Okkervil River Biographie
Okkervil River
Okkervil Rivers erste Veröffentlichung auf Jajaguwar “Don´t Fall In Love With Everyone You See“ enthielt einen Song namens „Listening To Otis Redding At Home During Christmas“. Bei selbigem handelte es sich um eine Art Adaption von Otis Reddings „I´ve Got Dreams To Remember“, in der der Erzähler auf überaus gewitzte Weise seine persönlichen Erfahrungen mit besagter Nummer schildert, bevor der Song dann im letzten Refrain explodiert und in einem ebenso unverfrorenen wie überschwinglichen Cover des Soul-Klassikers kulminiert. Auf ihrer neuesten Platte vollbringt die Band um Mastermind Will Sheff nun ein noch schwierigeres Kunststück. Sheff hat sich diesmal eines relativ unbekannten Textes namens „Black Sheep Boy“ angenommen, welcher ursprünglich aus der Feder von Sixties-Folk-Pop-Legende Tim Hardin stammt. Ausgehend von diesem eher kurzen Song (der gleich zu Beginn des Albums auch zitiert wird) vollzieht Sheff eine traumhaft-trügerische Geisterbeschwörung der Titelfigur, die sich über mehrere, allesamt äußerst surreal wirkende Kapitel erstreckt.
Okkervils 2003er Album „Down The River Of Golden Dreams“ wurde von der Kritik in höchsten Tönen gelobt, in der Jahresbestenliste des US-amerikanischen Indie-Mags MAGNET etwa landete die Scheibe auf Platz 8. Besagte Publikation ging sogar noch einen Schritt weiter, verglich die Platte mit Neutral Milk Hotels Meisterwerk „In The Aeroplane Over The s Sea“, und schrieb: „Okkervil River besitzen eine Art mythisches Genie“, und der Rolling Stone stellte fest: „Will Sheff, Sänger/Songwriter des Grusel-Country-Quartetts Okkervil River, steht auf der Schwelle zu weltweiter Berühmtheit“. Lobeshymnen, die beileibe kein Einzelfall blieben und alle gespannt warten ließen auf das Nachfolgewerk.
„Black Sheep Boy“ ist ein sehr ambitioniertes und auch „filmisches“ Album, das zu gleichen Teilen Liebesgeschichte und Fabel für Erwachsene darstellt. Die Platte erinnert an die reife Songwriter-Kunst auf Leonhard Cohens „New Skin For The Old Ceremony“, and die Rafinesse von Scott Walkers “Scott 4”, an das scheppernde Zeitlupen-Draufgängertum von Neil Youngs “On The Beach” und an die ungezügelte Rohheit und die Effekt-Kunstgriffe auf Big Stars “Third/Sister Lover”. Eine Platte, die - entgegen aller musikalischer Anstandsregeln - in purem Pop, treibenden Rock’n’’Roll und schmachtendem Country schwelgt, und diese Melange zusätzlich mit den wunderlichsten Wortspielen würzt. Außerdem haben Okkervil River traditionelle Instrumentarium einer Folkband von Mandoline, Harmonium, Steel-Guitar, Wurlitzer-Piano, Streichern und Bläsern durch bis hin zu in diesem Genre eher unübliche Klänge wie Spielzeugkeyboards, digital verfremdete Geräusche aus der freien Wildbahn sowie schmutzig-verzerrte Gitarren-Fetzen ergänzt. Das Resultat klingt so noch sehnsüchtiger als Okkervil Rivers frühere Alben, wobei auch Spaß noch größer als früher ist.
Den Großteil der Songs auf „Black Sheep Boy“ hat Will Sheff geschrieben, nachdem er 2003 sein Haus verkaufte, um anschließend ein komplettes Jahr damit zu verbringen, mit „Down The River Of Golden Dreams“ durch die Staaten zu touren. In den Wochen, in denen er frei hatte, reiste er aufs Geratewohl kreuz und quer durchs Land. Nachdem die Band einen Großteil der neuen Songs während diverser Tourneen mit Califone, John Vanderslice, Azure Ray, Coco Rosie und Clem Snide am Publikum erprobt hatte, zogen sich Sheff & Co. nach Austin/Texas zurück, wo sie in einer blechgedeckten Hütte ohne Klimaanlage weiter an den Arrangements feilten. Für die Aufnahmen entschied man sich dann, das Heimstudio von Brian Beattie (seines Zeichens Ex-Mitglied der legendären Austiner Kapelle Glass Eye und in der Vergangenheit auch schon als Produzent von Daniel Johnston in Erscheinung getreten) zu nutzen, welcher auch schon Okkervil Rivers erste Platte auf Jagjaguwar produziert hatte.
Für die Produktion von „Black Sheep Boy“ räumte Beattie sein Haus komplett leer, verlegte Unmengen von Kabeln und stellte in den Korridoren an vorher genauestens ausgesuchten Stellen Mikrophone auf. Der Großteil der Songs wurde - meist mitten in der Nacht - live aufgenommen Die Ergebnisse dieser Sessions wurden dann von der Band in Beatties ebenso dunklen wie winzigen Hinterhof-Schuppen geschleppt, wo sie das eigenartige Geschöpf einiger äußerst heikler chirurgischer Eingriffe unterzog. Mit anderen Worten: ihm wurden Hörner aufgepfropft und zusätzliche Organe eingepflanzt, und hin und wieder erfolgte eine zusätzliche, gewaltsame Stimulation durch misstönende Stromstöße. Während dieses Prozesses wurde Okkervils Rivers langjähriger Kompagnon Will Schaff (welcher in der Vergangenheit auch schon Cover für Godspeed You Black Emperor und Songs:Ohia gestaltete) dazugeholt, um für die Öffentlichkeit ein paar Zeichnungen von der wunderlichen Kreatur anzufertigen. Als die Band dann irgendwann das Gefühl hatte, dass die Chimäre nun auch tatsächlich lebensfähig war, wuschen sie diese ein wenig, gaben ihr mit ein paar Streicher-Arrangements ein etwas zivilisierteres Äußeres, zwängten sie in einen Zweireiher und entließen sie so in die große, weite Welt. Mit großem Stolz stellen Okkervil River nun ihr neuestes Familienmitglied vor: den Black Sheep Boy. Er will einfach nur euer Freund sein.
