The Beta Band Biographie
The Beta Band
Kaum ein anderes Debütalbum von den britischen Inseln ist mit mehr Spannung erwartet worden als das der vier verschrobenen Pop-Querulanten, die als Beta Band bereits mit ihren ersten drei EPs neue Maßstäbe gesetzt haben. Bemerkenswert ist die unglaubliche Entspanntheit ihres zehn Songs umfassenden ersten Longplayers, der konsequent jene infantile Verspieltheit und stets präsente Experimentierfreudigkeit ausstrahlt, die auch ihre bisherigen Veröffentlichungen auszeichneten. Die Songs bewegen sich reizvoll lässig durch ein collagenhaftes und farblich ständig veränderndes Stilgemisch, das nachzuvollziehen zwar Mühe kostet, dafür aber die mit einem der abenteuerlichsten Hörerlebnisse des laufenden Jahres belohnt wird: Ein stetes Schlendern durch eine Galaxie aus Folk, Psychedelic, Electronic, Talking Blues, World Music Anleihen auf Toys'R'Us Instrumentarium, hippiesken Mantras und Chants, Loops, Soundschleifen und selbst klassischen Pianoeinlagen. Das Studio als kreative Opiumhöhle der Popmusik.
Die Beta Band, vom New Musical Express bereits in einer Titelstory als "innovativste Band Großbritanniens" gefeiert, existiert seit 1997. Steve Mason, der Sänger und Gitarrist, der mit seiner Brille und seinem Vollbart eher das Bild eines verschrobenen Professors als eines Popstars abgibt, und John MacLean, der DJ und Sample-Experte, stammen beide aus Edinburgh, wo sie schon gemeinsam die Schule besuchten. John ging später an die Kunsthochschule in Edinburgh, wo er den Drummer Robin Jones kennenlernte. Die drei Schotten brachen gemeinsam nach London auf, ließen sich in Shepherd's Bush nieder und vervollständigten das Quartett mit dem ursprünglich aus Portsmouth stammenden Bassisten Richard Greentree. Drei Teile Scotch, ein Teil Port - schon stand der schärfste Cocktail der britischen Musikszene kurz vor der ersten hochprozentigen Veröffentlichung.
Nur zwei versandte Demotapes reichten für einen Plattenvertrag: ein Tape wanderte in den Papierkorb, weil sich ein Mitarbeiter einer Plattenfirma über einen Rechtschreibefehler mokierte, das andere landete beim EMI-Label Regal und war Grundstein für "Champion Versions", die erste EP der Band. Weniger die Tatsache, daß Nick McCabe, der Leadgitarrist von The Verve, deren Proberaum sie auch benutzen durften, einen Track der EP produziert hatte, als das stilistische Tohuwabohu ihrer musikalischen Genesis erregte einiges Aufsehen. "Für diejenigen, die noch keine ihrer Platten gehört haben, die Beta Band klingt wie: The Velvet Underground, The Beach Boys, Led Zeppelin, Can, King Tubby, The Beatles, Yes, The Rolling Stones, Primal Scream, Beck, Emerson, Lake & Palmer, Prodigy, The Stone Roses und Parliament" (NME). Jeder mag sich da seinen eigenen Reim drauf machen, aber es kommt nicht von ungefähr, daß die "Champion Versions" von "UK's hottest Band" (Rolling Stone) ebenso wie die später veröffentlichten EPs "The Patty Patty Sound" und "Los Amigos Del Beta Bandidos" in England für £ 40 und mehr gehandelt werden.
Das Vierergespann, das wie Monty Python vor keiner Verkleidung zurückschreckt und in Interviews mit typisch britischem Humor den Journalisten den Schneid abkauft, ist sich über seine derzeitige Ausnahmestellung bewußt: "Es ist einfach so, daß heutzutage kaum noch jemand etwas erfindet, man erneuert nur noch. Wir tun das nicht. Wir sind Erfinder." Und wirklich stecken ihre ellenlangen Pop-Mantras voller kleiner Ideen, die man so noch nirgends gehört hat. So etwas spricht sich natürlich herum. Die Beastie Boys engagierten die Beta Band 1998 für ihre After Show Party in London, und Dr. John heuerte sie als Backing Band für sein in England aufgenommenes Neo-Psychedelic Album "Anutha Zone" an. Ihre Bühnenshows, eine Mixtur aus Beatclub und Popzirkus, Freakshow und Woodstockfarm, sind ein Augenschmaus für sich. Ob das Album "The Beta Band" nun wirklich als neues "Sgt. Pepper" oder "Pet Sounds" gefeiert werden wird, bleibt abzuwarten. Hier darf jeder sein eigenes Abenteuerland für sich entdecken. Fest steht, dieses Werk becirct durch eine flirrende Relaxtheit, die es seit jenen Tagen nicht mehr gegeben hat, als Krautrocker noch die Welt abgrasten. "Hört diese Band. Und zwar nach allen Regeln der und vor allem für die Kunst.": Diese Empfehlung von Uwe Viehmann in der Spex (März '99) darf man getrost noch einmal dick unterstreichen. Die Beta Band hat der Zukunft der Popmusik neue Perspektiven eröffnet.
