Du bist hier: Musik-Base » Bands » Interpreten mit S » Saxon » Biographie

Saxon Biographie

Saxon

Saxon_medium
Weltweite Saxon-Manie, und erfreulicherweise noch immer kein Ende in Sicht: Fans und Medien sind sich einig, dass die englische NWOBHM-Legende auch im 27. Jahr ihrer Karriere zu den stärksten, authentischsten und charismatischsten Livebands dieses Erdballs gehört. Wo immer Saxon auftauchen, erwartet die Fans eine grandiose Show, randvoll mit Klassikern, deren zeitlose Ausstrahlung die Frage nach etwaigen Trends oder Moden überflüssig macht. Saxon-Songs sind Evergreens, sie waren es, sie sind es und werden es wohl immer sein. Könnte man den aktuellen Karriereabschnitt von Biff Byford, Paul Quinn, Doug Scarrat, Nibbs Carter und Fritz Randow besser charakterisieren, als mit zwei Songtiteln ihres aktuellen Albums Killing Ground? Eines der neuen Stücke heißt ´Rock Is Your Life`, ein anderes ´Coming Home`. Genau diese beiden Songtitel resümieren gewissermaßen all das, was sich auf Killing Ground musikalisch abspielt. Diese Band kann gar nicht anders, als immer wieder ihren Anhängern kraftvolle Metal-Stücke um die Ohren zu dreschen. Dass sich dabei die Songs trotz ständiger Erneuerungen hinsichtlich Sounds und Arrangements immer wieder als typische Saxon-Classics entpuppen, die sich an ihrer eigenen Geschichte orientieren ohne sich dabei selbst zu zitieren, spricht für die Einzigartigkeit dieser Band. Killing Ground ist neu und klassisch im gleichen Atemzug.

Sämtliche Saxon-Songs ranken um Frontmann Biff Byford. Er gibt den harten Arrangements Inhalt und Melodie, seine unnachahmliche Stimme thront stets über der gesamten Instrumentierung, hält sie zusammen, spornt sie zu Höchstleistungen an, und gibt ihnen Ausdruck und Tiefenschärfe. Seine beiden Gitarristen heißen Paul Quinn und Doug Scaratt, zwei Musiker, die mit Können und Leidenschaft ihre harten Riffs bzw. erdigen Soli intonieren. “Das Tolle an Paul und Doug ist, dass sie von Jahr zu Jahr besser werden”, lobt Byford seine beiden Kollegen. “Sie waren schon immer fabelhafte Gitarristen, aber sie haben sich niemals auf ihren Lorbeeren ausgeruht, sondern sich kontinuierlich weiterentwickelt. Man kann ohne Übertreibung behaupten, dass die aktuelle Saxon-Besetzung die beste ist, die es jemals gegeben hat.” Eingeschlossen in dieses Lob sind natürlich auch Schlagzeuger Fritz Randow (Ex- Victory, Sinner) und Bassist Nibbs Carter, dessen unbändige Vitalität der Band einen ewig anhaltenden Jungbrunnen zu bescheren scheint.

Killing Ground wurde in den ´Karo Studios` in Brackel bei Hamburg von Nikolo Kotzev (Baltimore, Brazen Abbot, Nostradamus) aufgenommen, gemischt hat die Songs Herman Frank, Musiker bei Moon´Doc und Freund von Saxon-Drummer Fritz Randow aus gemeinsamen Victory-Zeiten. “Wichtig ist das Grundgefühl, das man zu einem Studio hat”, erklärt Byford die Gründe, weshalb Saxon ihre neues Album wieder in Brackel eingespielt haben. “Hier in den ´Karo-Studios` fühlen wir uns wohl, die Chemie stimmt einfach.” Eine positive Chemie, die speziell auch dann zum Tragen kommt, wenn Saxon mit einer Neufassung des King Crimson-Klassikers ´Court Of The Crimson King` einen Brückenschlag tief in die Annalen der Rockgeschichte vornehmen. Hier verschwimmen die Konturen zwischen Aktualität und Tradition, zwischen Hardrock und Heavy Metal. Das plakative Cover-Artwork von Killing Ground stammt dabei wie gewohnt von Paul Raymond Gregory, der bereits mehrere Saxon-Cover illustriert hat.

