The Ark Biographie
The Ark
Achtung, hier kommt The Ark! Hier kommt eine Band, die sich nicht darum schert, ob Ihr sie für überdreht, übertrieben, uncool, schwul, affektiert, retro oder gar lächerlich haltet.
The Ark sind eine Band der schrillen Klamotten, der grossen Gesten, der schamlosen Glamrock-Akkorde. Eine Band, die sich in Kitsch und Show suhlt, anstatt diese Stilmittel aus Gründen der "Au-thentizität" und "Credibilty" zu verteufeln. The Ark provozieren - aber nicht auf die herkömmliche Weise. Es geht nicht darum, jemanden anzugreifen oder etwas zu zerstören. Es geht darum, Toleranz zu lernen, sich und andere weniger ernst zu nehmen, es geht ums Lachen und um die eigene Selbst-verwirklichung auch im Angesicht der Ablehnung. Es geht um den Stolz auf das Anderssein. Und wer beobachten durfte, wie die fünf Schweden mit ihrer knalligen Performance beim Könixxtreffen der Vir-gin überzeugten, wie sie einer fünfstelligen Anzahl von Besuchern erst ein verwirrtes "Wie Bitte?" ins Gesicht schrieben, um dies schließlich in ein kollektives, breites Grinsen zu verwandeln, weiß: Ihre Botschaft wird angenommen.
Die Anfänge von The Ark gehen - kaum zu glauben - zurück ins Jahr 1991: The Ark gründeten sich 14-jährig als Schülerband in Rottne, einem Vorort des südschwedischen Väx-jö. Die damaligen Bandmitglieder waren Ola Salo, (Gesang) Jepson (Gitarre) und Leari (Bass). In ihrem kleinen Ort waren die drei Freunde Aussenseiter, was sie aber nur umso mehr zusammen-schweisste.
Inspiriert durch die Ästhetiken von Glamrock und Hippiedom kreierten sie schon damals ihren ei-genen Musik- und Kleidungsstil: 'Apocalyptic'. Denn Priestersohn Ola Salo war überzeugt, dass der Weltuntergang kurz bevorstünde. Er erkannte die Zeichen aus dem Buch der Apokalypse: Es war Zeit, eine Arche (the Ark) zu bauen. So war auch die Musik apokalyptisch: Voll Pathos, energetisch und mystisch. The Ark hatten eine Message: Wir leben in einer heiligen Ära und müssen unser Leben bis zum Ende auskosten.
Nach fünf Jahren als Schülerband erschien 1996 auf dem Label Energy Rekords eine erste EP"Ra-cing With The Rabbits". Damals war die Zeit aber noch nicht reif für The Ark. Die farblosen, grun-gigen Neunziger konnten mit einer so bunten und furchtlosen Band nichts anfangen. Um 1997 stan-den The Ark daher disillusioniert und erfolglos kurz vor der Trennung. Um sicherzustellen, daß es wei-terginge, stieg zu diesem Zeitpunkt ein alter Fan der Band, Martin Axen, an der Gitarre ein.
Ende der Neunziger aber erwachte eine neue Ära. Die Welt war gelangweilt vom vergangenen grauen, versteiften Jahrzehnt. Die Welt suchte wieder Spass und Farbigkeit. In der neuen Ära konnte man sich nicht mehr hinter Ironie verstecken, sondern musste einen klaren Standpunkt beziehen. The Ark waren angekommen!
Drummer Sylvester Schlegel von The Tamboureens (die später zu The Melody Club wurden) trat The Ark bei. Zur Jahrtausendwende tourten The Ark durch Schweden als Support von Kent, dort Me-gaseller. Beim Kent-Publikum rannten sie offene Türen und Herzen ein - bedienen doch auch Kent trotz ihres Erfolges ein alternatives Outsiderpublikum. Während der Tour wurde der Song "Let Your Body Decide" als Single veröffentlicht. Zur Überraschung aller ging er in die schwedischen Top Ten. Kurz danach erschien "It Takes A Fool To Remain Sane". Diese Single übertraf alles: Sie wurde zum Song des Jahres, gewann für The Ark zwei schwedische Grammies (Song Of The Year + Artist Of The Year), wurde zum meistgespielten Song in Schwedens Radios. The Ark gewannen Publikumsprei-se und wurden auch bei den MTV Music Awards als Nordic Artist Of The Year nominiert. Auch ausser-halb Schwedens brachte dieser Titel den Stein ins Rollen: In Italien hielt er sich vier Monate in den Top Ten.
Im September 2000 erschien das Debutalbum We Are The Ark. Die Platte schnellte sofort auf Platz 1 der schwedischen Charts und drängelte niemand anders als Madonna auf Platz zwei. Für die kommenden Monate tourten The Ark durch Schweden und Kontinentaleuropa: Neben Italien entdeck-ten auch Fans in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden The Ark und deren Manifest für sich, das lautet: Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter und folge deinen Gefühlen. Radikal zu sein bedeu-tet, das zu tun, was Du selbst für richtig hältst, egal wie uncool, lächerlich oder falsch Andere es fin-den.
