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Pandora Biographie

Pandora

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Abba, Roxette, Ace Of Base... Schwedens Popszene ist reich an Erfolgsgeschichten. Auch Anneli Magnusson alias Pandora hat in den letzten Jahren einige wichtige Kapitel dazu geschrieben. Seit ihre Debütsingle "Trust Me" 1993 zur meistverkauften Single des Jahres avancierte und das Debütalbum "One Of A Kind" in Schweden und Finnland mit Gold prämiert wurde, ist die blonde Sängerin Stammgast in den skandinavischen Bestenlisten. Und nicht nur dort. In Japan erreichen ihre Alben und Singles regelmäßig hohe Hitparadenplatzierungen sowie Gold- und Platinstatus. Zuletzt schaffte die überzeugte Vegetarierin auch in Australien mit der Goldsingle "A Little Bit" und einer ausverkauften Tournee durch alle großen Städte den Durchbruch.

Hierzulande ist Pandora dagegen fast noch eine Newcomerin. Die Betonung liegt auf fast, denn völlig unbekannt ist die schwedische Dance-Pop-Sensation nicht. Universal Music veröffentlichte bereits 1996 und 1997 die Alben "Tell The World" und "Changes". Ihren bislang größten Erfolg in Deutschland - und das nicht nur bei Wintersportfans - feierte Pandora 1998 mit dem Song "Spirit To Win", der von der ARD als offizielle deutsche Olympia-Hymne für die Berichterstattung von den Spielen in Nagano ausgewählt wurde. Doch das war nur die Pflicht. Jetzt folgt mit ihrem achten Album "Won't Look Back" die Kür, und die hat es in sich.

Pandoras langjähriger Komponist, Produzent und Keyboarder Mats Nyman, Brian Rawlin vom erfolgreichen Produzenten- team Metro (Cher, Dion'>Celine Dion, Turner'>Tina Turner), die Songautoren Kee Marcello, Diane Warren und Peter Bladh sowie eine handverlesene Musiker-Crew um Gitarrist Bengi Anderson haben ganze Arbeit geleistet. Vom leichtfüßigen Titelsong über die hochgradig hitverdächtige erste Single "Don't Worry" bis zum funkigen Duett mit Eric Martin von Mr. Big, "Every Second Beat", vom R&B-lastigen "I Found Love" über die zackigen Breakbeats des Cembalo-Tracks "Anyway" bis zu den geradlinigen Discofloorfillern "Crazy Way About You" und "I Need To Know" demonstriert Pandora eindrucksvoll, dass sie die gesamte Klaviatur moderner Dance-Musik perfekt beherrscht.

"Won't Look Back" sorgt aber nicht nur wegen der stimulierenden Grooves für erhöhte Pulsfrequenz. Auch alles andere ist vom Feinsten: Die Melodien sind purer Pop, die Texte über Liebe und Verlust reine Leidenschaft, die Arrangements internationale Güteklasse, und Pandoras Stimme ist schlichtweg umwerfend. Selbst große Balladen meistert sie mit Bravour. Ein neunmonatiger Kurs in bewusster Atemtechnik und die Mitwirkung in einem Gospelchor zeigen Wirkung. Man höre nur ihre Performance von "I'm The Better Woman": Die hat Titanic/Pearl Harbour-Format und ist wahrlich ein krönender Abschluss eines Albums, dessen spritzigem club-kompatiblen Song-, Sound- und Rhythmus-Cocktail man sich vom ersten Moment an nicht mehr entziehen kann.

Pandoras Karriere als Sängerin begann im frühesten Alter. "Mein Vater hat als erster mein musikalisches Talent entdeckt", schmunzelt die Schwedin. "Als Baby summte ich doch schon richtige Melodien, bevor ich überhaupt sprechen konnte." Aufgewachsen mit fünf Geschwistern spielte Musik im Haus der Magnussons immer eine zentrale Rolle. "Im Wohnzimmer hing eine Gitarre an der Wand und in der Ecke thronte eine imposante elektrische Orgel", erinnert sich Pandora. "Als ich ungefähr neun war, fing ich an mit meinem Bruder Musik zu machen."

Pandora fand Gefallen an Rock- und Popmusik, an den Folksongs Bob Dylans und dem Blues von Eric Clapton. Aber ihr größtes Idol hieß Mark Knopfler. "Meine älteren Geschwister hörten das Dire Straits Album immer und immer wieder. Mir gefiel 'Sultans Of Swing' am besten. Ich saß stundenlang in meinem Zimmer und versuchte, das Solo auf meiner akustischen Gitarre nachzuspielen." Mit 14 trat sie bereits in einem Dorfcafé mit Songs von Bob Dylan und Cat Stevens auf. Kurze Zeit später sang sie in diversen Soul-, Funk- und Gospelbands. Im Alter von 16 Jahren ging sie an das Musik-Kollegium in Västerås bei Stockholm. Hier nahm sie Gesangsunterricht und lernte klassische Gitarre. Pandora schwärmt noch heute von der speziellen Atmosphäre des Kollegiums. "Alle Studenten zeigten Leidenschaft für Musik. Ich hatte die Gelegenheit mit einigen wirklich brillanten Musikern zusammenzuspielen. Es war genau das, was ich mein ganzes Leben immer schon machen wollte."

Während ihrer Zeit in Västerås suchte das Produzenteam Hit Vision alias Martin Ankelius, Peter Johannson und Hendrik Anderson eine Sängerin. Das Kollegium schlug Pandora vor, die sich rasch als Idealbesetzung für die melodischen Dance-Kompositionen des Trio erwies. Im Winter 1993/94 unterschrieb das hoffnungsvolle Jungtalent einen Plattenvertrag und veröffentliche seine Debütsingle "Trust Me", die auf Anhieb die Charts eroberte. Damit begann ein großes schwedisches Erfolgsmärchen, das jetzt mit "Won't Look Back" auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz fortgesetzt wird.
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