Okkervils 2003er Album „Down The River Of Golden Dreams“ wurde von der Kritik in höchsten Tönen gelobt, in der Jahresbestenliste des US-amerikanischen Indie-Mags MAGNET etwa landete die Scheibe auf Platz 8. Besagte Publikation ging sogar noch einen Schritt weiter, verglich die Platte mit Neutral Milk Hotels Meisterwerk „In The Aeroplane Over The s Sea“, und schrieb: „Okkervil River besitzen eine Art mythisches Genie“, und der Rolling Stone stellte fest: „Will Sheff, Sänger/Songwriter des Grusel-Country-Quartetts Okkervil River, steht auf der Schwelle zu weltweiter Berühmtheit“. Lobeshymnen, die beileibe kein Einzelfall blieben und alle gespannt warten ließen auf das Nachfolgewerk.
„Black Sheep Boy“ ist ein sehr ambitioniertes und auch „filmisches“ Album, das zu gleichen Teilen Liebesgeschichte und Fabel für Erwachsene darstellt. Die Platte erinnert an die reife Songwriter-Kunst auf Leonhard Cohens „New Skin For The Old Ceremony“, and die Rafinesse von Scott Walkers “Scott 4”, an das scheppernde Zeitlupen-Draufgängertum von Neil Youngs “On The Beach” und an die ungezügelte Rohheit und die Effekt-Kunstgriffe auf Big Stars “Third/Sister Lover”. Eine Platte, die - entgegen aller musikalischer Anstandsregeln - in purem Pop, treibenden Rock’n’’Roll und schmachtendem Country schwelgt, und diese Melange zusätzlich mit den wunderlichsten Wortspielen würzt. Außerdem haben Okkervil River traditionelle Instrumentarium einer Folkband von Mandoline, Harmonium, Steel-Guitar, Wurlitzer-Piano, Streichern und Bläsern durch bis hin zu in diesem Genre eher unübliche Klänge wie Spielzeugkeyboards, digital verfremdete Geräusche aus der freien Wildbahn sowie schmutzig-verzerrte Gitarren-Fetzen ergänzt. Das Resultat klingt so noch sehnsüchtiger als Okkervil Rivers frühere Alben, wobei auch Spaß noch größer als früher ist.
Den Großteil der Songs auf „Black Sheep Boy“ hat Will Sheff geschrieben, nachdem er 2003 sein Haus verkaufte, um anschließend ein komplettes Jahr damit zu verbringen, mit „Down The River Of Golden Dreams“ durch die Staaten zu touren. In den Wochen, in denen er frei hatte, reiste er aufs Geratewohl kreuz und quer durchs Land. Nachdem die Band einen Großteil der neuen Songs während diverser Tourneen mit Califone, John Vanderslice, Azure Ray, Coco Rosie und Clem Snide am Publikum erprobt hatte, zogen sich Sheff & Co. nach Austin/Texas zurück, wo sie in einer blechgedeckten Hütte ohne Klimaanlage weiter an den Arrangements feilten. Für die Aufnahmen entschied man sich dann, das Heimstudio von Brian Beattie (seines Zeichens Ex-Mitglied der legendären Austiner Kapelle Glass Eye und in der Vergangenheit auch schon als Produzent von Daniel Johnston in Erscheinung getreten) zu nutzen, welcher auch schon Okkervil Rivers erste Platte auf Jagjaguwar produziert hatte.
Für die Produktion von „Black Sheep Boy“ räumte Beattie sein Haus komplett leer, verlegte Unmengen von Kabeln und stellte in den Korridoren an vorher genauestens ausgesuchten Stellen Mikrophone auf. Der Großteil der Songs wurde - meist mitten in der Nacht - live aufgenommen Die Ergebnisse dieser Sessions wurden dann von der Band in Beatties ebenso dunklen wie winzigen Hinterhof-Schuppen geschleppt, wo sie das eigenartige Geschöpf einiger äußerst heikler chirurgischer Eingriffe unterzog. Mit anderen Worten: ihm wurden Hörner aufgepfropft und zusätzliche Organe eingepflanzt, und hin und wieder erfolgte eine zusätzliche, gewaltsame Stimulation durch misstönende Stromstöße. Während dieses Prozesses wurde Okkervils Rivers langjähriger Kompagnon Will Schaff (welcher in der Vergangenheit auch schon Cover für Godspeed You Black Emperor und Songs:Ohia gestaltete) dazugeholt, um für die Öffentlichkeit ein paar Zeichnungen von der wunderlichen Kreatur anzufertigen. Als die Band dann irgendwann das Gefühl hatte, dass die Chimäre nun auch tatsächlich lebensfähig war, wuschen sie diese ein wenig, gaben ihr mit ein paar Streicher-Arrangements ein etwas zivilisierteres Äußeres, zwängten sie in einen Zweireiher und entließen sie so in die große, weite Welt. Mit großem Stolz stellen Okkervil River nun ihr neuestes Familienmitglied vor: den Black Sheep Boy. Er will einfach nur euer Freund sein.
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