert, in erotisierendem Midtempo dem, was die Künstlerin selbst als „Baby Makin‘ Music“ bezeichnet. „Have You Ever Been In Bed With A Virgin?“ raunt sie und gesteht: „You Make The Freak Come Up Out Of Me“. Dem Hip Hop-Helden K-Solo, den heute wohl nur noch diejenigen kennen, die ihre Hausaufgaben nicht nur gut, sondern auch schon etwas länger machen, und natürlich den guten, alten, unschuldigeren Anfangszeiten dieser Musik, widmet sie im Geiste ihr „Spelling Bee“. Ganz wie damals der „Letterman“ buchstabiert sie bei dieser Nummer ihre Reime weitgehend durch.

Noch deutlicher wird sie eigentlich nur bei „Toyz“, einer ansteckend tanzfreudigen Discofunk-Hymne auf ihr liebstes Bett-Spielzeug. Gemeinsam mit einer, noch geheimen, Mitspielerin gesteht sie „Every Girl Must Have A Toy“, zählt dann aber gleich mehrere summende und surrende Objekte ihrer Begierde auf, um schließlich zu eröffnen: „I Discovered Something Better Than You“. „Alle Frauen, die das bisher gehört haben, lieben es“, meint sie, mehr als nur leicht errötend. „Wenn ich irgendjemandem damit Hilfe zur Selbsthilfe geben kann, habe ich mein Ziel erreicht. Und auch Männer sollten da wirklich ganz genau und gut zuhören!“ Eine Sirene wechselt sie Stimmung zu „Let It Bump“, einem speziellen Speaker-Zerstörer im Zusammenschluss mit Timbaland. Auch hier fallen zu postmodernen Beatbomben Heldennnamen wie Roxanne oder Big Daddy Kane.

Um dem Old School-Fass den Boden auszuschlagen, widmet sich Missy mit Monica außerdem einer „Bearbeitung“ des Salt’n’Pepa-Klassikers „Push It“. „Diese Musik hat sich sehr verändert, sogar in den paar Jahren, in denen ich dabei bin“, meint Missy. „Es ist vieles passiert, was uns und unserer Kunst Schaden zugefügt hat. Und da macht es schon Sinn, sich auch mal an die Ursprünge zu erinnern. Außerdem bin ich und war ich immer schon eine „Alte Seele“. Mein Vater hat Zuhause viel Al Green, James Brown, Roy Ayers, Stevie Wonder, Rick James und so gehört. Und ich liebe diese Musik nach wie vor!“

Die Midtempo-Pianoballade „So Real“, bei der Missy mal wieder zeigt, dass sie eben nicht nur eine zauberhafte Zeremonienmeisterin, sondern auch Sängerin der höchsten Liga ist, ist deshalb auch mehr Soul, als R&B. Mehr Gospel, als Soul, ist dagegen „I’m Not Perfect“, ein Supergroove, den sie gemeinsam mit den „Clark Sisters“, ihrem allerliebsten Gospelquartett, besingt. Ebenfalls verdammt groovy, dafür eher weltlich, ist „Fix My Weave“, ein Zugeständnis an die Pflegebedürftigkeit eingeflochtener Haarpracht (also auch an ihre eigene neue Frisur). Bei „Mary Jane“ könnte man auf den falschen Gedanken kommen, Missy Elliott würde wieder rauchen. Dem ist nicht so. Es geht nur um ein bekifftes Gefühl, diesen unbeschwerten, sorglosen, sagenhaften Sinnenrausch. Die Empfehlung „This Should Be Played At High Volume, Preferably In A Residential Neigborhood“ könnte sich übrigens auf das gesamte Album beziehen. Man will es nicht nur laut hören, sondern vor allem immer und immer wieder.

Kein Zweifel, aus der Testphase sind dieses Werk und seine kreative Kraft längst heraus. „This Is Not A Test“ macht ernsthaft Spaß.
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