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Mousse T. Biographie

Mousse T.

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Wenn von Mousse T. die Rede ist, dann fällt es schwer, mit Superlativen zu geizen. Es gibt wohl kaum eine DJ- und Producerpersönlichkeit von internationalem Format, die einen ähnlich erfolgreichen Weg hinter sich hat wie der 1966 in Hagen geborene Mustafa Gündogdu alias Mousse T. Kurzer Auszug gefällig?

Ein enorm erfolgreiches und weltweit anerkanntes eigenes Label namens Peppermint Jam, aussergewöhnliche Qualitäten als DJ und „Trendscout“, Remixes und Produktionen für die halbe Pop-Welt (von Michael Jackson und Backstreet Boys über Simply Red und Gloria Estefan bis Quincy Jones und Toni Braxton). Nicht zu vergessen natürlich Welthits aus eigener Feder, wie etwa „Horny“ oder „Sex Bomb“, letzteres der Comeback-Zünder für „den Tiger“ Tom Jones. Da ist es nicht verwunderlich, dass weitere legendäre Figuren wie etwa der P-Funk-Bassist Bootsy Collins ihr musikalisches Schicksal dieser Tage komplett in Mousse T.’s Hände legen. Denn der macht sowohl als brillianter Songwriter als auch an den Reglern im Studio eine mehr als gute Figur – nicht zuletzt diese Tatsache hat ihm 1998 als ersten Europäer eine Grammy-Nominierung im Bereich „Bester Remixer“ eingebracht.


Als Mousse T. 1990 sein erstes eigenes Studio in Hannover bezieht, ahnt noch niemand etwas davon, dass dieser Mann einmal Musikgeschichte schreiben wird. Am allerwenigsten sicherlich Mousse T. selber. Zu der Zeit ist er Keyboarder der lokalen Band „Fun Key B.“ und lernt 1992 die Inhaber des renommierten Hannoveraner Peppermint Park-Studios kennen. Dort erweitert Mousse das Repertoire der Firma konsequent in Richtung Dancefloor und gründet ein Jahr später mit den Peppermint Park-Besitzern und seinem Business-Partner Errol Rennalls das Label „Peppermint Jam Records“. Gleichzeitig beginnt Mousse T., sich auch als DJ überregional einen Namen zu machen. Als 1996 DJ- und Producer-Kollegen wie Boris Dlugosch und Michi Lange zu Peppermint Jam stossen, steht das Label schon fest auf der nach oben anscheinend offenen Erfolgsleiter. Mousse T. hat zu dieser Zeit bereits Remixes für u.a. Ziggy Marley, Mezzoforte und Randy Crawford gemacht – und als die erste Boris Dlugosch-Single namens „Keep Pushin’“ auf Peppermint Jam erscheint (die natürlich auch unter Mousse T.’s Beteiligung entsteht), ist klar, dass Peppermint Jam-Veröffentlichungen immer öfter sofort zu „instant club classics“ werden. Mousse T. und Peppermint Jam sind auf dem richtigen Weg...


1998 dann folgt die enorm erfolgreiche Single „Horny“, die Mousse T. jetzt auch als Solo-Künstler etabliert, seinen Namen weltweit in die Charts katapultiert. Und „Horny“ ist ein gutes Beispiel für die Durchschlagskraft von Pepppermint Jam-Tracks der neueren Generation: sie loten mit wachsendem Erfolg und zunehmender Präzision die Schnittstelle zwischen feinen House-Vibes, druckvollem Dancefloor-Schub und Charts-Kompatibilität aus.


Bestes Beispiel neben „Horny“ sicherlich der Riesen-Hit „Sing It Back“ von Moloko, der durch die Remixes der Peppermint Jam-Producer weltweit die Hitlisten stürmt und gleichzeitig für Begeisterung in den Clubs sorgt. Es ist ganz sicher diese reizvolle Mischung aus Anspruch und enormer kommerzieller Potenz, die immer mehr für Peppermint Jam und den Output von Mousse T. steht.


Beflügelt durch den enormen Erfolg mit „Horny“ und „Sex Bomb“ (letzteres eine der meistverkauften Singles des Jahres 2000) arbeitete Mousse T. hart und konsequent an dem nun vorliegenden "Gourmet De Funk", seinem ersten Longplay-Album als Solo-Künstler. Gleichzeitig geht auch Peppermint Jam als Label und Produktionsfirma in die nächste Runde: ein neuer, beeindruckender Studiokomplex auf dem vormaligen Expo-Gelände in Hannover, neue Produzenten- und DJ-Talente wie Can7 oder Torso, komplette Album-Produktionen für Legenden wie Bootsy Collins und eine ständig wachsende weltweite Wahrnehmung – Mousse T. und Peppermint Jam haben es weit gebracht.

Wer aber gedacht hat, man würde sich in Hannovers Hitschmiede mit dem Erreichten zufrieden geben, der irrt. Wer Mousse T. kennt, der weiß, dass das erst der Anfang war - eindrucksvoll nachzuhören auf "Gourmet De Funk". Eine Single-Auskoppelung auf diesem außergewöhnlich vielfältigen Album zu finden ist nicht leicht gefallen. Die Entscheidung fiel letztendlich auf „Fire“. Die Vocals stammen von Emma Lanford. Emma und Mousse T. kennen sich seit vielen Jahren und haben bereits 1998 mit dem Projekt „Mousse T. vs. Hot `N Juicy“ zusammengearbeitet.

Der Longplayer präsentiert Mousse T. in Bestform: Die vierzehn Tracks vereinen alle Trademarks des Künstlers und zeigen sich in beeindruckender stilistischer Vielfalt. Das coole Titelstück etwa wäre die perfekte Untermalung für Filme wie "Get Shorty" oder "Jackie Brown". "Toscana" - nomen est omen - entführt den Hörer assoziativ in die historische Landschaft und Region Italiens. "C-Movie" spielt ironisch mit den Klängen von Erotik-Streifen. "Negril Blues" dagegen ist club-kompatibler Reggae pur. Zahlreiche renommierte Gast-Stars machen "Gourmet De Funk" zu einem absoluten Highlight. Mit den Fine Young Cannibals und ihrem Sänger Roland Gift liefert Mousse T. eine neue Version ihres Klassikers "Johnny". Dem "Tiger" Tom Jones verpasst er eine Jazz-Fassung des Hits "Sexbomb". Überhaupt: Der Jazz hat es Mousse T. auf "Gourmet De Funk" angetan. Man höre nur das den Headhunters alle Ehre machende "Libra" oder die jüngste Interpretation seines Welt-Hits "Horny" - Überraschungseffekt mehr als garantiert.
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