Als ganz besondere Überraschung und extra Bonbon für Fans gibt es die Erstauflage von Killing Ground als Doppelalbum, mit einer ganz speziellen Bonus-CD. Denn zusätzlich zu den zehn brandneuen Songs haben Saxon ein gutes Dutzend ihrer Klassiker neu aufgenommen, von denen acht als kostenlose Zugabe dem aktuellen Killing Ground – Material hinzugefügt werden. Wer also seit Jahren sehnsüchtig darauf wartet, die Höhepunkte der frühen Veröffentlichungen, vom Erstwerk Saxon bis hin zu Crusader, in zeitgemäßem Sound zu bekommen, wird jetzt belohnt. “Wir haben die original Arrangements weitestgehend übernommen, lediglich ein paar Soli geringfügig abgeändert, und die Songs mit modernster Studiotechnik komplett neu eingespielt”, fasst Byford zusammen. “Fans haben uns oft danach gefragt, jetzt erfüllen wir ihnen diesen Wunsch.” Die insgesamt dreizehn Klassiker umfassende Studioproduktion wird später zusätzlich als eigenständiges Album unter dem Titel Heavy Metal Thunder veröffentlicht werden.

HISTORY
Bevor Saxon zur Speerspitze der englischen New Wave Of British Heavy Metal-Bewegung avancierten, firmierte die Gruppe noch unter dem Namen Son Of A Bitch. Zusammen mit Saxon waren gleich mehrere Gitarrenarmeen aus England in aller Munde und traten ihren Siegeszug rund um den Globus an: Iron Maiden, Judas Priest, Motörhead, Def Leppard. Sie alle hatten ihr charakteristisches Bandlogo: Motörhead besaßen den Bomber, Iron Maiden ihren Eddie, und Saxon schleppten einen überdimensionalen Adler in ihrem Namenszug mit sich herum, von der Roadcrew liebevoll ´Biff`s Budgie` (zu deutsch: ´Biff`s Wellensittich`) genannt. Genau dieser Adler wird zur Zeit in einem aufwendigen Procédere reanimiert, sprich: restauriert, und erlebt beim Wacken 2001 Festival sein aufsehenerregendes Comeback. Saxon´s Debüt deutete bereits an, welch roher Diamant sich da auf den Weg machte, die Fans zu erobern. Schon das Zweitwerk Wheels Of Steel entwickelte sich zum Megaseller, fortan tourten Saxon in der ganzen Welt. Der Nachfolger Strong Arm Of The Law und speziell das mit Doppelplatin ausgezeichnete Denim And Leather (1981) manifestierten Saxon grandiosen Ruf. Es folgten Touren in Amerika, ein Auftritt beim ´Monsters Of Rock`-Festival in Donnington sowie das Live-Album The Eagle Has Landed (1982), das der ´Melody Maker` als “ eines der besten Live-Platten der Dekade` lobte. Anschließend folgte die erste personelle Umbesetzung: Für Drummer Pete Gill kam Nigel Glockler. Mit Power And Glory (1983) erschien ein weiterer Klassiker, der besonders in Amerika für Aufsehen sorgte. Mit dem noch stärker gen US-Radiocharts tendierenden Crusader (1984), produziert von AOR-Fachmann Kevin Beamish (u.a. Lionheart, Cold Sweat, REO Speedwaggon), wurden vereinzelt Stimmen laut, die Saxons Hinwendung ins Mainstream-Fahrwasser kritisierten. Insbesondere an Innocence Is No Excuse schieden sich die Geister. “Unser Def Leppard-Album”, charakterisierte Biff später einmal das außerordentlich melodische Machwerk. Saxon befanden sich Mitte der Achtziger in einer Phase der Neuorientierung. Auch Rock The Nation und Destiny stießen auf lediglich verhaltene Zustimmung. “Die Plattenfirma und unser Management versuchten uns noch stärker für den amerikanischen Markt zu trimmen”, erklärt Biff den Saxon-Sound jener Tage. “Aber du kannst den Amerikanern keine Coca Cola verkaufen.”' Nach einer zweijährigen Pause meldeten sich die Herren Byford, Quinn, Oliver, Glockler und Neuzugang Nibbs Carter im Jahre 1990 mit neuem Plattenvertrag und dem glänzenden Comeback Solid Ball Of Rock eindrucksvoll zurück. Die beiden folgenden Werke Forever Free und Dogs Of War sowie die dazugehörigen Tourneen hielten die Band weiterhin auf Trab, ihre exzellente Bühnen-Reputation konnten Saxon weiter ausbauen. Mit dem ´96er Live-Album The Eagle Has Landed II, dem ein Jahr später folgenden Unleash The Beast sowie Metalhead (1999) bereiteten sich Saxon erfolgreich auf die bevorstehende Jahrtausendwende vor, und stehen nun mit Killing Ground (inklusive Bonus-CD) und der für später geplanten Veröffentlichung von Heavy Metal Thunder als Aufarbeitung der frühen Jahre am Anfang einer neuen Phase ihrer Karriere. Zumal: So tatendurstig wie momentan hat man Byford & Co. lange nicht mehr erlebt.
Diese Seite speichern bei:   Diese Seite zu Favoriten.de hinzufügen   Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen  

Mehr Informationen zu Saxon



0 Kommentare zu Saxon Biographie

Es sind noch keine Kommentare vorhanden. :(