Im Herbst 2001, als sich die Welt der Apocalypse tatsächlich wieder zu nähern begann und eine Arche dringend brauchte, begannen The Ark an der Arbeit fürs zweite Album. Mit als erstes entschied man sich für den Titel: In Lust We Trust. Es geht um mehr als nur eine Sammlung von Titeln auf einer Scheibe. Es ist ein Manifest, ein hin-gebungsvoller Versuch, einer alten der ältesten Arten von Songs eine neue Dimension zu geben: Dem Protestsong.
Diese Songs aber sind mit keiner Partei oder Ideologie verknüpft, sie sind genauso persönlich wie politisch. Wie auf dem ersten Album behandeln die Texte Widersprüche bzw. sie versuchen, Sinn in scheinbaren Widersprüchen zu entdecken und darzulegen, daß es gerade dieser Sinn sein kann, der das Aufbrechen veralteter, verkrusteter Konvention und Wertvorstellungen nach sich ziehen muss.
Ein Beispiel? The Arks aktueller Hit in Schweden, "Father Of A Son" behandelt das Thema der A-doption von Kindern durch homosexuelle Paare. Ola Salo: "Es gab darüber in Schweden eine grosse Diskussion. Wir wollten sie mit diesem Song beenden. Man kann nichts dagegen haben, daß zwei sich liebende Partner ein Kind grossziehen. Wer dagegen ist, ist gegen Homosexualität an sich und benutzt das Thema der Adoption nur als Ausrede. Der Song ist einerseits sehr wütend, andererseits unglaub-lich fröhlich und aufbauend. Es ist möglich, gleichzeitig wütend und happy zu sein."
Natürlich aber istIn Lust We Trust nicht nur ein Manifest, sondern genauso ein Musical, überladen mit der euphorischen Anarcho-Ästhetik, die zu The Arks Markenzeichen geworden ist.
Schon am ersten Tag erreicht In Lust We Trust Gold in Schweden und steigt auf Position 1 der Charts ein - diesmal wird "The Boss" verdrängt und auch die zeitgleich veröffentlichenden Coldplay werden auf Distanz gehalten.
Zwar glauben The Ark heute nicht mehr, daß die Welt morgen untergeht. Sie glauben aber immer noch daran, daß man sein Leben so leben soll, als wäre dies so. Sie glauben an eine Ethik, die sich auf dem Gefühl aus dem Bauch und dem Herzen begründet, nicht auf den Zwängen und Restriktionen der Gesellschaft.
The Ark sind eine Band der schrillen Klamotten, der grossen Gesten, der schamlosen Glamrock-Akkorde. Eine Band, die sich in Kitsch und Show suhlt, anstatt diese Stilmittel aus Gründen der "Au-thentizität" und "Credibilty" zu verteufeln. The Ark provozieren - aber nicht auf die herkömmliche Weise. Es geht nicht darum, jemanden anzugreifen oder etwas zu zerstören. Es geht darum, Toleranz zu lernen, sich und andere weniger ernst zu nehmen, es geht ums Lachen und um die eigene Selbst-verwirklichung auch im Angesicht der Ablehnung. Es geht um den Stolz auf das Anderssein. Und wer beobachten durfte, wie die fünf Schweden mit ihrer knalligen Performance beim Könixxtreffen der Vir-gin überzeugten, wie sie einer fünfstelligen Anzahl von Besuchern erst ein verwirrtes "Wie Bitte?" ins Gesicht schrieben, um dies schließlich in ein kollektives, breites Grinsen zu verwandeln, weiß: Ihre Botschaft wird angenommen.
Die Anfänge von The Ark gehen - kaum zu glauben - zurück ins Jahr 1991: The Ark gründeten sich 14-jährig als Schülerband in Rottne, einem Vorort des südschwedischen Väx-jö. Die damaligen Bandmitglieder waren Ola Salo, (Gesang) Jepson (Gitarre) und Leari (Bass). In ihrem kleinen Ort waren die drei Freunde Aussenseiter, was sie aber nur umso mehr zusammen-schweisste.
Inspiriert durch die Ästhetiken von Glamrock und Hippiedom kreierten sie schon damals ihren ei-genen Musik- und Kleidungsstil: 'Apocalyptic'. Denn Priestersohn Ola Salo war überzeugt, dass der Weltuntergang kurz bevorstünde. Er erkannte die Zeichen aus dem Buch der Apokalypse: Es war Zeit, eine Arche (the Ark) zu bauen. So war auch die Musik apokalyptisch: Voll Pathos, energetisch und mystisch. The Ark hatten eine Message: Wir leben in einer heiligen Ära und müssen unser Leben bis zum Ende auskosten.