Die Beta Band, vom New Musical Express bereits in einer Titelstory als "innovativste Band Großbritanniens" gefeiert, existiert seit 1997. Steve Mason, der Sänger und Gitarrist, der mit seiner Brille und seinem Vollbart eher das Bild eines verschrobenen Professors als eines Popstars abgibt, und John MacLean, der DJ und Sample-Experte, stammen beide aus Edinburgh, wo sie schon gemeinsam die Schule besuchten. John ging später an die Kunsthochschule in Edinburgh, wo er den Drummer Robin Jones kennenlernte. Die drei Schotten brachen gemeinsam nach London auf, ließen sich in Shepherd's Bush nieder und vervollständigten das Quartett mit dem ursprünglich aus Portsmouth stammenden Bassisten Richard Greentree. Drei Teile Scotch, ein Teil Port - schon stand der schärfste Cocktail der britischen Musikszene kurz vor der ersten hochprozentigen Veröffentlichung.
Nur zwei versandte Demotapes reichten für einen Plattenvertrag: ein Tape wanderte in den Papierkorb, weil sich ein Mitarbeiter einer Plattenfirma über einen Rechtschreibefehler mokierte, das andere landete beim EMI-Label Regal und war Grundstein für "Champion Versions", die erste EP der Band. Weniger die Tatsache, daß Nick McCabe, der Leadgitarrist von The Verve, deren Proberaum sie auch benutzen durften, einen Track der EP produziert hatte, als das stilistische Tohuwabohu ihrer musikalischen Genesis erregte einiges Aufsehen. "Für diejenigen, die noch keine ihrer Platten gehört haben, die Beta Band klingt wie: The Velvet Underground, The Beach Boys, Led Zeppelin, Can, King Tubby, The Beatles, Yes, The Rolling Stones, Primal Scream, Beck, Emerson, Lake & Palmer, Prodigy, The Stone Roses und Parliament" (NME). Jeder mag sich da seinen eigenen Reim drauf machen, aber es kommt nicht von ungefähr, daß die "Champion Versions" von "UK's hottest Band" (Rolling Stone) ebenso wie die später veröffentlichten EPs "The Patty Patty Sound" und "Los Amigos Del Beta Bandidos" in England für £ 40 und mehr gehandelt werden.
Das Vierergespann, das wie Monty Python vor keiner Verkleidung zurückschreckt und in Interviews mit typisch britischem Humor den Journalisten den Schneid abkauft, ist sich über seine derzeitige Ausnahmestellung bewußt: "Es ist einfach so, daß heutzutage kaum noch jemand etwas erfindet, man erneuert nur noch. Wir tun das nicht. Wir sind Erfinder." Und wirklich stecken ihre ellenlangen Pop-Mantras voller kleiner Ideen, die man so noch nirgends gehört hat. So etwas spricht sich natürlich herum. Die Beastie Boys engagierten die Beta Band 1998 für ihre After Show Party in London, und Dr. John heuerte sie als Backing Band für sein in England aufgenommenes Neo-Psychedelic Album "Anutha Zone" an. Ihre Bühnenshows, eine Mixtur aus Beatclub und Popzirkus, Freakshow und Woodstockfarm, sind ein Augenschmaus für sich. Ob das Album "The Beta Band" nun wirklich als neues "Sgt. Pepper" oder "Pet Sounds" gefeiert werden wird, bleibt abzuwarten. Hier darf jeder sein eigenes Abenteuerland für sich entdecken. Fest steht, dieses Werk becirct durch eine flirrende Relaxtheit, die es seit jenen Tagen nicht mehr gegeben hat, als Krautrocker noch die Welt abgrasten. "Hört diese Band. Und zwar nach allen Regeln der und vor allem für die Kunst.": Diese Empfehlung von Uwe Viehmann in der Spex (März '99) darf man getrost noch einmal dick unterstreichen. Die Beta Band hat der Zukunft der Popmusik neue Perspektiven eröffnet.
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