Du bist hier: Musik-Base » Bands » Interpreten mit S » Saosin » Biographie

Saosin Biographie

Saosin

Saosin_medium
"Saosin ist ein chinesisches Sprichwort aus dem 15. Jahrhundert. Es bedeutet 'kleines Herz'. Väter verheirateten damals ihre jüngsten Söhne für Geld mit Frauen aus reichen Familien. Sie rieten ihnen, da sie nicht aus Liebe heirateten, sollten sie ihre Frauen emotional auf Distanz halten, denn diese könnten ja jederzeit sterben. Also liebten die Söhne ihre Ehefrauen nur mit kleinem Herz. Ich habe alle meine Bands so genannt und schreibe Songs über das Thema. Korrekt wird es 'say-ocean' ausgesprochen, aber die heutigen Bandmitglieder und die Fans sagen 'say-oh-sin'." Anthony Green, Ex-Sänger von Saosin

Ein exotischer Bandname sorgt zwar für Aufmerksamkeit. Gleichwohl braucht es einiges mehr um langfristig aufzufallen. Bei Saosin ist es vor allem die Musik, die augenblicklich aufhorchen lässt. Denn einen derart emotional packenden und energiegeladenen, von zwei mächtig auftrumpfenden Gitarristen angetriebenen Mix aus Emocore, Metal, Punk und Pop wie er auf dem titellosen Debütalbum der kalifornischen Gruppe zu hören ist, findet man wahrlich nicht alle Tage. Tatsächlich zeigt das Quintett aus Newport Beach Qualitäten, von denen andere Bands der Post-Hardcore-/Alternative-Szene nur träumen können. Die Kompositionen sind durchweg exzellent. Jeder Song avanciert dank fesselnder Hooklines und des oft mehrstimmigen Gesangs zur Welt umarmenden Hymne. Härte und Melodie ergänzen sich perfekt und die Leidenschaft, mit der Beau Burchell (g, voc), Justin Shekoski (g, voc), Chris Sorenson (b, voc) und Alex Rodriguez (dr) zu Werke gehen, ist schlicht ehrfurchtgebietend. Zudem haben Saosin mit Cove Reber einen charismatischen Frontmann, der nicht nur blendend aussieht, sondern auch ein exorbitanter Sänger ist, ausgestattet mit einer messerscharfen, bis in höchste Tonleiterregionen hinaufreichenden Stimme. Ganz gleich, ob er flüstert oder schreit, engelsgleich oder akrobatisch intoniert, Cove Reber sorgt beim Hörer für wohlige Gänsehaut, auch deshalb, weil er keine Angst vor großen Gefühlen zeigt und jeden Song zu einer schonungslosen Seelenschau macht.

Angesichts der unüberhörbaren Klasse der Band wundert es nicht, dass Saosin in den USA als ganz große Entdeckung gefeiert werden. Und nicht nur die Kritiker sind begeistert. Nach der Teilnahme an der Vans Warped Tour 2005, gemeinsamen Konzerten mit Schwergewichten wie AFI, Avenged Sevenfold, My Chemical Romance und Taking Back Sunday sowie einer ausverkauften Clubtournee quer durch die USA kann die Band schon auf eine große, ständig wachsende Fangemeinde bauen. Wie stark das Interesse an Saosin ist, zeigt auch die Beliebtheit der Band im Internet. Bereits lange vor Veröffentlichung des Debütalbums wurden ihre Songs über fünf Millionen Mal auf MySpace angehört. Und das war erst der Anfang: Mit der Albumveröffentlichung geht der Run auf Saosin erst richtig los.

Das brillante Capitol-Debüt mit seiner wohldosierten Mischung aus voluminösen Klanggewittern ("It's So Simple", "I've Never Wanted To"), brachialen Hochgeschwindigkeitsattacken ("Sleepers", "Collapse") und euphorischen Rock-Nummern im Stil der mitreißenden ersten Auskopplung "Voices" ist den Musikern keineswegs über Nacht zugeflogen. Vorausgegangen waren diverse Umbesetzungen - Sänger Anthony Green, der die Band 2003 mit Burchell und Shekoski gegründet hatte, war bereits nach der ersten EP "Translating The Name" ausgestiegen - und eine intensive Suche nach einem eigenen, unverwechselbaren Sound. "Wir wollten nichts veröffentlichen, das nicht 100% perfekt klang", erklärt Cove Reber. Und Gitarrist Beau Burchell fügt hinzu: "Wir haben uns lange gesträubt, ein Album auf einem Major-Label zu veröffentlichten. Wir wollten uns zunächst ganz langsam entwickeln." Aber nach der Veröffentlichung der ersten EP in Eigenregie und einer ersten US-Tour verbreitete sich der Name Saosin mit rasender Geschwindigkeit im Internet. "Fans beschwerten sich, dass man so wenig über uns in Erfahrung bringen konnte", erzählt Burchell. "Wir selbst fanden das zunächst cool, dass man unseren Namen bei Google eingab und keine Treffer erzielte. Doch gerade das spornte die Kids an. Sie gründeten Online-Foren, diskutierten, wie man den Namen richtig ausspricht, tauschten Songtexte und verlangten nach Stoff zum Hören und Runterladen."

Dieser Nachfrage konnte die Band nicht ewig ausweichen - mit dem bekannten Ergebnis auf MySpace. Ebensowenig widerstanden sie dem Werben der Plattenindustrie. Im Winter 2005 unterschrieben Saosin bei Capitol, veröffentlichten eine EP mit Demos und Live-Stücken und begannen in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Howard Benson (My Chemical Romance, Head Automatica) mit den Aufnahmen des längst überfälligen Debütalbums.

Das Warten hat sich ausgezahlt. Vom imposanten Opener "It's Far Better To Learn" über das epische "You're Not Alone" bis zum kraftvollen Finale "Some Sense Of Beauty" übertrifft der Longplayer locker alle durch den Online-Auftritt der Band geschürten Erwartungen. Mehr noch: Mit "Saosin" unterstreichen die Kalifornier, dass sie das Zeug haben, ganz groß raus zu kommen.

Nachdem Saosin 2005 im Vorprogramm von Coheed And Cambria ihr Live-Debüt in Deutschland gegeben haben, kommen sie nun erneut auf Tour.
Diese Seite speichern bei:   Diese Seite zu Favoriten.de hinzufügen   Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen  

Mehr Informationen zu Saosin



0 Kommentare zu Saosin Biographie

Es sind noch keine Kommentare vorhanden. :(