Nach fünf Jahren als Schülerband erschien 1996 auf dem Label Energy Rekords eine erste EP"Ra-cing With The Rabbits". Damals war die Zeit aber noch nicht reif für The Ark. Die farblosen, grun-gigen Neunziger konnten mit einer so bunten und furchtlosen Band nichts anfangen. Um 1997 stan-den The Ark daher disillusioniert und erfolglos kurz vor der Trennung. Um sicherzustellen, daß es wei-terginge, stieg zu diesem Zeitpunkt ein alter Fan der Band, Martin Axen, an der Gitarre ein.
Ende der Neunziger aber erwachte eine neue Ära. Die Welt war gelangweilt vom vergangenen grauen, versteiften Jahrzehnt. Die Welt suchte wieder Spass und Farbigkeit. In der neuen Ära konnte man sich nicht mehr hinter Ironie verstecken, sondern musste einen klaren Standpunkt beziehen. The Ark waren angekommen!
Drummer Sylvester Schlegel von The Tamboureens (die später zu The Melody Club wurden) trat The Ark bei. Zur Jahrtausendwende tourten The Ark durch Schweden als Support von Kent, dort Me-gaseller. Beim Kent-Publikum rannten sie offene Türen und Herzen ein - bedienen doch auch Kent trotz ihres Erfolges ein alternatives Outsiderpublikum. Während der Tour wurde der Song "Let Your Body Decide" als Single veröffentlicht. Zur Überraschung aller ging er in die schwedischen Top Ten. Kurz danach erschien "It Takes A Fool To Remain Sane". Diese Single übertraf alles: Sie wurde zum Song des Jahres, gewann für The Ark zwei schwedische Grammies (Song Of The Year + Artist Of The Year), wurde zum meistgespielten Song in Schwedens Radios. The Ark gewannen Publikumsprei-se und wurden auch bei den MTV Music Awards als Nordic Artist Of The Year nominiert. Auch ausser-halb Schwedens brachte dieser Titel den Stein ins Rollen: In Italien hielt er sich vier Monate in den Top Ten.
Im September 2000 erschien das Debutalbum We Are The Ark. Die Platte schnellte sofort auf Platz 1 der schwedischen Charts und drängelte niemand anders als Madonna auf Platz zwei. Für die kommenden Monate tourten The Ark durch Schweden und Kontinentaleuropa: Neben Italien entdeck-ten auch Fans in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden The Ark und deren Manifest für sich, das lautet: Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter und folge deinen Gefühlen. Radikal zu sein bedeu-tet, das zu tun, was Du selbst für richtig hältst, egal wie uncool, lächerlich oder falsch Andere es fin-den.
Im Herbst 2001, als sich die Welt der Apocalypse tatsächlich wieder zu nähern begann und eine Arche dringend brauchte, begannen The Ark an der Arbeit fürs zweite Album. Mit als erstes entschied man sich für den Titel: In Lust We Trust. Es geht um mehr als nur eine Sammlung von Titeln auf einer Scheibe. Es ist ein Manifest, ein hin-gebungsvoller Versuch, einer alten der ältesten Arten von Songs eine neue Dimension zu geben: Dem Protestsong.
Diese Songs aber sind mit keiner Partei oder Ideologie verknüpft, sie sind genauso persönlich wie politisch. Wie auf dem ersten Album behandeln die Texte Widersprüche bzw. sie versuchen, Sinn in scheinbaren Widersprüchen zu entdecken und darzulegen, daß es gerade dieser Sinn sein kann, der das Aufbrechen veralteter, verkrusteter Konvention und Wertvorstellungen nach sich ziehen muss.
Ein Beispiel? The Arks aktueller Hit in Schweden, "Father Of A Son" behandelt das Thema der A-doption von Kindern durch homosexuelle Paare. Ola Salo: "Es gab darüber in Schweden eine grosse Diskussion. Wir wollten sie mit diesem Song beenden. Man kann nichts dagegen haben, daß zwei sich liebende Partner ein Kind grossziehen. Wer dagegen ist, ist gegen Homosexualität an sich und benutzt das Thema der Adoption nur als Ausrede. Der Song ist einerseits sehr wütend, andererseits unglaub-lich fröhlich und aufbauend. Es ist möglich, gleichzeitig wütend und happy zu sein."
Natürlich aber istIn Lust We Trust nicht nur ein Manifest, sondern genauso ein Musical, überladen mit der euphorischen Anarcho-Ästhetik, die zu The Arks Markenzeichen geworden ist.
Schon am ersten Tag erreicht In Lust We Trust Gold in Schweden und steigt auf Position 1 der Charts ein - diesmal wird "The Boss" verdrängt und auch die zeitgleich veröffentlichenden Coldplay werden auf Distanz gehalten.
Zwar glauben The Ark heute nicht mehr, daß die Welt morgen untergeht. Sie glauben aber immer noch daran, daß man sein Leben so leben soll, als wäre dies so. Sie glauben an eine Ethik, die sich auf dem Gefühl aus dem Bauch und dem Herzen begründet, nicht auf den Zwängen und Restriktionen der Gesellschaft.




