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Ok Go Biographie

Ok Go

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Schluss mit dem grauen Alltag. Stürzen wir uns lieber mitten hinein in die kunterbunte Popwelt von Ok Go. Sie sind skurril. Sie sind smart. Sie sind definitiv this year's model. Gleichwohl scheint dieses Power-Pop-Quartett aus Chicago per Zeitmaschine einer Erlebniszone entkommen zu sein, in der so Bands wie die Cars und Cheap Trick mit Rock'n'Roll ihren Schabernack trieben. Eine entsprechende Mixtur aus verspieltem New Wave und pointiert-witzigen Lyrics findet man nun auf ihrem Debütalbum "Ok Go", das von der amerikanischen Presse in höchsten Tönen gelobt wird. "A pop band ready to break big", titelte die Washington Post - und die Chancen stehen denkbar gut. Seit ihre Single "Get Over It" in dem Playstation-Spiel Madden NFL 2003 aufgetaucht ist, haben sie quasi ihren eigenen Superbowl gewonnen. Der wetterfeste Glitter-Popsong mit den wollweichen Pixies-Gitarren avancierte in der Folge zum landesweiten Radiohit und das Debütalbum schoss direkt auf Platz eins jener Billboard-Charts, die unter dem Titel Heatseekers firmiert und ausschließlich Newcomer aufnimmt.

Auf ihrem Weg zu landesweiter Popularität hat den Jungs aus Windy City auch ein weiteres ungewöhnliches Engagement geholfen. Vor etwas mehr als zwei Jahren wurden Ok Go von Ira Glass in seine Radioshow "This American Life" eingeladen. Der pfiffige Moderator, dem sogar nachgesagt wird, mit seinen Wortbeiträgen das Radio neu erfunden zu haben, hatte offensichtlich so viel Spaß mit Ok Go, dass er die Band für seine Radioshowtournee als Begleitband einlud. Auch auf der Homepage von Ok Go hat Ira Glass seiner Begeisterung Ausdruck verliehen: "Als Ok Go bei ‚This American Life' auftraten, beendete die Band jede unserer Shows mit einer Tanznummer, die sie ausgeheckt hatten. Es war eine glänzend choreographierte Parodie auf Boy-Bands und brachte das Publikum zum toben. Die Leute lagen ihnen zu Füßen. Die Hälfe der Tanzbewegungen, darauf kann ich schwören, kam von Cheerleadern. Es war faszinierend zu beobachten, wie diese Indie-Rock-Boys das zuwege brachten. Bei jeder Performance konnte ich mein Glück kaum fassen."

Mittlerweile ist "Get Over It" so etwas wie der Vorzeigehit von Sänger, Songwriter und Gitarrist Damian Kulash und seinen drei Mitstreitern Tim Nordwind (Bass), Dan Konopka (Schlagzeug) und Andy Duncan (Keyboards, Gitarre). Kennen gelernt haben sie sich im Laufe ihrer Schulzeit (Feriencamp, Highschool, College) und 1999 dann endgültig als Band formiert. Heute teilen sie sich das Management mit They Might Be Giants, die ja auch für ihren absurden Humor bekannt geworden sind. Und Bands wie Weezer haben mit Ok Go nun ernstzunehmende Konkurrenz bekommen. Die musikalische Vorliebe für die Harmonien der Beach Boys und der Beatles spürt man bei OK Go ebenso wie den Einfluss des schelmischen Intellekts von Elvis Costello, dessen "Oliver's Army" sie ebenso in ihrem Live-Repertoire haben wie Post-Punk-Evergreens von Adam Ant.

Besser altmodisch gut als neumodisch schlecht. Nach dieser Devise handeln und klingen Ok Go. Live haben sie die ganze Ochsentour mitgemacht, der man sich als Neuling unterziehen muss, um bekannt zu werden. Sie haben in Plattenläden Akustiksets gegeben, spielten auf der Talentbörse South By Southwest in Austin, Texas, gingen mit den Cranberries, den Vines und mit Phantom Planet auf Tournee. Der Einsatz hat sich bezahlt gemacht. Sie wurden von Conan O'Brien und Jay Leno in Late Night Shows eingeladen, MTV 2 hat "Get Over It" auf Rotation genommen. Und das Debütalbum ist eine rundum gelungene Eulenspiegelei, ein Panoptikum aus locker flockigen Melodien, sonnigen Arrangements und Texten, über die der ganze Campus lacht. Kein Wunder, dass Songs wie "You're So Damn Hot" und "Return" als "curiously catchy" (Alternative Press) gepriesen werden. Popmusik so licht wie ein strahlender Frühlingsmorgen. Ok, go for it!
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